meldten klosters Clingenthal zu Basel . An. 1342. Fldes, undan. 1415. Anastasia, beyde Aebtißinnen zum Frau-Münster inZürich ; Benedicta und Verena kloster - frauen daselbst an.1409.; Anna ,1441- Clara Anna beyde Aebtißinnen m Seckin-gen. An. 1363. hat Walther von Clingen, Felix Stucki vonZürich , Dom-Probst zu Costantz , in Zürich erschlagen, weiler dem Rath daselbst um ein urtheil , mit seinen schlös-sern und Herschafften, leib und guth der stadt Zürich gewär-tig und treu zu seyn, ein urphed schwören müssen. Dyrfteler,Zürich , geschlechtb. *
Clingenberg, (von) waren ehemals sehr mächtige und Rit-ter-mäßlge Edelleuthe in der Schweitz . Ihren nahmen führtensie her von dem im untern Thurgöw gelegenen und ihnen zuge-hörigen schloß gleiches nahmens. Sie besassen die vestung Ho-hentwiel im Hegöw, die Herschafft Blumenfeld und andersmehr. An. 1154. war Conrad Abt zu Schaffhausen . An. 1298.war Albrecht und Ulrich auf feiten Kaysers Adolph» von Nassauwider Albrechten von Oesterreich , und wurde der letztere samtseinem Kayser erschlagen. An. 1292. war Heinrich Dom-Herrzu Costantz, hernach Bischoff und Verwalter der Abtey Rheinau,auch Könras Rodolphi Cantzler, starb an.i ,c>6. Conrad war an.1308. Probst zum grossen Münster in Zürich , an. 1323. Dom-Herr zu Costantz und gleich darauf Bischoff zu Freysingen.An. i;86. ward Sigmund zu Sempach erschlagen. An. 1388.ward Hans als Ritter und Hauptmann zu Nähenfels von denGlarnern erschlagen. An. 14-4. war Caspar nebst seinen söh-nen auf dem Concilio zu Costantz. An. 145z. lebte Hans alsRitter und Oesterreichischer Landvoat im Thurgöw, welcherder stadt Stein das schloß Hohen - Clingen samt andern an siehabenden gerechtsamen verkauffet. An. 151;. war Wolfgangdes Teutschen orbens Land-Commenthur in der Baley Elsaßund Burgund . Dieses geschlecht ist mit Hans Georg von Clin-genberg an. 1580. aus gestorben. *
Clingnau, ein stabilem an der rechten feite der Aar, gleichunterhalb Tägerfelden und Tettipgen, eine halbe meile von Zur-zach gelegen. Es hat den nahmen von den Freyherren vonClingen , von denen es beherrschet worden. Ulrich hat gelebtund zu Clingnau geherrschet an., 2; 6. Ulrich und Walther ha-ben das Iohanniter-haus daselbst gestiftet und begabt, an. 12; r.Aber bald darauf an. 1269. haben sie das städtlein dem BischoffEberhard von Costantz um noo. marcksilber verkauft, wie eSannoch heut zu tage mit den niedern gerichten der Stift Co-stantz zugethan ist, deren Obervogt allda im schloß wohnet.Die obere landes-hcrrlichkeit aber gehöret in die GrafschafftBaden. An. 1385. hat die stadt und der Bischoff Nicolaus einbürger-recht init der stadt Zürich aufgerichtet. Es ist vor altemallhrer eine brücke über die Aar gewesen. Es kam dieser ortan. 1415. mit der Grafschafft Baden an die Eydgenossen. An.2588. den 21. jun. entstünde in dem schloß eine unversehenefeuersbrunst, welche die stadt auch angezündet und selbige zu-samt dem Rathhause, bis auf ein einiges Haus, in die asche gele-aet , also daß der schade auf; 3000. si. geschähet ward. Stumpf.lib. VI. p. 131. b. & lib. XII. c. 3. Jos. Simler. de Rqo. Helv.üb. II. p. 676. edit. novis. Planten. abrege de l’hist. gener. deSuisse p. 739. stettler. P. II. lib. VII. p. 300. *
Clinias , von Tarent gebürtig , ein Pythagoreischer Pbilolb.phus , und berühmter Musicus , lebte ungefehr in der LXV.Olymp. A. U. 234. A. M. 3464. A. C. 520. Er war dem zornear sehr ergeben, konnte ihn aber durch seine music bald wiederillen. Sonst ist auch ein Historicus dieses nahmens, dessen beyden Alten gedacht wird. Athen . üb. XIV. c. 10. Ailian. var.hilt. lib. XIV. c. 23. Diog. La'ert. in Democrito . Vojjius , deHist . Grase. lib. IV. Meurfius, bibl. Graeca. *
Clinias, ein söhn Alcibiadis II. erneuerte das gast-recht zwi-schen den Atheniensern und Lacedämoniern, auch ließ er sichsonderlich sehen in dem kriege wider den Terxem, indem er aufeiner galeere stritte, die er selbst ausgerüstet, und mit 200. sol-daten besetzet hatte. Er starb endlich in der fchlacht bey Coro-nea in Böotien, welche die Athenienser in der LXXXIII. Olymp,an. 2. Wider die Böotier verlohren, und darinnen neben diesemClinia sonderlich auch ihren Feldherrn den Tolmidem einbusse-ten. Sein söhn Alcibiades III. hat sich sonderlich berühmt ge-macht. Herodot. lib. VIII. Thucyd. lib. VI. *
* Clinias , ein Sicyonier, verjagte die 2. tyrannen Euthy-dcmum und Timoclidam , welche die ober-herrschafft überSicyon sich mit gewalt angemasset haben , und ward von demvvlck zum Haupt der Rcpublick, welche er befreyet hatte, erweh-let. Nach seinem tode machte sich Äbanditas Meister über dasregiment. Clinias, welcher des berühmten Arati vatter war,lebte um die GXXXVII. Olymp. 232. jähre vor Christi geburt.Plutarch. in Arato. Pausantat , in Corinthiacis.
* Clinias, ein alter fcribent, welcher nur darum bekannt ist,dieweil er von Agatharchide angezogen wird; dieser sagtnichts anders von ihm , alsdaßdre, welche Cliniä bericht fol-gen , dafür halten, daß Perseus Persien den nahmen gegeben ,und das Rothe meer (Griechisch Erychraeum genannt) seinebenennung von Erythrä überkommen. Herodotus sagt eben die-ses von Persien, und ist nur in etlichen umständen von Cliniaunterschieden. Die Griechen wollten immer den andern völ-ckern grosse dinge von ihrem alterthum glauben machen, da-her man sich nicht starck betrüget, wenn man dafür hält,
Histsr. Lsxieon II. Theil»
daß alles , was sie von Perseo und vielen ihrer alten Helden ge-meldet, fabelhafft sey. Voßus , de Historie. Grase.
CLINICI, von xA/r» , lectus, waren bey den Römern dieMedici, welche die bethlägerigen krancken curirten, und ihremstände nach mehrentheils knechte. In der alten kirche hiessenLliniei diejenigen, welche, weil sie tödtlich kranck waren, dieheilige raufe auf dem bethe bekamen. Man hatte aber derendreyerley gattungen. Die ersten waren die Heyden, welche mi-ne machten, daß sie zu den Christen übertreten wollten; diesenkonnte man, wenn sie es verlangten, die taufe nicht versagen,wenn sie nur bekannten, daß sie an GOtt den Vatter, Sohnund H. Geist glaubten. Die andern waren Catechumeni, dieerst auf Ostern getaufet werden sollten, aber doch im nothfalldieselbige erhielten. Die dritte waren schon rechte Christen,sie verspürten aber die taufe bis an ihr ende, weil sie meynten,sie möchten durch ihre folgende funden, die sie nach der taufebegiengen, derselben krafft einigen abbruch thun; da sie sichim gegentheil, wiewol ohne gründ, einbildeten, daß die heil.taufe just alle vorher begangene fünden des gantzen lebens aus,sühnen und abwaschen müste; wie denn von dem Kayser Con-stantino M. selbst erzehlet wird, daß er sie bis dahin aufgescho-ben. Die andern Christen wollten von diesen Lliniei», wennsie aufkamen, nicht gar viel halten, weil sie nur mit Wasser be,sprenget, nicht aber m dasselbige eingetauchet waren, es waraber eine einfalt. Pignorius , de servis p. 74. Du Fresne, lib.XXX. Eosius. diss. de Clinicis eccl. vet. Jen. 1657.
* Clinton, ein altes Englisches geschlecht, welches die Gräf-liche würde von Lincoln besitzt. Gottfridus Clinton, ein enckelWilhelmi von Tankcrville, war unter König Henrico I. Cam,mer-Herr und Schatzmeister: von ihm stammte her RogeruSvon Clinton, der als Bischoff von Conventre und Lichfield den16. apr. an. 1148. zu Antiochia auf der reife nach Jerusalem gestorben , Garfw,». de Epise. Angl. P. I. p. 367. ingleichenWilhelmus von Clinton, welcher sich unter Eduarde II. und III.hervor gethan, auch des letztem liebling gewesen, und von dem-selben zum Grafen von Huntingdon gemacht, und als Ambaj-sador nach Franckreich gesendet worden. Er begleitete hier«nächst diesen König aufden zügen nach Franckreich und Schott land , starb aber ohne erben. Seines bruders söhn Johan-nes ward sein erbe. Diesem folgte hinwiederum sein VetterWilhelmus, der unter Henrico IV. bekannt ward, die gütherWilhelmi von Say , von dem er durch seine mutier ab-gestammt , erbte, und zum Lord Clinton und Say gemachtward. Sein söhn Johannes stund bey Eduarbo IV. in grossengnaden, und zeugte mit Elisabetha, einer tochter Richardi Fien.nes, Lord Dacres, Johannem, der unter Henrico VIII. starb,und einen söhn gleiches nahmens verließ. Dieser ward einvatter Eduardi, der unter der Königin Elisabeth Graf von Lin-coln ward. Mit seiner ersten gemahlin, Elisabetha, einer loch,ter Johannis Blunt, zeugte er 3. töchter. Die andere, Ursula,eine tochter Wilhelmi Lord Stourton, gebühr ihm Henricum,Thomam und Franciscam, die mit Aegidio Bridges, Lord Chan-dos, vermählt worden. Von der dritten, aus dem Hause Kil-darn, ließ er keine kinder. Henricus, der den zunahmen Fien,nes führete, ward von Catharina, einer tochter Francisci Ha-stings , Grafen von Huntingdon, ein vatter Thomä undEduardi. Thomas zeugte Theophilum , Grafen von Lincoln,und Ritter des Bad-ordens , welcher mit Brigitta, einer toch-ter Wilhelmi, Vicomte Say und Sele, Eduardum zeugete,der bey des vatters leben verstarb, und einen söhn gleiches nah-mens verließ, der dem groß-vatter in der Gräflichen wurde fol-gere , und an. 2692. starb. Weil er keine erben ließ , sieldieselbe auf des obgedachten Eduardi, der Thomä bruder ge-wesen war, seinen enckel Franciscum, der an. 1708. verstarb,und von Safanna, einer tochter Antonii Penniston , Henricumverließ; dieser Henricus, der unter Georgio I. verschiedene be-dienungen bey Hofe und bey der schatz-verwaltung geführt,war unter Georgio II. Graf von Lincoln , und Baron Say,Mitglied des Königlichen geheimen Raths, Ritter von dem or-den des Hosenbandes rc. und hatte mit Lucia, einer schwesterThomä Hollis Pelham, Hertzogs von Newcastle , zwey söhneund eine tochter gezeugt, der eine söhn starb, als Graf von Lin,coln, an. 1730. im 13. jähre seines alters zu Montpellier ; ihmfolgte sein bruder, Henricus, der damals i i.jahr alt war.
Britisb compendium , tom. I. Camdeni Brit. p. 193. 281.284· 426. 464. 474 - 478 - 48 i. 484 . 504. 505.
Clinton, (Eduard) Graf von Lincoln und Groß-Admiralvon Engelland. Er stammet her von Godofredo, oder Os-ftied Clinton, des Königs Henrici I. Cämmerer und Schatz-meister , dessen groß-vatter Wilhelm von Tancarville, Cämme-rer von der Normandie gewesen war. Der König Eduardus VI.vertraute ihm commißions - weise die charge eines Admirals.Die Königin Maria gab ihm solche durch ein ordentliches be-eret. Die Königin Elisabeth bestätigte ihn darinnen, machteihn auch zu einem mitgliede ihres geheimen Raths, undbrauchte ihn hernach in den wichtigsten staats-angelegenheiten.An. 1572. erhub sie ihn zu der wurde eines Grafen von Lin-coln , und in eben demselben jähre schickte sie ihn in einer so-lennen Ambaffade nach Franckreich, um die mit dieser Cronekurtz zuvor aufgerichtete tractaten ratisiciren zu lassen. Er starban. 1585. liegt zu Windsor begraben, und wird in dem epi-tapbio Fiennes, an statt Clinton, genennet, worzu die ver.
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