cap
tont. VI. Demi», de Gubernat. orbis Scraphicus, tom. I. lib. V.pap. 9. He Hot , hist. des ordr. monait. tom. VII.
Caperuvaca, siehe Apuruvaca.
Capes , ein siuß in dem Königreiche Tunis , entspringet ausdem berge Alias und ergießt sich in das Mittelländische meer beyCabes, woselbst auch ein meer-busen dieses nahmens ist. SeinWasser ist saltzig und warm. Murmel.
Capes r siehe Cabes.
Capetingi, werden die Könige in Franckreich gcnennet, soaus dem dritten gcschlcchte entsprungen, welches von HugoncEapeto seinen Ursprung nimmt, und bis iei;o gedauret hat.
Capetuo, ein söhn des Caphs , und der achte, oder nach an-dern , der sechste König der Lateiner, von Aenea herstammcnd, iovon A. M. 5064. an , 26. jähr lang regieret. Sei» sohnJindNachfolger am Reich hiesse Tiberinus, von welchem der fluß Tiber soll den nahmen haben. Livius . MeJJata. Dionys. HalicamajJ.
* Capffener-wchser, ein gutes und gesundes wasser in demHertzogthum Würlcmbcrg, anderthalb stund vom Zeller - bad,so in geschwulsten, contracten rc. heilsam ist. I. V. Andrea ge-dencket desselben hin und wieder in seinem send - schreiben an denHertzvg von Braunschweig . Jung. Wurt. wasser-schatz, p. 12.
* Capgrane, (John.) er» Augustiner - Mönch, aus Kentgebürtig, und des ordens Provincialis , war im XV. &culo desHcrtzogs von (Llocestcr, Humphrcdi, Beicht-vatter, und schriebeinen Catalogum 8anstorum Angliae , welcher zu Londen I3 l6.in fol. gedruckt ist : de Laudibus eoruni, qui nomen Henricilortiti lunt : welche schrift in der Schönbergischen bibliotheckzu Dreßden aufgehoben wird. Was Capgrave mehrers ausge-arbeitet, machet Pandulphus in seiner Dill. de 200. icript. Au-gust. p. 209. nahmhafft. Bmthems Engl. kirch - und fchul-st.29. §. 82. Bever , de bibl. Dresdens .
* Caphar, ist ein zoll oder aufläge, welche diejenigen, so inder Türckey reisen, an vielen orten zu bezahlen schuldig sind,und sind beamte an selbigen orten bestellet, dasselbe einzuziehen.Ehedem waren es die Christen, die es in Palastina einnahmen,und es auf die land - strassen, um die strassen - rauber, und dieeinfallenden Araber zurück zu halten , anwendeten. Die Tur -cken haben diefe steuer unter dem nämlichen verwände fort ge-fordert , ja sie nöthigen die durchreisenden, .insonderheit aberdie Franckcn , gewisse willkührliche , und öfters übermäßigesummen zu bezahlen, und ob sie gleich dargegen versprechen,und darzu gesetzt sind, die strassen sauber und sicher zu halten,so sind sie doch meistencheils die ersten, welche dieselben gefähr-lich machen. Maundretl , voyage &c. p. 5. ü.
* Capharabim, ein schloß in Jdumäa, welches Cerealiseingenommen halte. Ob schon dieses schloß sehr wohl bevestigt,und besagter Capitain zu schwach war, es entweder mit stürmund gcwalt zu erobern, oder förmlich zu belagern, so jagte dochder Römische nähme der besatzung solchen schrecken ein, daß siesich ergab, ehe Cerealis nur es anzugreiffen sich wagen dürfte.
Joseph, bell. Jud. libr. IV. cap. 35.
* Capharbisch, eine stadr in dem lande Daroma, einer ge-gend dlsseits des Jordans, die sich von Eleuthcropolis mittag-wärts erstrecket. Die Talmudisten behaupten , daß in diesemlande drey städte gewesen, deren eine jede zweymal so viel ein-wohnet gehabt, als Jsraclite» aus Egyvten gezogen. Sie hies-sen Capharbisch, Capharschichaliin, und Caphar Diorm ; dieerste hatte ihren nahmen von der strenge gegen die fremdlinge,die zweyte, von der nahrung ihrer kinder», welche sie mit grü-nen datteln nährten, oder wie es Buxtorfins in seinem Rabdini-schen Lericon erkläret, von dem Wort hn/i» weil ihre kindersich vermehret wie die grünen datteln. Die dritte dieser stadtenhiesse man Caphar Diorin, die stadt der maiins - biider, die-weil alle weiber in derselben nichts als manns - bildet geboh-ren; wann sie lochtet haben wollten, so musien sie sich ausserder stadt begeben. Und wann eine frau aus einer der andernstädlen irgendwo einen söhn zu haben wünschete, so muste siedenselben sich zu Caphar Diorin anschaffen, und was derglei-chen einfältige lügen mehr sind,welche der Rabbinischen Weisheitgleich kommen. Relandi Paladtina, lib. III.
Capharea, ein berühmtes vorgebürge in der insul Negro-ponte, anietzo Capo del Oro oder il Capo Fighera genannt,auf der ostwärts gelegenen spitze der insul. ES ist daselbst sehrgefährlich zu schiffen, weil viele fclsen und stein - klippcn davorliegen. Allhier rächcte Nauplius, König von Euböa , den todseines sohns Palomedcs , so durch des Ulysses verrätherey warumgebracht worden. Denn als die Griechen von der belagerungder stadt Troja wieder zurück kamen, machte Nauplius auf derspiste dieses berges ein feuer, daß sie bey nachts - zeit glaubten,als wenn daselbst ein Hafen sey, welches verursachte, daß vielvon ihren schiffen an den daherum gelegenen kstppen zerschciter-ten. Virgilius , JEneid. lib. II. Ovid , met. Prifcianus.
* Capharus, (Hieronym.) ein Neapolitaner von Salerno ,lebte zu ende des XVI. seculi , und schrieb prammaticen , Elo-cutiones atque Clausulas e singulis M. T. C. epist. fain. se-ject. Phrases Ciceronianas. Topp /, bibl. Neap.
* Caphesa, oder Caphsa, eine alte stadt in dem Bilcdulge-rid, in Africa. Sie liegt nahe bey der gucilc des flusscs Magra-da, und ist gantz mit wüstenevcn umgeben, welches einige sa-gen machet, diese stadt sey besser durch den fand und schlan-
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gen verwahret worden, als sie durch hülffe ihrer maurrn undarmeen sich hätte verwahren können. Maty > Dict .
CAPI-AGA oder Capou - Agasi, also wird genanntder Großmeister von dem veraglio, welcher der vvniehmste un-ter den weissen verschnittenen, und stets um des Sultans Per-son ist. Er führt auch die fremden Abgesandten zur audientz,und alle wichtige gefchäffte gehen erst durch seine Hand, ehe sieder Kayser erfährel. Es müssen ihn deswegen alle andere vene-riren und beschencken. Denn niemand kan in des Kaysers ge-mach kommen noch heraus gehen ohne seine ordre; und wennder Groß - Vezier mit dem Kayser reden will, so muß ihn dieserCapi-Aga erst anmelden. Er trägt den turban in dein Seraglio,und reutet allezeit zu Pferde. Den Sultan begleitet er bis zu dengemächern der Sultanin, und bleibet sodann vor der thür stehen.Für seine tasel werden ihm täglich 10. sultaninnen , welchenach unserer müntze 20. rthlr. ausmachen , bezahlet. Es sindCapi-Aga gewesen, so nach ihrem tobe 2. Millionen hinterlassen,welches alles dem Sultan wieder zufällt. Wenn der Capi - Agaseine charge aufgiebet, und das Seraglio verlässet, kan er nichtBassa werden. Taverniers beschr. des Seragl.
* Capilistius, (Antonius) ein Paduaner, welcher einegrosse gelehrsamkeit und erfahrung gehabt. Er war anfangsCanonieus in seiner vatter-stadt, hernach Protonotarius Apo-itolicus , und endlich Abt zu St. Anna zu Padua . Er starb an.146s. in hohem alter. Man hat von ihm eine bcsthreibung vonseiner reise nach Jerusalem. Scardeo». de dar. Patav. p. 140.
* Capilistius, (Joh. Franciscus) ein treflicher JCtus undOrator , lehrte zu Padua , wo er gebohren, beyderley Rechte indie 30. jähr lang, und hielt sich auf dem Baßler-Condlio, wel-chem er an. 1431. als Venetianischer, und an. 1434. als Päpst-licher Abgeordneter mit abwartete, so rühmlich, daß KayserSigismuüdus ihn und seine nachkommen in den Grafen - standerhub. Die Republick Venedig hat sich dessen auch bey dem frie-den mit dem Hertzog von Mayland, und bey regulirung dergrentzen bedienet, da er denn zu beyderseits interessenten grostenWohlgefallen das werck zu stände gebracht. Von seinen beydensöhnen hat Franciscus die Rechte zu Padua 40. jähr lang öffent-lich gelehret, und etliche volumina in beyden Rechten hinterlas-sen ; Gabriel hingegen, welcher zwar auch ein guter Jurist ge-wesen , hat die stelle eines Römischen Rathsherrn auf einigezeit bekleidet, und als Stadt - Richter zu Bologna durch seinefreygebigkeit und gelindigkeit den grösten rühm erworben. Scar-deon. de dar. Patav. p. 174.
Capilupi, (Camillus) gebürtig von Mantna , schrieb einbuch, il Stratagema genannt, darinnen er die Parisische blut-hochzeit crzehlet; und zwar mit grossem frolocken darüber, auchmit deutlicher anzeigung, wie der anschlag von langem her wäregeschmiedet worden; welches alles der Französische Hos damalden leuthen gantz änderst einzubilden suchte; dahero das buchden Reformirten, welchen doch dessen Urheber sehr feind war,am meisten zu statten käme. Er gab es an. 1572. zu Rom her-aus , und ward es bald in die Französische spräche übersetzet.Man zehlet ihn auch unter die Lateinischen Poeten. Er hatte 2.brüder, Hippolytum, der Bischoff zu Fano ward, und einen gu-ten Poeten abgab , und Lälium, dessen hernach gedacht wird.
Thun », lib. L 1 I. TeiJJier, addit. aux eiog. 1. 1 . p. 179. EayleJ
Capilupi, (Lälius) von Mantua , hat sich dadurch am mei-sten bekannt gemacht, daß er mit einer sonderbaren geschicklich-keit aus Virgilii versen gelichte von allerhand Materien zusam-men setzen können, und darinnen Ausonium, die Probam Fal-coniam , und andere, so eben dergleichen vorgenommen, über«troffen. Es sind diese seine centones an. 1590. zu Rom herausgegeben worden; doch befindet sich der wider die Mönche nichtmit dabey, wohl aber in des Naogeorgii Regno Papiltico ; son-derlich auch in des Hier. Wolfii Variis Lectionibus. Es istgewiß, daß diese eentones voller geist sind, und darinnen vielejachen mit Vlrgilianischen sehr wohl zusammen gesetzten versenausgedruckt werden, von denen nicht leicht jemand vermuthensollte, daß man sie durch zusammenfügung der Halden oder sonstgestümmelten versen des obgemcldten Poeten könnte heraus zwin-
en. Allein das ist dabey sehr zu tadeln, daß nirgend mehr geist,
unst und ffeiß gczcigct wird, als wo dieser auctor die allergar-stigste fachen, und zwar solche, die er ohne schaden des übrigenhatte auslasscn können, hat wollen andeuten. Er starb zu Man tua den 3. ja», an. i?6v. seines alters 62. jähr und 13. tage.Sein velter Julius Capilupi war gleichfalls ein guter Poet,und soll sonderlich in elegischen versen crcclliret haben. Er ver-fertigte auch einige eentones , welche feines vettern Lälii eento.nibus mit angehänget sind, und selbige noch übertreffen sollen.Thuan. lib. XXVI. Pojsevi». bibl. feiest, üb. XVII. c. 24. Ght_lini , theatr. tom. I. p. 143. Borrichius, de Poetis p. 96. Bayle. *
* Capioglckn, der nähme der sclaven oder knechten, welchein dem Serail auf die jungen Amazoglas acht haben. DieAmazoglas aber sind junge kinder, die dem Türckischen Kayserzum tribut gegeben werden, und derselbige zu seinen dienstcnauferzicht , sonderlich aber seiner Person aufzuwarten unter--richtet werden. Eignere.
(s apistranus, (Johannes) ein sehr berühmter Francisca-ner-Möirch , war an. 1386. den 24. jun. gebohren , in dem fle-cken Capistrano in der provintz Abruzzo bey der stadt Aquila,aus dem edlen geschlechte der Cbiolorum. Er war in seiner ju«
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