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utib ifm an. 1289. zu einem Könige von Neapolis und Siciliencrönttc Allein er konnte seinen zweck dock» nicht erlangen.Denn weil Carolus von Valois auf Aragonien verzicht that,der König in Franckreich auch mit Jacobs friede machte,war dieser Carolo zu mächtig , und nachdem beyde parteyendes kricges müde waren, blieb es in dem frieden an. 1293.darbey, daß Carolus mit Neapel sich begnügte, und aufSicilien renuncirte. Er starb an. 1,09. Mit seiner gcmah-tin Maria, Stephan» V. tochter, und Ladislai IV. so ohneerben verstarb, schwester, bekam er ein recht auf das König-reich Ungarn. Er zeugte mit derselben zehcn söhne und fünftöchter. Die söhne waren Carolus Martellus , Komg in Un garn ; Ludovicus, Bischoff von Toulouse und Panne;, sonachgebends canonisirt wurden; Robertus, welcher ihm inNeapolis succedirlc; Philippus, Printz von Tarento lind Titu-lar - Kayscr von Constantinopel; Raimond Berengarius,Graf von Provence ; und Tristan, davon jener unvcrheura-thet, dieser aber gantz jung starb; Johannes und Ludovicus,beyderscils Hertzoge von Duras oderDurazzo, und worunterder letztere keine leibes - erben nach sich liesse; Petrus , Grafvon Gravina, lempestas zugenannt , welcher in der schlachtbey Monlecatini in Toscana, welche die alldasige Gibellinerwider die von Florentz und deren Neapolitanische hulffs- volckerden 31. aug. an. 1,15. gewannen , gelödket wurde. Die töch-ter »varen Margaretha, des obgedachten Caroli, Grafen vonValois gemahlin, die demselben Maine und Anjou zubrachte;Bianca , so an Iacobum II. König von Aragvnien ; Eleoiwrra, welche an Fridericum, König von Sicilien ; und Maria,so mit Sanctio, dem Könige von Majorca , vermahlet wurde.
Pandulf. Collenut. Paul. Aimilius. Surita. Villmi. Spondan.Hoßradam. Ruß'. Boucbe. Besold. Daniel, hist. de France,tom. II. col. 260. 274. seqq.
Carolus III. der Friedens-Römg, oder der kleine zuge-nannt , Ludovici, Hertzogs von Gravine söhn, und Johan-nis, eines Hertzogs'von Durazzo, so von Carolo II. dem lah-men herstammcte, enckel. Er war erst Hertzog von Durazzo,und stund beyder letztern Königin von Neapel , aus dem hauseder Grafen von Provence , Johanna I. in grossen gnaden, dieihn auch mir ihrer nahen verwandtin vermahlte, und zu ihremNachfolger destinirte. Er ließ sich aber von Ludovico, demKönig in Ungarn , der nach dem tobe der Johanna das besterecht hatte, und der Jvhannä tod-feind war, desgleichen vonPapst Urbano VI. den die Johanna durch hegung des Gegen-Papsts Dementis VII. zum feinde gemacht, bereden , daß erwider sie die Waffen ergriff, und nachdem ihm Ludovicus seinrecht auf Neapoli abgetreten, Johannam zu verjagen suchte.Diese ward hierdurch bewogen' Ludovicum von Aniou , desKönigs in Franckreich Johannis II. söhn, zu adoptiren,und zu ihrem Nachfolger zu ernennen. Ehe aber dteftr an-kam, eroberte Carolus Neapel an. 1381. da er dann dieKönigin Johanna gefangen bekam, und selbige umbringenließ. Nach diesem bekam er die lehn vom Papste Urbano VI. und ließ sich zum Könige von Neapolis und Sicilien crönen,wie auch zum Grafen von Provence ernennen. Ludovicusvon Aniou nahm zwar auch den Königlichen titul an, undkam mit einer starcken armee nach Neapel ; weil aber Ca-rollls alle gelegenheit zu schlagen vermeldete, ward solche durchMangel an Proviant und die grosse Hitze gantz aufgerieben,und Ludovicus starb endlich selbst an. 1384. worauf Carolusruhiger König blieb. Er gerieth aber niit dem Papst Urbanoin Uneinigkeit, welcher ihn fodann in den bann that. Nachdiesem gieng er in Ungarn , um daselbst pvsscßion von derCrone, so ihm nach des Königs Ludovici tobe vermacht wor-den , zu nehmen; er wurde aber auf der Königin anstiften,welche ihren fchwieger - söhn Sigismundum gerne auf denthron erheben wollte, an. 1386. bey Ofen im 4». jähre seinesalters getödtet. Mit Margaretha von Durazzo , LadislaiKönigs in Neapolis und Ungarn tochter, zeugete er nebstMaria , die in der jugend gestorben, Johannen» II. Königvon Neapolis und Grafen von Provence . Gaben*. Cniienu-
tius. Summonte. Cromerut. Spondanus. Ruft, hist. des Comt.de Prov. Boucbe, hist. de Provence , liv. IX. &c.
Carolus IV. des unten gedachten Caroli von Anjo» des I.söhn , Titular - König von Neapolis , Sicilien und Jerusa lem , Graf von Provence rc. »vurde von feines vatters bru-der Renato, Titular - Könige von Neapolis, an kindes stattangenommen: welchem er auch an. 1480. in der GrafschafftProvence succedirte, und von ihm zugleich das recht aufNeapel , Sicilien und Jerusalem erhielte, >vie dann seinegrabschrift, zu Air in Provence befindlich, seine viele prä-tensionen auf solche Reiche, die er nicht befasse, mit diesenfür selbige zeit ziemlich gliten Versen andeutet:
Hieriisalem & Siculos & st per fata liceret,
Arragones poterat nostra tenere manus.
Er befaß aber diese würde nicht lange, sintemal er den io. dec.an. 1481. starb, nachdem er den König in Franckreich , Ludo-vicum XI. dein er unter allen Printzen vom geblüt jederzeit aingctreucsten angehangen, zu seinem erben eingesetzt. Mit seinergemahlin Johanna von Lothringen , »velche in einem jähr mitihm gestorben , hat er keine kinder gezeuget. Nosfradamus.Ruffi. Boucbe, hist. de Provence. Dämel, hist. de France,tom. II. col. 1282.1894. *
Alstor. Lexicon [[. Theil.
tat 493
Carolus, Roberti Königs von Neapolis einiger söhn undCaroli II. enckel , mit dem zunahmen lllustris. wurde erstlichvon einigen der Fürst ohne land geuennet, bis ihn endlichsein vatter zum Hertzoge von Calabrien und Gouverneur seinerItaliänischen landschafften machte, »reiche charge er auch sehrrühmlich verwaltete, indem er Fridericum , der sich zum Kö-nige von Sicilien gemacht, und Castruccimn Castracani nebstden Gibellinen wider den König Robertum verhetzet hatte, ausSicilien verjagte. Dieses tapfere verhalten bewog die Floren-tiner , daß sie ihn zum Gouverneur ihrer stadt erwehlten, undden 30. jul. an. 1326. mit grosser pracht annahmen ; woraufer nach Neapolis gieng, sich des Kaysers Ludovici Bavari un-ternehmen »vider seinen vatter zu »vidersetzcn, m»d daselbst den1°. nov. an. 1328. starb. Seine erste gemahlin war Calharr-na von Oesterreich, des Kaysers Albert» I. tochter; seine an-dere Maria, eine tochter Caroli Valesii, mit »velcher er unter-schiedliche kinder, soiiderlich die Printzeßin Johannam, welchedemKönige Roberto succedirte, gezeuget hat. jetrm cha, lib. X.epist. ad Donat. Summonte, hist. de Napol. Boucbe, hist. deProvence. Villani, &c.
Carolus , Hertzog von Durazzo, ein söhn Johannis vonSicilien , welcher der achte söhn Caroli II. »var. Er heurathetean. 1343. seine muhme Mariam, eine tochter Caroli, Her-tzogs von Calabrien , ohne vorbewust der Königin Jvhannä, soihre schlvester »var. Hernach machte ihn diese Johanna zu ih-rein General und Gouverneur des Königreichs Neapolis,nachdem sie ihren gemahl A»rdream, König in Ungarn , durchihn hatte stranguliren lassen. Denn sie fürchtete sich für Ludo-vico , König in Ungarn , des Andreä bruber, welcher auchnach Italien kam, und Carolum von Durazzo in eben der stadtund demselben gemache, darinnen Andreas war getödtet wor-den, umbringen ließ, welches den 21. jan. an. 1348. gesche-hen. Er hatte vier töchter gezeuget, davon drey in ihrer ju-gend verstorben , Margaretha aber an Carolum III. Königvon Neapolis , vermählet »vorden. VUlani. Summonie, &c.
Carolus, von Anjou, Printz von Tarento, Hertzog vonCalabrien , Graf von Roußillon , du Maine , rc. war einsöhn Ludovici von Franckreich des ersten dieses nahmens , undein bruder des Kömgs Ludovici II. von Neapolis. An. 1389.»vurde er zum Ritter St. Dionysii von dein Könige Carolo VI.geinacht, und an. 1401. begleitete er seinen bruder auf derreise nach Neapolis, starb aber nach seiner »viederkunft zu An gers an. 1404.
Carolus von Anjou, der I. dieses nahinens, Graf vonMaine, rc. der dritte söhn Ludovici II. Königs von Neapo-lis , wurde an. 1414. gebohren. Er »vohnte den kriegen wi-der die Engelländer bey unter Carolo VII. der ihn zu sei-nem General-Lieutenant in Languedoc und Guienne mach-te. Unter dem Könige Ludovico XI. befand er sich an. 1465.in der schlacht bey Moirtlehcri, und starb den 16. aprilan. 1472. Mit seiner andern gemahlin, Jsabella von Lu-xemburg , zeugte er nebst einer tochter, Louise, Carolum IV.König von Neapolis.
Das Königreich Schtveden hat zwölf Könige des nahmensCaroli, darunter aber die ersten fechfe theils nicht recht bekanntsind, theils nichts merckwürdiges gethan haben. Sie werdenaber gemeiniglich in folgender ortnung gesetzt : Carolus I.soll von k. M. 2237. bis 2309. regieret habe». Carolus II. soll von k. M. 3408. bis 3436. regieret haben. Carolus III. von k. C. 130. bis 169. Carolus IV. von an. 670. bis 676.Carolus V. von an. 676. bis 633. Carolus VI . von an.836.
bis 868. Locctnius, in hist. Suec. &c.
Carolus VII. zugenannt Schwercherfohn , maßte sichunter dein vorwande, den tod Erici IX. des heiligen zu rä-chen , an. 116a. des Königlichen thronö an, und weil er schonKönig in Gothland »var, so vereinigte er solche provintz mitSchrveden. Seine regierung »vährte nur sieden jähr, inmassenihn Canutus St. Erici söhn, welcher ihin schuld gab, erhätte seines vatters tod »nit verursachen helffcn, und hingegenvor desselben macht in Norwegen entfliehen müssen, alltvoer sich auch unter »nährender regierung Caroli aufgehalten,unverfehms zu Wisingsö um das jähr 1168. »'»berficle, und töd-tete. Unter ihm ist das Ertz - Bißlhum Upsal von dem PapsteAlexandro III. a »». 1164. gestiftet worden. Olaus Magnus ,hist. Suec. lib. XIX. pufendorffs einleitung zur histor. Loc-cen. lib. III. *
Carolus VIII. fönst CttUtfon genannt, wurde erivehlet,nachdem Ericus Pomeranus , der alle drey Nordifche Reichebesessen, abgesetzt worden, und dessen Nachfolger Christopho-rus Bavarus bald darauf gestorben. Es sonderten sich dieSch»veden durch seine »vahl von der Calmarischen union ab,und »neynten unter andern gnugsam darzu befugt zu seyn, weilauch die Dänen ohne gestliehene communicalion Christianum I.Oldenburgicum erwehlet hatten. Carolus »vollte anfänglichEricum Ponieranum , der sich auf der insul Gothland aufhielt,und die Schiveden mit capereyen incommodirte, vertreiben. Eskain aber diesem Christianus I. von Dänemarck zu hülffe, undEricus retirirte sich »itn seiner mehrern sicherheit willen nachPonnnern. Die Dänen hingegen suchten Gothland zu be-
T t Häupten,