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w außerordentliche qaabe besaß, alles, und auch so gar diesti-wersten und subtilsten dinge mrt einer ungememendeut.Hchkeit aus einander zu setzen , und dessen beurtheilungs-krafft so starck, als sein gedachtms unvergleichltch gewesen.Daneben war er auch in seinem Wandel rechtschaffen, mdem umaang angenehm, bescheiden, auch gegen jedermanfreundlich und dienstfertig, welchen rühm ihm selbst seine fein-de niemals absprechen können. Als er um das jähr 1707. mitseinem vatter zu Norwich durch einen sehr grossen tubum denSaturnum observirte, wurde er zwischen diesem Planeten unddessen ring einen firstern gewahr, welcher umstand deswegenüberaus merckwürdig, weil daraus die wurckliche absonderungdes ringes von dem Planeten selbst genugsam erwiesen wird.In der Critic hatte er es so weit gebracht, daß auch die mdiesem theil der gelehrsamkeir geübtesten manner seine geschick-lichkeil mit den grösten lob-sprüchen beleget. Im übrigen hater ausser den schon angeführten auch nachfolgende schnften her-aus gegeben: Three'practical Essays on baptism, confirma-tion, and repentence; Some Reflexion« on that part of aBook called Amyntor ; a Paraphrase on the four Evangelists;a Discourse concerning the being and attributes of God, wel-ches ein auszua von den 16. predigten ist, die er zu Londen nach der Boylijchen stiftung gehalten ; a Letter to Mr. Dod-weli , welchem nach der Hand noch vier Vertheidigungen beyge-füget worden ; Ifaaei Newtoni Optica latine reddita , welcheÜbersetzung dem Ritter Newton so besonders gefallen, daß erdeswegen einem jeden von dessen fünf kindern 100. pfund ster-lings verehret ; a Collection of papers, which passed betweenthe late learned Mr. Leibniz and D. Clarke; C. Julii Caesa-ris , quae extant , mit seinen anmerckungcn in fol. die aberauch nachgehends, weil diese aufläge vor die schulen allzu kost-bar und prächtig , an. 1720. in 8. heraus gekommen. Ho mer , Ilias Gr. & Lat. mit seinen annotationen , davon er daserste volnjnen an. 1719. selber heraus gegeben , das andre abersein söhn gleiches nahmens an. 1712. aus seinen papieren anslicht gestellet; ferner IO. bände von seinen predigten; eine Er-klärung des Englischen Calechismi, u. a. m. Hoadley , in dervorrede zu dessen fermon« on several subjects. Whißon , hi-ftorical memoirs of the life of D. Sam. Clarke. The prefentRate of the Republick of lettres 1729. Bibliotkique Brita»,»ique , tom. 111.
* Aarkson, (David) ein Englischer Theologns , gebohrenan. 1621. ohnweit Jorck, studirte zu Cambridge , erhielt im26. jähre die Prediger-stelle zu Crayford in Kent, und nachge-hends zu Morlack bey Londen, legte aber dieselbe nieder, alsKönig Carolus II. den gottesdienst der Englischen kirche wiedereinführte; lebte hierauf 18. jähr für sich , und untersuchte diealterthümmer der kirche sehr fleißig, bis er an. 1632. zu einerNonconformistischen kirche zu Londen beruffen wurde, in wel-chem amte er an. 1687. gestorben. Er schrieb einen tractatin Englischer spräche von beschaffenheit der Bißthümmer undLiturgien in der ersten kirche, welcher nebst seiner lebens-be-schrewUNg an. 1716. unter dem titul: Traites historiques del’Etat primitif de l’Epifcopat & des Liturgie« in die Französi-sche spräche übersetzt worden.
Claromontius, (Scipio) zu Cäsena an. i;6z. gebohren,ein Ritter, und erstlich zu Perugia , hernach zu Pisa, alsdennin seiner geburts-stadt Professor Philosophi « , endlich aber einPriester, hat sich durch seine schriften sehr in der Mathematicund Philosophie hervor gethan. Er starb an.is;;. im 88. jähreseines alters. Man hat von ihm de conjectandi« cujusqueMoribus & latitantibus Animi Affectibus libros X.; de AtraBile ; de Ratione Status; de Methodo ad Doctrinam spectan-te ; Defensionem sui ab oppugnationibus Liceti; HistoriamCaesena?; de Universo; de Altitudine Caucasi; in Aristotelemde Iride; de Corona; de Parheliis & Virgis; Et in quartumMeteorologicorum ; de Cometa magno an. 1618 ; de tribusnovis Stellis, quas annis 1572. 1600. & 1604. comparuere;Examen Censurae Camilli Gloriosi de tribus novis Stellis ; deSede Cometarum ; Anti-Tychonem seu Cometas eile subluna-res cum Apologia; Adversus Hyperaspisten Joannis Repleri;de Phasibus Lunae; de Horizonte sensibili; de Usu Speculipro Libella & de tota Liberatione, Opuscula Mathematica.Witte diarium. Haüervordii bibliotheca. JacobiUi bibliothecaUmbriae.
Elaros, eine stadt der Telephonier in Jonien , war vormalsbekannt wegen des Oraculs des Apollinis Clarii, und wegen ei-ner höle nebst einem brunn, dessen wasser demjenigen, so davongetruncken, einen Poetischen geist eingab, aber gemeiniglich auchtödlliche kranckheiten verursachte. Heut zu tage weiß man nichtsmehr von dieser stadt. Strabo , üb. XIV. Paufan. Plinius , &c.
Clarstein, (Hartman von) ein vornehmes Gräfliches ge-schlccht, so schon nach ansang des XVII. seculi in Böhmen flo-riret. Theodorus Hartman, Freyherr von Clarstein, hatte Do-rotheam Elisabeth Arnoldin von Clarstein zur gemahlin, undwar ein vatter Frantz Christophs, Herrn aufBenatek und Pro-dez, rc. Kayserlichen Raths, wie auch Hof-Lehn- und Cammer-Gerichts-Beysitzer in Böhmen ; er fiel an. 1665. zu Brodez ineinem drunnen zu tobe. Dessen söhn, Frantz Maximilian Hart-man , erster Graf von Clarstein, Herr von Zdib, florirte nochan. 1714. als Kayserlichcr würcklicher geheimer Rath, Cam-Histsr. Ltxieon u. Theil.
mrr-Herr, Königlicher Statthalter, und Vicc-Appellations.Präsident in Böhmen . An. 1711. war er bevollmächtigter Com-miflarius über die Böhmische lehen in Bayern , Ober-Pfaltz undFrancken. Seyfertö geneal. Weingart. Fürsten -spieg. p.29i.
St. Clarus, Abt zu Vienne in Dauphine, ward unterhalbVienne an einem ort, welcher jetzt seinen nahmen führt, an demufer der Rhone zu ansang der regierung Clotarii 11 . gebohren.Er verlohr den vatter in seiner jugend, und ward von seinerMutter erzogen, die ihn in das kloster St. Ferreoli thäte. DerBischoff zu Vienne machte ihn zum Abt des klvsters von St.Marcell, und vertraute ihm die aussicht über das kloster St.Blandinä. Er starb ungefehr das jähr 660. den 1. jan. anwelchem tage man von Caroli M. zetten her sein gedächtnis zuVienne feyerlich begehet. Vita apud Boüand. tom. I. & apudMabiüon. acta Sanct. tom. 1 . Bathet, vies des Saints d. i. jan.
St. Clarus. Unter diesem nahmen findet man 2. Märty-rer erwehnt, deren geschichte aber auf neuen und ungewissen er.zehlungen beruhen. Der eine soll ein schüler des heil. Nicasii,und von ihm, als er das Evangelium in der gegend Vexin ge«prediget, als ein götzen-priester bekehret worden seyn, auch da ervor seiner bekehrung blmd gewesen, so bald nach derselben dengebrauch seines gesichtes erlanget haben, da er denn, als der heil.Nicasius die Märtyrer-crone erhalten, demselben bald hernachauf gleiche weise gefolget. Von dem andern sagt man, daß erin gedachter gegend von Vexin Bischoff gewesen, und gleichfallsden Märtyrer - tob erlitten habe, wiewol man weder seinenBischöfflichen sitz noch das jähr seines todes melden kan. An-dere geben ihn für einen Africaner aus, welches aber viel-leicht deswegen nicht wohl zu glauben, weil man ihn in-sonderheit in Aquitanien verehrt, und sich unterschiedene kirchendaselbst seine reliquien zu besitzen rühmen. Wer die von diesemSt. Claro auf die bahn gebrachte erzehlungen nur ein wenigerwieget, kan alsobald materie zu vielen scrupeln finden, wiedann Henschenius , Papebroch, Baluze und Baiüet solchesdeutlich genug erwiesen haben. Am wahrscheinlichsten ist, daßdie alte Legenden viele heilige leuthe gleiches nahmens mit ein-ander vermischet, und ihrer aller geschichten in eine erzehlungzusammen geschmvltzen haben. Artus de Moutier, Neustrieiainte. Pommeraye, Devio, vie de S. Clair. Baiüet, vies desSaints, mensc nov. *
* St. Clarus, ein Märtyrer, war in der mitte des neuntenjahrhunderts zu Rochester einer Bischöfflichen stadt in Engel-land gebohren, und war der söhn eines vornehmen Herrn, Ed-ward genannt, welcher den zweyten platz nach dem König hatte.Er wußte, daß sein vatter mit einer Englischen Printzcßin feinet«,wegen heuralhs-eontracten geschlossen hatte, und dieweil ernicht lust halte sich in die ehe zu begeben, nahm er heimlichdie flucht, und entkam durch hülffe eines schiffes, welches ereben segelfcrtig antraft, in welchem er sich einschiffete, und zuCherbourg in Neustria damit glücklich ankam. Von dortenverfügte er sich in einen wald mit r. seiner gefährten, die er zusich mit aus Engelland genommen hatte, und hielte sich etwaszeit mit denselben in dieser einöbe auf, bis er sie verliesse,und sich in die Adtey Maudan begab, welche auch in Neu stria (.oder, wie wir es heutiges tages nennen,in der Normandie )liegt. Um selbige zeit nahm er zu Coutance den Priester-ordenan, und wurde ihm bald darauf dorten von einer Dame, sosich in ihn verliebet hatte, nachgestellet, welche ihre unordent-liche lust zu büffen, alles anwendete, weswegen er sich auchvon dorten hinweg begab. Endlich, nachdem er sich an vie-len orten zu verbergen, und für sich zu leben gesucht, kam ernach Paris , und baute sich allda nach einander zwey Einsied-ler-Hütten, eine ohnftrn der Abtey zu St. Germain des Pres,und die andre an dem ort, wo seit der zeit die Abtey St. Victorist gebauet worden, dann damals war es ein dichter waldund ein wüster ort. Nach diesem begehrte er wieder in Neu-striam zurück, und schlug seine Wohnung bey dem fluß Epteauf, ohnftrn Gisors, neben dem ort, wo man nun St. Clair fürEpte nennet. Er bauete da ein Oratorium zu ehren des heil.Nicasii, worzu die freygebigkeit einer gewissen vornehmen Edel-frau, Dame de la Röche genannt, vieles beytrüge. St. ClaruSgenösse dieser einsamen ruhe nicht lang ; dann die obgemeldteandre Dame, welche auf ihn erzürnet war, daß er ihre lie-be hindan gesetzel, und die angebotene lust verachtet, schickteleuthe aus, ihn aufzusuchen und umzubringen, er möchte auchseyn, wo er wollte. , Diese mörder fanden ihn endlich in seineneinsiedlen, und erwürgten ihn gegen dem ende des IX. s«culiin dem november, in welchem monat sein tag gefeyert wird.NB. Dieses alles ist nur auf neue erzehlungen gegründet.
Baiüet, vies des Saints.
Darus, (Julius) ein söhn des berühmten Rechtsgelehr-ten Ludovici Clari, ward an. 152$. den 6. jan. zu Alexandria in dem Mayländischen aus Patricischem geschlechte gebohren.In jure Civil! und Canonico hat er es gleich seinem vatter sehrweit gebracht, und erhielte schon im 25. jähre seines alters an.1 ? S o.' die Doctor-Würde zu Pavia . Er hatte sich vorgenommenalle receptas sententias in ein Corpus zusammen zu bringen,allein die ämter, welche ihm seiner Meriten wegen conferirt wur-den , liessen ihm nicht zu, solches project zu bewcrcksteüigen,wie er denn vom Könige Philippo erstlich zu seinem Rath rmMayländischen gemacht, hernach aber in den hohen Rath vonItalien gezogen, auch an die.Republick Genua abgesandtQqg ; n>ur-