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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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* (Lanevarus, (Demetrius) aus dem Genuesischen, einMeäicus und Philosophus , gewann groß guth zu Rom durchdie praxin, schrieb Artem Medicam ; Morborum curandorumMethodum; Cotnmentarium de Ligno sandto , und starb an.1623. im 66. jähre seines alters. Soprans , scrittori della Li-guria.

* (Langan, eine stadt der insül Niphon, so unter die Ja-ponesischen Eylande gehöret. Sie ist die Haupt-stadt eines Kö-nigreichs ihres nahmens, und liegt auf der nord-seiten des lan-ges Jetsegen. Maty , Dict.

du (Lange , siehe Fresne.

* (Langiano, eine kleine Neapolitanische stadt im Principa-to citra , am fluß Ltlaro , welcher in den Golfo von Salerno fällt. Es soll auch ehemals ein Bißthum allhier gewesen seyn.

Univ. Lexicon.

* Cangiatu Rhan, ein söhn Abacu Khan, den etliche Kaikh-tu nennen, war ein bruder Argun Khan , und folgte ihm imjähr der Hegira 690. und Christi 1291. in dem Reich der Mo-golen oder Tartarn von der Dynastie der Genghizkhaniter. Erführte krieg mit den Selgiuciden, welche damals in Natoltennoch sehr mächtig waren, und trüge so viel Vortheil über seinefeinde davon , daß er sie bald zum frieden nöthigte , und trium-phirend nach Hause kehren konnte. Diß geschahe im jähr 691.der Hegira , von welcher zeit er anfieng , an die innerliche ein-richtung seines Standes zu gedencken, und sich also ruhig zu se-

i sm. Er ernennte zu diesem ende einen Generalißimum übereine trouppen, und machte einen Groß-Vezier, das übrige zubesorgen, welchen zweyen er das gantze regiincnt übergab, undsich mittlerweilen auf die Wollüste legte. Allein die Mogolenwurden bald müde, sich von einem solchen regieren zu lassen,den sie in allen lüsten ersoffen sahen , und welcher die völligemacht andern übergeben, als wäre er derselben selbsten nichtwürdig. Deswegen spönne einer der vornehmsten Herren desReichs eine Verschwörung wider ihn an, und liesse dem BaiduOgul, einem enckel Holagu, welcher in Bagdad comman-dirte, die Crone über die Mogolen auftragen. Baidu, wel-cher durch etliche auf einander folgende couners ermähnet wor-den , eilfertigst aufzubrechen , fieng den marsch mit seinentrouppen an. Cangiatu kam ihm mit einer guten armee ent-gegen , und hätte ihn sicherlich überwunden, wann nicht dernemliche grosse Herr, welcher den Baidu beruffen , und denrechten siugel der armee Cangiatu commandirte, untreu ge-worden , und mit seinem volck zu den feinden übergegangenwäre. Cangiatu, der sich verrathen sahe, zöge sich zurück nachMogan , wo man ihn im fünften jähr feiner regierung, und im694. der Hegira , um das leben brachte. Man sagt, dieser,obschon dem wolleben zu viel ergebene Printz habe doch ge-gen seinen Unterthanen vest an der gerechtigkeit gehalten, nie-mand unschuldiger weise zum tobe gebracht, und seye belie-ben sehr tapfer und behertzt gewesen. D'Herbelot , biblioth.Orient.

* (Langopuma, oder Cangopima, Rangoruma, einestadt in Japan , auf der insul Limo, im Königreich Bungo ,liegt an einem starcken ströme, und ist mit einem durchs Was-ser bevestigten schlösse verfehen. Daselbst siehet man auch einenwunderns-würdigen dämm, aus der see längst dem Hafen vonsteinen aufgeführet, welcher ffarck mit kupfer beschlagen, undauf beyden feiten mit Pallisaden wohl verwahret ist. Sie wirdder schlüssel zu den Königreichen Saxumo und Bungo ge-

NeNNet. Univ. Lexicon.

* (Lanicia, eine grosse provintz zwifchen Algier und Tripo­ lis ; sie ist fruchtbar, und stehet unter Herren, welche noch vonalten Africanischen Königen herstammen. Diefe völcker habendie gemeinfchafft der güther beybehalten. Sie leben unter ge-zelten, wie die alten Scythen thaten. Wo sie ihr lager aufge-schlagen , da säen sie, und sthlagen ihre zelten auf, wo sie gutewaide antreffen. Sie führen ihre weibcr, kinder und vieh,mit zu kriege. Die Algierer, welche immer ihre feinde gewe-sen , haben nimnier keinen sieg über sie erhalten können, als dasie unter Amouda dem Bey von Tunis stunden. Hißoire des

dernieres revoltes de Tunis .

* (Lanigiani, (Johannes Maria) ein Prediger-Mönch ausFlorentz, trat daselbst in dem klofter St. Marco in den orden,wurde hernach an. 1514. Vicarius Generalis , und das darauffolgende jähr Abt zu Vallomdrosa, endlich aber Bischoff zuMonte Leone. Er hat auf den Papst Leonem X . mit dem erin naher verwandtschafft stund , ein lob - gctichte verfertigt.Ecbard, script. ord. Praed. tom. II. pag. 5 x.

* Cantcto Monte, einer von den Pyrenäischen bergen,zwifchen denn flüssen Tet und Tech , nebst einer kleinen stadtin der Grafschafft Roußillon, an der grentze von Catalonien ,nahe bey Villa Franca de Constent. Univ. Lexicon.

* (tanillac, ein ehemals berühmtes geschlecht in Franckreich,von welchem Deodatus in dem XIV. feculo Bifchoff zu St.Flour, Raimundus aber Cardinal und Ertz-Bifchoff zu Tou­ louse gewesen. Guerine von Canillac, eine tochter und erbinMarquis, Herrn von Canillac, hcnrathete an. 1343. Wilhel-mum Roger 11 . Grafen von Beaufort, und zeugte mit ihmeinen söhn , nahmens Marauis von Beaufort, welchem feinvctter und Vormund, der obgedachte Cardinal, Raimundusvon Canillac, an. i;66. Canillac, St. Laurent d-la Canour-

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gut , Montjuif,, Combret und andere in dem Marquisat Ca.nillac gelegene gnther abtrat. Dieses letzter» enckel, Jacobusvon Beaufort, Marquis von Canillac, Graf von Älais rc.hatte keine kinder, und fchenckte an. 1511. alle feine güther sei-nem palhen Jacobo von Mvntboißier, mit der bedingunq,daß er den nahinen und das wapen von Beaufort führen soll-te. Seine älteste schwester aber, Jfabella von Beaufort, ver-ehlichte sich mit Johanne von Mvntboißier, dessen nachkom-men den nahmen und das wapen von Canillac angenommen.Anjelme , hist. geneal. tom. VI. p. 322. seq. Svnsten hielte»sie im XVI. feculo sehr eifrig die parley der (katholischenwider die Protesttrenden, und Johannes de Beaufort, Mar-quis de Canillac, deftndirte an. 1370. die stadt Taintes.

(Lanillac, (Raimund de) Cardinal und Ertz-Bifchoffvon Toulouse , war von Canillac in Givaudan. Er begabsich anfangs zu den Canonicis regularibus St. Augustini, indem Capttul zu Maguelonne, woselbst er endlich Probst die-ser kirche wurde. Er hatte eine grosse erkänntnis in dem geist-lichen und weltlichen Rechte; dannenhero er an. 1347. vonElemente VI. das Ertz-Bischoffthnm zu Toulouse erhielte, auchdarauf an. 1350. unter die zahl der Cardinäle aufgenom-men wurde. In diesem CoIIegio war er in solchem anse-hen , daß er nach dem tode Jnnocentti VI. mit in considera-tion zur Päpstlichen würde gezogen wurde, und bereits n.stimmen hatte. Er starb zu Avignon den 20. jun. an. 1373.Ihm werden einige schriften zugeeignet , und unter andern

über Recollectorum. Du Chtne, hist. des Card.Franc. Frizon,Gall. Aubery , Card. Sammnrth. Gall. &c.

(Lanillac , (Bertrand de) siehe Lhanac.

(Lanina, lat. Chaonia oder Moloffia . eine Türckifche land-schasst in Europa , welche den nördlichen theil von Epiro aus-macht , und sich von dem Golfo di Valona bis an den vonButrinlo erstrecket. Die vornehmsten örter darinnen sind Ca-nina die Haupt-stadt, Chimära unb Santa Quaranta.

* (Lanini, (Joh. Angelus) war ein schülcr des Domini-quin, brachte es aber in der Mahlerey nicht sonderlich weit;da er im gegentheil eine sonderbare geschicklichkeit besaß, diebildnisse und figuren von alten müntzen und geschnittenen stei-nen aufs genauste abzuzeichnen. Als er im gefolge des Car-dinals Flavio Chigt an den Französischen Hof gekommen , ent-deckte er dem Staats-Minister Colbert sein vorhaben , diebildnisse der alten Heroum und anderer grosser leuthen her-aus zu geben, der ihm dagegen versprach, solches werck, wannes fertig seyn würde, seinem König zu präseutiren. Er bemü-hete sich dannenhero, als er nach Röm zurück gckehret, mit grö-stem eifer, ehestens damit fertig zu werden , starb aber darü-ber , ehe er noch das ende erreicht; dahero sein bruder M.Ant. Canini, ein geschickter kupferstecher, das gantze tverck vol-lends zu stände brachte, und mit den von seinem bruder dazuverfertigten erklärungen in Italiänischer spräche an. 1669. aus-gehen ließ. An.173 r. hat man solches auch zu Amsterdam Ita-liänisch und Französisch aus der Übersetzung des Mr. de Ehe-vrieres unter dem titul : Images des Heros & des grandshommes de IAntiquite , von neuem aufgeleget, Prsfatiohujus libri, ed. Am st. Le Nouvelhjie du Parnajje , lettre 47.

«Laninia, eine berühmte alte Römische bürgerliche familie,welche sich in die Xebilos , Regulos , Gallos und Labeones ein-theilete, die man öfters auf alten müntzen und infcriptionen sin-

det. Urßnus , de kamst. Rom .

L. (Laninius Gallus, ein Römischer Bürgermeister, wel-cher zugleich mit VipsanioAgrippa A. D. 717. A. C. 37. A. AI.3947. regierte, in welchem jähre Jerusalem von Herode durchCaji Sosii beystand eingenommen wurde.

(L. (Laninius Gallus, wurde an M. Plautii Silvani statt,als der nach gewohnheit selbiger zeit das amt nur etliche Mo-nate verwaltet, Bürgermeister ,A. U. 752. A. AI. 3983. wel-ches das jähr ist, worinnen nach Onuphrii, Sigonii, Pcre-rii, Saliani, Pererii, Saliani, Salmeronis, und anderermeynung, Christus gebohren worden. *

(L- (Laninius Rebilus, war zugleich mit Julio Cafare A.ll. 708. A. C. 46. A. AI. 3938. Bürgermeister. Denn nachdem C.Tredonius am letzten tage des jahrs verstorben, wurdedieser Rebilus an seine stelle erwehlet, welche würde er abernur 7. stunden genoß. Dannenhero Cicero zu sagen pflegte,daß die stadt ihm wegen seiner Wachsamkeit verbunden sey,indem er die gantze zeit über, da er Bürgermeister gewesen,nicht geschlafen. Ein anderer dieses nahmens trüge gleichesamt A. U. C. 741. doch nicht von ansang des jahrs , und starbnoch in dem amt, ehe das jähr gar zu ende war. *

(Laninius, (Angelus) gebürtig von Anghiari , einer klei-nen stadt in Tofcana, war zu seiner zeit einer der gelehrtestenGrammatieorum , und in der Griectufchen und Orientalischenspräche wohl erfahren, die er auch zu Venedig , Padua , Rom , inSpanien und Paris gclehrcl hat. Letztlich hielt er sich bey Wil-helmo du Prat, Bifchoff zu Clermont , auf,und starb in Auvergne an. 1334. oder 37. Andere sagen , er sey zu Scvilien in Spa­ nien gestorben. Unter seinen schriften wird sonderlich sein »eile.nikmus hoch gehalten. Sonst hat nian von ihm noch Institu-tiones linguze Syriac® , Affyriacse, atque Talmudicai, una cum

TEthiopic.c