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hat etliche fachen über die Rechte geschrieben, und starb an. 1654.Man hat von ihm: Dedsiones Neapolitanas , 16? 2. zu Nea-poliö gedruckt; ffelllluriones & Selcctiones, Genf 1664, Lo-renzo Crajj 'o , elog. d’huom. lett.
* iapel; ein vornehmes geschlecht in Engelland. JohannesCapel von Stoke-Neyland in Suffolkshire, hinterließ Wilhel-mum Capel, welcher an. 1503. Lord - Maire zu Londen war,und an. 1509. das zeitliche gesegnete, nachdem er mit seinergemahlin Margaretha s einer tochter des Ritters Thomä Arun-del, unter andern Aegidium Capel gezeuget hatte. Derselbewohnte zu Raine-Hall m der Grafschafft Effex, wurde an. 1516.zum Ritter geschlagen, und bekam nachgehends die bedienungeines Sheriffs in den Grafschafften Hertford und Esser. Seinsöhn, Eduardus Capel, den ihm Jsabella, eine tochter undmiterbin des Ritters Thomä Newton , gebohren, wurde an.i;6o. zum Ritter geschlagen, und bekleidete gleichfalls die stelleeines Sheriffs in den gedachten Grafschafften. Er hinterließvon Anna, einer tochter Wilhelmi Perkham, unterschiedlichelinder, von denen der älteste söhn, Henricus Capel, Ritter,Sheriff in der Grafschafft Hertford war, und sich erstlich mitMaria, einer tochter Antonti Brown, Vicomte Montacute,hernach aber mit Catharina, einer tochter Thomä Manners,Grafens von Rutland , verehelichte. Diese letztere gebahr ihmdrey töchter und sechs söhne, von denen der älteste, Arthurus,Sheriff der Grafschafft Hertford war, und an. 160;. zum Rit-ter geschlagen wurde. Mit seiner gemahlin Maria, emer koch-ter Johannis Lord Grey von Pergo, dessen bruder Marquisvon Dorset war, zeugte er acht töchter und eilf söhne. Der äl-teste» Henricus Capel, starb bey des vatters leben, undhinler-ließWn Theodosia, einer schwester Eduardi, Lords Mountaguvon Boughton, einen söhn nebst drey töchtern. Der söhn,Arthurus Capel, von dem ein besonderer artickul folget, wurdean. 1641. den 6. aug. von Carolo I. zum Baron Capel vonHadham in Hertfordshire gemacht, und muste an. 1649. den9; mertz durch des henckers Hand sterben. Von seinen ktndern,die ihm Elisabeth«, eine tochter und crbin des Ritters CaroliMorrison, gebohren, sind folgende zwey söhne zu mercken:i.) Der jüngste, Henricus, so an. 1661. bey Caroli II. crö-nung zum Ritter des Bades, und nachmals zum Lord Capelvon Tewksbury gemacht wurde, widersetzte sich den absichle» desHofes in Unterdrückung der Protestanten, und arbeitete im Par-lement heftig vor die exclusions - bitt, verlohr aber darüber diegeheime Raths - würde. 2.) Der älteste, Arthurus Capel,von dem ein eigener artickul handelt, wurde an. 1661. den 20.apr. von Carolo II. zum Vicomte Malden und Grafen von Es-sex erhoben. Er nahm an. 168?. in dem Tower ein unglückli-ches ende, und hinterließ von Elisabeth«, einer tochter Alger-uoon, Grafens von Northumberland , einen unmündigen söhnnebst zwey töchtern. Der söhn, Alaernoon Capel, der die vät-terlichen ehren - titul erbte, war bey dem Könige WilhelmoCammer - Juncker, und unter dessen regierung Oberster überein regiment dragoner, wie auch Lord - Lieutenant und Custosrotulorum der Grafschafft Hertford ; die Königin Anna abermachte ihn zum Commendanten über den Tower, und zum Ge neral-Lieutenant der Königlichen armeen, worauf er an. 1710.das zeitliche gesegnete. Er hatte sich an. 1692. Mariam, einetochter Wilhelmi Bentink, Grafens von Portland , ehelich bey-geleget , die ihm drey kinder, Wilhelmum, Elisabetham undMariam, gebohren. Jetzt-besagter Wilhelmus Capel, Grafvon Effex, Vicomte Malden, Baron Capel von Hadham, Lord-Lieutenant der Grafschafft Hertford, wurde an. 172;. mit demDistel-orden beehret. Er hat sich an. 1718. mit Johanna, einertochter Henrici Hyde, Grafens von Rochester, nach deren an.1724. erfolgtem tobe aber an. 1726. mit Elisabeth, einer schwe-stcr Wriothesly Ruffel, Hertzogs von Bedford, vermählet, undmilder ersten vier tochter gezeuget, davon an. 1726. nur nochzwey am leben gewesen. The Brit. comp. tom. I. p. 197.
* (s«pel, (Arthur) Lord Baron von Hadham, ein söhndes Ritters Henrici Capel, und Theodosiä, einer schwesterEduardi, Lords Mountagu von Bougkhon, war ein mitglieddes langen Parlements, welches an. 1640. zu sitzen anfieng,und einer von denen, so auf des Grafen von Strafford Hinrich-tung stimmten. Er ergriff hernach aus freyem willen des Kö-nigs partey , und ward von demselben an. 1641. zum Lord Ba-ron von Hadham gemacht, diente ihm auch den gantzen krieghindurch mit grosser treue, muste sich aber an. 1648. nachdemdes Grafen von Holland unternehmen unglücklich abgelaustenwar, nebst andern an den General Fairfax auf discretion erge-ben , worauf er in den Towr nach Londen gebracht ward. Hie-seldst ward er vor dem feit kurtzen niedergesetzten obersten Gerichtangeklagt, daß er wider das Parlement die Waffen geführt hät-te. Ob er nun gleich als ein Pair des Reichs solches Gerichtnicht erkennen wollte, und sich theils auf des Fairfax ihm getha-nes versprechen, daß ihm das leben aeschencket werden sollte;theils auch darauf berufte, daß man ihn, da er sich auf discre-tion ergeben, nach dem kriegs - und völcker - recht entweder inwenig tagen hinrichten müssen, oder nach dieser zeit am lebennicht angreiffen könnte, so erkannten ihn doch seine Richter destodes schuldig. Er fand zwar hiernächst Mittel aus dem qefang-nis zu entfliehen, ward aber verrathen, und wieder nach demTowr gebracht, worauf sich ihrer viele mühe gaben, ihm dasleben zu retten, es aber dahin, weil man sich vor dem Capel,
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als einem tapfern und verständigen mann, und eifrigen anhän-ger des Konias förchtete, nicht dringen konnten, gleichwie denn'auch Capel selbst, da ihm die erlassung der todes-strafe ver-sprochen worden, wenn sein ältester söhn die tochter eines ge-wissen damals sehr mächtigen manncs heurathen würde, sol-chen Vorschlag mit Verachtung von sich gewiesen. Nachdemer gedachten seinen söhn zur beständigen treu gegen das König-liche Haus ermähnt, und von demselben in feister letzten redemit ungemeiner Hochachtung gesprochen, übrigens aber sehr be-dauret hatte, daß er an des Grafen von Strafford lobe mitschuldig gewesen, litte er den tod, als ihm an. 1649. der köpfabgeschlagen ward, mit grosser hertzhafstigkeit. cu>e»do»,tom.V. Ecbard, history of England. Rjapn, hast. d’Anglet. tom. IX.
* Capel , (Arthur) Graf von Effex und Vicomte vonMalden, war an. i6r 5. gebohren, und ein söhn des vorherge-henden Ärthuri Capel. Weil seine erziehung den den dama-ligen innerlichen unruhen nicht wohl besorgt werden konnte, sofieng er , da er schon erwachsen war, an, sich auf die sprachenund wissenschafftcn , sonderlich aber auf die kanntnis der Eng lischen gesetze zu legen, brachte es auch darinnen zu einer gros-sen Vollkommenheit, und ließ gar bald einen grossen eifer widerdas verfahren des Hofs spüren. Weil man nun solches als diewürckung eines Mißvergnügens bey ihm auslegte, und man ihnzu gewinnen bedacht war, ihn mit bedienungen zu versorgen,so ward er an. 1670. als Ambassador nach Dänemarck gesen-det , allwo er die vorzüge der Englischen nation gegen den Gou-verneur von Cronenburg, welcher auf befehl seines Hofs ver-langte , daß er bey dem tastest die segel streichen sollte, großmü-tig behauptete. Nach seiner rückkunft ward er zum Vice-Konig von Jrrland gemacht, und besorgte den Wohlstand die-ses Reichs auf alle weise, ward aber, weil er die rechnungendes Schatzmeisters Ranelagh, welcher der Hertzogin von Ports-mouth grosse summen aus Jrrland zugewendet, ungeachtet desausdrücklichen Königlichen befehls nicht unterschreiben wollte,von dar zurück beruffen , konnte auch solche würde, als er sichzwey jähr hernach aufs neue darum bemühete, nicht wieder er-langen. An. 1079. ward er oberster Schatz - Lommillarim,welches amt er mit grosser sorgfalt und treue verwaltete, auchbald hernach, ob er gleich dem König sehr verhaßt war, aufdieVorstellung des Ritters Temple zum mitglied des geheimenRathS verordnet, da er denn an den geheimsten berathschla-gungen und wichtigsten gcschäfften einen grossen theil bekam.Anfangs hatte er nebst dem Hertzog von Montmouth und demGrafen von Schaftsbury gegen den Hertzog von Aorck parteygemacht, zerfiel aber hernach mit ihm, und nahm sich vor, die-selben zu stürtzen, zu welchem ende er dem Mnige rieth, denHertzog von Aorck wieder in das Reich kommen zu lassen, undsich hiernächst mit demselben genau vereinigte. Allein wie erbald hernach bey einer vorgegebenen consviration gegen des Kö-nigs leben als mitschuldig angegeben ward, und der Hof heim-lich wider ihn Untersuchung anstellen ließ, auch überhaupt seinenrathschlägen nicht mehr folgte, legte er sein bisher bey derVerwaltung des schatzes geführtes amt nieder, und begab sichauf das land, kehrte aber an. 168a. wieder nach Londen , undwar einer von denen, so im Parlement am heftigsten auf dieausschliessung des Hertzogs von Porck von der Reichs-folgedrungen , daher ihm an. i68t. seine geheime Raths - würdegenommen ward. Darauf fuhr er fort, sich allenthalben demHof zu widersetzen, und ließ sich mit dem Hertzoge von Mont-mouth und einigen andern in eine Unternehmung ein, die aufeine Veränderung in der bisherigen regiments-vermssung , einecinschränckung der grossen gemalt, die sich der König und einigeMinistres zugeeignet, und des Hertzogs von Porck ausschlies-sung von der nachfolge im Reich angesehen war, aber bald ent-deckt ward. Ob ihm nun gleich feine freunde hiervon zeitigNachricht gaben , auch sich erboten, ihm davon zu helffen , sowollte er doch, den Lord Ruffel, der eben um des angeführtenVorhabens willen bereits gefangen saß, nicht verdächtiger zumachen , sich dieses Vorschlags nicht bedienen, und ward daheran. i68z. in verhafft und nach dem Towr gebracht, allwo ergleich nach der ersten verhör sich über alle maffen unruhig stellte,und einen heftigen anfall von einer Melancholie, welchen er be-reits zwey jähr vorher auch ausgestanden, bekain. Er thatdarauf seiner gemahlin zu wissen, baß er alles dessen, worüberer angeklagt worden, schuldig wäre, und ließ ein fedcr-messer,womit er sich die nägel an den fingern abzlischneiden ge-wohnt gewesen, auch da solches nicht bald bey der Hand war,ein scheer-messer bringen, welches er auch bekam , und bald her-nach am io. jul. des gedachten jahrs sein leben endigte. Dieumstände seines todes werden auf verschiedene weise berichtet,und man hat aus denen darüber angestellten Untersuchungenkeine zulängliche gewißheit erlangen können. Dieweil der Kö-nig und der Hertzog von Dorck am gemeldten tage in denTowr, welchen sie seit zwölf jähren nicht besticht, gekommen,auch zwey zwölfjährige kinder, die zwar hernach ihre aussage wi-derruften , versichert, daß sie um diese zeit ein acfchrey in desGrafen zimmer gehört, und gleich hernach ein scheer'Messer zudessen fenster heraus wcrffen sehen, so haben hieraus und auseinigen andern umstanden viele schliessen wollen, daß der Grafauf des Königs befehl ermordet worden. Es hat auch ein ge,wisser Braddon, der zwar im Haupte nicht gar richtig gewesenseyn soll, solches in einer besondern schrift , so an. 1684. heran-gekommen,