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leeren insgemein zu liegen Pflegen InnocentlUs XII. machteseidigen zu einem freyen Hafen, und ertheilte grosse pnvilegta.um die handiung dahin zu ziehen, ließ auch e«ne kostbare wasser-lcituna wegen des frischen wasscrs anlegen. Der ort wird voneinigen für der Alken Gentumcell« gehalten, flehe CENTUM-CELL/E.
* Civilste, ehedessen Teannm Apulum , oder Theannm ge-nannt. Vor zelten war es eine Bifchöffliche stadt, davon dasBißthum nach Santo Severo ist versetzet worden. Nun istes nur ein kleiner flecken in dem Neapolitanischen, in der Capi-tanara an dem ffusse Fortore gelegen, fünf stunden von seinemausfluß und drev oder vier stunden von Tragonata. Baudmmi.
Civitella , eine stadt in Abruzzo oltra , in dem KönigreicheNeapolis, liegt an einem orte, Caraceno genannt, an der nord-feite eines rauhen berges gegen das Adriatifche meer zu. Untenan diesem berge stund vor zeiten eine citadelle, so mrt z. bastenenbevesttget war, anjetzo aber ruiniret ist. Etliche sagen, daß esdie einwohner selbst darnieder gerissen haben um die zeit, als Ca-rolus VIII. in Italien gieng. Westwärts, allwo die rauhestefeite des berges «st, läuft der fluß Librata vorbey. An. i; 77. de-müheten sich die Franzosen unter des Hertzogs von Guise com-manbo diesen ort einzunehmen, wurden aber genolhiget, von ih-rem vorhaben abzulassen. Tbuan. üb. XVIII.
* CiuUo d'Alcami, ein Sicilianer, so vermuthlich vonseiner vatter-stadt den beynahmen hat, lebte zu ende des XII.sieculi , und war, so viel man weiß, der allererste, so in derItaliänischen Poesie einen versuch gethan. Es ahmten ihmnachgehends einige seiner lands-leuthe nach , und scheinet es,daß sie diese kunst den alten Dchtern in Provence abge-lernet. Crescembeni, istoria della volgar. poesia. Bib. Italiq.tom. I.
Civola, flehe Ctbola.
* Aus, eine Bithynifche stadt an dem meer gelegen, woNiger «in jähr Christi 194. geschlagen worden; Candidus com-mandirte damals die armee des Kaysers Severi. Dw, üb. IV.
* <£tje , (le Pa'fs de) ein kleines ländgen in Franckreich,und z«var in Nieder-Navarra , an dem fusse des Pyrenäischen ge-bürges UIN Saint-^ean pied de Port, welches der lvichtigste ortdarinnen ist, gelegen. Maty, Diction.
CLABüLARIS CURSÜS, hat seinen nahmen von ciabaund Clabulum, oder besser von LIabulare, «velches eine art vonlast- und leiter-wagen «rar, aus clavis oder clabuüb, so holtzerneschienen bedeuteten, zusammen gesetzet. Es war dieses eineart von fröhnen, dergleichen die Unterthanen des RömischenReichs mit wagen und Pferden zu gewissen zeiten thun musten.Niemand durfte sich unterstehen, dergleichen zu verlangen, alsder Prsefectus Pnetorio, und zwar nur in diesen fällen : wenndie soldaten «narschirten; wann etwan krancke soldaten entwe-der einzeln oder nur wenige mit einander, von einem ortzum andern musten gebracht werden, Gesandten ankamen oderabreiseten, und krieges-reguillta wegzuschaffen waren. Esmuste aber dieses nicht langsam, sondern in höchster eil gesche-hen, und stets frische pferde herbey geschaffet iverden. Hadr .Vales. ad lib. XX. Amm. Marcell. Godnhed. ad 1 . 24.Cod. Theod. de curso publico. Schejserus , de re vehic. DuFrejhe. Pitiscus. *
* Clackmann, eine Herrschafft in Schottland , nebst einemschlösse gleiches nahmens, gegen norden grentzt sie mit denenOchill-Nils, gegen süden mit dem Firth of Forth , gegen osteninit einem theil von Perthshire,und gegen Westen mit einem theilvon Sterlingshire. Sie ist acht «neilen lang , und nicht vielschmäler. Gegen dem meer-busen zu ist das land platt, undder doden sehr fruchtbar, sonst aber ist es fetter zur vieh-weide.In dieser Herrschafft liegt das schloß Clackmann, welches wohlverwahrt ist, und schöne gärten hak. Alva liegt in einer ange-nehmen gegend, hat einen engen Hafen, und ein schloß, woraufder Graf von Mar, Erb-Gouverneur des schlosses Sterling, zuresidiren pflegt. Camdeni Britannia, p. 927. 950.
* (slacftort, zwey statte dieses nahmens, wovon eines Groß-das andere Klcin-Clackton genennet «vird , liegen in Engellandin der provintz Esser aufder küste von nord-ost. Die Bischöffe zuLonden haben hier ein schönes Haus. Camdeni Britann. p. 359.
* Aadin, Sultan zu Jconien, siehe Aladin.
* Cladova , ein dorf in der Wallache«,, an der Donau , et-«vas unter Sipp , welches deswegen «ncrckwürdig , weil nichtweit davon in der Donau , insonderheit «venn das wasser kleinist, einige Überbleibsel der brücke Trajani zu sehen sind. NeueFama.
* Cladrau, oder Rladrau, oder Cladarubi, Cladrubium,Cladrubum , Cladorubum , Cladruba , Cladrona , oder, «viees Acnras hist. Bohem. nennet, Clarona, ein schönes Benedicti-ner-kloster im Pilsner -kreise in Böhmen , zwischen den flüs-fen Meissen und Wattau, etwa fünf weilen von Tachau ,welches Hertzvg Suatoplucus zu bauen angefangen, HertzoaUladislaus l. aber an. m;. vollendet hat, der auch daselbstbegraben lieget, kaibinus , epitoni. rer. Bohem. III. 9. pag.216. & 19. Dubravius , hist. Bohem. XI. p. 8?. & 85. Man-Jii Comment, rer. Lusat. III. 26. ap. Hofmann. rerum Lusat.script. tom. I. p. 217. Bucehxt Germ. sacra P. II. pag. 22.seq. Es ist ohne zwcifel einerley mit Claduana, von welchemAndreas Ratisbonenhs sagt, daß es von Reiza, Hertzoge von
Histsr. Lexicon II. Theil.
Böhmen , sey erbauet worden. Cositta Prägens, chron. III.äp. Mencken. tom. 1 . rer. Germ. p. 2129. Es ist auch zu Cla-drau ein beruffenes bergwerck. Albini Messn, berg - chron.VI. p. 68.
itlaes, (Christian) ein einwohner zu Lcckerkerck, welches einort in Holland ist, etwan 8. oder 10. meilen von Haag, dessen»veib an. 1686. am 21. jun. mit einem jungen söhn darniederkam, welcher fast 2. monate lebte; nach 17. stunden gebahr sieden andern söhn, welcher aber todt zur weit kam ; 24. stundenhernach den dritten, «vclcher 2. stunden lebte; nach abermalsverflossenen 24. stunden bekam sie noch einen todten söhn, musteaber mit dein fünften ihr leben einbüssen.
Clagenfurt, oder Rlaqenfurth, lat. Clagenfurtum , dieHaupt-stadt in Kärndte», liegt zwischen Villach und St. Veit andem flusse Glan , daher sie auch vor zeiten Glanfurt, und endlichClagenfurt soll seyn genennet «vorden. Sie ist groß und wohlbevestigk, liegt 24. «neilen von Wien , und hat eine Universität.Um das jähr 648. soll dieser ort ein flecken gewesen seyn, wel-chen damals die Hunnen unter ihrem Könige Cacano III. einge-nommen, und den Hauptmann aühier, nahmens Pleuratum,einen Windischen Herrn, nebst seinem «veibe und 7. lindern auf-hencken lassen. Nachgehends hat Clagenfurt mit der zeit fehrzugenommen, sonderlich nachdem der Kayser Maximilianus I.an. i;i 8 . das lands-recht hieher geleget, auch diese stadt undschloß der landschafft Karndten erblich zugeeignet, selbige zubauen und zu bevestlgen. An. -6,6. ist sie bis auf etliche weni-ge Häuser iin feuer aufgegangen, hernach aber desto schöner auf-gebauet, und auch ziemlich «vohl bevestiget, aber an. 172;. denn. aug. durch die wütende flammen abermal bis auf das Ur-selincr-kloster und etliche wenige Häuser zu einem stein- undaschen-hauffen gemachet worden. Einige geben vor, man hättevor zeiten zu Clagenfurt die geivohnheit gehabt, daß man denje-nigen, den man wegen diebstahls beklagt, gleich aufyencken las-sen ; hernach aber wäre man erst zu gericht gesessen, und so deraehenckte schuldig befunden worden, hätte man ihn hängen las-sen ; wäre er aber unschuldig gewesen, hätte man seinen cörpervon dem galgen «vieder abgenominen, und aus gemeiner stadt-cassa begraben. Sonsten wurden auch unweit hier bey Kärn-bürg auf dem freyen felde die Kärndtische wunderliche huldi-gungs-ceremonien verrichtet. Siehe Rärndten. MegiseriKärndt. chron. Valvasors ehre des Hertzogth. Crain, lib. X.
L. Zeileri topogr. Carinth. &c. *
* Elagett, (Nicolaus) ein Englischer Prediger, gebürtigvon Cankerdury, schrieb in seiner mutter-sprache von dem miß-brauch Göttlicher gnade, als der vornehinsten ursäch des Liber-tinii’mi , und starb an. 166;. den 12. sept. in dem 56. jähre sei-nes alters. Wood.
* Clagett, (William) des vorhergehenden söhn, studirtezu Cambridge in dein Einanuel-GoIIege , wurde nach Londen zum Prediger in Grays-Jnn und Lecturer zu St. MichaelsBaßingsha«v,und zum Chaplain des Königs beruffen, «var auchvoclor Theologie , und starb an. l688. Seine schriften sind :a Discourse concerning the Operation» of the Holy Spirit,With a Confutation of ferne part of D. Owen’s Boock up-on that subject the Notion of idolatry consider’dand confuted.Sermons. Wood. Benthems Engl. kirchen- und schulen-staat,29. §. 291.
Tlagius, (Thomas) ein Preusse, trat an. 1618. in die Soc.JEsu,worinnen er viele jähr die Mathematic sowol als dieTheo«logie gelehret, und zu Braunsberg und Neßivig BeLtor gewesen.Er hat unterschiedliche streit-schriften «vider die Lutheraner her-aus gegeben, und ist an. 1664. in dem 66. jähre seines alters ver-storben. Alegambe , bibl. S. J.
(£lctitt , lat. Clanis, Clanius und Clitis, ein fluß in Franck-reich in Poitou, entspringet in dieser provintz, und nachdem erdie Vonne, Clouere, rc. in sich genommen, gehet er bey Pottiersvorbey, da er sich in verschiedene canäle zertheilet, und einige in.suln macht. Hernach vereiniget er sich mit der Vienne , überChastelleraud, an einem orte, Port de Senon genannt. Maifon.
flutn. Gall. Thuan. hist. lib. XLV. cap. 9.
* Clairambault, (Peter) Königl. Französischer Genealo-aiste, und Rath des see-«vesens , hat gantzer 70, jähr hindurchseine vornehmste bemühung seyn lassen, alle denckwürdige Nach-richten , die theils die Historie überhaupt, theils aber beson-ders den Französischen, wie auch den auswärtigen Adel an-gehen, zu sammle», und in ausführlichen wercken der weit mit-zutheilen. Alle diese hat er kurtz vor seinem tobe in einer «veil-läustigen tabelle zusammen gefaßt, und darinnen seinen nach.koinmen den gebrauch derselben zu erleichtern gesucht. Erstarb den 14. jenner 1740. in dem 89. jähre feines alters. Gel.Zeitung.
* St. Claire, (Franciscus von) ein Franciscaner-Mönch,gebürtig aus Engelland, war im XVII. feculo oberster Pro-fessor der Theologie zu Douay im Convent des £>. Bonaventu«rä, Englischer Provincial, und Älmosenirer bey der gemah-lin Caroli I. Königs in Engelland. Er hat ein mit einemgrossen titul versehenes buch geschrieben, dessen ansang: Deiis,natura, gratia, &c. in welchem er zu beweisen suchet, daßdie 59. glaubens-artickul der Englischen kirche sich leichter mitdem Tridentinischen Loncilio vereinigen lassen, als man mey-ne. Buyle.
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* Clatr-