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Bitho, em bruderdes Cleobis, siehe Cleobis.
ZZithus, siehe Bacchius.
* Bithvas, ein Carthaginiensifcher General, welcher mitgutem glucke in Carthago proviant-schiffe brachte, als es vonScipione belagert wurde , beunruhigte auch die Romer vonseinem vesten schlösse sehr starck , also, daß sie ihre armee thei-len, unddiehelfte vor Carthago lassen, die andere wider, ihnunter Lälii commando schicke» musten , welcher ihn auch über-wand. Zonaras , annal. tom. II. p. i, 6 .
Bithxnien, eine provintz in Klein-Asien , darinnen sich diestädle Nicäa, Chalcedon , Heraclea , Apamea , Bursa , wel-che jetzo die ansehnlichste, rc. befunden. Heutiges tages wirdes unter Natolien begrissen, und machet dasjenige stück davonaus, so an dem Schwachen meer und dem Archipelago liegt.Vormals hatte es mächtige Könige, deren succeßwn aber un-gewiß , und nur von dem tobe Alexandri M. an, bis auf Ni-comedem III. ungefehr rog. jähr bekannt ist. Ein gewisserThracier, nahmens Zipoetes, machte sich U. C. 471. Ölymp.CXXIV. 2. A.M. 5701. A. C. 28;. jutn König in Bithynien ,den Lysimachus in einer schlacht erlegte. Welches gleichwolennicht verhinderte, daß nicht Zipoeti fein söhn Nicomedes nach-gefolgt , welcher Nicomedia erbauet hat. Er führte krieg mitseinem jüngern bruder, der des vatters nahmen Zipoetes trüge,und sich des Reichs anmassen wollte. Doch brachte er solchesauf seinen söhn, nahmens Zelas oder Zeilas, welcher anfangswegen gewissen Haus-streit sich in Armenien vor seinem vatterbergen müssen, hernach als er zum Reich käme, die stadt Zeilain Cappadocien erbauet, und von seinem nahmen genennethat; auch letztlich, als er der Galatier Gesandte, die aus gu-ter freundschafft zu ihm kommen waren, wollte umbringenlassen , selbsten darüber sein leben verlvhr. Auf Zelam folgtePrusias. Zu diesem retirirte sich Hannibal , allein Prusiashielt es vor dienlicher, auf der Römer feite zu stehen, reiseteauch A. U. .$86. Olymp. CLIII. 1. A. M. 3816. A. C. 168. nachRom , und ward daselbst wohl aufgenommen. Sem söhn Ni-comedes II. Epiphanes brachte ihn II. L. 60;. Olymp. CLVlI.4. A. M. ;83$. A. C. 149. ums leben, und regierte eine langezeit in guter ruhe. Ihm succedtrte sein söhn Nicomedes lll.welcher durch die Romer gegen den Mithridatem erhaltenward, und als er A. M. 3909. A. C. 7?. U. C. 679. Olymp.CLXXVI. 2. ohne erben starb, setzte er die Römer zu erben ein.
Memnon , infragment. Strabo , lib. XII. Plinius . Appian.VeD. Paterculus. Florus. Dio. Pausanias . Jußin. Stephanus , deurb. in Z»Aa tiiy.ofj.nJ'. Tzetzes, in Chii. Vbbo Emmius. Sca-liger. Petavius . Riccioli. &c. *
Ditias, und pandarus, waren söhne des Trojaners Al-canor, und wurden von ihrer mutter Hiera in geheiligten Wäl-dern auferzogen. Nachmals begleiteten sie Aeneam nach Ita lien , und wurden daselbst, als sie mit den Rutulern tapfer ge-stritten , von dem Turno beyderseits erschlagen. Virgii. lEneid.lib. IX. .34a.
* Biliöka, eine kleine stadt in dem Marggrafthum Mäh-ren , in dem Brinner-kreise, unweit der stadt Brinn, am flußSchwartza.
Dito, eine stadt und Königreich in Africa in Nigritien,wird durch das Königreich Benin von dem grossen gebürge ab-gesondert, und flösset sonst an die Reiche Tibeldera, Zanfara undZegzeg gegen dem Niger.
Biton , siehe Cleobis.
Bitonto, lat. Budruntum , eine kleine aber volckreiche stadtin der Neapolitanischen provintz Bari, mit dem titul einerMarggrafschafft. Das hier befindliche Bißthum gehört unterBari .
* Bitonto , (Anton, de ) ein Minorite aus Bitonto , schriebin Epistolas quadragesimales , LyVN 1496. in Lombardi Sen-tentias; Sermones Dominicales , Straßburg 149;. Venedig 1499, in 8* Speculum animae , so noch im manuscript liegt.Es wird ihm auch der tractat de Causis , quare Heus feceritpeccabile genus humanum, zugeschrieben. Hendreich.
* Bitonto , (Marianus de) ein Dominicaner-Mönch,lebte an. 14s s. lehrte zu Neapolis die Theologie, und schrieb inuniversam Logicam Aristotelis ; In ejusdem libros 8 . de phy-sico auditu ; de Generatione & Corruptione; Super parva na-turalia ; de Coelo & Mundo; in Metaphysicam ; in Partem I.Thoma: Aquinatis; de Ente & Essentia; Super Elementa Eu-clidis ; in Sphrerica Theodosii &c. Vallius , in compend. pag.180. Hendreich. Echard , script. 0 . P. tom. I. p. 8t>8·
* Bitonto , ( Martinus de ) ein Italiänischer Dominica-ner-Mönch aus Bitonto , daher er auch den zunahmen erlanget,siorirte in der mitte des XIV. saxuli , und schrieb de Peste ; deRegni Neapolitani itrumnis; Commentaria in Logicam ; Phy-sicam & Metaphysicam. Vaüius, in compend. p. ;;;. Alta-mur a ad an. i;s;. Elchar d , script. 0 . P. tom. I. p. 640.
Bitsch, eine Graffchafft in Westereich, welche gegen ostenund norden das Hertzogthum Zweydrücken, gegen Westen dieGraffchafft Sarwerden, und gegen luden das Elsaß zu gren-tzen hat. Hertzog Friedrich II. von Lothringen gab solche an.1297. Graf Eberharden von Zweydrücken zu lehn, bey dessenposterität sie fast ;oo. jähr geblieben, bis Graf Jacob, der letzteseines stammes ausgegangen, da sie Graf Philipp von Hanau,
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welcher dessen tochter Margaretham Ludovicam zur gemahlinhatte, von Lothringen aufs neue zu lehn bekommen; allein eshat sich der Lehnsherr deren nachgehends wegen beschuldigterfelonie wiederum bemächtiget. Die Hauptstadt darinnen heissetgleichfalls Bitsch, und hat ein vestes derg-schlvß, welches dieFranzosen vermöge des Rastädter-friedens räumen, und die be,vestigung schleiffen müssen. Spener. bist. insign. illustr.
Bitschen, siehe pirschen.
Bilschtus, (Caspar) ward zu Haaenau an. 1*79. von ge-ringen eitern gebohren, und trieb seine studien auf der Universi-tät Straßburg, allwo man ihn anfangs zum Professor Hifto-riarum, nachgehends aber zum Professor Juris machte. Dievolstor-würde nahm er zu Basel an, und starb an. 1637. inStraßburg , als oberster Professor seiner Facultät, und alsGräsiich-Hennebergischer Rath. Er hat verschiedenes geschrie-ben , worunter sonderlich seine Commentarii ad Jus feudale be-kannt sind. Witte , JCt. dec. II.
Bitterfeld , eine stadt und amt im Chur-Sächsischen kreisezu der Graffchafft Brene gehörig. Es liegt an der Mulda un-weit davon, wo die Lubbe darein fällt, des Weges von Halleauf Wittenberg . Hertzog Christian, der urheber der Mersebur-gifchen linie, hat sie durch seines vatters Joh. Georgii I. Chur-fürsten von Sachsen , testamentan. 1632. und den daneben an.1657. zwischen ihm und seinen drey gebrüdern aufgerichtetenhaupl-vergleicb, nebst andern landen bekomen und auf seine nach-kommen gebracht, die es annoch besitzen. Sächs.und Schwed.Staats - cantzley , p. 20. Zeileri topogr. Sax. sup.
Bituitus, ein König der Arvemorum, lebte 12;. jähr vorChristi geburt. Er stellte 100000. mann wider die Römer,ivelche Fabius Maximus commandirte, ins feld, wurde abervon demselben bey der Jfere in Dauphine nebst den AllobrogenA. M. 3863. A. C. J2i. U. C. 633. Olymp. CLXIV. 4. aufsHaupt geschlagen, auch nebst feinem söhne Congentiato gefan-gen nach Rom geführet. Einige melden, daß Bituitus zu Rom wäre gefangen behalten worden, andere aber, daß Cn. Domitius,welcher diesen krieg zu ende gebracht, denselben durch verräthe-rey gefangen genommen, welches der Rath vor so schimpflich ge-halten , daß er den Bituitum nur schlechter dings nach Albaverwiesen. Wobey jedoch zu mercken, daß erstlich Val. Maxi-mus der einige ist, so behauptet,daß Bituitus, oder, wie er densel-ben nennet, Betultus, durch treulosigkett gefangen worden;und zweytens, daß die Römer auch andere Oberste ihrer feinden,so sie in den dillichsten kriegen mit offener gemalt gefangen, nach,dem man sie im triumph geführet, eben zu Alba, ober auch inandern nächst an Rom gelegenen städten hernach aufbehaltenhaben. Plin. üb. VII. c. ;o. Vell. Patercul. lib. II. Oroßus , üb.V. c. 13. Florus , üb. III. c. 2. Eutrop. üb. IV. Val er. Man.lib. IX. c. 6. ex. ;. *
Bwar, (Franciscus) sonst auch Bivarius oder -VivariuSgenannt, em Cistercienstr-Mönch von Madrid . Er lehrte diePhstofophie und Theologie, wurde hernach als Procurator Ge-neralis nach Rom gesendet, und starb nach seiner znrückkunftan. 1636. Man hat von ihm einige leben der Heiligen; einentractat von den berühmten leulhen des Cistercienser-ordens ; ei,neu de lncamatione; Commentarium über die Philosophiedes Aristotelis rc. Er gab auch Dextrf chronicon mit einemCommentario heraus , und weil ihn einige eines betrugs be-schuldigten , machte er einen Apologeticum contra Pennotum,Raderum, Miraum & aüos, &c. womit er aber gleichwol obi-ges Chronicon, als ein offenbar falsch und untergeschobeneswerck, weder gut noch glaubwürdig gemachet Hat. De Vifib,bibl. Anton. bibl. Manriquez , tom. II. annal. Cisterc. adan. 164. Renriquez. Hendreich. gfc. *
Bivero, siehe pivero.
* Bivero, (Petrus de) ein gelehrter Iefuite, gebohren an.1572. zu Madnd, war von an. 1616. Hof-Prediger bey Albertovon Oesterreich und Jsabella in den Niederlanden. Nach sei-ner ruckkehr m Spanien ward er Rector des Collegii zu Ma-dnd , und starb in diesem amte den 26. april an. i6;6. Erschrieb: Emblemata in Psalmum : Miserere ; Sanctuarium crucis& patientia; crucifixorum & crucigerorum emblematicis ima-ginibus ornatum, Antwerpen 1634. in 4. in 2. vol. de solemniSapientise convivio &c. Anton. Alegambe.
* Biumi, (GiacomoFilippo ) ein Mayländer, war anfäng-lich an der klrche della Passione, hernach an der kirche di S. Am-brogio, und letztlich am Dom daselbst organist, auch dabey einguter componist, hat etliche Magnisicat, Motetten, und Canzonida Sugnar alla Francesc in druck heraus gegeben, und ist an.1652. gestorben. Picinelli Ateneo dei letterati Milanesi, p. 240.
* Biundin, eine stadt an einem ffusse in Ost-Indien, welchean. 1732. von den Portugiesen unter anführung des OfficiersDon Antonio de Sankvs attaquirct wurde. Ungeachtet ihnendie feinde die anländung von demjenigen flusse, auf welchemsie dahin gekommen waren, verhindern wollten, so musten siedoch der hertzhafftigkeit-der Portugiesen nachgeben, und diestadt Biundin verlassen.
*Bivona,eine kleine stadt in dem Val di Mazara , m Sici,lien, 2. weilen von der stadt Calata bellota, welche den tituleines Hertzogthums führet.
Bizarus, (Petrus ) ein Jtaliäner von Soncino gebür-tig, der zu ende des XVI. seoulä meistentheils zu Antwerpen vor
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