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in druck gehen lassen , als : Discorso sopra la Musica, non se-condo Farte di quella, ma secondo sa ragione alia Politicaertinente , Florentz 1580· de Pretio & Valore fortitudini*umanse, ib. 1581. Orationem in laudem Petri Vettorii, ib.an. >;85. in 4. Elegantias civitatis Florentis, ib. 1591. in 8.Elogia illustrium Florentinorum, ibid. 1609. in 4. wie auchde Laudibus Leonis XI. Hendreich. Upenitu. CtneUi bibi,volant.
Bocchoris , regierte in einem theil von Egypten in dergegend der stadt Sais ungefehr um die zeit, da Samariavon den Assyrern war erobert worden. Sein vatter wirdGnephachtos, von andern Technatis oder Neochabis geheissen.Der söhn soll von leid schwach, zugleich aber von treflichemverstand und ein liebhaber der gerechtigkeit gewesen seyn/ auchgar gute gesetze sowol wider den wucher ins besondere alsinsgemein zur aufnahm der Handlung gegeben haben ; son-derlich , daß man um schulden willen niemand binden sollte.Jedoch geben auch einige ihm schuld, daß er geitzig gewesen ,und von der Egyprischen religion nicht viel gehalten/ dessen einreichen , daß er einen wilden ochsen auf den Mnevis, (warein geheiligter und fast göttlich geachter ochs der Egyptern anwürde der nächste nach dem Apis) angehen lassen, da jedochMnevis diesen solle nbermeistert und getödtet haben. Daßdie Egyptier sonsten vorgegeben , es habe unter seiner regie-rung ein lamm geredt, hat vielleicht eine geheime dedeutungnach der bekannten gewohnheit dieses volcks : wiewol nicht nö-thig/ sich darüber viel den köpf zu zerbrechen. Sein ende warunglücklich / dann Sabaco der Mohr fiel zuletzt in Egypten/nahm alles ein , und als er auch den Bocchorls in seinen ge-malt gebracht , ließ er ihn verbrennen. Diod. Sie. lib. I. Flut.de lsid. & alibi. Eus. in chron. SynceB. ex Jul. Afric.ALlian. bist. anim. lib. XI. c. n. *
Bocchus / Königin Manritanien/ ein söhn Bogt und vatterdes Volup/ stund dem Jugurtha / welcher sein schwieger-sohn,oder wie andere wollen/ fern schwieger-vatter war/ wider die Rö-mer bey. Als sie aber zweymal/ nemlicb U. C. 646. und 647. vonMario geschlagen worden/ lieferte er Jugurtham dem SvUä /welcher Quaestor bey der armee des Marii war, selbst in dieHände/ wodurch er einen theil von Numidien / und den nahmeneines Socii populi Romani bekam. Vlutarcbm , in vita Ma-rii. Saluß. de bello Jugurth. Flor. lib. III. c. I. Vellej, lib. II.
* Bocchus , (Cornelius) ein alter Römischer geschicht-schrei.der / auf dessen zeugnis sich Plinius bist. nat. XVI. 40. undXXXVII. 7. 9. berufet.
Boccom. (Marinus) Nachdem an. 1298. der VenetianischeDoge/ Petrus Gradonigo , den grossen Rath reformiret , undnur gewissen familien die admißion in demselben verstattet/machte sich Bocconi zu einem der vornehmsten anführer vondenjenigen/ welche ausgeschlossen/ und dannenhero mtt der neuenregierungs-form übel zufrieden waren. Er nahm sich auch vor/die thüren des grossen Raths mit gemalt zu öfnen/ und den be-ugten Doge umzubringen ; allein er ward deswegen öffentlichhingerichtet, und seine partey unterdrücket. Ameiot de la Houß'.bist. du Gouvernement de Venise p. 4.
Boccomum, vor zeiten ein Cistereienser-kloster in Ungarn ,von der Clara-Vallisischen linie, in der Vespriner Diceces, so an.xx 82. gestiftet worden.
* Bocconus, (Alphonsiis) ein Dominicaner aus Savona ,nahm zu Palermo in dem kloster St. Dominici gedachten or-den an, und brachte es darinnen so weit, daß er nicht nurvor einen der besten Prediger paßrrte, sondern auch den rühmeines beredten Theologi und vortreffichen Polyhistoris erlangte.Er starb zu Fvrli um das jähr xsgx. Seine schriften sind:ll Terremoto in J. oben , Fvrli X672. La statua effigiata inun monte , Bergamo 1675. in 4. le Tenebre luminose , ib.eod. in 4. Letre sacre metamorfosi della citta di Bergamo ,ib. eod. M 4. 11 Cadavero Taumaturgo della B. Caterina daBologna , 1679. in 12. II dito Taumaturgo oF indice dellamano destra di Tomaso d’Aquino, ib. eod. in 12. la Ruth Do-menica; la Diffesa dei tabaco ingiustamente accusato da Cri-tici, Mvdena 1679, Qldoin. in Athen . Ligust. p. 54z. Franc.Sylv. Frugonus , in Cane di Diogene p. 484. Mmgitor. bibl.Sic. Ecbard , script. O. P. tom. II. p. 691.
* Bocerus, (Henricus) ein berühmter Professor suris inTübingen , hat an. 1597. floriret , und de Donationibus, ib.1614. 1625. in 8. de Injuriis , Tübingen 1588. in 8. de Adul terio & Adulteris , 1625. in 8. de Jure Collectarum, ib. 1610.1617'. in 8. de Privilegiis Doctorum , de Diffidationibus, ib.1625. in 8. de Jure Dotium , ib. 19 87 - IN 4. deFurtis&Ra-
inis & eorum Poenis, ib. 1611. 162?. 1652. in 8. de Eructi-us rei alienae , ib. 1608. de omnis generis Homicidio , ib.1629. in 8. Disputationes de universo Jure, ib. 1613. Straß-burg 1634. Centuriam Conclusionum controversarum, Tüb»1614. Cinnum legalem, ib. 1602. in 4. de Crimine laesae Ma-jestatis, ib. 1608. in 8. Slraßb. 1629. de jure Monetarum,TÜb. XÜ14. in 8. Comm. in I. II. III. libros Instit. Justin,ib. i6l8> 1619. 1621. in 4. Synopsin totius Juris Feudalis,ib. 1597. M 4. de Investitura Feudorum, ib. 1608. in 8. deNatura, QuaÜtate & Differentia Feudorum, ib. 1600. in 8.de Jurisdictione , de Regalibus, ib. 1608. in 8. geschrieben.frtbtm. Hendrekb. De Ludevrig, vit. Justin. 3. Z. 7. n. 9.
Boch , siehe pouch.
* Bochalinus, (Joh. Franciscus) ein Medicus zu Brescia ,aus Jsola gebürtig , fiorirte an. 1546. und schrieb Apologiamcontra Dan. Mutium, Brescia 1549. in 4. de Causis Pestilen-tiaeVenets anni iyyö. Venedig 1556. in 8. Hendreicb.
Bochara, oder Bockara, lat. Buchara , eine stadt in Asien in Zaqatay, oder MawaralnaHa, in der Tartarey, liegt nahe amflusse Älbiamu, welcher der Alten ihr Orus ist , ohngefehr yc.Meilen von Samarcanda. Sie ist eine gute Handel-stadt, undwird von einigen vor das vatterland Avicennä gehalten.
t Sie ist die Haupt-stadt eines landes, welches die grosseBucharey genennet wird. Man hält es für Sogdiana undBactriana der Alten. Es liegt zwischen Persien , dem Reichdes Groß-Moguls, und dem land der Calmucken; und soll einhundert und fünfzig Teutsche Meilen in die länge, und ungefehreben so viel in die breite haben. Die einwohner find Maho-metaner, welche von den Usbeckischen Tartarn bezwungen wor-den. Allein in dem jähr 1740. thäte der bekannte ThamasKouli Kan einen feldzug dahin, und bezwänge das gantze land.Er wollte dadurch nicht allein seine macht vermehren, sondernauch die landschafft Chorasan von der Usbecken einfüllen be-fteycn. Lettres Hißoriques , mars 1741.
Bochard, (Johannes) war Doctor Theologie und Beicht»vatter bey Ludovico XI. welcher ihm das Bißthnm Auranchesin der Normandie gab. An. 1470. befand er sich auf der zu,sammenkunft der Stände nahe bey Tours. Hernach trug ihmder König auf, die Universität zu Paris zu reformiren, woselbster die secte der Philosophorum nominalium ausrottete, welcheVerordnung der König an. 147;. bestätigte. Er starb an. 1484.
Sammarth. Gall. Christ.
Bochart, das geschlecht von Bochart stammet ursprünglichaus Burgund her, und hat berühmte leuthe hervor gebracht.Wilhelmus, Herr von Noroy, Hof - Juncker bey dem KönigeCarole VII. war von Vezelay in Burgund , und hinterließ Jo-hannem I. welcher ihm folgte, und noch 2. söhne, die sich i»den geistlichen stand begeben, wie auch 2. töchter. Johannes
I. Rath im Parlement zu Paris an. 1490. zeugte Johannem
II. und Nicolaum, Abt zu Sully, nebst einer tochter. Johan-nes II. Advocat im Parlement zu Paris , machte sich durchseinen proceß und die harte rede bekannt, so er vor die San-ctionem pragmaticam wider die concordata in gegenwart Frau-cisci I. hielt. Er kam darüber ins gefänguis, und wurde erstnach 2. jähren auf vorbitte des Marschalls von Annebaut,welcher sein sonderbarer freund war, wieder los gelassen. Erzeugte Johannem III. Petrum, Priorem zu Thou für Manie,Äntonium, Rath im Parlement, und Srephanum, welcherdie linie von Menillet gepsiantzet. Johannes III. Herr vonChampigny und Noroy, halte ohne die andern kinder Johan-nem IV. und Robertum, davon dieser die linie de la Bordeanfieng, jener Rath im Parlement, Requetenmeister, und her-nach Rath im grossen Rath wurde. Er hinterließ 7. söhne,davon sich die meisten in den geistlichen stand begeben , undnicht berühmt gewesen; der älteste aber, Johannes V. pstantz-te sein geschlecht fort, gleichwie sein jüngerer bruder, gleich-falls Johannes genannt, die linie der Herren von Marmoulin
estiftet; jener wurde Präsident im Parlement zu Paris , undarb an. xy;o. Unter seinen kindern waren sonderlich, Jo hannes VI. und Franciscus, genannt von Champigny , Herrvon Saron. Der letzte wurde anfangs ein Mitglied im groi»sen Rath, Requetenmeister, Intendant über die Gerichte inProvence an. 1637. und hernach in Dauphine und Lyon , wo-selbst er an. 166;. unglücklicher weise ertranck. Übrigens warer ein mann von grossen meriten, gelehrt, und ein freund derGelehrten, welche seiner zum öftern gedencken, insonderheit Kas-sendus. Johannes VI. Herr von Champigny , rc. Staats-Rath,ließ nach sich Johannem VII. Königlichen Rath im grossenRath, Requetenmeister, rc. L’Hermite & Blancbard, elog. de»prem. Presid. au Pariern, de Paris . *
* Bochart, (Johannes) Herr von Champigny , rc. obersterPräsident des Parlements zu Paris , war unter den KönigenHenricv III. und Henricv IV. Requetenmeister , Präsident inden gerichtlichen Untersuchungen, Staats - Rath, Abgesandternaher Venedig , Ober-Aufseher der Gerichtbarkeit in Poito» ,Director der Ober-Hof-Cammer, und nachgehends Ober-Aufse-her der Cammer-gesalle. In dem wintermvnat an. 1628. gabihm der König Ludovicus XIII. nach absterben Hieronymivon Hacqueville die oberste stelle des Parlements zu Paris ;er genoß aber diese würde nicht lang , dann er starb den 27.april an. 1630. Man hat insonderheit dieses bemercket, da-nachdem er 30. jähr in dem Rath gedienet hatte, er dennochbey seinem absterben nicht mehr guth hinterließ, als er von sei-nem vatter empfangen hatte, woraus seine aufrichtigkeit undunparteylichkeit kan abgenommen werden. Moren.
Bochart, (Matthäus^ ein Reformirter Prediger zu Älen-qon im XVII. feculo, hat sich durch einige schriften bekannt ge-macht , worunter die vornehmsten sind: Ein tractat wider diereliquien, und einer wider das meß-opfer , welcher letztere ihmaber Verdrießlichkeit über den hals gezogen; nur weil er darinndie Prediger der Ref. Französ. kirchen Pasteurs genennet halte,welchen titul ihnen die eiferiae Papisten nicht gönnen wollten.Ein anderes seiner düchern ist Diallacticon von Verewigung der
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