stch Pamphllien und einen grossen theil in Cilicia , Pisidia und Cappadocia . Leunclaviuü mcynet, daß sie diesen nahmenvon einem gewissen Türcken, Caramana genannt, bekommen,welcher die Armenier daraus verjaget. Sie wird eingetheilet inGroß-Caramanien, worinnen die stadt Cogai am flusse Cydneoder Carasu lieget, wie auch Ascarat, Cacla, Tianee,rc. undm das eigentlich so genannte Caramanien, so zwischen dem ber-ge TauruS und der Mittelländischen see lieget, gegen der insulCypern über, darinnen die stadte sind : Cbiolsus, Pater«, Sa-talia, Side , Scale, Mure, rc. Die Fürsten von Carama-nien widersetzten sich einige zeit den Türcken, wurden aber end-lich von ihnen im XIV. feoulo ihres landes beraubet. DiesesCaramanien muß man nicht mit der provintz Caramanien inPersien confundiren, welche jetzo Kirman hcisset.
* isavamanta, eine landschasst in der Americanischen pro-vintz Ncn-Granada , an dem stutz Cauta gelegen ( und unterdas Gouvernement und Bißthum zu Popayan gehörig. De Laet.
* Caramella, (Honorius Dominicus) ein Geistlicher zuPalermo in Sicilien , ward daselbst an. 162;. den r;. febx.gebohren, und starb zu Rom an. 1661. den io. febr. Erhat unter andern auch geschrieben : Piclorum & Musicorumelogia: ingleichen eine Musica prattica, politica, nella quä-le s’insegna a Principi Christiaui il modo di cantare un solmotetto in conccrto. Mongitons bibl. Sie. tom. I. p. 291.
(Laramit, Hemid, oder Cara-Hemid, lat. Amida oderAmmea, ist eine grosse und volckrcichc stadt in Mesopotamien ,an dem fluß Tigris, und hat einen Türckischen Gouverneur.Der Kayser Constantinus hat sie vergrösscrt, und Constantinamgcnennet. Vormals hatte sie ein Ertz-Bißthum , worunter?.Bischöffe gehörten. Von ihren Prälaten sind unterschiedlicheberühmt, als Merias , der sich auf dem Loncilio zu Constan-tilwpel befunden; SiMevN, der dem Loncilio generali zuEpheso beygewohnet rc. Cedrenus und Curopalakes melden,daß die Saracenen diese stadt Emet gcnennet. Sapor II . Kö-nig der Perser, eroberte sie an. ,59. »ach einem ,. monatlichenwiderstände, welche belagerung Ammianus Marcellinus , dersich dainais in dieser stadt befunden, lib. XIX. beschreibet. Pro.copius. Wiib, Tyrius. Myraus , not. Episc. Davit j , I’ötat desTurcs en Asie. Sanjon.
Caramuel, (Johannes) von Lobcowitz, gebohren an. 1606.zu VMrlssin Spanten, von einer Teutschen Mutter; sein vat-ter aber war ein Niederländer. Er ward Bischoff zu Vigeva-no in dem Mayländischen, und schrieb einen sehr grossen tractatvon dem bau des tempels Salomoniö, worinnen er eine so son-derbare und mannigfaltige gelehrsamkeit sehen ließ, daß derieni-ge , welcher einen mathematischen discurs in das besagte bucheingerücket, kein bedrucken getragen , zu versichern: wofernGOtt verhängen sollte, daß anfallen Universitäten in der gan-tzen weit alle wtssensthafften untergiengen, so würde das, wasCaramuel geschrieben, allein selbige wieder hervor bringen undbefestigen können. Hingegen bey dem authorc eines wrder ihnheraus gegebenen buchs , Anti - Caramuel genannt, findetman folgendes urtheil von ihm: er sey bis auf den achten oderhöchsten grad witzig oder scharfsinnig , bis auf den fünften gradberedt, und kaum bis auf den andern grad verständig , odermit einem wahrhafftigen judicio versehen gewesen. Er hatauch ein buch geschrieben, unter dem titul: TheologiaDubia,worinnen er alle Zweifel der Atheisten und Libertiner zusammenaesammlet. Wegen desselben ward er zur Verantwortung nachRom gefordert, da er denn im öffentlichen Confistorio so nach-drückllch^gefprochen, daß der Papst Alexander VII. bey endi-gung desselben gesagt: Nunquam sie locutus est horao. Essoll derselbe damals willens gewesen seyn , den Caramuelzum Cardinal zu niachen, weil er aber erfahren, daß er sich ander Unordnung des Hofes und an dem leben der Päpstlichen Ne.poten geärgert, wieder von der liste ausgestrichen haben. Esist auch ein buch von ihm in sol. 1648. zu Franckfürt unter demtitul t Pax , ad binas hypothefes reducta , sub primam conde-mnata & diffuasa; sub secundam pia , licita & valida demon-ftrata, commendata, persuasa heraus gegeben. Etat du Siegede Rome , tötn. 1 . p. 100.
f Er war anfänglich ein Cistercienser-Mönch, darauf verschie-dener klöster dieses ordens Abt, wie er denn auch zuletzt Abt zuDilstnburg in der Dioeces von Mayntz wurde, allwo er sich durchseinen eifer wider die Protestanten dermassen hervor thäte, daßchn der Ertz'Bischoff und Churfürst zu Mayntz, Anselmus Ca-fimirus, mit dem titul eines Bifchoffs zu Mißy zn seinemSutkraganeo ernennete. Allein die in der Pfaltz hierauf vorge-gangene Veränderungen nöthigten ihn nach einiger zeit, sichvon bannen hinweg zu begeben: Daher er die Agentfchaffl desKönigs von Spanien an dem Hof des Kaysers Ferdinandi III.übernahm, und sich daselbst die gnade desselben so vollkom-men erwarb, baß er ihm die Benedicliner-Abtey von Mont»serrat zu Prag , und eine andere zu Wien , von eben diesem er-den , nebst einem ansehnlichen jahr-gelde ertheilte, wobey erauch noch zum General-Vicario des Cardinals und Ertz-Bi-schoffs zu Prag , Ernesti von Harrach, erwehlet >vurde. Alsnun diese stadt an. 1648. von den Schweden belagert ward ,ließ er sich seinen stand nicht abhalten , dieselbe möglichst ver-theidigen zu helffen; sondern stellte sich vor eine compagnie vonlauter geistlichen Ordcns-leuthen, und that darmit den feindensehr tapfern widerstand. Einige zeit darauf wurde er zumHiftSr. Lexicm II. Theil.
Bischoff von Königingratz in Böhmen ernennet, davon er je-doch nur den trtul halle. An. 1655. aber berief ihn der PapstAlexander VII. nach Rom , und gab ihm die Bißthummer Cam-pagna und Satriano, worauf er erst an. 167;. das BißthuMvon Vigevano erhielt. Er starb auch daselbst den 8. sept. 168».Ugbcüi Italia sacra. Niceron , mem. tom. XXIX.
* Caran, lat. Caranum, eine stadt in Ungarn , zwischen Tt-meswar und Severin gelegen, und in letzteres aml ehemalsgehörig. Als an. 15,2. Temeswar von den Türcken ero-bert , diese aber gar nicht bevestigt war, so ergab sie sich ihnenauf gewisse condrtronen, worauf sie ihre freyheik behielte. Zei./er. Hungar. per Stübel. P. 11 . p. zöl. seq.
Carancebes, siehe Raranfebes.
Caranus, der erste König in Macedonien, und zwar dereilste alis Herculis nachkommen; und der siebende von Temeno,wie es Eufebius setzet. Doch machet ihn Vellejus Paterc. zum16. von Hercule. Sein bruder Phidon war König zu Argos,von welchem er hülff erhielte, ein eigen Reich zu suchen. Inden alten fabeln wird gemeldet, daß als sich dieser König vorge-nommen, eine Monarchie aufzurichten , sey er von dem Oraeu-lo befehliget worden, daselbst ein Reich zu fundiren , wo ervon den ziegen würde hingeführet werden. Da er nun eins«mals in Aemathia, so anjetzo Macedonia heisset, ihrer einegrosse hcerde angetroffen, welche nach der stadt Edessa zugelauf-fen, sey er ihnen nachgefolgct, und habe diesen ork eingenom-men , Midam aus einem theile selbiger provintz vertrieben,sich rum Herrn davon gemacht, und A. M. 324°. diese Mo-narchie aufgerichtet. Er soll noch einen andern Fürsten deSlands nahmens Cisseum überwunden , und zum angcdenckeNdieses sieges ein tropha;um oder siegs - zeichen aufgerichtet ha-ben. AIs aber solches darauf von einem löwen niedergerissenworden, schlöffe Caranus daraus, wie solcher gebrauch , dernur den haß und die feindschafft zu unterhalten bequem war,den göttern keineswegs gefiele, und verordnete deswegen , sei-ne nachkommenden mochten sich dieser gewohnheit enthalten;welches sie auch stets beobachtet. Man jagt, daß feine regie-rung ;o. jähr gewähret, und rechnet man insgemein 2;. oder24. Könige von Carano an bis auf Alexandrum M. Sie sindaber in der Historie nicht sonderlich berühmt, ausgenommenAmyntas und seine 4. söhne, die nach einander regieret, darun-ter Philippus der jüngste den gründ zu der Griechischen Monar-chie gcleget, welche dessen söhn Alexanders, vollends zu ständegebracht. Jujtm. lib. VII. c. 1. Vellej. Putercul. lib. L c. 6.Liv. lib. XLV. c. 9. Paus. in Bceot. Euseb. Marmora Arundel.*
Taranza, (Bartholomäus) er war einer der berühmtestenDominicaner, gebürtig von Miranda aus dem Königreich Na«varra. Er machte sich an. 154s. auf dem Loncilio zu Trient und sonst durchaus, in verfechlüng der Päpstlichen Hoheit undgemalt, berühmt. Sein gewesener lehrjünger der König Phi-lippus II. in Spanien nahm ihn mit sich in Cngelland, als ersich init der Königin Maria vermählte, allwo er der KöniginBeicht -vatter worden, und gewaltig zur Verfolgung der Protesti-renden half und anriethe. Er setzte sich auch bey dem Königin solche gnade, daß er ihn an. 1**7. zum Bischoff zu Toledo ernennet. Weilen er nun in den Händeln wider die Evangeli-schen viel gearbeitet,hiermit auch deren lehre und schriften gründ-lich erforschet hatte , so wurde er endlich dadurch also erleuch-tet und gerühret, daß er angefangm ihnen günstiger zu werden,wie er dann den Kayfer Carolum V. gantz auf eine andere Mey-nung gebracht, und demselben bey seiner todes-stund beygestan-den hatte, dahero damals durchgehends die rede gegangen, die-ser Kayser sey Lutherisch gestorben, und vom Caranza darzu be-wogen worden, derowegen auch die Inquisition diesen an. 1559.in verhafft genommen, darinnen er bis an. 1^67. gesessen, undsich wider seine ankläger vertheidiget hat. Darauf wurde ernaher Rom gebracht, und alldorteu im arrcst behalten bis an.1,76. darr die ihm aufgebürdeten ketzereyen abschwören, undhernach in das Dominicaner-kloster alla Minerva zu Rom ge-hen müssen, worinnen er aber gleich darauf seinen tod gefundenden 2. may 1576. im 72. jähre seines alters. Seine fürnehm«sien bücher sind, die Summa Lonciliorum und ein SpanischerCatechisinus, der ihn in die Inquisition gebracht- und hernachverboten worden. Bayle. Hoflnan». Lexic . P. Suavis H. C.Tr. p. 716. *
* Tarapula , eine stadt im Königreich Algier , in der Bar-barey , an der küste der Mittelländischen see, zwischen den städ«ten Tenetz und Oran gelegen.
Taraques, oder Laranques, sind wilde leuthe in der pro-vintz Quito in Peru , welche sich gegen die küsten des Süd-meers aufhalten,und wird ein grosses land nach ihnen Caranquegcnennet. Sie haben schlechten verstand und wenig geschicklich,keil, bäten tyger, löwen und grosse schlangen an; da hingegertdiejenigen , welche auf eben feldiger küste gegen norden zu woh-nen , fehr sinnreich und geschickt sind. Dwje bemahlen ihre ge»sichter mit gewissen kennzeichen, so von den ohren an bis andas kinn gezogen sind, und tragen gar künstlich gemachte göl»dene ketten. Laet. hist. novi orbis. Vega, hiit. des-Yncas liv»VIII. c. 7. liv. IX. c. 8-
t An. i?28. ward in der provintz Guipuscoa eine handlungs-compagnie nach den Caraquischen küsten errichtet, um von baraus cacao, silher, gold, raback, sassapariüe, häute rc. nachSpanien zu bringen , welcher compagnie aber sich die Engel«
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