* Bigault, (Johannes) ein Dominicaner - Mönch ausEvreux in der Ober-Normandie, studirte zu Paris mit so gu-tem fortgang, daß er an. 1614. Licentiatus Theologie wurde.Bald darauf bekam er in dem Collegio zu Evreux die Di-gestion , und hernach auch zu Blois , endlich wehlre man ihnzum Prior zu Rouen , allwo er das LoUegium , welches durchden krieg gantz verwüstet war, wieder von gründ aufs neueaufführen ließ. Er starb den 16. may an. i6;8. zu Evreux .Man hat von ihm 1 e Paradis du rosaire virginal , Rouen 1621. und 1628. in 12. Eebard , script. 0 . P. tom. II. p.499 ·
* Bigazzmus, (Philippus) Graf von Coccorani, war zuPerugia in grossem ansehen, zog öfters als Haupt der Guel-phen gegen die Gibellinen zu felde, und blieb in der msul Rho-dus gegen die Türcken an. 1329. Er hat Res Fulginatium &Tudertinorum geschrieben. Jucobilli bibl. Umbr.
* Bigel , ein König der Gepiden, welchen Kayser Leodurch Ardaburum, des Asparis söhn, um das jähr 466. um-bringen ließ. Ob es der Bigilas sey, der an Kaysers Theodo-lit des jüngern Hofe Hunnischer dolmetscher war, ist ungewiß.Jmtand.es , regn. succeis. p. 259. BUNNUS Reichs - Historie,tom. I. P. III. p. 893 ·
* Bigen, ist die Haupt-stadt eines kleinen ihren nahmen tra-genden landes iu dem mitternächtigen theil Ietfenga, einer ge-gend der insul Niphon, welche insul die furnehmste der Iapo-nesischen insuln ist, gelegen. Dkl. Angiois.
BigeniS, lat. Abacena und Abacenum , eine kleine stadt inSicilien, im thal di Demona nahe bey Meßina , an dem flußil Castro Reale , der lat. Longanmn heißt.
* Bigilas, ein Hunnischer dolmetscher an dem Hofe desMorgenländischen Kaysers Theodolit des jüngern, und so vielaus dessen nahmen und bedienung zu schließen, selbst ein ge-bohrner Hunne, welcher auch ehemals schon öfters bey Ge-sandtschasste» an den Hunnischen König Attilam gebraucht wor-den. Er war an. 442. einer mit von denenjenigen, welche fichmühe gaben, den Hunnischen Gesandten, Edeconem, zu einerverrätherey und Hinrichtung seines eigenen Herrn, des Attilä,zu verleiten. Bigilas ließ sich hierbey durch die angenomme-ne Verstellung des Edeconis so weit locken , daß er nebst Maxi-mino, dem aber von dem allen nichts wissend war, als Kay-serlicher Gesandter sich bey dem Attila einfand, in Hoffnung,bey dieser gelegenheit den abgeredten anschlag auszuführen , zuwelchem ende er einen theil desjenigen gelbes, so dem Edeconizu solchem dünste versprochen worden, bey sich führte. AllejnEdecon hatte dieses ansiunen dem Attila selbst entdeckt, undweil auch Bigilas durch das bey ihm gefundene geld der thatüberführet ward, ließ ihn Attila gefänglich anhalten, da erdenn, als Attila drohete, dessen söhn vor seinen äugen hin-richten zu lassen, die gantze that bekannte, worauf ihn Attila in ein hartes gefängniö legen ließ, aus welchem er nicht eherwieder in freyheit gelangen konnte, bis dessen söhn ihn mitgrossen summen gelbes los kaufte. Prise, excerpt. de Legat,p. 37. scq. Bünaus Reichs - Historie, tom. I. P. III. p.882.
* Biglesworch, oder Bigleswade, ist ein stecken Engel-lands , welcher seinen nahmen einer in dem orientalischen theilder Grafschafft Bedford sich besiNdender gegend giebet. Erliegt an dem orientalischen theil des flusses Jssell, auf dem einesteinerne brücke stehet, sechs Englische meilen von Bedford ge-gen morgen entfernet. Diftion. Angiois.
* Bignamt, (Innocentius) ein Dominicaner-Mönch ausLodi , flvrirte gegen die mitte des XVII. feculi, war ein vor-tresticher und subtiler Orawr. Er hat geschrieben : Ragiona-mento della Custodia degli Angeli, Casal 1619. in 4. DiscorliFopra il Salmo XXXVII. Ravenna 162?. in 4. Discorli soprale Dominiche ed alcune solennitä ehe sono dalla Pentecoste,Venedig 164s. in 4. Difeorfi fopra le Dorneniehe ed altre Po-len nica , ib. 1650. in 4. tzuarellmale: de Laudibus Virginis,welches letztere noch im manuscript lieget. Eebard , script.0 . P. tom. II. p. 56;.
Bigne, (Margarin de la ) ein berühmter Doctor von derSorbonne, gebürtig aus der Normandie . An. 1*76. befander sich unter den Deputirten, welche zu der nach Blois ausge-schriebenen Versammlung der Stände geschickt wurden. Er hateine Libliotheeam Patrum zusammen getragen, worinnen erüber 200. authores recensirt, auch Hat er noch andere schriftenHeraus gegeben. Simier. in append. bibl. Gesiier. p. 572.
* Bignon, ist eine alte Französische familie, welche ihrenUrsprung aus der provintz Anjou herleitet. An. 1559. wardgebohren Roland Bignon, einer der gelehrtesten leuthen seinerzeit, von welchem ein besonderer artickul folget. Er hatte fichverheurathet mit Maria Ogier , einer tochter ChristophoriOgier, eines Advocaten bey dem Parlement zu Paris ; vonderen er nebst zwey töchtern erzeugete, Hieronym. Bignon I.gebohren den 24. augstmonat an. 1*90. von welchem ein ei-gener artickul handelt Er hinterließ Hieronymum II. undTheodoricum, von welchem hernach. Der erstere ward qe-bohren zu Paris den n. novembris an. 1627. und folgte fei-nem vatter sowol in dessen lugenden als dem amt eines Ge-neral-Advocatens, welches er von an. 1696. bis 167z. verwal-tet. Der König ernennte ihn an. 1673. zum Staats-Rath,
und ferner zum Haupt eines neuen zu der einregistrirung dergeschlechts-wapen an. 1690. angerichteten Raths. Er wurdean. 167;. Lonsciller d’honneur in dem Parlement, und befaßauch das amt eines obersten Vorstehers der Königl. biblio-theck. Er starb den 15. jan. an. 1697. Aus seiner ehe mitSusann« Phelipaux von Pont-Chartrain, einer schwester desStaals-Ministers und Cantzlers dieses nahmens, hinterließ ervier söhne. i.) Hieronymus BignonIII. gebohren denn.augstmonat an. 1698. ward nach und nach Königlicher Advo-cat in dem Chatelet zu Paris , Parlements-Rath, Intendantvon Rouen , Picardie und Artois, an. 1698. Staats-Rath,und an. 1708. Vorsteher der kaufleuthe. Seine gemahlin istN. Billard, eine tochter Germani Billard, eines berühmtenAdvocatens bey dem Parlement zu Paris . 2.) Ludwig Bignon,gebohren den 2;. füllt an. 1659. welcher ehedessen Haupt-mann in dem regiment der garden, und General-Major derKöniglichen armeen gewesen, 3.) Ioh. Paul Bignon, geboh-ren den 19. september an. 1662. Abt von St. Quentin , De-chant von St. Germain in Auxerrois, Königlicher Rath und or-dentlicher Prediger, ordentlicher Staats-Rath, Präsident derzwey Königlichen Academien, der wissenschafften, und der fchö-nen studien, einer der vierzigen von der Französischen Acade-mie, Konigl. Bibliothecarius, und Aufseher des medaillen-ca-binets, ein unter den Gelehrten sehr berühmter mann, durchdessen sorge die studien und wissenschafften in Franckreich fehrzugenommen. 4. ) Armand Roland Bignon, Herr von Blan-zy, Intendant der sinantzen, und der Generalität zu Paris ,hernach Sraats-Rath, war gebohren den az.sept. an. 1666.Er zeugte Hieronymum IV. Requetenmeister und Biblsctheear.des Königs, Aufseher und Bewahrer dessen Medaillen; Pau-lum, Fähndrich in dem regiment der garden , starb an. 1720.in dem 18. jähr seines alters; nebst zwey töchtern. Theodori-cus Bignon, zweyter söhn Hieronymi l. gebohren an. 16; 2.ward erstlich Parlements-Rath zu Paris , hernach Requeten-meister, und endlich erster Präsident des grossen Raths. Erwar ein mann von vielen fürtreffichen eigenschafften, und starbden 19. jan. an. 1697. Seine einige tochter, Maria Anna Fran-cisca, heurathete Michael Frantz von Äerthamon , ersten Prä-sidenten in dem grossen Rath, von welchem sie linder hatte.
Moreri.
.Bignon, (Hieronymus ) ein gelehrter mann, dessen die be-rühmtesten leuthe des XVII. ikculi mit grossem rühm geden-cken, war um das jähr 199°. zu Paris gebohren. Er wurdeGeneral-Advocat in dem Parlement zu Paris , und von Ludo-vico XIII. dem er in seiner jugend durch seine gelehrte discurse ei-ne grosse liebe zu den studiia beygebracht hatte, an. 1642. z»mobersten Vorsteher der Königlichen bibliotheck ernennet, wo-rauf er an. 1696. starb. An. 1610. schrieb er Henrico IV. einentractat von dem vorzuge der Könige in Franckreich zu, welchesein cntwurf eines grosser» wercks war, so ihm der König, alsder eben daraus die ungemeine fähigkeit dieses jungen menschenkennen gelernet hatte, auszuführen befahl; aber durch dessentod unterbrochen wurde. An. 161;. gab er anmerckungen überden Marculfum, und noch vorher eine beschreibung des heili-gen landes und der alten stadt Rom , ingleichen einen tractat vonerwehlunI der Päpste heraus. Er war auch willens, anmer-ckungen über Gregorium Turonensem , und einen tractat vomUrsprünge des Französischen Rechts zu verfertigen, daran ihnaber seine vielen geschaffte verhinderten. Seine söhne, davoneiner General-Advocat im Parlement, der andere aber Reque-tenmeister und Präsident im grossen Rath war, liessen feine an-merckungen über den Marculfum an. 1669. viel vermehrter auf-legen , und Baluzius hat sie den Capitularibus der Könige inFranckreich einverleibet. Es ist dieses auch das erste werck, sosich in der zu Cöln edirten BibHotheea Patrum befindet. Derrühm dieses grossen manns wird noch heut zu tag von seinennachkommenden fürtreflich unterhalten; und ist kein Gelehrter,deine nicht die Verdienste des unvergleichlichen Abbe de Bignon,Königl. Staats - Raths und Bibliotbeearii auch Präsidentender Academie der wissenschafften rc. bekannt sind. Grotius . Du
Cbene. Puteani. Sammarth. Rigaltius. Mir aus. De Marca. Ba-luzius. Menage. Strmond. Labbe Ue. *
* Bignon, (Roland) ein vatter des berühmten HieronymtBignon, war ein sehr gelehrter mann, und wollte niemal kei-ne andere stelle annehmen, als die eines Parlements-Advocaten,mit welcher er sich begnügte. Sein söhn hatte keinen andernPrreeeptorem als seinen vatter in den sprachen, in der Wohl-redenheit, in der Philosophie, in der Mathematic, in der Hi-storie , in der Rechtsgelehrtheit und in der Theologie. RolandBignon hatte die Jura zu Angers und zu Touloust studiret,und that sich hernach sowol in advociren als consulttren sehrhervor. Er war zu St. Denys ckAnjou den 1. mertz an.1999. gebohren, und starb in dem ansang des XVII. seeuli.Suppl. de Paris .
Bigois, eine Nymphe, welche in Tofcanicn ein buch von derkunst die blitze auszudeuten geschrieben. Man hat dasselbe nebstandern von dieser gattung zu Rom in dem tempel des ApolliniSverwahret. Servius, in jFneid. Üb. VI. V. 72. Bay e.
Bigorre, eine Grafschafft in Gascogne, welche fast gantzin dem Pyrmäischen gebürge liegt, als wodurch dieselbe vonAragonien gesthieden wird. Sie ist 10. meilen lang und 3. breit,und wird in das gebürge, ebene land und dm rustan eingetheilet.
Die