778 C l 0
c l o
Kilchperg, und bekam mit selbiger die Ehmgsschen guther.Von deren posterität, die sich Freyherren Cloßen zu Heyden-burg nennen, war George Ludwig an. 171;. Ausschuß beyder Schwäbischen Ritterschafft am Neccar. Die Cloßen inder Schweitz sollen gleiches Ursprungs seyn, ob sie gleich demwapen nach mit einander nicht überein kommen. Man füh-ret sie her von Jacobo Cloosen, einem berühmten Capitain,der sich um das jähr 1398. zu Lucern niedergelassen, und 2.söhne gehabt hat: i.) Iohannem, welchen man Tausend-teufel genennet, weil er nebst 14. mann 100. andere in dieflucht geschlagen; von dessen nachkommenschafft sind viele beydem Canton Lucern Rathsherren, sonderlich zu ansang desXVII. feculi Heinrich Ritter, Obrister und Schultheiß daselbstaewesen; 2.) Henricum, welcher gleichfalls um das jähr 1410.bey erwehntem Canton die stelle eines geheimen Raths beklei-det. Bucelin. stemm. P. IV. Bürgin. Schwäbisch. R. A.Gpangenb. Adelsp. P. II.
(Dosier, war nach den poetischen fabeln, ein söhn Arach-ne, und erfand zuerst den gebrauch der fpindeln bey demspinnen. Vlin. üb. VII. c. 56.
(Dosier Arnstein, siehe Arnstein .
Tloster Grab, Böhmisch Hroby , ein bera-städtlein zudem kloster Offeck, welches unter dem Ertz-Bifchoff zu Prag stehet, gehörig, liegt in dem Bechiner - kreis, ohnweit La-bor. Zeit. topogr. Leibern, p. 20. Balbin. miscel. dec. I.lib. III. c. 7. §. 4. p. 78.
Clofter-Neuburg, siehe Rloster-Neuburg.
Closterthal, ein thalgelend im Walgöw, das sich vomArliberg und dem dorfe zur Stuben an, dem Wasser Alfentznach (das oberhalb Pludentz in die Jll fällt) auf etliche stun-den lang hinunter ziehet. Es hat den nahmen vom fleckenzum Clösterlein, welcher nebst Pratz und Talas darinnen liegt.Guter. Rhaet. lib. XIV. p. 220. Stumpf, lib. X. p. 550. *
(Dotarius I der alte zugenannt, Clodoväi l. fohn, hattezuerst das Königreich Soissons , bekam aber nach seiner brü-der und vettern tode noch darzn Austrasien , und endlich dasgantze Königreich Franckreich. Er führte zweymal krieg inBurgund, nemlich an. 52z. und 2?. (s. Clodomtrus.) undtodtete seines bruders Clodomiri söhne, Theobaldum und Gon-terium, welche er von seiner mutter Clotilde , unter dem vor-wande, sie in ihr vetterlich erbtheil einzusetzen, heraus gelockethatte. ( a ) An. ;;i. half er seinem bruder Thiderico in der er-oberung des landes Thüringen ; (s. Theodoricus ) und alser nachgehends mit seinem bruder Childeberto in krieg ver-sahen , riß ein grosser stürm ihre armeen von einander, dasie im begriff waren mit einander zu schlagen. 0 ) Wie nunhierdurch ihre Uneinigkeit wieder vertragen, thaten sie beyder-seits mit einander einen einfall in Spanien , wurden abergeschlagen. (s. Lhildebertus.) Als an. $48. seines bruderssöhn Theodebertus, und an. ^2. auch dieses letztern söhnTheobaldus gestorben, succedirte er im Königreiche Austra sien , mit ausschlieffnng seines bruders Childeberti, dem diehelfte davon gebühret hätte, (c) An. 5(5. schlug er die Sach-sen und Thüringer an der Weser, welche sich empöret hatten,und verwüstete em groß theil Sachsen-landes, auch gantz Thü ringen . An. 5??. soll er abermal einen zug wider die Sach-sen vorgenommen haben, weil sie aber den vorigen tributversprachen, hak er abziehen wollen; allein die vornehmstenFränckischen Herren haben ihn genöthiget, sich mit den Sach sen in eine schlacht einzulassen, welche letztern noch vor derschlacht die helfte ihres landes Clotario dargeboten; als er aberauch dieses ausgeschlagen, hat er von den Sachsen eine sol-che Niederlage erlitten, daß er fast den frieden von ihnen bit-ten müssen. Sein bruder Childebertus aber reitzte aufs neuedie Sachsen wider Clotarium , welche dann an. c^.bisDeutzüber den Rhein giengen ; denen aber Clotarius mit einer gros-sen armce entgegen kam < und sie in unterschiedenen harten tref-fen dahin brachte , daß sie frieden bitten , und 500. ochsenzum jährlichen tribut versprechen musten. (rf) Es hatte auchdieser Childebertus, des Clotarii söhn, Chramnum zu einerconspiration wider seinen vatter verführet, jedoch konnte er nichtden ausgang davon sehen, weil er bald darauf starb, und alsoClotarium zum einigen Regenten von Franckreich hinterließ,welcher seinen söhn vor dieses mal pardonirte. Als er aberzum andern mal die waffen wider seinen vatter ergriffen hatte,ließ ihn derselbige mit seiner gantzen familie in einer mit strohgedeckten Hütte verbrennen, worüber er sich aber nachgehendsheftig grämete. >-) Endlich, als Clotarius sich an. $61. imWalde zu Cuise zu sehr mit der jagd übernommen, überfiel ihnein heftiges fieber, daran er in selbigem jähre im 64sten sei-nes alters, und hosten seiner regierung starb. (/) Man sagt,daß er ein geschickter, verständiger, tapferer und freygebigerHerr, aber darneben sehr wollüstig , grausam unb ehrgcitziggewesen sey. (g ) Er hat 6. gemahlinnen gehabt: 1.) Ingon-de, mit welcher er gezeuget Kontier und Childebertum , wel-che beyde vor ihm gestorben ; ferner Charibertum, König vonParis ; Guntram , König von Orleans und Burgund; Si-gebertum, der König von Austrasien worden; und Clvdohin-den, eine gemahlt» Albini des Longobardischen Königs. 2.)Haregonde, der Jngonde schwester, welche ihm Chilpericum,König von Soissons , gebohren. 3.) Chunsene oder Gunsine,
eine mutier des unglücklichen Chramm. 4.) Die H. Rade-gonde, Bertharn Königs in Thüringen tochter. t) Gun-btuw, fetneö (>^«0 Clodomirs wittwe; und 6 .) Waldra-de , Theobaldr Komgs von Austrasien wittwe. Nach seinemtobe wurde das Francklsche Reich unter seine jetztqedachte 4.söhne Charkbertum , Guntram , Chilpericum und Siqebertumdergestalt getheilt, daß Chanbertus zu Paris , GuntramuszuOrleans, Chilpencus zu Soissons , und Sigebertus zu RheimSresidirte. <^) Die grentzen von eines jeden antheil waren an.ders, als zu den zelten ihres vatters, weil Franckreich durchden zuwachs von Burgund grosser worden. (,) (a) Gree. Tutlib. III. c. 18. 0) Id. lib. III. c. 28. Gefl. Reg. Franc. c. 2;'.(c) Greg. Tur. lib. IV. c. 9. (d) Id. lib.IV. c. 10. 14.Append. adMarcell. chron. (e ) Greg. Tur. lib. IV. c. 3. 9.I}. 16. 20. Geß. Reg. Franc. c. 28. (/) Marias , in chron!Greg. Tur. lib. IV. c. 21. Fredegar. c. 33. Aimoin. lib. II.c. 17. conf. Pagi, erst. in Baron . tom. II. ad. an. 56$. n. 8.(g ) Daniel, bist de France , tom. 1 . col. 152. ( h ) Gregor.Tur. lib. IV. c. 22. (i) Daniel , d. tom. I. col. 15}.
Clotarius II. der grosse oder der junge zugenannt, Kö-nig in Franckreich, kam nach feines vatters Chilperici 1 . Kö-nigs zu Soissons , tode an. 584., da er nur 4. monat alt war,zur regierung. Weil nun seine mutter Fredegonde sich vorBrnnehilden gewöhnlicher arglistigkeit, und vor des Königsvon Austrasien Childeberti macht furchte, ersuchte sie Gvntran,den König von Burgundien, Clotarii vetter, daß er dessen be-schutzer seyn möchte, wvrzu sich auch dieser gar willig be-quemte , und nicht allein Childebertum von allem feindlichenunternehmen abhielte, sondern auch den aufgeworffenen Kö-nig Gondebaldum bald anfangs unterdrückte, und die conspi-ration der Grossen, die es mit demselben hielten , zernichte-te. («) Er setzte auch einen eigenen Rath, welcher nebst Fre,degonda die vormundschafft des jungen Clotarii führen sollte,ließ aber hernach, da Clotarius sollte getauft werden, etlicheBifchöffe und 300, andere leuthe schwören, daß er Chilpericiächtes kind seye. ( b) Nach Gontrans tode nahm sich Fre-degonde ihres sohns selbst an wider Childebertum, und schlugdenselben an. 593. in der schlacht bey Soissons , da sie denjungen Printzen selbst mit bey der armee hatte, um ihren leu-then durch seine gegenwart einen desto grösser» muth zu ma-chen. O) Nach Childeberti tode siel >ie in Austrasien ein,und erhielte einen sieg bey Latofao; als sie aber zwey jähr her-nach dieses zeitliche verließ, warb Clotarius von Theobertound Theodorico des Childeberti söhnen feindlich angefallen,welche, wo sie nicht selbst unter einander uneinig worden wä-ren , ihm viel zu schaffen würden gemacht haben. Nachdemaber der erste an. 611. getödtet ward , und der andere im fol-genden jähre an der rothen rühr starb, ererbte Clotarius bey-der ihre länder, und ward dadurch König und Monarchvon gantz Franckreich. Es waren zwar von Theodorico nochvier Printzen übrig , aber Clotarius bestach Garnerium , derBrunichildis vertrautesten Minister, und bekam sie dadurch al-le in die Hände, ließ den ältesten unb noch einen andern um,bringen, den dritten schickte er in Neustrien , und ließ ihn schlechterziehen, der vierte kam sonst um; und hierauf unterwarfensich die Austrasier und Burgundier Clotario ohne widerstand,nachdem er Brunichilden hinrichten lassen. ( d ) Die Longo-barden machten sich, gegen erlegung einer grossen summe gel-des , frey von dem tribut, den sie bisher den Franzosen be-zahlten. ( e ) Nach diesem gab Clotarius seinem ältesten söhneDagoberto das Königreich Austrasien , und als die Sachsendiesem ins land fielen, auch ihn aus dem felde schlugen, kamihm Clotarius zu hülsse, töbtete der Sachsen König Bertal-dum in einem duell, worauf seine armee einen grossen siegerhielt, nach welchem er alle gefangene, so die lange seinesfchwerdts übertroffen, hinrichten ließ. (f ) Etliche mvnatehernach, an. 628. starb er im 45. jähre seines alters. (g) Erhat drey gemahlinnen gehabt, welche, wie insgemein dafürgehalten wird, Holdetrude, Bertrude und Sichilde geheissen.Mit der ersten soll er gezeuget haben Meroveum, der in derschlacht bey Etampes an. 603. gefangen und umgebracht wor--den, und Dagobertum , welcher König in Franckreich worden.Wiewol einige die andere gemahlin Bertrude für des Dago-berti und Chariberti, Königs von Aquitanien mutter ausge-geben. (a) Greg. Turon. lib. VII. c. $. ad fin. {b ) Id. lib.VIII. c. 1. n. 9. ( c ) Geß. Reg. Franc. c. 3 6. (d ) Ibid. c. 37.Fredegar. c. 20.47. (e ) Fredegar. c. 43. (/) Id. c. 33.Geß. Reg. Franc. c. 41. (g ) Conf. le Co'mte , annal. eccl.tom. II. ad an. 628. Pagi , in erst. in Baron . tom. II. ad an.628. n. 8-
Clotarius III. König von Franckreich und Burgund , suc-cedirte an. 656. seinem vatter Clodoväo II. In währender Min-derjährigkeit führte seine mutter Batildis mit sonderbarer klug-heil die regierung , als sie aber ins kloster gieng, war alle ge-walt bey dem Majore Domus Ebroino, der nach gefallenherrschte. Unter währender regierung geschahe nichts merck-würdiges, als daß Clotarius Bertharido wider Grimoaldum,der Longobarden König, beystund, aber mit feiner armeegeschlagen wurde. ( Siehe Bertharidus. ) Clotarius fiarbetwa» an. Ü14. oder öi;. im i7den jähre seines alters obneerben. Von der zeit feiner regierung sind die scribenten nichteinstimmig, indem einige 4., andere n., andere 14. jähr setzen.
3vm