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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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dividenda rursus inter Tribus; de summa Trinitate & FideCatholica; de Passione & Morte JEsu ; de Fatis Monarchia:Rom. somnium, vaticinium Esrae explicatum; Consideratiode Judaeorum & Christianorum defectione a Christo , & Ec-clesia, & Fide Catholica·, itemque de judaeorum & Christia-norum conversione &c. Gesner. in bibl. Pantaleon. prosop.P. III. Adam. vit. Theol. Tbuan. üb. XXXVI. TeiJJier, addit.toi«. I. Hottinger. bibl. Tigurina p. 72. Freber. in theat. Hend-reich. Bayle. *

BIBLIA POLYGLOTTA , siehe POLYGLOTTA.

* Viblides, eine Märtyrin unter dem Kaystr Antonino Ve-ro, die zwar nebst andern Christen an. 180. in der schrecklichenVerfolgung aus forcht vor der marter abgefallen, sich aber,da sie noch einst zur marter geführet wurde, alsbald bedacht,und wider aller Vermuthung erkläret, sie wollte eine dienerinChristi bleiben ; worauf sie ihres bekänntnisses wegen getödtetworden. Eusebius , bist. eccl. V. 1.

Bidlio, eine stadt nebst einem schlösse in Portugall, nichtweit von Braganza , welche an. 1711. Philippi V. völcker ein-nahmen.

BIBLIOLACHAS wird der Didymus genennet, weil erbey die z^o. bücher soll geschrieben haben. cw. Rkodigm.üb. XIX. c. 9.

* Bibliotheck , oder Bücher-vorrath, bedeutet entwedereine sammlung vieler bücher, oder das zimmer, darinn solcheverwahret werden. Man hat auch gewissen einzeln büchernselbsten den nahmen einer Bibliotheck beygelegt. Es hat Ma-derus an. 1666. in 4to eine sammlung derer authonim, welchevon Bibliothecken geschrieben haben , heraus gegeben. Dieseist von I. A. Schmidt an. 1702.170;. und 1705. wieder aufge-legt , und um ein ansehnliches vermehret worden. Man hatschon vor alters angefangen Bibliothecken zu sammlen, undfindet man heut zu tage dergleichen fast in allen ländern. InAbyßinien soll, nach dem berichte Ludov. de Urreta, welchenClaudius Clemens in museo lib. II. fest. 4. cap. 2. anführet,in dem kloster des H. Creutzes auf dem berge Amara eine Kö-nigliche Bibliotheck bewahret werden. Die anfangerin dersel-ben soll die Kömgin von Saba gewesen seyn; hernachmals alsTunis von Carolo V. erobert worden, so hatte die zerstreuungder Muleaßischen Bibliotheck dem Aethiopischen Mena gelegen-heit gegeben, seine Bibliotheck daher zu vermehren. Es ist aberauf den bericht Urretä nicht sicher zu gehen. Siehe StruvU in.trod. ad rem litter. c. z. H. z. In Asten war ehemals zu Per-gamo die Attalische Bibliotheck. Eumenes ist derselben stiftergewesen, und hat sie bis zu den zeiten M. Antonii gestanden,welcher sie der Cleopaträ zu gefallen, nach Alexandria gebracht.Die anzahl der bücher hat sich damals auf 200000. belauffen.In Dänemarck befanden sich nur allein zu Coppenhagen neunansehnliche sowol gemeine, als besondre Bibliothecken; darun-ter befindet sich die Königliche, darein Scavenii und Esaiä Pu-fendorffii bücher - sammlungen gebracht worden : Ferner dieUniversitäts -Bibliotheck, deren erster stifter Petrus Albertus,Professor und Bürgermeister daselbst gewesen , welcher seine bü-cher dem gemeinen nutzen gewiedmet. Sie ist nachmals durchVermächtnisse sehr angewachsen, auch eine summa gelbes zu be-soldung zweyer Bibliotheck - Verwahrern gewiedmet worden.Letztlich hat König Christian IV. nicht nur rare Codices hineingekauft , sondern auch ein prächtiges behältnis über der Uni«verfitäts-kirche auf dem sogenannten runden thurne erbauet,welcher aber nebst denen darauf befindlichen fachen in dem grosssen brande an. 1728. im rauche aufgegangen. Unter den beson-dern Bibliothecken in dieser stadt ist merckwürdig die Borrichi-sche, von ihrem stifter Olao Borrichio also benennet, als dersie in dem von ihm gestifteten Collegio Medico angelegt, welcheebenfalls an. 1728. >m rauch aufgegangen. In Egypten wä-re die berühmte Alexandrinische Bibliotheck, deren erster an-sang von Ptolemäo, Lagt söhn, herkommen solle. ( ClemensA'ex. stromat. I.) Doch wird gemeiniglich dessen söhn und Nach-folger Ptolemäus Philadelphus für den stifter derselben gehal-ten. Er sammlete die bücher mit grossem fleisse, und liesse de-ren viele in die Griechische spräche übersetzen, darunter auchdas Alte Testament soll gewesen seyn. Dessen nachfolgere ver-mehrten sie immer, bis sie nach dem zeugnis A. Gellst, (üb.VI. o. 17.) auf siebenhundert tausend stücke angewachsen.Dieser herrliche schätz ist zu der zeit, da Julius Cäsar in Ale­ xandria bekrieget wurde, durch einen nnversehenen brand zumtheil darauf gegangen. Doch wurde sie von Cleopatra wiederaufgerichtet, und wie schon gemeldt, mit der Malischen ver-mehret ; und bestünde also bis an. Christi 642. Alexandria vonden Saracenen eingenommen wurde, da man der büchern sichbediente, die gemeine badstuben damit zu heitzen. Von denenEnglischen Bibliothecken hat Bentheim in dem Kirchen-undSchulen-staat von Engelland, nebst andern gehandelt. Dievornehmsten derselben sind i. zu Cambridge , die Bibliotheck desBennet College, des Etollegii Corporis Christi, des CollegiiEmanuelis , des Collegii S. Johannis , des Collegii Trinitatis,die Universitäts -Bibliotheck, allwo neben andern auch der bekann-te Codex IV . Evangg. & Act. Apoll , dessen sich Beza bedienet,zu finden. Sonst ist überhaupt zu mercken, daß sich bey allenCollegiis Bibliothecken befinden. 2. Zu Londen findet sich dieCottonianische Bibliotheck. Diesilbe bestehet mehrentheils auscodicibus manuscriptis, welche furnemlich die Englische Histo-

rie betreffen. Robertus Cotton, welcher an. i6;i. gestorben, istderselben stifter. Man siehet da den Penrareuebum Samarita-num, welchen Jacob, usserins dahin verehret. Den eatalogummanuscriptoriim hat Th. Schnstth, und aller bücher HunwhreyWanley heraus gegeben. Die Königl. Bibliotheck stehet in dempallast zu St. James. Sie war anfänglich in ziemlicher Un-ordnung. v. Richard Bentley aber hat sich bemühet, dieselbein bessern stand zu setzen. Unter den vielen Manuscriptis istauch der bekannte Codex , welcher Alexandrinus genennt wird ,weil ihn Cyrillus Lucaris von Alexandrien gebracht, und Ca-rolo I. verehret hat. Er hält in sich das Alte und Neue Testa-ment in Griechischer spräche. Die Engelländer halten ihn fürsehr alt. Die Bibliotheca Lanibethana befindet sich in dem pal-last des Ertz-Bischoffs von Canterbury zu Lambeth, und soll un-gefehr aus I z 000. bänden bestehen, z. Zu Oxford haben alleCollegia ihre eigene Bibliothecken, unter welchen sonderlich dieofMagdalen, Corporis Christi, Merton Ballivl, St.Johns undNew College merckwürdig sind. Die Bibliotheca Bodlejanaward von Th. Bodley errichtet, und wurde an. 1602. den 8.nov. zu gemeinem gebrauch eröfnet. Solche ist mit verschiede-nen gantzen Bibliothecken vermehrt worden, darunter auch dieBibliotheca Seldeniana war, welche aus acht tausend stucken be-stünde. Th. Hyde hat einen Catalogum Bibliotheca : Bodlejan*zu Oxford 1674. in fol. heraus gegeben. In Franckreich habenviele städte öffentliche Bibliothecken, als Bourges , Rouen , Lyon u. a. m. Paris aber hat hierinnen einen besondern vorzug, dar-innen sich so viele Bibliothecken befinden, daß Daniel Matche!ein besonderes buch de prsecipuis Bibüothecis Parisiensibus her-aus geben können. Dre Königl. Bibliotheck hat eigentlich ih-ren ansang von König Carl V. und VI. indem die bücher-samm-lungen des Kayser Carls, des König Ludwigs des frommen,und Caroli des kahlen, mehr für besondre als öffentliche Bi-bliothecken zu achten sind. Franciscus I. gab derselben einenort ein auf dem schloß Fontainebleau , und sandte G.Postellum,I. Fenellum , P. Gillium, in fremde länder, sonderlich nachdem Orient, Manuscripta zu kauften. Dieser schätz wurde G.Budäo, und nach ihm P. Castellano vertrauet. Henricus II.vermehrte denselben, und gäbe den buchdruckern mit diesem be-ding ihre privilegia , daß sie die wercke, welche sie druckten, da-hin liefern musten. J.A. Thuanus trüge viel zu derselben auf-nahm bey. Ludwig XIII. , legte an. 1640. die Königl. buchdru-ckerey an, und erkaufte für 12000. livres die Bibliotheck Phil.Hurault , Bischoffs zn Cahvrs. Ludwig XIV. schickte den be-rühmten Mabillon in Italien und Teutschland, damit er die Bi-bliotheck vermehrte. Bey der Minderjährigkeit Ludwigs XV. istdie Bibliotheck Steph. Baluzii dazu erkauft worden. Der ca-talogus ist von Nicolao Elemente verfertiget, aber nie gedrucktworden. Die Colbertinische Bibliotheck ist ebenfalls merckwür-dig , welche von Jean Baptistc Colbert gestiftet, und wegendes freyen gebrauchs mehr eine öffentliche, als besondre Biblio-theck zu nennen ist. Die Bibliotheck der Abtey de St. Genevieveist eine der grösten. Die Bibliotheca Telleriana , welche Hinzugekommen, bestünde allein in 16000. büchern. Doch wurdendie Manuscripta daraus grösten theils der Königl. einverleibet.Die Bibliotheck des Benedictiner-klosters St. Germain des Preshat ihren Ursprung von dem P. Dubrevil, welcher an. 1614. ge-storben , und bestehet nun aus mehr als 42000. bänden. DieBibliotheck de la Massen Profeffe de la Rue S. Antoine hat ih-ren Ursprung von dem stifter dieses Hauses, dem Cardinal vonBourbon. P. D. Huetius, hat seine Bibliotheck von 8000. bän,den, und der P. Tournemine seine von 7000. derselben verma-chet. Die Bibliotheck der PP. des Oratorii hat zugleich mitder stiftung dieses klosters an. 1611. den ansang genommen.An. 1620. hat der P. de Harley derselben eine gute anzahl Alan»scripta , welche zu Constantinopel, Thessalonich und sonst hinund wieder in der Türckey aufgesucht worden, wie auch ge-druckte bücher verehret. Die Bibliotheck der Canonicorumin der Abtey St. Victor ist zugleich mit der Abtey an. in;,gestiftet worden. Es sind in derselben zooo. Manuscripta und40000. gedruckte bücher. In Griechenland soll Pisistratus der erste gewesen seyn, welcher zu Athen eine bücher-fammlungangelegt. In Holland sind von öffentlichen Bibliothecken in-sonderheit nachfolgende merckwürdig. Die zu Amsterdam besi-tzet viele Manuscripta. Derstlben catalogus ist 1622, und 1688.in 4to heraus gekommen. Zu der Bibliotheck zu Leidm hatWilhelm, Printz von Oranien, den gründ geleget. Sie ist her-nach durch die Bibliotheck Joh. Hollmans , die ManuscriptaOrientalia I. I. Scaligeri, Bonav. Vulcanii, Jac. Golii,Levini Warnen, Fr. Nanfii, C. Hugenii, welche dabin ver.macht worden; wie auch durch die erkauffung der BibliotheckIs. Äoßn, und letztlich durch das Vermächtnis der PerizonischenBibliotheck vermehret worden. Petrus Bertius hat sie zuerst inordnung gerichtet, und einen eatalogum an. iw. heraus ge-geben. Einen andern eatalogum hat Dan. Heinsius an. 1640.geschrieben. An. 1674. ist zu Leiden in 4to catalogus Biblio-thecae publicfe Lugduno-Batavs noviter recognitus &c. her-aus gekommen. Vor demselben stehet Frid.Spanhemii, dama-ligen Bibliothecarii, rede. Es ist aber dieser catalogus an.1716. in fol. aufs neue vermehrter gedruckt worden. Die Bi-bliotheck zu Utrecht hat ihren ansang von den testamentenHuberti Buchellii und Eberhardi Pollionis; der catalogus der-ftlben ist an. 1608. und wiedrum an. 1670. in 4to heraus ge-kommen. Von derselben hat man auch Corn. Duverden Orat.

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