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binduna dieser beyden Häuser mag anlas gegeben haben. Vonseinen gemahlinnen und kindern siehe oben den geschlechts-ar-
lickul. CambAen. Britann. p. 474- 48*· D* Lurrey , hist. d An-
glet. tom. II. p. 237. 4 oa - 715 -
(Tito, die sogenannte Musa oder gottin der gcschicht-beschrei-bunq, welche des Jupiters und der Alernoriae tochtcr genennetward, um dadurch das amt eines geschicht-schreibers auszudru-cken. Der nähme Clio kömmt her von einem Griechischen Wor-te , welches so viel heißt als ehre und rühm. Sie wird gemei-niglich abgebildet in der gestalt einer mit lorbeer-zweigen gecron.ten iungfrau, so in ihrer rechten Hand eine trompete, und in derlincken ein buch hält, worinnen, wenigst in den neuern abbil-dungen, der nähme Thucydides geschrieben ist.
* Clipstou, ein alter Carmeliter-Mönch ; sein tauf-nahmeist Johannes, er aber war ein Engelländer von geburt, wel-cher in dem XIV. feculo gelebet hat. Er hat verschiedenewercke geschrieben, und unter andern: Expos,torium sacrorumBibliorum ; Exempla Sacrae Scriptura;; Quadtiones in Magi-ftrum sententiarum; Sermones &c. Er starb UM das jähr1 ) 78 . Lucius , in biblioth. Carmel. Pitßeus , scriptoresAngl.
glisse, oder Llosfesho, lat. Lloveshosia, eine stadt in En-geüand. Gutbert, Ertz-Bischoff von Cantelberg , hielt einConcilium daselbst um das iahr 742. und ein anders um dasjähr 747. Athelard, gleichfalls Ertz-Bischoff von Cantelberg,hielt auch zwey Concilia allhier um das jähr 8°o. und 805. der-gleichen auch Wuffred an. 822. und 24. that.
Clissa, oder Rlisa, insgemein Rliß, ein vortreflich vesterort in Dalmatien zwischen Salona und Spalatro , davon erdrey bis vier weilen entfernet ist, und ist in derselben gegendder Alten ihre Via Gabinia gewesen. Diese vestung soll von einerKönigin in Ungarn erbauet seyn, auf einem Hügel, an dessennördlichen ende des Commendantcn Haus stehet, zwischen zweyhohen und steilen felsen, dazu ein sehr enger und krummer weggehet, und hat die natur diesen ort mehr als die kunst fvrtisici-rct, jedoch leidet er Mangel an Wasser, und dienet dieser paß zueiner Vormauer von Spalatro. Vor zeiten war es die Haupt-stadt einer Grafschafft, so aus nachläßigkeit der Könige in Un garn entstanden. In den alten zeiten streiften die von Clissa wi-der die Spalatriner, welche ihre zusiucht zu dem Könige von Un garn , Andrea III. nahmen, der, als er an. 1227. rns gelobteland zog, die vestung den Tempel-Herren zu Uram anvertrauete.Als der König Bela IV. die Ungarische Crone verlassen muste,flüchtete er seine 4. söhne hieher. Von den Ungarischen Konigenverfiel sie einem Despoten in die hanve, der sich Souverain davonschriebe. An. 1527. wurde sie von den Turcken vergeblich be-lagert, an. 1337. aber erobert. An. i;y6. schlichen sich die Usco-cken allhier ein , die Türcken aber machten sich noch selbiges jährwieder meister davon, und gebrauchten es zu einem raub-nest,bis der Venetianische General Foscolo sie an.' 1646. daraus ver-trieben , und ist in dem Candianischen frieden an. 1669. dieserplatz samt einem strich landes von 50. Meilen den Venetianern ge-blieben. Die gegend da herum trägt vortreflichen wein und ol,und ist sehr fruchtbar an getreyde und andern erd-früchten.Preß bot, Dalmat. Valvüst-rs Crain, üb. XII.
* Elision, ein altes adeliches geschlecht in Bretagne . Oli-verius I. Herr von Clisson, lebte zu Philippi Pulchri zeiten,und war ein vatter Oliverii II., der Oliverium III. und Amau-ry zeugete, welcher letzte wegen vieler während der kriege inBretagne erregten Unruhen seine güther verlohr, aber auchwieder erhielt, an. 1147. aber in dem treffen bey la Roche-De-rien, in welchem er. vor den Hertzog von Bretagne , Carolumvon Blois, föchte, um das leben kam, und einen söhn gleichesnahmens verließ , der ohne linder verstorben. Olivertus III.ward wegen des geheimen Verständnisses mit den Engellän-ber», denen er Nantes liefern wollen, an. 134;- zu Paris ent-hauptet , worauf auch seine güther eingezogen worden. Seinegemahlin und sein ältester söhn Johannes, der in Bretagne ohne erben gestorben, wurden aus dem Reiche verbannet. Der
a :re aber Oliverius, von dem ein besonderer artickul zuletztelt, erhielt die vätterlichen güther wieder, ward Connetablevon Franckreich, und verließ Beatricem, so an Alanum VIII.Vicvmte von Rohan, und Margaretham, so an Johannemvon Chastillon, von Bretagne genannt, Grafen von Penthie-vre, vermählt worden. Sonst findet man auch noch einenGarnerium Clisson, der unter Philippo von Valois in demXIV. feculo gelebt, und das schloß zu Brest gegen den Gra fen von Montfort vertheidigt, auch an denen in einem ausfallempfangenen WUNdeN verstorben. Anßelme, histoire des gr. Of-ficiers. Lobineau , hist. de Bretagne . Froiffardus, I. 46.
* Elision, (Olivier II.) Herr von und zu Clisson, diente demKönige Carolo Pulchro in seinen kriegen an. *324. und ver-mählte sich mit Jsabella von Craon, einer tochter Mauritii V.dieses nahmens, Herrn zu Craon. Jsabella starb den 30.jul. an. 1330. und Olivier zeugte mit derselben i.) Olive-rium III. von welchem unten ein artickul folget. 2.) Mo-haldum , welche erstlich an Guidonem von Beaucay denlungern genannt, rc. und dann zweytens an Herrn SavaryvonVivonne den dritten dieses nahmens, und Herrn zu Thors,Essars rc. vermählet ward. 3.) Amaury de Clisson, Herrnvon la Blandinage rc. welchem die lande wegen rebellion undhohen verraths cvnfiscirt wurden, dessen er während der Bre-
tannrschen knegen schuldig worden; doch erhielte er bald wie-der gnade, nebst andern grossen Herren, die mit ihm find ange-klaget worden. Die gnaden-briese wurden von Carolo deBlots, Hertzoge von Bretagne , den letzten decembr. an. 1344.ausgestellet, und rn dem jenner darauf von dem Könige con,firmtrct; er starb an. 1347. darauf in der schlacht bey Zvche-darren,. daer drepartey dieses Hertzogs genommen. Er hat-
te sich mit Jsabella der Erbfrauen von Ramefort und Mvr,tier-Croulle vermahlet, aus welcher ehe er gezeuget, i.) Amau.ry von Clisson den zweyten dieses nahmens, Herrn zu Rame-fort rc. welcher an. 1388. in der compagnie des Connetablevon Clisson, seines vettern, gedienet, und ohne erben das zeit-liche gesegnet. 2.) Jsabeüam von Clisson , so an. *351.an Renaldum von Ancenis , Herrn der insul Aurille, vermäh-let worden, und an. 14*4. erst ihr testament gemachet hat.
* Clisson, ( Olivier III. ) Herr von und zu Clisson, dientean. 1324. und 1340. in den Königlichen trouppen, da er aberüberwiesen worden, daß er es mit den Engelländern gehalten,und ihnen die stadt Nantes verrathen wollen, warb er durcheinen Königlichen sententz zu Orleans condemnirt, das Haupt zuverlieren, welches in den hallen zu Paris an ihm vollbracht, undden 2. aug. 1343., aufweichen tag er sein leben verletzten,auch seine güther cvnfiscirt worden. Er hat erstlich in dem mayan. 1320. mit Bianca der ältesten tochter und erbin Johan,nis , Herrn zu Boville und Willy, und Margarethä vonBeaumes, Erbfrauen zu Blason und Wcrebeau rc. sich ver-mahlet. Seine zweyte gemahlin war an. 1328. Johanna vonBelleville, eine wittib Gothosredi, Herrn von Chateaubriandund tochter Mauritii von Belleville, Montaigu , Garnache rc.und Latitia von Parthenay ; diese letztere ward wegen ihremmann aus dem lande bannifiret, und ihre haabe confisciret, diegüther aber wurden nach der Hand ihrem söhn wieder gegeben.Aus dem ersten beth entsprösse Johannes von Clisson, Herr zuMeüy en Gatinois, welcher mit in seines vatters Unglück ge-fallen,, und sich in Bretagne flüchtig gemachet, wo er ohneNachkömmlinge gestorben. Aus der zweyten ehe wurde 1.) Oli-vier IV. erzeuget, welcher nachfolget. 2.) Mauritius , Herrzu Blain. 3.) Wilhelm, Herr zu la Trouvierre. 4.) Jsa-bella , so an Johannem den Herrn von und zu Rieux vermah-let , und 5.) endlich Johanna von Clisson, welche mit Johan-ne von Harpedene, Herrn zu Montenere, ehelich verbun-den worden.
t Clisson, (Olivier IV.) Graf von Porroet rc. Connetablevon Franckreich, wurde mit Johanne, Grafen von Montfort und nachmaligen Hertzog von Bretagne , auferzogen, dessmpartey er auch hielt wider Carolum von Blois, als beyde umdas Hertzoqthum Bretagne krieg führten. Die erste probe sei-ner tapferkeit legte er ab in der schlacht bey Avray an. 1346.Hierauf hielte er sich an den Connetable von Franckreich, Ber-trand von Guesclin, und erwiese bey unterschiedenen gelegenhei-ten wider die Engelländer so viel tapferkeit, daß als an. 1380.Guesclin mit tod abgienq, er allein unter allen Generalen tüch,tig erfunden ward, demselben in der Connetable-stelle zu folgen;der König Carolus V. gab ihm dieselbe kurtz vor seinem absterben,und schickte ihn hernach dem König in Castilien , Johanns widerdie Portugiesen zu hülffe, da er Lisabon belagerte, aber vergebensabziehen muste. Unter Carolo VI., als an. 1382. solcher wider dieFlanderer zu felde zog, commandirte er die avant-garde in derschlacht bey Rosebec, und an. 1386. wurde er nach Bretagne ge-schickt, um den Engelländern Brest wegzunehmen, darvor er abernach einer langen belagerung vergebens abziehen muste, weil derHertzog von Bretagne , der es heimlich mit den Engelländernhielte, seine völcker zurücke zog, da die stadt am meisten noth litte.Ja als im folgenden jähre Clisson an dem war, eine landung inEngelland vorzunehmen, warb er von gedachtem Hertzoge, un-ter dem schein einer freundlichen Unterredung , unversehens ge-fangen genommen , und wenn nicht des Hertzogs bedientermitleiden mit ihm gehabt hätte, wäre er gar auf dessen befehlin einem sack in das meer geworssen worden. Die Ursache die-ses Verfahrens war vornemlich ausser einer eifersucht, indemClisson des Hertzogs gemahlin liebte, diese: Clisson hatte desehemaligen Competenten des Hertzogs, Caroll von Blois,söhn, aus der gesanaenschasst in Engelland losgebracht, unddemselben feine älteste tochter verlobet. Daher der Hertzog nicht unbillig besorgte, er möchte diesem seinem gegner durchsein ansehen und beystand endlich zum Hcrtzogthum Bretagne verhelffen, welches ihn zu dessen gefangennehmung bewog. Erließ ihn endlich aus furcht vor dem Konig in Franckreich , dersich dadurch sehr beleidigt fand, los, doch so, daß er sich mit einergrossen summa gelbes ranzioniren, und ihm einige schlösser über-geben muste. Die Printzen von geblüt, welche über das an.sehen Clissons eifersüchtig waren , halsen auch nicht wenig zudieser fache. Nachdem aber der König Carolus VI. gleich an.*3 88 .sie ihrer vormundschaffr erließ, und selbst regiette, kam Clif-fon wieder in das gröste ansehen. Da aber hernach der Kö-nig Carl VI. seiner Unpäßlichkeit halber das regiment nicht mehrverwalten konnte, sondern den Printzen wieder überlassen mu-ste , setzten diese ihn bald wieder ab, und da er kurtz vorherden König zu einem krieg wider den Hertzog von Bretagne , derden letzter» tractat wegen Clisson nicht erfüllet hatte, beredet,machten sie friede mit dem Hertzog . Clisson aber begab sich hier.auf nach Bretagne , und führte mit dem Hertzoge Johanne V.
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