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dahin sich Clario begab, und 7. jähr hernach den 2«. May an.isss. im 60. jähre seines alters starb. seinen anmerckun-gen über die Bibel hat erMünstcrum gantz abgeschrieben. Er hatdic Vulgatam durch die gantze Bibel verbessert, und mit schob«heraus gegeben, welche arbeit man auch endlich gelten lassen,ohne da« die vorrede und prolegomena zu lesen verboten wor-den, wornächst er auch verschiedene andere wercke hinterlassen,als: Scholia in Canticum Canticorum ; In Sermonem de mon-te Orationes 69 ; In Evangelium Lucte Orationes 39; Oratio-num extraordinariarum, in quibus utriusque Sacri Instrumentiinsigniores quoque loci explicantur, vol. II. Orationes diversoin Epistolas Pauli, &c. Tkuan. lib.XVI. Ghilmi , theat. d’huom.lett. Mirms, de script. fec. XVI. &c.
Clark, (Samuel) oder Clericus , ein in Orientalischensprachen sehr erfahrner Engelländer, von Warwick gebürtig, Ar-chitypographus der Academie zu Orford, und Prtefectus derBodlejanijchen bibliotheck, -vrirte in der mitte des XVII. soculi.Er hat samt Walton,Castell und Hyde zu Verfertigung des herr-lichen wercks der Polyglottorum Londinensium ein grosses bey-getragen, und sonderlich seinen sieiß an dem Hebräischen, Chal-däischen und Persischen angewendet,wie er dann urheber der La-teinischen Version der Persischen Evangelien ist. Er hatte auchvor, einen siebenden tomum zu denen Polyglotten drucken zulassen, dazu er einen schönen apparatum von allerhand noch nichtgedruckten stücken gesammlel hatte, als Babyloniam Buxtorfüüber die Chaldäische Versionen; viele von andern unterschiedeneArabische Versionen; das andre Targum in Esther ; «LyrischeEvangelia unterschieden von den allen; Aethivpische und Per-sische Übersetzung der Hymnorum &c. konnte aber keinen Verlegerdazu finden. Sonst hat er auch geschrieben Tractat, de Prosodiatrabica, gedruckt zu Oxford an.l66i. und Pocockii Tograi bey-gefügt. Er starb an. 1669. Waltm. in proleg. Caßeü. in pries. *
Clark, (Samuel) der ältere, ein Englischer Presbyteriani -scher Minister, verrichtete sein predigamt in Eheshire und War-wickshire, hernach in Londen , bis er durch den uniformiläts-actan. 1662. still gestellet wurde. Er war auch einer von den Com-missariis bey dem tractat at the Savoy . An. 1660, präsentirteer im nahmen seiner Presbyterianischen brüder dem Könige Ca-rolo II. eine gratulation wegen seiner restitution zu dem Engli schen thron. Obschon er sich nicht völlig mit der conformitätbequemen, und deswegen seine actus ministeriales verrichtenkonnte, besuchte er doch die Eviscopal-kirche, und empfieng all-da die heilige Communion. Er war ein aufrichtiger, nützlichermann, und hat viel schriften aus licht gestellt, darinnenzwar gelehrte Critici viel defideriren , aber leser von mittelmas-siger cavacität viel nutzen zu aufnahm ihrer wissenschafft dar-aus schöpfen können. Folgende sind von ihm in Englischer spräche heraus gegeben: Martyrologium mit der lcbens-beschrei-bung 22. Theologorum, 1631. fol. Leben unterschiedener für-treflichen männer, so ohnlängst gelebet, 1633. fol. Marck vonder kirchen-historie, fol. Marck der religion, fol. Das lebenunsers HErrn JEsu Christi ; Wider die Toleration. Das rechtder zehenden. Beschreibung von Teutschland; it. von Hunga-rien; it. der 17. Niederländischen provintzen. Leben der En glischen Kriegs-Helden. Pflicht eines jebwedern, der da begeh-ret selig zu werden. Ein Englisch Dictionary, rc. Er starb den2;. dec. an. 1632. Dessen söhn gleiches nahmens. *
Clark, (Samuel) ein bruder John Clarks, hatte seine auf-erziehuna in Cambridge , und war allda für eine zeit Socius inPembrvk-Cvlledg, welchen platz er aber zu Crvmwels zeiten, daer nicht wollte das engagement annehmen, verlohren. Wegenseiner non-evnformitat muste er mit seinem vatter und bruderviel ausstehen; doch besaß er sich mit gedult und prudentz, undlebte nach feiner entfetzung von Grendom, zu Wicomb in derGrafschafft Buks in grosser gelassenheit bis an seinen tob,welchererfolgte den 24. febr. an. 1701. feines alters im 7?. jähr. Waser für gelehrsamreit, sonderlich in wissenschafft der heil. Schriftund Critica sich erworben, zeigen feine schriften, welche er mitgrosser Zubereitung und sonderbaren fleiß verfertiget; als da
find: Annotations on the H. Bible with parallel scriptures, fol.Survey of the Bible, in 4. Concordance of the Bible. Abridg-ment of the historical part of the Bible. The divin Authorityof h. Scriptures. Of Scandal. Scripture Justification afferted&c. Sein Bibel-werck haben die zwey berühmten männer R.Baxter und I. Owen, die doch sonst nicht durchaus einerleymeynung gewesen, sehr hoch und für eins der besten wercken,welche jemals über die Bibel ausgekommen, gehalten; sonder,lich hat Baxter wohl gefallen, daß er die orte heiliger Schriftvon der rechtfertigung, glauben und wercken und anderm der-gleichen Handlende, so erbaulich und rechtfinnig ausgelegt. Nie-mand wird mit diesen 3. obigen confundiren den ungemein ge-lehrten und scharfsinnigen v. Samuel Clarke , Rector of S. Ja-mes and Chaplain to Her Majesty : einen durch seine ausbündigschöne philosophische und theologische schriften, wie auch wegenentstandener streitigkeiten über die lehr de Trinitate , sehr be-rühmten mann, (von welchem der gleich folgende art. handelt)oder seinen in dessen fußstapfen tretenden, und gleichfalls be-kannten bruder Joh. Clarke,auch Doct.Theol . und Chaplain desKvnigs. Account of eject. Minist. *
* Clarke, (Samuel) einer der berühmtesten Gelehrten ausEngelland, war zu Norwich in Norfolk , allwo fein vatter einRathsherr war, an. »67;. den n.oct. gebohren. Nachdem
er tn der frey-schule daselbst einen sattfamen gründ in den aelebr-ten sprachen und andern wissenschafften geleget, wurde er im 16.lahre ftmes alters nach Cambridge geschickt, da er dann wegensemer fahlgkett und ungemcinen Fortgangs in seinem studirensich gar bald m Verwunderung setzte, und an. 1697. eine neueLateinische Übersetzung von J.Rohaulti Phylica mit seinen No-ten heraus gab, wodurch die auf gedachter Academie bishero ei-frigst vcrfochtene Carlestamsthe lehren einen ziemlichen stoß er-litten, und die Newtomamsche grund-sätze unvermerckt dagegeneingeführt wurden. Hiernachst unterrichtete er auch die studi-renden m den philosophischen wissenschafften, legte sich aber da-bey hauptsächlich auf d«e Theologie, und wurde hierauf durchW,lh. Whiston mit dem gelehrten Bischvff in Norwich , DrMoore, bekannt, der ihn auch an. 1693. als er kaum das hierzuerforderliche alter erreichet, an dieses letztern stelle zu seinem Ca.plan erwehlte. Hiesclbst trieb er nun sonderlich die lesung derBibel in ihren grund-sprachen, nebst den schriften der ältestenKirchen-vätter, gab auch von zeit zu zeit einige proben seinergelehrsamkeit an den tag, und machte hierdurch, wie auch durchseine übrige eigenschafften bey seinem Bischoffe sich dermalen be-liebt, daß ihn derselbe gar bald einer sonderbaren Vertraulichkeitwürdigte, und ihm nicht allein einen Pfarr-dienst in Norwich ,ingleichen das Rectorat in dem nahe dabey gelegenen orte,Draglon, ertheilte; sondern auch folgends all sein ansehendenden Grossen des Reichs dahin anzuwenden beschloß, daß er we-gen seiner ausnehmenden gaaben einem wichtigern amte mochtevorgesetzet werden. Als nun auch Clarke immittelst an. 1704.und 170z. die von dem Herrn Boyle zur behauptung und de-wahrung der wichtigsten grund-sätze der natürlichen und geoffen,harten religion gestiftete predigten mit einem allgemeinen bcysallgehalten, ersähe obbemeldter Bischvff die gelegenheit, ihn »achder stadt Londen zu bringen, und verschaffte ihm durch seinenvorspruch erstlich das Rectorat an St. Bennets Paul's Warf,nach diesem aber eine ordentliche Hof-Prediger-stelle bey der Kö-nigin Anna, und endlich auch an. 1109. das sehr ansehnlicheRectorat zu St. James in Westmünster, worauf er die würdeeines Doctoris anzunehmen, sich nach Cambridge verfügte, undin der zu diesem ende angestellten disputation so grosse ehre ein-legte, daß man bey nahe von keinem exempel weiß, da ein Candi-dat mit so vielen lod-sprüchen wäre begleitet worden. Allein an.1712. zog er sich durch sein buch The Scripture-Doctrine of theTrinity vielen Widerspruch und beschwerlichkeit zu , indem erdarinnen unterschiedene Arianische, und der rechtgläubigen leh-re entgegen lauffende jatze mit einfliessen ließ; ob er gleich dabeyso behutsam verfuhr, baß die in Engelland befindliche Ärianer,und besonders Herr Whiston, ihn wegen seiner furcht und Heim-lichkeit zum oftcrn mit GOttes gerichte gedrohct. Indessenmachte dennoch die fache ein grosses aufsehen, insonderheit, daer auch im folgenden jähre die ausspendung des Abendmahls amfeste Trinitatis eigenmächtig auf einen andern sonntag verlegte,damit er die collecte, so zu dieser Handlung an diesem tage ge-ordnet, und des geheimnisses von der heil. Dreyeinigkeit aus,drückllche Meldung thut, in seiner kirche nicht ablesen dürfte,wodurch er aber in seiner gemeinde einen solchen lermen erregte,daß auch die Königin Anna, ihn aus der zahl ihrer Hof-Predi,ger auszustreichen, bewogen wurde. Nicht lange hernach, ncm-lich an. 1714. wurde er von der Versammlung der Geistlichkeitals ein Arianer bey dem Ober-hanse angegeben, und diese klageso nachdrücklich verfolget, daß er seines amts ohne allen zweifelwäre entsetzet worden, woferne er nicht den Bischöffcn eine er-klärung, die man in gewisser masse vor einen widerruf ansehenkönnen, übergeben hätte, wodurch sich auch endlich dieselbe, umeine noch grössere weitläuftigkeit zu vermeiden, befriedigen lies-sen ; ungeachtet das Unrer-haus sich deswegen ernstlich entgegensetzte, und vor allen dingen verlangte, daß er eine weitere unddeutlichere erklärung von seiner lehre in diesem artickul ausferti-gen sollte. Und in der that hatte er auch seine meynung des-wegen nicht fahren lassen, sondern vielmehr in einigen stücken,als z. e. was die Unterschrift der glaubens-bekännrnisse, und der-gleichen mehr anbetrift, seine gedancken nach der Hand nochdeutlicher, als vorhin, zu tage geleget, auch an. 1718. in derzu seiner Pfarrey gehörigen schule die Doxologie, so bey einemjeden Psalm gesungen wird, und in verschiedenen absähen nadie drey Personen des Göttlichen Wesens gerichtet ist, nach sei-ner einbildung geändert; wiewol solches auf befiehl des Bi-schoffs zu Londen sogleich wieder abgeschafft, und die alle for-mul von neuem eingeführet wurde. An. 171;. und 1716. be-wog ihn die Printzeßm von Wallis , und nachmalige Königinvon Engelland, Wilhelmina Carolina, sich mit dem Herrn vonLeibnitz in einen philosophischen streit, besonders über die fragewegen der freyheit und Nothwendigkeit, einzulassen, wobey er«meldte Printzeßm auch selbst eine ungewöhnliche cinsicht in die-se schwere und dunckle Materie zur genüge bewiesen, und voneines jedm verfahren in dieser fache einen zeugen und richtcrabzugeben im stände gewesen. An. 1713. aber trug ihm Mv-lorb Lechmere auch das amt eines Vorstehers des Wingstoni.fchen Hospitals zu Leicester auf, welches er um so viel sicher an.nahm, weil er dabey die 39. artickul der Englischen kirchenicht unterschreiben durfte, welcher Punct ihn bishero vonannehmung unterschiedener ansehnlicher bedienungen abgehasiten. Er starb den 17. may an. 1729. im 34. jähre seines al-ters , da er vorher in seinem gantzen leben einer guten un-beständigen gesmrbheit genossen. Er war ein mann, der ei-ne