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minus cognitarum Centuriae IV. davon eine jeCe jU
besonders in 4. gedruckt worden; inglelchen verschiedene abhand-lllUstCn I de novis Plantarum Generibus ; de Plantis dubiisad sua Genera relatis ; de Fungis per Radices propagandis;de Periclymeno humili Norwegico,. nebst verschiedenen Obser-vationibus circa quasdam Plantas Ingricas; de Ocymophyllo,novo plantarum genere; de Fungoidibus pediculo donatis;1 ,Nd de Plantis subinarinis, welche insgesamt ist den Commen-tariis Acad. scient. Imper. Petropolitanae, tom. I. II. III. &IV.befindlich sind. Teutsche Atta.Erud.it. Part. 207.
Bupdorf, ein ansehnliches adeliches geschlecht, welches vorzeiten in denr Magdeburaischen und in Schlesien gewöhnet,sich aber nachher in die Nieder-Laußnitz gewendet, allwo esnoch jetzo auf dem, eine meile von Luckau gelegenen, RittersitzSchladerndorff floriret. Levin hat sich an. 1119. auf dem tür-met zu Göttingen mit befunden. In dem XV. feculo warunter andern berühmt 1.) Dietrich, welcher das Reperto-rium über den Sachsen - spiegel geschrieben; er war erst-lich Ordinarius in der Juristen-Facultät zu Leipzig , von an.146;. aber bis an seinen tvd an. 1466. Bischoff zu Zeitz undNaumburg . 2.) Damianus, ein vetter des vorigen, warCanonicus zu Naumburg , und vermehrte nicht allein das Reper-torium über den Sachsen - spiegel, sondern schrieb auch Re-gulas Successionis und Arborem Affinitatis. SpangenbergsAdelssp. P. II. p. 186. & 199. Drejseri isag. hist. P. II. p. 275.Knauf. prod. Misn. p. 487.
* Buxheim , oder Buchsheim, eine kleine stadt bey der stahtMemmingen , zur Grafschafft Rechberg gehörig. Sie hat einberühmtes Carthäuser-kloster, welches die von Ellerbach gestif-tet , in welchem der Königlich-Schwedische Feld-Marschall Gu-stavus Baron von Horn an. 1634. das Haupt - quartier hatte.Zetlers Reichs-geogr. VII. p. 901· scq.
Buptorff, ( Johannes ) Professor Linguae Hebraica: zuBasel , ward zu Camen in Westphalen, allwo sein vatter Jo-hannes ein Prediger war, an. 1564. gebohren. Anfangs be-suchte er das Gymnasium zu Ham, und hernach das zu Dort mund , worauf er nach seines vatters tode nach Marpurg undvon dar nach Herborn zog, da er unter Piscatore in den spra-chen einen guten gründ legte, und bald hernach seinen Prascepto-rern darinnen weit übertraf, wie solches Piscator nach der ihmbeywohnenden aufrichtigkeit selbst bezeugete. Von dar gieng ernach Heidelberg , kam aber an. 1588. in die Schweiß, da er zuBasel Grynäum, lind zu GenfBezam hörete. Es brachte ihmauch v. Grynälis eine condition bey Leone Curione zuwege, da-mit er besser sudststiren könnte. Um selbige zeit war die Profes-sion der Hebräischen spräche zu Basel nicht besetzt, welche erzwey jähr verwalten muste, und sich dergestalt dabey bezeigete,daß er an. i;9l. von dem 8 enatu Academico einhellig zumProfessore bestellet wurde. Nach zwey jähren verheurathete ersich an des odbemeldten Curionis tochter Margaretham , welcheihmsöhne und 6. lochtet, und aus einmal zugleich 3. söhnegebohren, die auch in dem Munster getauset worden; dochließ er sich durch seine haus-geschäffte keineswegs von seinen be-liebten studiis abhalten, sondern wandte täglich 8. bis 10. stun-den dazu an; so er bis ins hohe alter immer fortgetrieben.Nebst dem ssudio der Hebräischen spräche sammlete er nicht nureine vortrefliche bibliotheck, sondern hielt auch auf seine kostenverschiedene Jüden eine zeitlang in seinem Hause, damit er vonihnen ihre fecreta desto gewisser erfahren möchte, wurde auchvon der gesamten Jüdenschafft so hoch gehalten, daß sie aus al-len orten an ihn schrieben, auch denselben gar oft in vorfallendenstreit - fragen von der eigentlichen meynung ihrer alten Lehrerbefraget. Hierauf wurde er von der Academie zu Saumur an. > 6n. zum Professor der Hebräischen spräche beruffen, wel-ches auch etwas zeit hernach von der Academie zu Leiden gesche-hen. Doch da ihm der Magistrat zu Basel nicht allein einetheologische Profession anbot, die er zwar nicht annahm, son-dern auch sein falarium vermehrte, schlug er beyde vocationenaus , und stand seinem amte mit allem fleiß vor, bis er an derpest den 1;. sepl. an. 1629. starb. Wie hoch dieses manns tilgen-den , und gantz unvergleichliche wissenschasst in Hebräischen undTalmudischen antiquitäten die gesamte gelehrte welt, und auchdie vortreßichsten männer derselben Jos. Scaliaer, D. Heinsius,L. de Dieu, Pet. Cunäus, L. Capellus, I. Casaubon , P.Mornäus rc. geschähet, ist jedermann bekannt; ja er wardfür den gemeinen Praeceptor der Hebräischen literatur von gantzEuropa gehalten. Seine schriften sind : Manuale ; SynagogaJudaica; Epistolae Hebraics; Thesaurus Grammaticus linguaeHebraeae; Lexicon Hebraicum; de Abbreviaturis Hebraicis ;Grammatica Chaldaica & Syriaca; Tiberias ; Epitom. Gram-mat. Hebr. und Biblia Hebraea Chaldaica cum not. Rabbinor.
Ferner hat er auch Serlii Architecturam in das Teutsche über-setzt. So hat er auch einige bisher ungedruckte wercke hinter-lassen , als Commentarium Chaldaicum in Paraphrases Chal-daicas &c. Über dem Opere Concordantiarum verstarb er, sohernach sein söhn vollendet hat. Tojsanus, in oratione parentali.
jiendreteb. *
Burtorff, (Johannes) der jüngere, ein söhn des vorher-gedachten, und wahrhaffriger erd aller seiner treflichen lugenden,gelehrsamkeit und ruhms, war Pros. Theol. und Lingua : He-braicae zu Basel . Er wurde an. 1599. gebohren, und im 4. jähreseines alters in das Gymnadum zu Basel gethan , lvorinnen er
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dergestalt zunahm, daß er in dem 12. jähre auf der Academiedaselbst eingeschrieben, und in dem 16. jähre Magister von sei-nem vatter creirt wurde. Hierauf legte er sich nebst der Theo-logie mit fleiß auf die Hebräische, Chaldäische und Syrischespräche, untersuchte die Rabdinen, und Maforam , zusamtdem ssudio Talmudico und Cabbalistico, und als er 17. jähralt war, zog er nach Heidelberg , um Paräum, ScultelumundAltinqium zuhören. An. 1619. gieng er nach Dordrccht,und nachdein er sich bey dem 8ynodo , welchen man damalsallda hielt, und mit vielen gelehrten leuthen bekannt gemachthatte, reisete er durch die Niederlande, Engelland und Franck-reich, bis er im julio wieder nach Hause kam, und daselbstseine studien fortsetzte. Es hatte damals sein vatter die Hebräi-sche Bibel mit dem Targum , der Masora und den Commen-tarüs der Rabbinen drucken lassen, weil aber selbige, sonder-lich die Chaldäische Paraphrases betreffend, mit nutzen zu ge-brauchen, es an einem richtigen Lexico fehlte, edirtc er feinEexicon Chaldaicum & Syriacum in 4. im 2;. jähre feines al-ters. An. 1623. verfügte er sich nach Genf , und hatte da-selbst zu Präceptoren, Deodatum, Turretinum und Trvnchj-NUM , unterrichtete auch selbsten in Rabbinicis und Talmudicis,vornemlich die lehret selbsten, Davidem Clericum und Bene-dictum Turretinum. Kurtz hierauf zu anfang deS maji an.1624. wurden von der Republick Bern 2. vornehme männer anihn geschickt, die ihm die Professronem Eogices auf der Academiezu Lausanne antragen sollten. Es wollte aber seinen fortgangnicht gewinnen; denn im jun. wurde er nach hause zum i)iac.cornm. und den 1. May an. 1627. zum Diac. zu St. Peter vocirt,dabey er bis an feines vatters tod verblieben. Er übersetzte zuVerwunderung auch der gelehrtesten Hebräer , MaimonidisDodorem perplexorum, in die Lateinische spräche, und wurdenach seines vatters tode an. 1630. den 3. may zum ProfessoreLinguae Sand» erwehlet, welche ftmction er auch Nlit fleiß ge-fuhret, und darinnen das Opus Concordantiarum und Lexiconmagnum seines vatters vollendet hat. An. 1642. witrde er nebstFrid. Spanhemio , Dodor Theologite creirt; und an. 1647.nach Altingii tode nach Gröningen und zugleich nach Leiden be-ruffen; die Baßler aber richteten ihm zu ehren eine neue Theo-logische Profellion auf, und machten ihn an. 1647. mit dcydc-haltung der vorigen Profession zum dritten Professore Theolo.giie, daß er die controversien profitiren sollte, welche stelle er auchbis an. 1654. verwaltete, da er zum Professore Veteris Telia,menti bestellet wurde. Er ist aber bey seiner arbeit mit aller-hand schwachheiten , sonderlich dem rnalo hypochondriaco be.fallen gewefen, bis er endlich an. 1664. den 16. aug. seinengeist aufgab. Er lebte in einer vierfachen ehe; von seiner letztenehesrauen Elisabeth Lutzelmännin hatte er Johann Jacob, vondem hernach, gezeuget. Er ward allen Gelehrten in Europa de.kannt, und von denselben auf eine besondere weise angesehen; sei-ne correspondentz, wie auch seines vatters, erstreckte sich in allelande, so daß über ein dutzent folianten briese von allen Gelehrtenan sie geschrieben , auf der Bibliotheca publica der BaßlischenAcademie sich befinden, woselbst auch gesehen werden unter-schiedliche von ihm gantz zu end gebrachte bisher ungedruckteschriften, als Critica Sacra ; Commentarius Abarbanelis in Da-niel em, Latinitate donatus &c. Von seinen Übrigen schriftensind bekannt Tradatus de Pundis und Anticritica ; Florilegium ;Dissertatio de Sponsalibus ; Exercitationes de Arca ; Cossi undeinige Dissertationes Abarbanelis, die er ins Lateinische Überse-tzet. Gernlerus , in oratione parentali ; Hendreicb. *
Burtorff, (Johann Jacob) war des letztgedachten Jo-hannis söhn, gebohren an. 164;. den 4. sept. Schon in seinem7. und 8 . jähre that er solche progressen mssudiis, daß er bereitsin diesem alter von fremden mit Verwunderung besuchet wurde.Die Philosophie und Humanitäten studirte er unter anführungdes berühmten I. I. Hofmanni, und die Theologie unterWetstein und Gernler. In dem Hebräischen ssudio bedienteer sich neben seines vatters Unterweisung, eines gewissen RabdiAbrahams, welcher seinem vatter wohl bekannt gewesen. Erfolgte seinem vatter an. 1664. in der Profession der Hebräischenspräche, nachdem er demselben bereits eine zeitlang war sub-stituirt gewesen. Hierauftrat er an. 1S6;. mit erlaubnis derAcademtschen Regentz eine reise an, besähe Savoyen , Franck-reich, die Niederlande, Engelland und Teutschland, hielt sichauch bey Edzardi, welcher ihm ungemeine ehre, wie durchge-hends auf seiner reise geschehe», erwiesen , eine weile zu Ham burg auf. $u Leiden hielt er mit grossem zulauf der 8 tudio.sorum Hebräische privat-lectionen. In Engelland begab er sichfür etwas zeit auf die landschafft, um bey M. Boucle die an.sänge der Arabischen spräche zu erlernen. Als er auf Cam bridge gekommen, ward er mtt grossen ehren- bezeugungen indas Collegium Emanuelis aufgenommen, und ihm zwey gema-cher daselbst aßigniret, welches bis dahin nur vornehmen Ädels-personen zu geschehen pflegte; er hatte jederzeit eine hohe opi-nion von der Englischen nation und gelehrsamkeit» und warihrer sprach sehr wohl erfahren. An. 1669. kam er wieder zuBasel an, da man ihm nicht lange hernach die öffentliche bi-bliotheck anvertraute,nach seines schwieger-vatters Jacob Brand-müllers tobe in den 8 enatum Academicum nahm, und die Vi-sitation des Gymnasii Mariani auftrug. Er war von schwa-cher leibes - beschaffenheit, und insonderheit mit einem star-cken asshmate befallen, daran er endlich an. 1704. starb; einmann von vortrefliche» gaaden, lebendigem und scharfsinnigem
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