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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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* Clairmarais , oder Clermarais, Clermarez, Clarr-maren, Llarornarefch, lat. Glarus Nariscus, oderGlaraPalus, ein berühmtes Cistercienser -kioster m der GrafschafftArtois, in der vi«ces von St. Omer , eine meile von sel-biger stadt, innerhalb sümpfen gelegen, welches Graf Theo,doricus von Flandern an. 1140. erbauet. Uucetmi Germ.iacr. P. II. p. 2;. Monasteriol. Imp. Germ. not. pag. 163.Mirai diplom. Belg. I. 71. Donat. steig. I. 65. seq. Not. Ec-eles 120.

* Clairvaux , eine kleine stadt in der Grafschafft Burgund,nahe dem flusseDainan den grentzen vonIaBresse, ungefehrsieben Französische Meilen von Salins südwärts, und vier vonSt. Claude gelegen. Maty , Diction.

Clarnecy , eine kleine stadt in der landschafft Nivernvis, am-uffe Donne, 6. meilen oberhalb Auxerre . In der vorstadt da-selbst pflegt der Titular-Bifchoff von Bethlehem zu residiren.Maty.

(flamm von pergen ober Perger, eine Gräfliche familie,welche sich ehemals (wie Spenerus vorgiebt,) nur von pergengeheissen, und zu des Kaysers Ferdinandi I. zeiten aus Kärnötenin Oesterreich begeben, da sie dann das schloß Clamm von denGrafen von Hardegg an. 1522. soll erkauft, und den nahmen da-von angenommen haben. Branbis hingegen erwehnet eines inTyrol, m dem gericht Petersberg gelegenen schlosses, nahmensClamm, und füget hinzu, es habe selbiges noch an. 1260. demgeschlechte von Clamm gehöret, sey aber an. 1297. an die vonMilifer gekommen. Bucelinus führet die stamm-reihe dieser fa-milie her von Slephano Perqer von Clamm, der zu ausgangedes XV. feculi gelebet. Dessen urenckel Wolfgang Christophwurde ein vatter Wolfgang Sebastians, der zuerst den Frey-herrlichen character um das jähr 1650. geführet; dessen söhn,Johann Christoph, hat noch nach ansang des XVIII. siecul· alsDom-Dechant zu Regenspurg gelebet. An. 171?. florirten Jo-hann Heinrich und Johann Baptista, Grafen von Pergen, alsKayserliche Nieder-Oesterreichische Regierungs-Räthe, und ge-hören allem ansehen nach zu dieser familie. Spen. hist. insign.Brandts Tyr. ehrenk. k. II. p. 161. Bucelin. stemm. P. III.

pag. 29.

(flarnmerus, (Balthafar) oder Rlammer, ein TeutscherRechtsgelehrter, lebte um das jähr 1542. Er war aus Bayern gebürtig, und nachdem er sich durch seine studia bekannt ge-macht, berufte ihn ber Landgraf von Hessen auf die neue Acadc-mie nach Marpurg , woselbst er die Institutiones Justiniani er-klärte, bis ihn der Hertzog Ernestus von Lüneburg zu feinemRathe bestellte, da er dann, ehe er sich nach Zelle begab, an.i?j2.EiLentiatn8lnri8wurde. Es machte ihn auch hernachdieser Hertzog für feine treuen dienste zum Cantzler, und hat erund v. Forstcrus das meiste dabey gethan , daß das Lüneburgi-sche land in friede und ruhe ist regieret worden. Er starb end-lich in dieser funclion in sehr hohem alter. Man hat von ihmPromptuarnim Juris Civilis & Feudalis . Pantaleon. prosopogr.V. III. Adam. JCt. Germ. Freher. theatr .

CLAN. oder CLANN , heißt bey den Schotten, und inson-derheit bey den sogenannten Hochländern, so viel als Geschlechtoder familie. Die Jrrländer bedienen sich gleichfalls diesesWorts, daher man es sowol bey der einen, als bey der andernnation, dem nahmen derjenigen, so von einerley verwandtschafftsind, oder welche sonst zusammen halten, wie auch etlichen ör-tern, beygeleget findet; z. e. Glan-Donels, GIan-Gibbons,Glan-Hatvn, Glan-Kanalds, Glan-Macduff, Glan-Richard, Clan-Williams , rc. Weil die Personen, woraus eine jede Glan be-stund, überaus vest unter einander vereinigt blieben, und aufsolche art viel übelthaten begiengen, deren bestrafung nachmalssehr schwer fiel, so ward man genöthigt, durch einen Parle-ments-schlriß in dem iahr 1581. zu verordnen, daß wenn jemandaus einem gewissen Glan einen andern gröblich beleidigte, manbefügt seyn sollte,, einen jedweden, welcher aus eben demselbenGlan gefangen würde, zu ersetzung des schadens anzuhalten,oder widrigen falls ihn durch die Obrigkeit hinrichten zu lassen.

Catndcn. Britann. p. 950. 954. 946. 984. 100;. 1004.

* (flan-Rikard, ein altes Gräfliches geschlecht in Jrrland.Serlo de Burgo oder Burgh, und Johannes , zwey brüderaus der Normandie , kamen an. 1066. mit Wilhelmo Con-questore nach Engelland, und Serlo bauest in Norckshire dasschloß Knaresborough. Sein bruder Johannes zeugte Eusta-chium, Lord von Knaresborough, und Richardum, dessen söhnWalther drey söhne hatte, Hubertum, Grafen von Kent, Geffre-dnm, Bischvff von Ely, und Wilhelmum, der bey Henrico II.Ober-Hofmeister war, von demselben einen grossen theil derprovintz Connanght in Jrrland bekam, und an. 117;. Gouver-neur von Jrrland, an. 1189- aber Sheriff von der GrafschafftCumberland ward. Sein söhn Richardus, Lord von Con-naught, starb an. 124;. und verließ Waltherum und Wilhel-mum. Waltherus, ein gemahl Magdalcnä, die Hugonis vonLacy des jüngern, Grafen von Ulster, tockter war, ward Grafvon Ulster , starb an. 1271. und verließ nebst 6. töchtern, von de-nen eine an Robertum Bruce, König von Schottland, vermäh-let ward, Richardum, welcher der rothe Graf genennet ward,und Johannem und Edmundum zeugete. Aus Edmundi ehemit Slaney, der tochter Thurlogh 0 Brian, Grafen von Tho-mond, sind die Lords von Castiecvnnell und Brittas entsprof-

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stn. .Johannes starb vor dem vatter an. iz iz.und verließ vonElisabetha, einer rochier Gilberri von Cläre, Grafen vonGlocester^ Wilhelmum, welcher an. 1326. Graf von Ulster ward. «Leine einzige tochter und erdin, Elisabetha, ward Lio-nello von Antwerpen , dem dritten söhn Königs Eduerdi III.vermahlet, welcher Lionellus durch diese Heurath Graf von Ul-ster und Lord von Cvnnaught, auch Graf von Cläre, und an.1,62. Hertzog von Clarence ward. Von des obgedachten Ri-chardi, der an. 124,. gestorben ist, anderm söhne, Wilhel-mo , stammte in gerader männlicher linie ab Ulick de Burgh,Burgo oder Bourck, der unter Henrico VIII. an. i;4,. zumBaron von Dunkelin in der Grafschafft Gallway, und zumGrafen von Clan-Rikard gleichfalls in gedachter Grafschafftgemacht ward. Sein söhn Richardus verließ Ulickum, welcherRichardum zeugete. Dieser Richardus ward an. 162,. Baronvon Somerhil, und Vicomte Tunbridge in Engelland, an.1628. Baron von Jmauny, und Vicomte Gallway m Jrrland,auch Graf von St. Albans in Engelland. Er zeugte mitFran-cifca, der einzigen tochter und erbin Francisci Walfingham, ei-ner wittwe Roberti d'Evreux, Grafen von Esser, Ulickum, deran. 1644. Marquis von Clan-Rikard, an. 1649. depulirter Lordvon Jrrland ward, an. 16,7. starb , und eme einzige tochterMargaretham hinterließ, die dem ältesten söhne des Grafen vonClancarly, Lords Muskerry genannt, vermählet ward. Demletzt-erwehnlen Ulicko folgte 1» der Gräflichen würde WilhelmusBourck, der mit Lätitia Shirley Richardum und Johannem,und mit Helena Maccarty drey töchler zeugte, unter denen diejüngste, Honvrata, erst an Patricium Sarsfield, Grafen von Lu-can, hernach an Jacvbuin Fitz-James, Hertzog von Bcrwick,vermählt worden, und demstlden Iacobum, Hertzog von Liriain Spanten gebohren. Wtlhelmi jüngster söhn,Johannes, stundbey Kömg Jacobo II. in kriegs-diensten, und ward von bemsel-ben zum Baron von Bophin in der Grafschafft Roscomon ge-macht , und weil sein ältester bruder Richardus ohne erben ver-starb , folgte er demselben in der Gräflichen würde, starb auchan. >722. im 82. jähre seines alters, und ließ drey söhneund vier tochter, nebst seiner wittwe, welche den 12. januariian.starde. Sein söhn Michael ward hierauf Graf vonClan-Rikard , und zeugst einen söhn N. welcher nach des vat-ters absterben an. 1726. desselben würde erhalten. The Irisb

ioniptmuum.

(flanis, LIaniuo, ein fluß, siehe LIain ingleichen Agno.

* (f lapcrs, (Francifcus) ein Rath aus der Rechen-Cam-mer, und der Cour des Äides von Provence . Er hat eine famm-lung von urtheilen dieser Cammern heraus gegeben, so er Con-cluiiones & Centurias nennet. Bibl. hist. des auteurs du Droitpar Hcny Simon, 1692.

St. Clara, ein geivisser Nonnen-orden, und zwar der ande-re, welchen St. Franciscus um das jähr 1212. gestiftet, und Jn-nvcentius III. nachgehends aber Hvnorius lll. an. 122;. bestä-tiget hat. Er hat diesen nahmen von der heil. Clara, einer ade-iichen jungfer aus der stadt Aßise in Italien , welche samt ihrerschwester,uahmensAgnes,ungeachtet eines von ihren verwandtenempfundenen sehr heftigen Widerstands, diesen orden unter denarmen jungfrauen in der kirche St.Damiani zuerst angefangen,die von ihr Clarisser-Nonnen, von dem orte aber, da sie sich auf-halten, Nonnen von St. Damian genennet wurden. St. Cla-ra lebte 42. iahr in einem kleinen Hause nahe bey gedachter kir-che, und führte ein überaus strenges leben, wie sie denn auch derPapst Gregorius IX. nicht bewegen konnte, daß sie etwas vonihre» gülhern behalten hätte. Dieienigen, so noch heut zu tageihrer regul folgen, werden Damianisten genennet, die andernaber, so von dem Papst Urbano IV. dispensation erhalten, heis-st n Urbanisten. In gar wenig jähren, und noch bey lebzcitenSt. Clarä breitete sich dieser orden fast in allen ländern und Kö-nigreichen von Europa aus. Sie aber verstarb den 12. aug.an. 125;. rm 60. jähre ihres alters, und ward nicht lang her-nach von Alerandro IV. canonlsirt. Srondan. an. 122;. n. 10.Wadine ann. stlin. Rojj. traite des relig. du monde. Hiß. desordre 1 Man *

(flaroFrancisca von Besangon, war die stisterin der Tier-celinen St. Francisci, Gongregatioms strictioris Observantiae,die erste Superiorin des klosters St. Elisabeth, dieses ordenszu Paris , woselbst sie den i. apr. an. 1657» im 19. jähre ihresalters starb.

* Clara Turnba, oder Mogila, ein kloster Cistercienser-vrdens bey Cracau, welches Juv von Konskye, Bischvff zu Cra-cau, gestiftet, weil er aber gestorben, ehe es völlig ausgebauetwurde, ließ es der König Casimirus an. 1,49. thun, indem erdie mauer an der kloster-kirche gegen mittag aufrichten, dasdach darauf setzen, und die kirche mst schwidbogen versehen ließ.DlugoJjus , hist. Pol. IX. p. 1090.

* (flaramonte, oder laromonte, (Nicol. de) stammteaus einem vornehmen geschlechte in Sicilien, welches ehemalsdie vornehmsten chargcn darinnen besessen , aber seit der zeit esunter den Aragonifchen Königen des lasters der beleidigtenMaiestät verdächtig worden, fast gar zu gründe gegangen. Ertrat in den Cistercienstr-orden, ward an. 1219. unter HonorioII l. Cardinal Bijchoff zu Frascati , verwaltete nach diesem dieLegakion in Teutschland und in dem Königreich NeapoliS, undstarb an. 1227. Ugheßus , Ital. sacr. tora. I.

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