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ffithiopicae atque Arabicae collatione , quibus addita eft ad cal-cem N. T. multorum locorum hiilorica enarratio. Ingleichende locis Hebraicis Coinmentarium , und andere. Tbuan. &Teijjicr addit. Anton. bibl. Bayle.
* Canis, (Joh- Iacobus) ein berühmter JGws, Poet undOratot zu Padua , lehrte daselbst 46. jähr lang die Rechte,starb an. 1490. und schrieb: de Injuriis & Damno dato ; deExecutionibus ultimarum voluntatum ; de Tabellionibus;Conlilia; de Modo itudendi in Jure , Lyon 148;. in 8. inEib. D. J u Itiniani Imp. carminice , Padua 148s. IN 8. iC.Sei» söhn Petrus war auch ein guter Juriste, las über dasJus Canonicum «Üb« , und starb an. 1303. in dem 37 » jähreseines alters. ScarUeon. de dar. Patav. p. i 84 - A Beugbem ,incunab. Typograph.
* Canlö, ein fluß der Hund genannt, welcher durch dasland Qucstoan in Phönicien, nahe bey dem berg Libanon es-set. Er entspringt in diesen bergen , und lauft mit sol-cher gesehwindigkeu und rauschen, sich in die sce zu sturtzen,daß daö brausen seiner wellen, sonderlich wann das meer stür-misch ist , dem gebest vieler Hunden ähnlich ist. Die Allen ha-ben geglaubt, daß man dieses geräusch bey 1 so. stunden weithören möge. Dieses hat die Phönicier veranlasset, an demufer des meers demselben ein bildnis aufzurichten, welcheseinem sehr grossen Hund gleichsähe, und die angrentzenden völ-ckcr göttlich verehret haben. Man siehet noch daherum, inder tiefe des ssusses, einen theil dieses Hildes. Die Türcken nen-nen heutiges tags diesen fluß Nahor Kelp d. i. der Hunds-ssuß.Einige Geograph, vermischen ihn mit dem fluß Adonis. Ohnfcrnvon dem ineer ist eine sthöne steinerne brücke mit vier bogenüber den Canis gebauct, welches ein werck ist, so aus beseht desEmir Faccardins ist angefangen, und zu ende gebracht wor-den , welcher m obgemeldtcn bergen , wo dieser fluß entsprin-get , seine residentz gehabt. Er lebte unter der regierung desSultans Moral, und war der 4. Emir der Drusier, von wel-chen man glaubt, daß sie von denen in den creutz-zügen zu-rück gebliebenen und zerstreuten Christen herkommen; Faccar-din, der sich mit seinen landen nicht begnügte, dehnte seinegrentzen aus bis in die ebne zu Acra. Aber der TnrckischeKayser , dem seine vergrösserung einige eifersucht erwecket,schrcnckete ihn wieder innert seinen alten grentzen ein , wo sei-ne Nachkömmlinge noch bis auf diesen tag regieren. Die Über-bleibseln des pallasts dieses Printzen zeigen noch seinen gutengeschinack und seine ehemalige prächtigkelt. Der pomerantzen-gartcn ist stoly wegen der menge der stammen und ihrer grös-se. Aber dieser ehedessen so schön und prächtig angelegte ortdienet nun zu nichts, als ziegen und schafe zu weiden. Maun-drell, voyage &c. p.3 9. 60. 64. &c. Simon , Dictionnaire dela Bible.
Canischa, eine stadt und haupt-vestung in Nieder-Ungarn ,in der Grafschafft Zalawar, nahe bey dem flusse Draw, undnicht weit von Stuhlweissendurg und Neu-Serinwar gelegen.An. 1600. ward sie von den Türcken weggenommen, ungeachtetder Hcrtzog von Mercoeur sich heftig bemuhcte, sie zu erhalten.Jmscpt. des nächstfolgenden jahrs kam der Ertz-Hertzog vonOesterreich Ferdinandus mit des Papsts rind andern Italiäni-schen lrouppen verstärcket, und belagerte diese vestung, musteaber unverrichtcter fachen wiederum abziehen, nachdem er zweymonale davor zugebracht halte. Als an. 1664. im jan. derGraf Serini in Ungarn gegangen, Fünfkirchcn mit noch eini-gen andern Plätzen weggenominen, und Sigeth verbrannt hat-te , belagerte er auch Canischa, und hätte er es ohne zweifeleinbekonunen, wenn der erwarletete succurs nicht aussen geblie-ben wäre. Als der Groß-Vezier vernommen, daß dieser wich-tige ort belagert wäre, cilele er ohnverzüglich mit einer armeedahin, entsetzte selbigen, und eroberte auch nachgehends Neu-Serinwar, ingleichen das kleinere Comorra, rc. An. 1688. den30. jan. bloquirte der GrafBudiani Canischa mit einer armeevon 6000. Ungarn und 1000. Heyducken, welches bis auf den1. apr. 1690. währte, da mit des Kaysers bestätigung eine capi-tulation geschlossen, und die thor-fchlüssel an einer göldencnkette hangend dein Grafen Budiani durch einen Türcken über-liefert wurden, welcher hicbey diese Worte gebrauchte: Hieinitübergebe ich euch die wichtigste vestung der Ottomanni-schen Pforte. Die Kayscrl. funden darum einen grossen vor-ralh von artillerie, so ehemals den Christen abgenommen wor-den.
Canisius, (Henricus) von Niemegen, Pein Canisii, deSfolgenden Jesuiten bruders söhn, war ein berühmter Rechtsge-lehrter , und in allen andern wisscnschafften treflich erfahren. Erstudirtc auf der Universität Löven, unter Petro Prequio, wur-de aber nach Jngolstadt beruffen, das Geistliche Recht daselbst zulehren, welches er auch bis an sein ende mit gutem rühm ver-richtet hat. Die von ihm verfertigte schriften sind : 8ummaJuris Canonici; Commentarius in Regulas Juris ; PrslectionesAcademicE de Decimis ; Primitiis ; Oblationibus & Usuris; inüb. 111 . Dccretalium de Sponfalibus & Matrimonio , samt nochvielen andern lraclaten über das jus Ganonieum. Sonderlichaber hat er sich durch antiquas Lectiones, so in 6. volum. in 4tobestehen, berühmt gemacht, darinnen er allerhand schriften,sonderlich der mittlern zeit, die zur illustration der Teutsche»Historie etwas beytragen können, zusammen qefaßt, und theilsan. 1601. theils in den folgenden jähren zu Jngolstadt herausHistor. Lexicon II, Theil.
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gegeben. Weil das werck so rar, als wichtig, haben es dieWetstein in Amsterdam , an. 1724. und 25. wieder aufgelegt,und zwar unter bcsorgung Jac. Basuagii, der jedoch, ehe manmit dem druck noch gar wert kommen, todes verblichen ist. An -
drea , in biblioth. ßelg. *
Canisius, (Petrus) von Niemegen, war der erste Provin«cial der Societät JEsu, in Teutschland. Er hat sich in unter-schiedenen Verrichtungen gebrauchen lassen, und ist auch mit aufdem Gondlio zu Trident gewesen. Er starb in dem Gollegio zuFreyburg in der Schweiß , welches er selbst fundiret, den 21.dec. an. 1597. im 77. jähre seines alters. Unter seinen schriftensind sonderbarlich : Summa doctrinse Chridianae; InltitutionesChriitiana: pietatis; de beatißima Virgine Maria, &c. Mat-thias Raderus und Franciscus Sacchini haben sein leben be-schrieben. Henricus Canisius und Johannes Canisius warenvettern, unter welchen der letztere gleichfalls ein Jesuit gewesen,und einige schriften hinterlassen. Miraus,d.og. ßelg. Eijengnin,in catal. testium veritatis. Ribadeneira & Alegambe ,in bibl. scr.8. J. Andrea bibl.
* Canisius, cAegidius) ein Augustiner von Viterbo , ein gu-ter Prediger und Theologus , ward Cardinal unter Leone X.und bey Gesandtschafften gebrauchet, schrieb Italiänische undLateinische gctichte, als: Gaeda d’amore &c. und starb an.1 5 3 2. den 12. nov. im 62. jähr. Crajso , elogi &C.
Canitz , eine uralte adeliche und nunmehro zum theil Frey-herrliche familie in Meissen , Schlesien , Ober-Laußnitz, Preusifen rc. deren Ursprung einige in Burgund , andere in Jrrlandsuchen. Sie scheinet aber vielmehr Vandalischer ankunft zu seyn,und mag anfangs in der Ober-Laußnitz gewohnt, auch daselbstunterschiedliche dörfer angebauet haben , wie denn die daselbstohnweit Bautzen gelegene dörfer Cannewitz, so viel als Canitz hcisscn sollen. Nachgehends hat sie sich in Meissen gewendet,und allda unterschiedliche güther aufgebauet, dahero findet manein dorf bey Torgau , eines bey Oschatz , und eines bey Wurtzen,welche Canitz heissen. Heut zu tage besitzt sie in dieser geaendTreben , Mutzschen , Waldingen, Slreuben, Sachsendorff, rc.Ulrich von Canitz auf Treben , trug an. 1438. dem Churfürstenvon Sachsen sein guth Rosenfeld zu kauf an. Johann war an.1320. Probst auf dem St. Petersberge, und stund bey demHertzoge Georgio zu Sachstn in grossem ansehen. Hans vonCanitz, Hofmeister des klosters Groitzsch , muste bey der vonLuthero veranlaßten religions-änderung fein amt niederlegen,und ward deswegen von den Sächsischen Commiffariis abge-funden. Ulrich auf Treben und Michael von Canitz wurden an.1347. in der schlacht bey Mühlberg nebst ihrem Churfürstengefangen. Christoph Heinrich von Canitz aufMutzschen, Tre ben , rc. war an. 1701. Königl. Polnischer und Chur -Sächff-scher Commendant in der Dunamünder-schantze, und an. 1703.in Thoren, an welchem letztern orte er sich als kriegs-gefange-ner ergeben, und in Stockholm bis nach dem an. 1706. ge-schlossenen Ranstädtrschen frieden bleiben muste. An. 1709.gieng er mit den Sächsischen trouppen in Brabant, und wardin dem gedachten jähre in dem treffen bey Mons gefährlich ver-wundet , worauf er als General-Lieutenant die Commendanten-stelle in Dreßden erhielt, und an. 1718. starb. Von denen,so in der Laußnitz florirt, wird Marcellus an. n8c. in einemdiplomate als zeuge angeführt. Heinrich nnd Wittig habenan. 1301. dem Hospital zum heiligen Geist in Görlitz das dorfReichenau aufcwig beschieden. Bernhard war an. 1399. Bür-germeister zu Görlitz , welche charge auch an. 1438. Andreasvon Canitz bekleidet. Christoph Friedrich auf Fischbach besaßdas gulh Rilschen in der Ober-Laußnitz, als er aber an. 1620.bey dem neuerwehiten Könige in Böhmen , Friderico aus derPfaltz, Rath und Land-Richter zu Amberg , wie auch Pflegerzu Hirschau wurde, fiel er in des Kaysers Ungnade, und ge-dachtes guth wurde eingezogen. Hierauf haben die von Canitz in der Ober-Laußnitz nichts besessen, bis mit ansang des XV 11 Lfeculi Otto Ludwig von Canitz, Königl. Polnischer und Chur -Sächsischer Oberster, aus der Preußischen linie, die Riiter-güther Haynewalde, Spitz-Cunnersdorf, Oderwitz , rc. durchheurath an sich gebracht. In Schlesien und in der MarckBrandenburg hat sich dieses geschlecht an. 1200. niedergelassen,und ansehnliche güther an sich gebracht. Wolfram von Canitzwar an. 1294. bey dem Hertzoge Henrico Grailo zu Breßlau inbesondern ansehen. An. 1369. verkaufte Hertzog Carl Chri-stoph zu Münsterberg und Oels vier Herren von Canitz dasFürstenthum Münsterberg, doch gieng dieser kauf wieder züruck.Elias von Canitz, aus dem Hause Dalwitz auf Fischbach, starban. 1390. als Fürstl. Sächsischer Hof-Rath zu Weimar , undhinterließ i.) Christoph Friedrichen, von dem oben; 2.) Hiero-nymum Augustinum zu Urschka und Grofiburg, dessen söhnFriedrich an. 1646. als Landes-Aeltester des Furstenthums Wo-lau gestorben, und Melchior Friedrichen nachgelassen. Dieserwar Georgii 111 . zu Lignitz und Brieg Rath und Hof-Marschall,uachgehends des Churfürsten zu Brandenburg , Friedrich Wil-helms , geheimer Rath und Ober-Hof-Marschall, und brachtean. 1669. die Freyherrliche würde,auf seine familie. 3.) Israel»auf Großburg, Ratschütz und Zuchen, einen angesehenen Ca-valier, er starb an. 1633. und hinterließ Johann Sigismun-den. Georg Siegmund aufWandritsch, war gegen ausgangdes XVII. sieculi Chur-Brandenburgischer Hof-Marschall undSchloß - Hauptmann. Noch an. 1719. florirken r.) MelchiorMm » Friedrich