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-rannten oder nahmen die g rösten Engl. schiffe weg, und die-ses alles unter den äugen des Hertzogs von Iorck, und des Ge-neral Moncks, zu nicht geringer schwach Engellands, und Ver-wunderung des gantzen Eurvpens. Bracke!, welcher indessenseine chaloupe verlohren hatte, bediente sich einer andern , undgriff ein Englisches schiff von 60. canoncn an, bestige solches,bekam die sämtliche mannschafft, samt dem Capitain gefangen,und verbrannte das schiff. Der Admiral von Gent schicketeihn den -8. iun. nach Goeree an der Maas , mit zwey schiffen,welche den Engelländern waren weggenommen worden, davondas einte Carolum II. in Engelland geführet hatte, und mit122. canonen besetzt war. Die General-Staaten verehretenBracke! eine güldene müntze, samt einer ketten von gleichemMetall, welche 1200. gülden werth war, nebst 1200. güldenin gelb, um solches mit seiner mannschafft zu theilen. End-lich gab man ihm das commando eines ansehnlichen schiffeS,der Wassenaer genannt, welches 54. canonen und 250. mannaufhatte. Er dienete mit diesem schiff an. 167,. in der esca-dre des Admiral Ruvters. An. 1672. commandirte er dasschiff Groot Hollandra, mit 60. canonen, welches zu der flottedes Admiral Nes gehörte. Er hielte sich in der schlacht, wel-che den?, junii gemeldten jahresvorgienge, mit rühm, indemer ein schiff von 104. canonen und 1002, mann, welches blaueflaggen trüge, und von Montagu commandirt wurde, angrif-fe , also daß Montagu, welcher sich in einen allzu sehr belade-nen nachen salviren muste, elendiglich umkam. Endlich wurdeer Contre-Admiral, und hatte an. 1689. mit theil an der Unter-nehmung Wilhelmi III. Er führte das schiff la Meuse genannt,mit 68. canonen. An. 1692. da er unter dem commando desAdmirals Torrington stunde, wurde er durch eine canon-kugelden io. jun. gelobtet, indem er wider die Französische armeestritte, welche der Graf von Tourville anführete. Sein leibwurde in der St. Lorentzen-kirche zu Rotterdam begraben, undmit seinem bildnis aus weiffem marmor, wie auch mit dem wa-pen Wilhelmi III. gezieret. G. Brandts vie de Ruiter. Vie deGuitlaume III. J. Ant/mides. Pluimers &c.
Brackeley, ein städtgen in der Englischen provintz Nord-hamvton.
* Brackelonde, (Jocelin) ein Engelländer aus dem Be-nedicliner-orden, welcher in dem XIII. feculo lebte, und sichdurch einige historische schriften bekannt machte. Darrinter sindnebst andern eine chronick seines klosters, desgleichen das lebenSt. Roberti des Märtyrers, rc. Pitseus , Leland.
* Brackenberg, ein Churfürstlich-Hannoverisches amt undstädtlein in Nieder - Hessen , beym Rheinholdswalde zwischenGöttingen und Münden . Hertzog Ernst von Göttingen fieng an.1324. an das schloß daselbst zu bauen, und an. 134$. brachteer es zu stände. Im XV. feculo war es ein raub-nest, welchesOtto Coclcs Hertzog zu Göltingen an. 1411. zerstörte, woraufes Dieterich von Grona, und dessen nachkommen lange zeitPfand-weise inne gehabt. Engelbußi chron. apud Mader. p.L95. pfeffingers Historie des Braunschweiglsch-LüneburgischenHauses, II. 5. p. 202. II. 7. p. 216. Schneiders bcfchreibungdes alten SachsenlandeS, p. 42.
Brackenheim , ein Würtembergisches städtgen und amt amfluß Zaber, im Zabergow, 2. meilen von Heilbronn , f Die-ses städtgen liegt an dem kleinen flüßlein Brack, welches davorbey in die Zaber fleußt. An. 1367. soll es an Graf Eber-hard von Würtemberg verkauft worden seyn. An. 1319. wurde esnebst andern von dem Schwäbischen Bund erobert. An. 1603.ist es durch die pest fast gantz ansgestorben. An. 1691. den 28.may gieng die helfte davon nebst dem damal daselbst sich befin-denden grossen magasin in dem feuer auf. Sonst hat es auch infeindlichen einfällen vieles erlitten, ist aber an. 1693. durch dieSauvegarde gerettet worden. Allhier ist übrigens ein Fürstl.schloß, so anfänglich von Hertzog Christoph erbauet, um dasjähr 1670. abgebrannt, und nachgehends wieder aufgebauetworden. Crußi annal. Suev. Münster . Cosmogr. RebstockSbcfchr. Würtemb. rc.
Braclaw, siehe Braslaw.
* M Ae0A-lARL8, ein volck, fo in einer provintz vonPeru gleiches nahmens wohnet; siehe PACAMORES.
* Bracton, (Heinrich) ein berühmter EngelländischerRechtsgelehrter des XIII. fec. war aus Devonshire gebürtig,und hat seine studien zu Oxford mit ungemeinem fleiß gema-chet. Nachdem er insonderheit die Jura wohl studiret hatte,nahm er den gradum Oocloris an, und kam naher Londen ,allwo er sich alsbald einen grossen rühm erwarbe, und bey Kö-nig Henrico III. in sonderbare gunsten kam, welcher ihn indem 29. jähr seiner regierurm zu einem Justitiario Itineranteernannte. Er hat seine große gelehrtheit in seinem wercke deConsuetudinibus & Legibus Änglfe an den tag gegeben, wel-ches an. 1369. und 1640. zu Londen in fol. ist gedruckt wor-den , und seinem Urheber einen unsterblichen rühm znwegcn ge-bracht hat. Man kan nicht sagen, wann er eigentlich gestor-ben , noch wo er begraben sey; dieses aber ist gewiß, daß erum das jähr 1240. floriret hat. Englischer Bayie.
Bradano, ein fluß in der Neapolitanischen provintz Bast,licata , hat seinen Ursprung in dem Apenninischen gebürge,gehet bey Cirenza, montePeloso, monte Scaglioso, &c. vor-
bey , und nachdem er etliche kleine flüsse in sich genommen,ergiesset er sich in den mecr-busen von Tarento , gegen Terra diOtranko, welche provintz er bey seinem einflutz ins meer vonBasilicata absondert.
* Bradsield, ein flecken in Engelland, in der gegne East,Medine, auf der insul Wight, 72. Englische meilen vonLonden . Engl . Diftion.
Bradford , mit dem beynahmen South oder das Südli-che , ist eines von den sogenannten Hundreds, oder abtheilun-gen, der Englischen provintz Shropshire , an den grentzen vonStaffordshire. Darinnen liegt Ercol-Castle, ein alter sitz deredlen familie von Newport, welche in selbiger provintz einelange zeit in grossem ansehen gelebt. Aus derselben war enl-sproffen der Ritter Richard Newport von High-Ercol, wel-chen der König Carolus I. in ansehung vieler ihm geleistetendienste, an. 1643. zum Baron von Engelland, mit dem tituleines Lords Newport von High-Ercol, erelärte. Nachdem erwegen seiner treue vor den gedachten König viel erlitten, reti-ritte er sich nach Franckreich, und starb daselbst zu Moulins ,an. 1632. nachdem ihm seine gemahlin Rahel, eine tochterJohannis Leveson von Haling, zwey söhne und sieben töchtergebohren. Der älteste söhn, Franciscus, ließ sich gleichfallsdas Königliche Interesse sehr eifrig angelegen seyn , und wider-setzte sich insonderheit mit grosser tapfetteit der widrigen partcyin Northwales, worüber er aber an. 1644. gefangen ward.Wegen dieser und andrer perfonal-meriten, machte ihn derKönig Carolus II. nach seiner bevestigung auf dem Englischen thron, zum Controlleur und nachmals zum Schatzmeisterseines Hauses, auch endlich den n. mark. an. 167;. zum Vice«Grafen Newport von Bradford . Solvol unter des gedach-ten Königs, als auch unter den folgenden regierungen cvmi-nuirte er sein Schatzineister-amt mit einer so redlichen und klu-gen conduite, daß er den n.may an. 1694. zum Grafen vonBradford erhoben ward. Mit seiner gemahlin Diana, einertochter Francisci, Grafen von Bedford, hat er;. söhne und s»viel töchter gezeugt, wovon folgende völlig erwachsen, u) Ri-chard , von dem unten ; 2.) Thomas, einer von den Zoll-Com-missacien; 3.) Elisabeth, verheurathet an den Baronet, Hen-ricum Littleton von Franckley; 4.) Catharina, verheurathet anHenricum, Lord Herbert von Cherbury ; ;.) Diana, verheu-rathet an den Ritter Thomas Howard , und nach dessen tobe anWilhelmum Fielding, einen bruder Basilii, Grafen von Den-bigh. Der älteste söhn Richard, welcher den 23. jun. an. -723.als Lord-Lienlenant der Grafschafft Schrewsbury und mitglieddes Königl. geheimen Raths mit tode abgegangen, bekam nachdes vatters tode den titul eines Grasen von Bradford , und heu-rathete Mariam, eine tochter des Ritters Thomä Wilbrougham,welche ihm folgende kinder gebohren: Henricum , Lord Vice-Grafen Newport, Richardum, Thomam, Wilhelmum, Ma-riam , Elisabeth , Annam , Dianam. Hey/yn’s help to En-glish history p. 231. Peerage tf England. P. I. p. 34;.
* Bradfort , ober Bradefort, ( Joh. 3 ein Doctor TheoLund Protestantischer Prediger in Londen , gebohren zu Manche,ster in Engelland, legte sich anfangs auf die Jura , hernach aberaufdie Theologie. Weil er aber an. 1333. des Bischoffs Bon-ner seinen Capellan, der wider Eduardum VI. gepredigct, unddarüber in lebens - gefahr gerathen, vor der wüth des volcks,bey welchem Bradesorl in grossem ansehen stund, in sicherheitgebracht hatte; so ward er eines aufruhrs und ketzercy be-schuldiget , und 2. iahr ins gcfangnis geworffen, auch endlichan. i;;;. den i. jul. zu Londen verbrannt. Er hat herausgegeben: Querimoniatn veritatis ; Litterns ad Symmarcyres;Conciones duas deRelipilcentia & Coena Domini; de Electio-ne Dei lib. I. de Cruce ferenda lib. I. de suis Precationibuslib. I. super Pracepds Decalogi lib. I. de Christi Divinitatelib. I. de suis Examinationibus lib. I. Colloquia cum Pseudo-Doctoribus; Meditationes mortis in carcere; ad quatuorUrbes lib. I. &c. Auch hat er ins Englische übersetzt: Am>-paeum de Lege & Evangelio; Chrysostomum de Orationc;Melanchthonis locos communes. Verbeiden , elog. Theol. Ra-stn, bist. d’Anglet , tom. VI. Hendreicb.
Bradshaw, (Johann ) ein Engelländer aus einem altenadelichen geschlecht herstammend, welcher anfangs Sergeantat Law oder Doctor von dem durch gewohnheit eingeführtenRecht, nachmals aber Präsident von dem hohen Gerichte ward,welches den 8. ian. 1649. sich zum ersten mal versammlcte, undden 27. desselben monats Carolum 1 . König von Groß-Bri-tannien , zum tode verurtheilte. Ohne hier von der undillich-und abscheulichkeit dieses gantzen verfahrend zu reden, seistgewiß, daß absonderlich Bradshaw in Worten und thaten, einesolche schärfe und härtigkeit gegen diesen unglückseligen Prin-tzen erzeigt, welche sich auch gegen einen gemeinen men-schen niemalen entschuldigen liesse. Wie nun bey dieserHandlung sein absehen hauptsächlich dahin gieng, daß die En glische nation hinführo aus die art einer vollkommenen Rcvu.blick regiert werden möchte; also widersetzte er sich nachgehendssehr nachdrücklich den absichten Olivier Cromwels, als der-selbe anfieng, einer mehr als Königlichen gemalt sich anm-massen. Da auch selbiger von ihm forderte, daß er die vondem Parlement empfangene commifiion eines Ober-Richtersvon Ehester niederlegen, und hingegen von ihm (Cromweln)als Lord - Protectore , eine neue sich geben laffe» sollie,
weger-