theil ihn deswegen verspottete, eilete er nach Dulen zurück/und starb daselbst a». ,994. von Verdruß. Sonst sind noch vonihm vorhanden Commentarii in Donatum ; Annotationes in Si-lium Italicum ; Commentarii in primum librum Martialis;Scholia in JEneida Virgil. Annotationes ad Juvenalem^ Epi-grammatum üb. III. viclerley Carmina, &c. Seine schone bi-bliotheck hat sein bruder/ Burchard von dem Busche/ Dom-De-chant zu Minden , dem Dom - Capitul zu Münster verehret.
Erasmus , in epist. Gesner. bibl. Camerar. in vita Melancht.Chytrai chron. Hameimann. de Buschii vita, studiis , itineri-bus. Adam. in Philos. Majus, in vita Reuchlini. Hendreicb.
Buschetto da Dulichio , ein berühmter Baumeister , wur-de von der insul Dulichio in dem Ionischen meere also zugenannt.Die Republick Pisa ließ ihn an. 1016. dahin kommen, den Domsii bauen, welcher nachgehends für eine der kostbarsten kirchen inItalien ist gehalten worden. Er hatte auch eine sonderbare wissen-schafft von Maschinen, und wußte grosse lasten durch eine geringekrafft zu bewegen, so daß 19. mädgen moviren konnten, wasioooo. angespannte ochsen nicht zu thun vermochten. Felibhn ,vies des Arch.
Buschweiler, siehe Bußweiler.
Buseck , Busseck, ein altes adeliches geschlecht, welches inHessen ansehnliche güther, und unter andern das Äusecker-thalbesitzet, davon es sich Vierer und Ganerben schreibet. Estheilt sich in 2. Haupt-linien: die erste nennet sich ohne beynah-men Busseck, die andere aber theils Brand von Buseck ,theils Münch von Buseck, theils Rüster von Buseck ; sie führenaber alle einerley wapen. An. 129;. wird Johann von Bus-seck, nebst z. söhnen, nemlich Ditmarn, Johanne undLudwt-gen, in einem kauf - driefe gedacht. Johann von Buseck waran. 1547. Hauptmann der stadt Franckfurt und hernach Schult heiß des Reichs-Gerichts daselbst; dessen ur-enckel, Ulrich Bern-hard, ist an. 1677. Rath bey dem Landgrafen zu Darmstadt ,wie auch Amtmann zu Giessen , und zu gleicher zeit Bonifaciusvon Buseck, Dom-Äechant des Fürstlichen Stifts Fulda, undProbst auf dem St. Johannis - berge gewesen. Johann Phi-lipp Münch von Buseck , war an. iöoö. Ober-Amtmann zuDarmstadt . Wilhelm Moritz Münch von Buseck , war an.171?. der Königin inDänemarck Oberst-Hofmeister, WeickardBrand von Buseck aber Amtmann zu Steinheim . Humbr.vom Rhein . Adel, tab. 205. 206. winckelm. beschr. Hess.
Busecker-thal, ein gebieth von 9. dörfern und stecken, in Ober-Hessen , in dem Amt Giessen , gelegen. Es haben die von Bu-scck, welchen dieses thal zustehet, niemals als Landsassen, son-dern als unmittelbare Reichssassen wollen angesehen seyn; wiedenn schon an. 1547. als Landgraf Philipp der großmüthigegefangen ward, ein grosser streit deswegen entstanden. Es er-folgte zwar an. 1576. ein gütlicher vergleich, krafft dessen dieeinwohner des thals die Landes-Fürstliche Hoheit des Landgra-fen erkenneten, da hingegen von Landgräflicher feite das crimi-nal-gericht, oder die jurisdiction derer von Bnftck, als ein un-streitiges Kayserliches lehn, in seinen würden gelassen ward.Allein an. 1702. machte man diesen streit wiederum rege, dadenn an. 1707. der Kayserl. Reichs-Hvf-Rath obgedachte trans-action caßirte, das Busecker-thal vor ein unmittelbares Kayser-liches lehn erklärte , zugleich 9°· marck löthiges goldes , auf denfall der Widersetzlichkeit,zur strafe bestimmte,und eine manulenentz-commißion auf gewisse benachbarte Reichs-Stande erkannte. Alssich hierauf der Landgraf von Hessen-Darmstadt an die Reichs-versammlung zu Regenspurg wendete, wurde an. 1709. im mayein garfavorables Reichs-gutachten adgefasset, daß ihm nemlichdas recht der ersten instantz vor den Reichs-austragen, von denhohen Reichs-Gerichten nicht könne disputirlich gemacht werden.
Elecia Juris publ. tom. I. p. 51 - 96.
Busen, eine kleine insul in der Nord-see, bey dem einstußder Elbe, dem lande Ditmarsen gegen über gelegen. Zeii.topogr. Sax. inf.
Busenbaum , (Hermann) war an. 1600. zu Rotteten inWestphalen gebühren,und begab sich an. 1619. in die Soc. JEsu,worinnen er nachgehends die Theologie gelehret und den Colle-giis zu Hildesheim und Münster als Rector vorgestanden. Er istan. IÜ68. verstorben, und hat Medullam Theologie Moralisgeschrieben, davon die 4?. edition an. 1670. zu Lisabon herausgekommen. Alegambe , bibl. S. J.
Busendorf , siehe Bossonville.
Buseto, lat. Buxetum, ein mittelmäßiges städtgen in demHertzogthum Parma am siuß Ongina, eine meile von dem Po,allwo der Kayser Carl V. und Papst Paulus III. an. 194z. einezusammenkunft gehalten. Die umliegende qegend, welche vondem Cremonestschen, Parmesanischen und Placentinischen einge-schlossen wird, heist lo Stato di Buseto, svnsten auch StatoPallavicinv.
Busiris. Es ist dieser nähme unterschiedenen in Egyptenbeygelegt worden, wie Diodorus Siculus berichtet. Denn ererzehlet von dem Osiris , daß als derselbe in einem feldzuge be-grlssen gewesen, habe er die Königin zur Regentin von Egyptenerkläret, und nebst andern Personen, die er zur administrationder civil - und kriegs-fachen verordnet, einen nahmens Busiris,über die see-plätze undPhönicien bestellet; an einem andern ortemeldet er, daß nachdem 52. Personen aus dem geschlechte desManes in Egypten regieret, sey Busiris daselbst König worden.
Diesem sind acht seiner nachkommen gefolget, davon der letztegleichfalls den nahmen Bnsiris geführet, und die stadt Thebenerbauet hat. Was man von der grausamkeit des Busiris erzch-let, hält Diodorus für eine fabel der Griechen, welche daherentstanden, daß man alle, so von röthlicher färbe gewesen, deinOsiri aufgeopfert, welches denn nur die fremden betroffen, weildie einwohner nicht von dieser färbe waren. Denn in Egypti-scher spräche hieß Busiris so viel als das begräbnis Osiris ; daherist das getichte der Griechen entstanden, daß er alle fremde, dienach Egypten gekommen, todten lassen, und thut man hinzu, daßer selbst von dem Hercule sey umgebracht worden, da er derqlei-. chen an ihm habe wollen ausüben. Es sind aber schon unter denAlten einige gewesen, welche gezweifelt, ob jemals ein Königdieses nahmens in Egypten sich befunden habe, und gcmuth-masset, daß diese fabel von der grausamkeit der einwohner derprovintz Busiris entstanden; wie solches Strabo von dem Era-tosthene versichert hat. Denn daß eine stadt dieses nahmens inUnter-Egypten in dem sogenannten Delta an einem arm des Nilsgestanden, ist gantz gewiß; wie sie denn erst unter Diocletianobey anlas einer rebellion zerstöret worden. Diodor. Siculus, Mb. I.c. 17. &c. Apotlodor. bibl. üb. II. Herodot. Üb. II. c. 59.Strabo , Üb. XVII. Stepban. de urbib. Eufib. in chron. ßayle. *
Busius, ( Paulus) ein Rechtsgelehrter aus Holland , wur-de an. 1 z 2i. gebohren. Sein vatter war Herr von Cappel , Se-venhoven, der ließ ihn anfangs zu Dole und hernach zu AngerS studiren, allwo er den gradum eines Dodoris annahm. Da erwiederum nach Haufe kam, beförderte ihn die Hertzogin vonParma und der Hertzog von Älba in den Rath von Holland, undmachten ihn zum Schoppen zu Leiden; auch wurde er ernennet,sich bey der Versammlung der Staaten von den Niederlanden zuBrüssel einzusinden. Nachgehends als an. 1972. die RepublickHolland ihren ansang nahm , wurde er Siegel-Verwahrer undRath bey dem Printzen von Oranien, auch schickte man thuals Ämdassador an die Königin von Engelland, worauf er end-lich , nachdem er noch andere ansehnliche belohnungen bekom-men, an. 1994. im april starb. Es ist noch ein anderer Pau-lus Busius gewesen, von Zwoll in Oder-Assel gebürtig, derdie Rechtsgelehrsamkeit zu Franecker an Marci Cylama stelle,gelehret, und unterschiedene schriften heraus gegeben has, alsde Republica; de üfficio Judicis; Subtilitatum Juris ÜbrosVII. Commentarium in Digesta ; de Annuis Reditibus. Adam,JCt. An Ar. bibl. Svoertius, in Athen . Belg. &c.
Busko, siehe Buczau.
Busleiden, oder Buslidius, (Hieronymus ) ist wegenseiner vornehmen bedienungen und liebe zu den wissenschafftenberühmt. Sein bruder Franciscus war Informator bey Phi-lippo 4 Caroli V. vatter und Ertz-Bischoff zu Besangen, undsein anderer bruder Aegidius , hatte eine ansehnliche bedienungder Finantz - Cammer in Spanien . Dieses nun konnte zuder befvrderung Hiervnymi ein grosses beytragen, welchernicht allein eine Probstey in der kirche zu Aire, sondern auchein Canonicat zu Brüssel , Mecheln und Cainbray hatte, unddabey noch Rath im Parlement zu Mecheln und Requetey-meister war. Alles dieses brachte ihm ein grosses ansehen, wel-ches noch vermehret wurde durch seinen verstand und seine schrif-ten , wie auch durch die freundschafft, so er mit den Gelehrten,vornemlich mit Erasmo und Thoma Moro gehalten, und end-lich durch seine Ambassaden bey dem Papst Julio II. dem Kö-nige Francisco I. von Franckreich, und Henrico VIII. Königevon Engelland. Carolus V. schickte ihn an. 1917. nach Spa nien , da er unterwegs zu Bourdeaux kranck wurde, und den26. aug. starb. Vor seiner abreise aus den Niederlanden hater zu Löven ein Collegium gestiftet, darinnen Hebräisch, Grie-chisch und Lateinisch dociret wird. Mir aus, de scriptor. fec.XVI. Andr. in fast. Academ. Lovan. bibl. Belg. &c.
Buömanttus, (Johann Eberhardus ) er ist an. 1646. zuNerden gebohren worden, allwo sein vatter Christian Medic.Dodor und Landes - Physicus war. Nachdem er zu Verbenund hernach zu Hannover ( da sein vatter Landes-Phyiicus wor-den, ) die schulen durchlaussen hatte, kam er an. 1662. auf dieUniversität nach Wittenberg , und gienge an. 1664. von darnach Helmstädt; allwo er nebst der Philosophie und Theologieauch die Orientalischen sprachen triebe,, welcherwegen er sichnach Hamburg gewendet, um von des berühmten Edzardi Unter-weisung zu pröfitiren. Hierauf kam er an. 1667. wieder nachHelmstädt und wurde allda Magister. Von dar wendete er sichauf Königsberg in Preussen und machte seine geschicklichkeitmänniglich bekannt. Hierauf gieng er mit Hertzoglich-Braun-schweigifchem recommendations-schreiben in Engelland, aufLonden , Oxford und Cambridge, und machte alldorten mitLightfooten, Hodbes, Polo und andern gelehrten Männernbekanntschafft. Aus Engelland gieng er in Franckreich aufParis , und von dar in Savoyen über Genf durch die Schweißund Teutschland in die Niederlande , und kam an. 167z. wie-derum nach hause zu den seinigen; er wurde gleich darauf zumProfeffore Linguarum Orientaüum gemacht, daraufhin er sich
S allein aus die Theologie gelegt, worinnen er an. 1678.
itiam erlanget, und an. 1684. Dodor und zugleich VeterisTestament, , an. 1689. aber Novi Testament, Professor, wieauch General-Superintendent im Heimstädtischen worden. Erstarb endlich an. 1692. den l8. may. vid. Pipping. memor.The»l. p. i;»6. *
Dd 4
* Busque,