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ohne ermel», und von der Dalmatica weiter nicht unterschieden,als daß es keine ermel hatte. Es gierig herunter biß an die füffe,und haben es auch die Bischöffe und Mönche getragen. Permr. sc
Rüben, de re vest. Reinefius ad Rupert. epist. 61. Fahruius ad Ab-diam Babylon, du Frefne gl. Gr. p. 684. Pitifcus. *
• Colochina / eine stadt in Morea, 12 meilen von Misitra oderLacedämon entlegen, von welcher ein grosser mecr-dusen, voraltersLinus Laoenicus genannt, den Namen führet.
Lolocza oder Lolocz / iat. Colacia- Colvra und ad statuas Co-lofläsj eine stadt in Ungarn , welche den titul eines Ertz-Bißthumsführet,und nahe an dem ufer der Donau zwischen Ofen und puff*kirchen in dem Bacchienser-Comitat liget. Vor zeitcn ist sie in einemweit bessern stände gewesen als anjetzo. Das Bißthum allhier hatder König Stephanns an. 1000 fundiret, und ist es das erste gewe-sen, so er aufgerichtet. An. i°o) hat er auch das zu Bachia gestiff-tet, welches hernach durch Päbstliche autontät mit dem zu Coloczavereindahret, und dieses zu einem Ertz-Bißthum erhoben worden.An.1602 haben die Kayserl. Heiducken diesen ort eingenommen,ge-plündert und verbrandt, und in dem letzten Türcken- krieg unterdem Kayfer Leopolds ist er in Christliche Hände gekommen. Bonfin.
annal. Hung. lflhuanf. hist. Hung. Sz.entz.yvam miscsll. dec. z P..ip. j ;6 dcc. 3 P. 1 p. 79.
S. Colomannus / sihe Colman.
Colomrtnmto/ Königin Ungarn , fuccedirte an. ioy; feinesVaters des Königs Geisa 1 drüber Ladislao I dem heiligen. Dennob er gleich zum geistlichen leben, und dagegen sein bruder Almuszur crone bestimmet war, so überließ doch dieser dem Colomannodie regierung. Mein, gleichwie Colomannus ein sehr grausamer/,err war, also kvnte gar leicht zwischen ihm und feinem bruderern mißverständniß gestiffter werden, welches endlich dahin aus-schlug, baß er dem Almo die äugen ausstechen, auch ihn hernachaar vor dem altare umbringen Ncß. Des Almi söhn Belam befahler gleicher mästen des gesichts zu berauben und zu entmannen, wie-wol das letztere nicht vollzogen, sondern der König durch eine listi-ge erfindnng desjenigen, der es verrichten sollen, hintergangen wur-de. Sonst führte er einen unglücklichen krieg wlder die Neusten,nachdem er eine Rcußischr Fürstin, namens Lance, welche friedenvon ihm erbitten wollen, mit füsscn von sich gestossen. Er war wi-der die Venetianer in Dalmatien auch nicht glücklich, und als eran. 1096 den Christen den durchzug in das gelobte land verwehrenwolle, schlugen sich diese mit gemalt durch. Endlich starb er an.1,14, nachdem er 19 jähr regieret halte, und fuccedirte ihm seinsöhn Stephanus II. Übrigens war er nicht allem grausam, son-dern auch von einer Übeln statur, wie er denn lahm, duckitcht, schie-licht, staminlend und am leibe gantz rauch gewesen. Bonßnü hi-
ltor. Hungar. Volaterran.
Colomannus / der andere söhn Königs Andrea II in Ungarn ,wurde an. i2o8 von den Russen zu ihrem Hertzoge erwählet. Als ersich aber von den Polnischen und Ungarischen Bischöffcn zu einemKönige von Galatien oder Halitien wolle krönen lassen, bemächtig,len sie sich seiner residentz Halitz, und nöthigten ihn, die flucht zu er»areiffen. Hierauf überzog der König Andreas die Russen mit krie-ge, war aber so unglücklich, daß seine völcker sowol als die mit ihmalliirke Polen aufs Haupt geschlagen wurden. Coloniannus gerielhnebst seiner gantzen familie in der sieger Hände,welche ihn in ein ge-fängniß legten, jedoch nach dem an. 1210 getroffenen frieden in seinFürstcnthum wieder einsetzten. Er wurde zwar an. 1220 von einemRußischen Fürsten abermals vertrieben; von seinem vater aber an.1222 nochmals restituiret. iLein tod erfolgte an. 122; nicht ohneargwohn beygebrachten gifftes. Er hatte sich mit Salome, Lescialbi, Hertzogs in Polen , tochter oder schwester, an. 1208 vermählet,und bey dem damaligen unglücklichen zustande mit selbiger in ewi-ger keuschheit zu leben gelobet. Sie ist erst an. 1268 als Aebtißindes klosters Zavichost gestorben, und nachgehends canonisiret wor-den. F>lugoj[. hüt. Pol. 1 . 6 .
Colombanus/ besser Columbanus / sonsten auch gemeinig-lich Columda genannt,war von geburl ein Jrrlander aus der pro-vintz Lagenia. Nachdem er sich nach Britannien begeben, und da-selbst eine zcitlang aufgehalten, gieng er au. 589 nach Burgund ,woselbst er das klvster Luxeuil gestifftet, und eine zeitlang regierethat. Als er fast 20 jähr demselben vorgestanden, wurde er vonTheodorico, einem Könige von Burgund , vornemlich aufanstifftendessen groß-mutter, der Brunehild, ins elend verjaget, weil er dessenUnzucht mit grosser freyheit gestraffet hatte, und unter anderem,alsihme Brunehild die vier junge dastarten ihres enckels vorgestellt,damit er sie segnete, dasselbe zu thungeweigert, mit dem bedeuten,dergleichen gcburlen würden nimmermehr zu cron und scepter ge-langen. Er solle sich also gegen Engelland gewendet haben,und aufder Loire biß aus meer kommen seyn; aber allda einen augenschein-lichen widerstand von denen wasseren des mceres vcrspühret haben,welche ihne auch ohne geqenwind nicht wollen schiffen lassen, daviele andere schiffe zu gleicher zeit und neben ihme hin ohne Hinder-niß gegen Engelland fortgesegelt. Wie er nun aus diesem solle ge-schloffen haben, daß ihne Gott anderswo hin rnsste; so will man, erseye wieder zurück, und durch die Reiche der Konigen Chlotarii, soin Neustria , und Theodeberti,welcher in Anstrasien regierte,von de-nen er viel ehr und gutes genossen,biß nach Bregentz am Boden-see
S egen, welcher ort eben zu Theodeberti landen gehörete, und hätteallda mit dessen bewilliqung nebst seinen lehr-,üngern niederge-lassen. Als er da ; jähr zugebracht, und indessen TheodoricuS vonBurgund seinen bruder den Austrasischcn König Sigebertum über-wunden und getödtet, hiermit auch dessen land in seinen gewalt gc»
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bracht hatte, wolle Colombanus nicht langer darinnen verharren,und begab sich, doch mit Hinterlassung des Galli, welcher hernachdas kloster 8. Gallen in der Schwcitz gestifftet, in Italien , woselbster von Agilnlfo, dem Longobardischen Könige, einen bequemen orterlangte, das kloster Bobiö zu erbauen,welchem er nur ein jähr vor.stund, sintemal er bald darauf den 21 nov.an.6i; starb. Was denvon Columbano gestiffteten orden, und an mehreren orten aufge.richtete klöster betrifft, so ist gewiß, daß solche eben nicht grab nach8. Denedicti art eingerichtet worden, als von dessen regn! auch dieregul Columbani in mehreren stücken unterschieben ist. Allein, wiesich die München dieser alten zeiten gemeiniglich gerne mit einan,der verglichen,so sind auch die Nachfolger Columbani mit Benedictijüngeren immer in eine engere und genauere Vereinigung getrettcn,biß letztlich beyde orden in einen zusammen geschmoltzen. Man hatvon ihm unterschiedene schrifften, alsregulam Monachalem, wel-che in dem Loncilio zu Macon an. 627 ist approbiret und von Hen-rico Canisio tom. 1 anriq. lectionum, wie auch von andern herausgegeben worden ; ferner ptcnitentiale seu regulam ccenobialem ,poemata & epistolas; scrmones seu institutiones spirituales, &.c.
welche zufamen von einem Inländischen Minvriten, Patritio Fle.mingo, zu Löven an.1667 ediret worden, und sich auch in dem 12tomo der bibliothecse patrum befinden, u. st. m. Es ist auch nochein anderer Colomba, welcher gleichfalls aus Irrland war, an.;6;in Britannien gekommen, und ein theil von Schottland zum Christ-lichen glauben bekehret hat. Es starb derselbe an. ;97 im 77 jähreseines alters, und muß mit dem erstgedachten Columbano nichtverwechselt werden. Jonas in vita S. Columb. Trodoardus in vitaCol. versii scripta, ambo in Actis SS. Ord. S. Ben. Beda hist. eccl. 1.;c. 4. Sigebert. de scr. eccl. cap. 60. Sirmond. tom. 1 conc. Gall. Surittsad d. 21 nov. Stingelius in corona lucida. Bai aus de script.Brit. cen-tur. 14 cap. 12. War aus de scr. Hiber. J. 1 p. 15 lib. 1 p. 18. Baro-nius. Pojfevin. Mir aus. Mefßnghami florilegium SS. Hibern, Vffiriusin anriq. Britan. c., 5. Cave hist. liter. Mabiüon. in annal . Ord. S.Ben. Stumpf. I.3 p.i 86j b. 193 b. & 1. 5 p.9 b. Guler. Rha:t. 1. 6 p.76& 1.14 p.224, b. Otto Prißng. 1. 5 hist. c.7, Aimoin. 1. 3 hist. c.93. *
Colombier / (Petrus Bertrand de) zugenannt der jüngere/Cardina^Bischoffzu Revers und Arras , war ein söhn Bartholo-mäi, Herrn von Colombier in Vivarez,und Margaretä einer schwe-stcr des Cardinais Petri Bertrandi des ältern; welcher ihm so vielgutes erwiesen, daß er zur erkäntlichkeit dessen «amen Bertrandangenommen. Nachdem er Lanonicus zu Puy in Velay, «nd, wieandere wollen, Decanus zu S. Quintin und geistlicher Rath imParlamente zu Paris gewesen, fuccedirte er an. 1)26 dem älternÄertrando im Bißthum zu Revers, welches er aber hernach wie-der aufgab, um das zu Arras an. 1539 anzunehmen. Er bekamauch an. 1)4400» Elemente VI den Cardinals-hut mit dem titul8. Dusannä,welchen er aber gegen das Bißthum Ostia fahren ließ,und als Legat von Jnnocentio VI nach Rom geschickt ward, denKayftr Carolum IV zu krönen. Er wurde auch Bischofs zu Ve.letri, und starb auf der Priorey zu Montaut den; ober 13 jul. an.
1561. Fri&on. Gall. purp. Sammartb. Gall. Christ. Aubery hist. desCard.
Colombino / (Johannes) der stiffter des Iesuater - ordens.Er war gebürtig von Sicna in dem Toscanischen, und ließ durchfleißige lesung des iebens der heil. Maria aus Egyvten sich zu einerabsonderlichen andacht und zu ausüdung unterschiedener wercke dergottseligkeit bewegen. Da nun viel andre durch sein exempel ange«reitzt wurden, ihm nachzuahmen, entstund an. ,z;4 ein neuer ör»den, dessen Mitglieder, weil sie den »amen Jesu öfflcrs in demmunde führten, den titul der Iesuater bekamen. Urbanus V be-stätigte diesen orden, welches nachmals auch durch 18 andere Päb-ste geschehen, biß ihn endlich an. 1668 der Pabst Clemens IX auSwichtigen Ursachen gäntzlich aufgehoben. Sthe Iesuaten. Cheru-bin. in scholis bullarii. iilvanus. Pafius Camaldulens. Benannt degsiordini religioii mim. *2.
Colombo / die Haupt-stadt des landes Colombo , darinnen derbeste canel wächst, auf der westlichen küste der insul Ceilan , und dieresidentz desHolländischen Gouverneurs- ist sehr wohl bevestiget undm>t einem starcke» castell verwahret. Sie ligt an dec see in einersehr lustigen auen, an einem fliessenden wasser, hat eine» guten ha,fen, und ist von den Portugiesen unter dem König Emanuel bey deralldortigen stadt Colombo die vestung zu bauen angefangen wor-hen, welche dieHolländcr an. i6;6 erobert. BaidAt beschreib.von
Zeilon. Saars Ost-Jndian. reiseb.
Colombue oder Colon / Colomb / (Christophorus) ein be-rühmter see-sahrer, welcher Americam erfunden. Sein söhn Fer»dinandus, welcher sein leben beschrieben, bemühete sich, sein ge-fchlechte von vornehmen leuten herzuführen. Jedoch ist gewiß, daßfein vater ein woll-kämmer,und er selbst anfänglich dieser proscßionzugethan gewcst», biß er sich endlich, nachdem er eine zeitlang aufdem meerc herum gefahren, gäntzlich auf solche handthierung leg»te , und insonderheit grossen fleiß auf das studium geographicumwandte. Er warun. 1442 gebohren. Der eigentliche ort seinergeburt ist ungewiß, indem einige wollen, er wäre von Cogureto,nicht weit von Genua, andere, von Albizola bey Savona . Lopezde Vcga giebt ihm zu seinem vaterlande das dorff Nrrvi auf derGenuesischen küste. Andere meynen, er stamme von den Pellestrellivon Plazentz her; am wahrscheinlichsten ist, daß er ein Genuesergewesen, doch vielmehr in dem gebiete dieser stadt, als zu Ge»vua selbsten gebohren. Wie er sich absonderlich beflissen, sce-kartenzumachen, so hielte er sich eine ziemliche zeit in der insul Maderaauf, um solche denen allda längst denen Afticanifchen küsten vor-