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* Clichtoveus , (Jodocus) gebürtig von Nieuport in Flan dern , stubirte zu Löven und Paris die Theologie, an welchemlchtern orte er auch voctor der «Sorbonne um das jähr 1506.ward , und endlich als Canoniens und vecanus zu Chartres den 22. sept. an. 154). starb. Er ist der erste gewesen/ derLutherum in schristen zu Paris angegriffen; unter welchenstin Anti-I.utherus vornemlich bekannt ist. Auch hat man vonihm Elucidatorium Eccleiiasticum, Basel 1517, in fvl. cle ve-rs Nobilitate , Paris 1612. tn 4. Andrea bibl. Belg.
<tlid>y> ein klein dorf nahe bey Paris, wird bey den altenHiitoricis Clipiacum genennet , und ist bekannt , daß es ein lust-ort der ersten Könige von Franckreich gewesen. Landry, Bi-schoff von Paris / hielt auch daselbst an. 659. einen Synodum,tora. I. Concil. Gall. Du Chene , antiq. des villes.
fflid, stehe Cluid.
Tlideodale, siehe Cluidesdale.
Elifford / eine alte edle familie in Engelland. Ihr Ur-sprung wird zwar von einem gewissen Pontro zu Wilhelmi Con-questoris Zeiten hergeleitet / doch findet man nicht eher/ als un-ter Henrieo II. den ersten Walterum / der fich von Elifford ge-schrieben/ und der berühmten Rosemunde, einer maitreffe diesesKönigs, vatter gewesen. Sein enckel Robertus that sich in deninnerlichen kriegen zwischen Henrieo III. und den Grossen inEngelland hervor, und ward von dem Könige hoch ans bretgehoben. Rogerius ward unter Eduardo II. weil er es mitThoma von Laneaster gehalten, enthauptet. Johannes mach-te sich unter Henrieo V. in den Französischen kriegen bekannt/und blieb vor Meaux . Dessen sein söhn Thomas und enckel Jo-hannes wurden in dem kriege zwischen Henrieo VI. aus demHause Laneaster und Eduardo IV. von Jorck, darinnen sie es mitjenem hielten, erschlagen. Johanntö söhn / Henrieus, ward,so lange das Haus Zorck den thron besaß, unter den dauern er-zogen , von Henrieo VII. aber, als derselbe zur regierung kam,wieder empor gehoben, und in seine vätterliche güther eingesetzt.Damals muste er, weil er in seiner erziehung gantz nicht unter-wiesen worden, erst seinen nahmen schreiben lernen. Seinsöhn Henrieus, der in seiner jugend ein liederliches unbändi-ges leben gcführet, besserte sich hernach dergestalt, daß ihn Hen-ricus VIIl. zum Grafen von Eumberland machte, und ihmmehr andere chren-stellcn auftrug. Dessen sein enckel Georgius,war ein sonderlicher liebhaber von mathematischen wissenschaff-ten und vornemlich von der schiffahrt, wre er denn an. 1598. aufeigene kosten 11. schiffe ausrüstete, und damit die Spanierin West - Indien heimsuchte. Ihm folgte, weil seine söhnevor ihm gestorben waren, in seinen Herrschafften sein bruder
f ranciscus, mit dessen söhne Henrieo die haupl-linie derer vonlifford und der männliche stamm der Grasen von Eumber-land aus diesem Hause ausstarb. Jedoch ist die familie nichtgäntzlich untergegangen, gestalt noch jetzo Elifforde übrigsind, die von Ludovico aus dem XV. ikculo herstammen, des-sen nachkomlnenfchafft sich in Kent, Wiltshire und Devonshireausgebreitet. Zu den Devonshirischen gehörte Thomas, einberühmter Staats-Minister unter Earolo II. Er ward an.1672. zum Lord Ehudley gemacht, welchen titul jetzo seinjüngerer söhn Johannes führet, bnbof. geneal. Magn. Brit. P.ll.C. 108. Peeruge of England.
Elifford, (Thomas) war aus der vorherstehenden familie,unohatsick) unter der regierung Carls II. in Engelland bekanntgemacht. Denn er war einer von den fünf Ministern, welcheum das jähr 1670. anfiengen, alles bey dem Könige zu gelten,und aus deren nahmen die Engelländer das wort Cabal herausbrachten. Der König setzte ihn schon an. 1667. unter die Com.miflarios, denen er nach dem tode des Grafen von Southam-pton die verwaltung der Groß - Schatzmeister - stelle auftrug.An.1672. aber machte er ihn selbst zum Groß-Schatzmeister, underhub ihn zugleich zum Baron Elifford von Ehüdley. Er warder Römischen religion zugethan , suchte deren Wachsthum inEngelland auf alle weise zu befördern, und soll dem Königenebst dem Hertzoge von Jorck starck angelegen haben, sich da-rüber öffentlich zu erklären, wie ihn denn der Ritter Bucknal,der sonst einen freyen zutritt beym Könige hatte, dereinst übereiner solchen Unterredung mit demselben belauscht, den er aberdavor zur treppe hinunter geworssen. Nächst dem war er eingrosser feind der Holländer und nebst dem Arlington derjenige,mit welchem die Französischen Gesandten den Untergang dieserRepublick, und wie ihn König Carl an seiner feite sollte beför-dern helffen, vor dem kriege von an. 1672. überlegten. Er such-te auch dem Könige zu einer unumschrancklen macht zu helffen,und die gewalt der Parlemente zu schwächen, weswegen erzwischen beyden eine stetige Uneinigkeit erhielt, und damit zu-gleich das erlangte, baß der König die Cron Franckreich um soviel weniger entbehren konnte. Die Groß-Schatzmeister-stelleerlangte er durch eben einen solchen streich, dadurch das gemei-ne beste angegriffen ward. Denn da der Konig dieselbe demje-nigen versprochen, der ihm 1500000. pf. sterling schaffen würde,that er den Vorschlag, daß man den Erchequer schliessen muste,weicher doch nicht ihm zuerst, sondern dem Grafen von Schasts-buri beygefallen, der ihn jedoch nicht thun wollen, weil er wuß-te , wie viel es zu bedeuten habe. Elifford aber hatte dem Gra-fen diß geheimnis im trunck abgelockt. Als er diese wurde er-halten , suchte er das PaEment an. 167z. z» bewegen, daß esHtstor. Lexieon II. Theil.
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dem Könige einen beständigen fund ausmachte, damit der Kö-nig nicht mehr nöthig hatte, um der subsidien willen auf diePärlementer ein absehen zu richten. Zu dem ende hielt er in ge-genwart des Königs und Hertzogs von Aorck eine ausgedachterede von dem Ober-haufe, über die anfänglich jederman in be-stürtzung gerieth. Allein der Cantzler Schaftsduri, dem er sieim vertrauen gewiesen, widerlegte sie von stück zu stück mit sol-chem Nachdruck, daß darüber das absehen des Hofes zu nichteward. Der König ward darüber so unwillig auf ihn, daß er,da der Hertzog von Aorck aufdes Cantzlers untreu schalt, hinge-gen den Elifford einen närrischen und unbesonnenen mann hieß.Weil nun der Konig, der geld brauchte, dem Parlement auchdarinne nachgeben muste, da es alle Catholischen ausschloß, undzu öffentlichen ämtern untüchtig erklärte, gieng Elifford ausdem Ober-Hause, legte das Groß-Schatzmeister-amt nieder, undbegab sich auf sein land-guth, da er noch in selbigem jähre starb.Die von der Französischen partev machen eine viel bessere abbil-dung von ihm, und geben ihn nicht allein vor einen mann vonhohem verstände, sondern auch vor einen solchen aus, der in allenHandlungen sich von der gesunden Vernunft und wahren tugendleiten lassen. Er verließ zwey söhne, Hugonem und Iohannem.
Lurrey, hist. d’Anglet. tom. IV. p. 405. 478. teeret hijiory ofEurope tom. XIII. Jones’s , leeret hiltory ofWhitehall.
* Elifford, (Walther) ein söhn Walthers, und bruder derbekannten Rosamundä, war Scheriff in der Grafschafft Her ford , und das zum vierten mal unter der regierung Königs Jo-hannis. In dem 12. jähr der regierung Henriei III. ward er zumGubernator über die vestungen Eaermazden, Cardigan und Gal- les gemachet, aber im 17. jähre der nemlichen regierung folgteer des Marshall Richards, Grafen von Pembroke, partey widerden König, welcher wider diesen die waffen ergriffm , undward deswegen in die acht erklärt; seine güther aber wurdeneonfiseirt, doch ihm gleichwol des folgenden jahres wieder ab-getreten. Bey der erönung der Königin Eleonora, gemahlinHenriei III. begehrte er samt den andern Grentz - Grafen,(Marchiones, oder Englisch , Marchers genannt) das recht zuhaben, der Königin in den grossen eeremonien den Himmel zutragen, welches sonsten den Baronen der Cinque-Ports zuzu-kommen geglaubet wurde. Er vermählte sich mit Margare-tha, einer tochter Leolyn, des Printzen von Wallis , und starbim 48. jähre der regierung Henriei III. Er hatte seinen bru-der Rogerum zum Nachfolger, von welchem die Baronen die-ser familie abstammen; dieser Rogerus hatte bey neunzehenadeliche lehen, welche er meistens von Sibylla seiner gemah-lin , so eine tochter und erbin Robert von Ewyas gewesen,überkommen hat. Rapn Tboyras , hist. d’Angleterre.
* Tlifford, (Richardus > der Graf. In ansehung seinerwürcklichen dienste, die er König Earolo I. geleistet, und sei-ner ehe mit Elisabetha, der einzigen tochter und erbin Heinrichs,Grafen von Eumberland , ward er unter dem titul Lord Elifford of Landsborough, zum Reichs-Baronen, oder zu einemBare Regni gemachet, welche Baronie in der Grafschafft Jorckliegt. Hernach wurde er weiters befördert, und in einen hö-her« Adel -stand erhoben, indem ihn König Carolus II. zum Gra,fen von Burlington machte, welche Grafschafft auch in derprovintz Aorck liegt. Diese letztere ehre wurde ihm insonder-heit aus betrachtung seiner wohl - geleisteten dienste in Engel-land und Jrrland , besonders aber auch seines schwähers desGrafen von Eumberland wegen bezeuget, welcher im ansangder Englischen Verwirrungen auf seine kosten zum dienste desKönigs eine ansehnliche anzahl volcks angeworben. DieserGras zeugete von seiner gemahlin Elisabetha 2. söhne, nemlichCarolum und Richardum, und 5. töchter. Francisca wardan den Grafen von Roscomon in Jrrland vermählet. Lathari.na starb in der kindheit. Elisabetha ward mit NicolaoGrafen zu Thanet , Anna hingegen mit Edward Grafenvon Sandwich, und Hmriette mit Laurentio Hide, dem zwey-ten söhn Edwards Grasen von Clarendon vermählet. Earo-lus, welcher insgemein der Lord Elifford von Landsborough ge-nennet wird , heurathete Johannam , die jüngste tochter Wil-helms , Hertzogs von Sommerset , mit welcher er viersöhne zeugte, nemlich Richardum, Carolum, Henricum undWilhelmum, und so viel töchter, Franciscam , Elisabetham,Johannam und Mariam. Dugdale, Barons of Engeland. Im-hos. Bairs of Engeland.
* Elifford, (Rofamunda) eine tochter Walthers von Clisi-ford, die wunder-schöne zugenannt. Sie war unter andernmaitressen, deren Henrieus II. viel hatte, eine der vornehm-sten , und die die meiste gewalt über den König hatte. Diesesbewöge die Königin Eleonora zur eifersucht, und diese schwurderselben den tod. Der Köniq, welchem dieses nicht unbekanntwar, erbauete deswegen zu Woodstock einen irr-garten, undverwahrte Rosamundam darinnen so wohl, daß er vermeynte, sievor der gerächten raache der Königen sicher gesiellet zu haben.Es war aber umsonst, und wollte eben das Unglück für Rosa-mundam , daß der König einen zug in die Normandie vorneh-men muste. Diese umstände waren der Königin vorhaben gantzgewogen, und sie spanne in abwesenheit des Königs eine con-spiration wider seine person selbstcn an , die um so viel gefähr-licher war, als die Königlichen Printzen selbsten wider denvatter der Verschwörung beywohneten, und die 2. ansehnlichstenBaronen des Reichs, Rudolph de Faye der Königin oncle, und
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