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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Abtev dc la Trappe weder i» der that geschiehet, noch auch nachder allda vorgeschriedenen lebens-art geschehen kan. Em ande-rer ungenannter auctor hat auch wider rhn eme iehrlft unterdem litiil: des verkable» Motits de la converhon de 1 Abbede la Trappe, avec des reflex. furfes ecrits heraus gegeben.Ferner hat er auch Abrege des obligations des Chretiens undReflexions morales für les 4. Evangiles geschrieben. Es sindzwey ledens-beschreibungen von ihm vorhanden, davon die ersteMaupea», Cure dela rille de Nonancourt; die andere aber derAbt Marsolicr verfertiget. *

* Souton, (Nicolaus) Graf von Chamilly, Baron vonMontaqu und Nanton, war ein söhn Erhards Bouton, Herrnvon Chamilly, und Anna Brulart, die ihn an.1398. den 28.jul. gebohren hatte. Er war anfangs bey der Königin Mariavon Mediciv Page, gieng hernach in den krieg, und diente vonunten auf. An. 1633. war er bey dem regiment von EngmenHauptmann, an. 1638. aber Oberster, und commandirte mabwesenheit des Marquis von Senecey den Arrlere-Ban aus derBailUtge von Chalon . In eben diesem fahre wurde er König-licher Cammer-Juncker, und nach dem treffen bey FreyburgMarechal de camp , in welcher qualitat er den belagerungenvon Dole, Fontarabie, Salces , Tarragona und Perpignan beywohnte. An. 1644. hatte er die ehre, daß der Konig seineHerrschafft Chamilly Meiner Grafschafft erhub, und derselbendie Baronien Montagu und Nanton, welche er an sich gebracht,einverleibte. An. 1643. trug ihm der Adel in der GrafschafftBurgund die besorgung ihrer angclegenheit auf, und zu endedieses jahrs erlangte er die charge eines Staats - Secretarii.Hierauf trat er in des Printzen von Conde dienste, welcher ihnzuin Gouverneur von Stenay ernennte, da er denn an. 1634.diesen ort wider die Königlichen vdlcker 4?.. tage mit grosser ta-pferkeit vertheidigte, aber dabey das Unglück hatte, daß ihmdie achsel zerschmettert wurde. Im folgenden jähre ertheilteihm der Printz das Gouvernement von la Cavelle, woselbst eran. i6;8. eine belagerung aushielt. Endlich starb er an. 1662.im oelob. und ivurde zu Chamilly beerdiget. Anfiime , hist.geneal. tom. VII. p. 646.

* Bouton, (Noel) Marquis von Chamilly, Marschallvon Franckreich, Ritter der Königlichen orden und Gouverneurvon Straßburq, war ein söhn des vorherstehenden Nicolai,Graftns von Chamilly, und Mariä von Cirey, gebohren an.1636. den 6. apr. Er that an. 1636. bey der belagerung vonVaienciennes seine ersten dienste, und wurde daselbst gefangen.Hierauf gieng er an. 1663. nach Portugall , allwo er unterdem Grafen von Schomberg vier jähr lang diente, und in derschlachk bey Montesclaros als Capitain föchte. An. 1667. com-mandirte er ein regiment zl, pferde, und nach geschlossenemfriede zog er mit dem Hertzoge von la Feuillade nach Candia,woselbst er in wahrender belagerung gantz besondere proben vonseiner tapferkeil an den tag legte, und gefährlich verwundetivurde. Nach seiner zurückkunft begab er sich zu seinem bru-der Erharde II. Grafen von Chamilly , welcher in dem Her-tzogthum Luremburg ein eigen corpo commandirte, und wur-de bey dem regiment von Burgund Oberster. An. 1672. wohn-te er den belagerungen von Bnrick, Wesel , Deventer , Neußund Zwoll bey, in welchem letztern orte er das Gouvernementbekam. An. 1673. machte ihn der König zum Brigadier derarmeen, und zum Gouverneur von Grabe, in welcher stadt ersich an. 1674. bey vier mvnaten tapfer wehrte, den feindenviel volck zu schänden machte, auch sich nicht eher, als nachöfters wiederholten Königlichen befehlen, auf überaus rühmli-che dedingungen an den Printz von Oranren ergab. In die-sem letzt-gedachten jähre ernennete ihn sein König den 18. dec.zum Marechal de camp , und zum Gouverneur von Ollbenar-de. An. 1676. hub er die belagerung von Conde auf, undwarf sich in Oudenarde, welches die feinde zu belagern droheten,fand sich hierauf mit bey den belagerungen von Gent und Ppern,und wurde vor beyden orten verwundet. An. 1678. erhielt erdie charge eines General -Lieutenants , und an. 1679. das Gou-vernement von Freyburg, nachdein Ondenarde durch den Nim-wegischen frieden an Spanien war abgetreten worden. An.ie>83. bekam er das Gouvernement von Straßburg , und an.1691. diente er als General-Lieutenant bey der armer in Teutsch-land, da er Heydelberg mit dem degen in der saust wegnahm,und das schloß sich zu ergeben nöthigte. An. 1694. gieng er mit8000. mann über den Neckar , überstieg die feindlichen verschan-tziingen , und nahm Ladenburg weg, schlug auch kurtz hernachein corpo cavallerie unter dem General Vaubonne. An. 1701.trug ihm sein König das commando in den provintzen Poitou,Aunis und .Taintonge auf, welchem er noch an. 1702. vor-stund. An. 1703. den 14. ian. wurde er Marschall von Franck-reich, und an. 170;. den 2. febr. Ritter des H. Geistes, wor-auf er an. 1713. den 8. ian. das zeitliche gesegnete, und vonElisadetha, der einzigen tochter Johaunis Jacobr du Bouchet,die er sich an. 1679. beygeleget, keine kinder hinterließ. An-Je/me, hist. geneal. tom. VII. p. 639. & 646.

23 outonne , tat. Vultunna oder Vultonnia, ein fluß in Poi-tou, welcher beydem stecken, Chef-Boutonne genannt, ent-springet , bey Chesay und Saligni vorbey gehet, die Belle undktliche andere dache in sich ninimt, und sich bey St. Jeand'Äligcli mit der Charcnte vermischet. Maßm. flutn.

Boutreaux, (Jacobus) Herr von Etia», war von PontHtstor. uxicon 11. Theil.

de Cee, in Anjou gebürtig, ließ sich aber zu Angers nieder,und starb um das fahr 1682. Er war ein gelehrtermann,trug aber so wenig vor sein vermögen als vor seine gesundheitdie gehörige sorgfall, und hinterließ dahero ziemliche schulden,ob er gleich nichts unnützlich ausgegeben. Er hat sich durchzwey schnflen, worinn er das Königliche ansehen wider denBischoff von Angers , Carolum Miron, vertheidigt, bekanntgeinachl. Die erstere führt den titul: Examen des Cahiers ;die andre aber, de la Puiffance Royale für la police de lE-glise ; wiewol der Verfasser dieses letztern auf einigen exempla-rieii Syette, Oanonlcus von Angers , genennet wird. LeLong ,bibl. de la France , p. 132. & 201.

Bouttiers, siehe Guiffrei.

* Bouver, (Joh. Wilhelm) gebürtig von Straßburg , einfürtreflicher mahler, welcher in gebäuden, landschafften undkleinen stguren auf Pergament mit wasser-farben zu mahlen un-vergleichlich war. Er hatte bey Friedrich Brendel einem für-trestlchen miniatur-mahIer gelernet. Viele seiner gemahldensind von Melchior Küsel zu Augspurg in 24. kupfer-platlen ab-gestochen worden. Houbracken, leben der mahlern in Hol-ländischer spräche.

* Bouvette, (Michael) Herr von Heilleconrt, Romes-mont, Lupcourt, Ville-en- Vermois, Vitrey, rc. Oder-Jn--tendant Christinä von Dänemarck, verwittidten Hertzogin vonLothringen und Mavland, in der Grafschafft Blamont undHerrschafft Deneuvre Rath, Staats-8ecretarius, und Präsi-dent der Rechen-Cammer von Lothringen . Er halte sich ver-mählet , mit Agnes von Beaufort, von welcher er hatte 1.)Claudius von Bouvette, Herr von Heillecourt, Rath undStaats-8ecretarlU8 von Lothringen , welcher an. 1601. Bar-bara von Renel geheurathet. 2.1 Carolus von Bouvette, Rit-ter , Herr de Rvmesmont, Cammer-Herr des Hertzogs Hein,richs, Ritter des Toscanischen St. Stephans-orden. M .reri.

* Bouvier, (Egidius le) genannt Lerry , von dem land,«n welchem er gebohren worden an. i;86. Er schrieb verschie-dene wichtige wercke, lind unter andern,: Lhronigue du RotCharles VII. welche au. 1402. anfanget, lind nach dem vor-geben des Herrn le Gendre an. 14;;. endet; da doch einigemanuscripte, wie auch das gedruckte werck, bis an. 1461. ge-het, und man anbey keme probe hat, daß die letztern fahre voneiner andern Hand seyen. Es wird auch in der Colbertinischenbibliotheck eine chronick der Normandie gefunden, von dem er,sten Hertzog Rollo an, bis an. 1220. welche auch dieser Berrygeschrieben; desgleichen eine Historie der wiedereinnehmung vonBerry und Guienne, so an. 1448. durch Carl VII. geschehen.Der P. Labbe hat in dem ersten band seiner Melange» curieuxeinige auszüge aus dessen buch von den wapen, und anderstwoeine beschreibung Franckreichs von gleichem Urheber gegeben.Egidius le Bouvier, welchen der P. le Long unrecht Jacob nen-net , ward an. 1420. Wapen-Herold, und ward er nachge-hends von Carl VII. gecrönet, und zum Wapen-König gemacht,wie er solches selbst in seinem buch von den wapen meldet,darum er sich auch einen ersten Herold dieses Königs nennete.Man weiß nicht, in welchem fahr er gestorben sey. MorM.

Bouvines, siehe Bovignes.

* Bouvot, (Job) Advocat des Parlements von Bourgo-gne, und dabey ein sehr gelehrter Mus, war gebohren zuChalons-Tur-Saone, gegen an. 1338. Er studirte die Rechteunter dem berühmten Clijacio. Man hat von ihm: Reaiet!dArrets du Parlement de Bourgogne, in zwey banden; Com-mentaires für la Coütume de Bourgogne &c. Er war der Re-formirten religion zugethan, und starb in dem fulio 1636. daer 78. jähr alt war, und verschiedene kinder hinterlassen. L.Jacob, de clariss. fcript. Cabillon.

Bouwens van der Boyei,, eine Freyherrliche familie inGeldern. Johann war Spanischer Rath und Präsident vonder Rechnungs-Cammer, und hinterließ Albrechten, der eben-falls Königlicher Rath und General -Einnehmer von Geldernworden, dessen söhn Johann Renatus, Herr von Neerysche,Venray , Helden und Macken, hat an. 1691. die Freyherrlichewürde auf sein geschlecht gebracht. Lerect. de toutes les ter-res du Brabant.

* Boupieres-aux-Dames, ein stecken im Bißthum Toul ,mit einer Abtey, welche an. 936. durch St. Gauzelin, Bischoffvon Toul , in dem orden St. Benedicti gestiftet worden. Baum

äe Toul .

Boweno, eine kleine stadt auf der insul Fühnen, an derJütländischen feite, hat einen guten Hafen.

* Bowett, (Henr.) Ertz-Bischoff zu Yorck in Engelland,war ein berühmter Doctor Juris und Canonicus zu Weites, hat-te auch bereits Italien und Franckreich durchreiset, und dasSchatzmeister-amt in Engellanb ein fahr lang verwaltet, als erdarauf den 16. nov. an. 1401. zum Bischoff von Bath undWestes erngeweyhet wiirde, wobey Henricus IV. selber gegen-wärtig war, als welcher zu der vorgegangenen wähl haupijach-lich beförderlich gewesen, und Richardo Clifford, den der Papstprovisionaliter zu eben solcher würde bestimmet hatte, die welt-liche gerichtbarkeit nicht einräumen wollen. An. 1406. beglei-tete er ermeldten Henrici tochter, als Königliche braut nachDänemarck, und den i, dec. nur besagte,,fahres bekam er obi-

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