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t Das Bißthum ist eines der vieren , so unter dem Ertz-Bi-schoff von Porck stehen. Der erste Bifthoff dieses sitzes ist gewe-sen Athelwold an. n;;. als das jähr vorher unter Henriev I.das Bißthum war aufgerichtet worden, davon mit mehrermzu sehen Whanon. Angl. sacra. Auf den tod dieses Athelwoldsfolgte an. ii?7. Bernhard, nach welchem eine lange vacantzerfolgte, bis an. 12-8. durch des Papsts Legaten, Gualo, »umBischofs gemacht worden Hugo de belio loco, welcher verstarb«n. i22j. und hatte zum »achfolgcr Walthcr Malclerk. Ande-rer nicht zu gcdencken, so verhält sich die reihe der Bischöffenvon Hcnrici VIII. zeiten bis jetzo, wie folgt:
i;ri. John Kite, vorher Ertz-Bifthoff von Armagh inJrrland.
15z?. Robert Aldrich, starb an. i;;;.
1^6. Owen Oglethorp , S. T. P. entsetzt an. 15*9. starbbald hernach, und folgte
1561. John Bell, 8 . 1 .?. auf dessen tod
1570. Richard Barnes , hernach versetzt nach Durham .
2?77. John Mey , 8. T. P.
j$ 98. Henry Robinson, S. T. P. starb an. 1616. seines alters64. jähr.
1616. Robert Snowden, 8. T. P.
1621, Richard Milbourn, vorher Bischoff von St. David .
1624. Richard Senhouse.
1626. Francis White , 8 . T. P. versetzt nach Norwich .
i< 528. Barnabas Potter, 8.1. P. iiorb an. 1Ü41.
2641. James Usher , Ertz-Bifthoffvon Armagh in Jrrland,hatte erlaubnis dieses Bißthum dabey in commen-dam zu behalten, welches er auch bis an seinentod an. 1655. genossen. Nach fünfjähr vacantz
1660. Richard Stern, 8. T. P. versetzt nach Jorck.
1664. Edoard Rainbow, 8. T. P. starb an. 1684. seinesalters 76. iahr.
1684. Thomas Smith, 8. 1 . P. starb an. 1702. seines al-ters 88. jähr.
1702. William Nicolfon, zuvor Archidiaconus daselbst.Samuel Bradsord , 8.1. P.
172?· John Vaugh, S- T. P.
1754. D. Flemming, zuvor Dechant zu Carlile. Wbarton.Godvain. Rymer, Le Neue. Regist. Epitaph.Cbamberl.
(fcttlilc, (Grafen von) in Engelland. Diese würde istschon vor vielen feculis von einem, nahmens Randolph Me-, schines , bekleidet worden. An. 1322. bekam dieselbe Andreasvon Harckley , welcher aber gleich das folgende jähr durch deshenckers Hand sterben muste. siehe Harckley. An. 1417. wardJohannes Plantagenet, des Königs Henrici IV. dritter söhn,damit beehret. An. 1460. empfieng selbige Richardus, wel-cher nachmals der dritte dieses nahmens König von Engellandward. An. 1622. den i}. sept. machte der Konig Jacobus I.Jacobum Hay, Vice - Grafen Dvncastcr, zum Grafen vonCarlile. Nachdem selbiger den 25. april an. itzzü. gestorben,succedirte ihm in solchem titul sein söhn gleiches nahmens, wel-cher im oct. an. 1660. ohne leises-erben sein leben endigte. An.i66i. kam diese Gräfliche würde auf eine jüngere linie derer Ho-wards, welche ihren Ursprung von Thoma, Hertzoge vonNorfolk, und von dessen andrer gemahlin, Maraaretba , ei-ner tochter Thomä, Lords Audley von Waiden, herführt.Der dritte söhn des zuerst gedachten Thomä war Wilhelm,welcher mit Elisabeth, einer schwcsier Gcorgii, Lords Dacresvon Gillesland, unter andern kmdern Philippum zeugte. Die-ser hinterließ von Maria, einer tochter des Ritters Johann Car-rell von Harting, Wilhelmum, welcher von Maria, einertochter Wilhclmi, Lords Eure, Carolum bekam. Denselbenerhub der König Carolus II. weil er bey seiner Wiedereinsetzungauf den Englischen thron, wie auch auf andere weise, ihm garsonderbare dienste geleistet, den 20. april an. 1661. zum LordDacres von Gillesland , zum Vice-Grafen Howard von Mor-peth , und zum Grafen von Carlile. An. 166}. sendete er ihnals seinen Amdassador nach Moftau, und das nächstfolgendejähr an die Könige von Schweden und von Dänemarck, welcheGesandtschafften er selbst befthrieben. Er starb im jan. an. 1684.nachdem er vorher mit Anna, einer tochter Eduardi, LordsHoward von Eftrik, folgende kindcr gezeugt. 1.) Eduardum,von dem unten; 2.) Fridericum Christianum , gebohren zuCoppcnhagen an. 1664. Mariam, verheurathct an denBaronet, Joh. Fenwick; 4.) Annam, eine geinahlin Ri-chardi Grahme, Englischen Baronets und Vice - Grafen Pre-ston in Schottland . Der älteste söhn , Eduard, welcher ihmsuccedirte, starb den 2z. april an. 1692. und hinterließ von sei-ner gemahlin Elisabeth, einer tochter des Ritters WilhelmUvedale von Wickham, seinen Nachfolger Carolum. Dieserward Cammer-Hcrr bey dem Könige Wilhelms III. Graf-Mar-schall von Engelland ( in währender Minderjährigkeit des Her-tzogs von Norfolk ) erster Commi(!arius von der schatz-cammer(nachdem an. 1701. der Lord Godolphin solches amt nicdergerlegn Lord-Lieutenant der Grafschafften Cumbcrland und West-morland , Gouverneur von Carlile, wie auch Vice - Admiralder benachbarten kustcn , und geheimer Rath sowol bey Wil-helmo lll. als bey der Königin Anna und Gcorgio l. ,in dessenabwcftnhclt er sln.1719. auch einer von den Lord - Regenten desKönigreichs gewesen. Von seiner gemahlin , einer einzigen
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tochter Arthur Capels , Grafen von Essex , sind ihm geboh-ren worden : 1. ) an. 1694. Henricus, Lord Morpeth, wel-cher sich an. 1717. mit Arabella Spencer, ältester tochter Ca-roli Spencer Grafens von Sunderland , vermählte. 2.) Ca-rolus ; }.) Elisabeth ; 4.) Anna; 5.) Maria. Hcym’shelp to English history, p. 2;;. 1 ‘eerage of England. I. p. 279.
Liehe Howard.
(sarlingford, eine kleine stadt nebst einer citadclle und Ha-fen in der Grafschaffl Louth , in der provintz Ulster in Jrrland,etwa dreißig Englische meilen ostwärts von Armagh , und fünfMeilen nordwärts von Dundalk , an einer schönen und grossenbaye, wo der kleine fluß Nurie in die see fällt. Die baye ist dreyoder vier meilen lang und auch so breit, und machet einen vor-treflichen Hafen, daß auch die grösten schiffe daselbst anckern,und vor den winden bedecket liegen können, jedoch ist der ein-gana wegen einer reihe klippen sehr enge und gefährlich. Siehat sitz und stimme in dem Parlemente von Jrrland. Von die-sem orte führte der in dem Ungarischen kriege gegen ausgangdes XVII. üeculi berühmte Kayscrliche General-Lieutenant überdie cavallerie, N. vonTaff, den Gräflichen titul. BeevmiJ,
delices de la Grande-Bretagne, p. 14;;.
* Carlos, eine Herrfchafft nebst einem schönen schlösse inBrabant, in der BaiHage von Rode gelegen. Sie wurde an.i 6;8. den 18. aug. von Philipps IV. Könige in Spanien , Carolovan der Noot verpfändet, und von dessen nachkommen an. i6;o.völlig verkauft; woraufsie von dem König Carolo II. an. 1078.den 12. ftpt. Rogerio Gualthero van der Noot zu ehren, zu ei-ner Baronie erhoben worden. Butkens , troph. de Brab. suppl.tom. II. p. t}}.
Carlowitz, ein ort in Sclavonien an der Donau , unweitPeter-Wardcm in der Graffchafft Sirnrien , woselbst an. 1699.den 26. jan. zwischen dem Römischen Kavser , dem Czaar,dem König in Polen und der Republick Venebig an einem,und dem Türckifchen Kayser Sultan Mustapha am anderntheile ein frieden geschlossen wurde; und zwar mit dem Rö-mischen Kayser auf fünf und zwanzig, mit Moftau über aufzwey iahr, welches indessen die vestung Asoph am Schwartzenmeer behielt. Es wurde aber an. 170;. dieser stillstand in ei-nen dreißigjährigen frieden verwandelt, und zu anfange des1710. jahres noch auf dreißig jähre verlängert, an. 1711. abervon den Türcken wieder gebrochen , und noch in selbigem jährfriede gemacht. Die Cron Polen aber und die Vcnctianerschloffen einen ewigen frieden , und bekam jene die vestung Ca-miniec wieder. Die Kayscrlichcn Plenipotentiarii waren Wolf-gang Graf von Oettingen , und Leopvldus Graf von Schlick.An dem ort, wo das conferentz - Haus gestanden , ist diexirche Maria della Pace erbauet worden.
Carlowitz, Carlwitz, eines von den ansehnlichsten adeli-chen Häusern in Meissen , welches sich auch in der Ober-Lausitzausgebreitet, und daselbst die Ritter - güther Lidcnau undNiethen besitzet. Es stammet aus Königlichem Französischengeblüte her, und zwar von den Hertzogen von Durazzo. Denndes Königs Caroli Parvi von Neapolis und Ungarn bruder Jo-hannes, bevgenahmt Horwatus, Bannus in Croatien, hinter-ließ einen söhn, nahmens Carl, welcher, ungeachtet Duraz-zo von seinem gefthlecht abgekommen , sich doch einen Printzdavon gencnnet, und derselbe ist der eigentliche anycrr derervon Carlowitz. Denn weil er dem Könige Sigismundo in Un garn in dem kriege wider die Polen getreue dienste geleistet,fchenckte ihm derselbe unterschiedene güther in Croatien , wor-auf er das zuvor crwehnte und durch den Türckifchen friedenberühmte Carlowitz, erbauet, wovon sich nachgehenbs seinezwey söhne zugenahmt. Der ältere, Johannes, pflantzle seinelinie, welche man die Jllyrische oder Slavonische genennel, inSlavonien fort, sie ist aber an. 15; 1. mit Johanne den:junyern , Banno in Croatien , abgegangen,Jvorauf feinegüther an feiner fthwestcr söhne, die Grafen von Serini, gelan-get. Der jüngere, ncmlich Christovhorus, ist, nachdem Si-gismundus zrigleich Kayser und König in Böhmen worden,durch Veranlassung der kriege in Teutschland gekommen, undhat daselbst die noch florirende Teutsche lmie angefangen. Esmag aber Nicol von Carlwitz vermuthlich ein söhn des vorher-gedachtcn Christophs, der erste gewcftn seyn, welcher sich inMeissen niedergelassen. Er hat nebst andern vornehmen Her-ren und Rittern des Churfürsten Erncsti zu Sachsen an. 1486.zu Colditz aufgerichtetes tcstament untcrjchricben. An.149;.gerieth einer von Carlwitz zu Freyburg in die gefangenschasit,weil er den Bürgermeister daselbst erschicsscn wollen. Georgethat sich zu des Kavsers Marimiliani 1 reifen im kriege hervor,und Caspar hielt sich an. 1-129. in der Wienerischen bclagcrungwider die Türcken wohl. Von George auf Kriebcnstcin, Wald-heim , rc. Hertzogs Georaii Ober - Rath, und dessen bruderssöhn Christophöro handelt ein besonderer artickul. Nicolauswar von an. i^o. bis isss- Bischoff zu Meissen , und hin-terließ sowol dem Stifte als seinen anverwandten eine ansehn-liche baarftliafft; weswegen die von Carlowitz den folgendenBifthoffJohannem von Haugwitz, den man beschuldigte, obwollte er das tcstament unterdrücken , bcfchdelcn und aus sei-ner rcsidcntz Stolpe verjagten ; doch der Churfürst Augustuslegte sich ins Mittel, und verschaffte, daß sein EraUmclsier,Hans von Carlowitz auf Zuscbendorff, der das Haupt dieserfehde war, wegen aufgewendeter kosten 4000. gülden von dem
Blschoff