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nföm succedirte sein bruder Chtldericus II. Fredegar. In suppl.hüt. Gregor. Turnn. Auiior de gest. Franc. Chron. de Mois-sac Ado Viennens. continuat. Aimoini. Sigtb. la vie dc S.Vandrille. Vit. S- Leodegarii.
Clotarius IV. welchen einige für Thiderici II. andere vorDagobert! II. sehn halten, wurde durch Carolum Martellumzum Könige proclamiret, und Chilperico II. entgegen gesetzt.Allein er behielt diesen titul nicht lange, indem er ohngefehri7 monat hernach an. 718. oder iy. starb. Fredegar. contin.Benfibenim. Vales. ( Siehe CctCOlUO NaNellUS. )
(fiotctt, ein grosses dorf in dem Canton Zürich / eine meilevon bannen, an der Haupt-straß gegen Schaffhausen gelegen,hatte vor dem einen eigenen berühmten Adel, der auch vondiesem ort seinen nahmen und stamm hergebracht. Des-sen angehörige sind vtel und oft an verschiedenen orten zu geist-lichen und weltlichen dignitäten gelanget, und möchte'die-ses wol das nemliche seyn, aus dem schon oben unter Clodh,einiger abstammender Personen Meldung geschehen. In Zü rich haben gelebt an. im. Rudolph von Cloten , Ritter; an.n86. Burckhard ; an. 1216. Johannes; an. 12;;. Reinhard;an. 1259. Ulrich; an. 1265. Heinrich; an. 1282. Wilhelm;an. 1297. Heinrich , allesamt des Raths von Rittern. Chor-Herren zu Zürich waren an. 1289. Johannes, an. i; 12. Hein-rich Werner und Wilhelm. An. 1278. lebte Rüdger, Chor-Herr der Probstey zu Zürich und Leuthpriester zu Horgen .An. 1297. Conrad, war Abt zu Fischingen . An. 1286. sindzwey Herren von Cloten zu Sempach erschlagen worden.Dürsteler, Zürich -geschlecht-buch. An. 1724. wurden einevicrtcl-stunde wegcs unterhalb dem dorfe Cloten auf einemkleinen Hügel , allwo vor diesem die Edlen von Cloten ih-ren Edel - sitz sollen gehabt haben, verschiedene merckwür-digc antiquitäten entdecket, als nemlich ein vavimenrumtesselatum, welches aus kleinen gevierten meistens grau,blau und weissen steinen mit allerhand kunstreichen strichen,rautcn - rosen - dlum - und schlangen - werck fvrmiret, ohn-gefehr 38. schuhe lang und 10. schuh breit ist; ferner neben an-derm mauer-werck auch ein boden von marmor und aladasterbcfcht, samt einigen alten instrumenten; ein paar opfer-,nester, ein griffet, drey bis 4. Medaillen von Traiano undCaracalla, verschiedene anzeigungen einer alten wasser-leitung,abgebrochene stücke eines Hcydnischen altars, bey dem asche,kohlen und knöchlein gefunden worden; zwey grosse oval-stücke bley, deren das eine 44. das andere 46. pfund im gewichthält; zwey ringe von ertz , ein aller schlüffel; bruch - stückevon grab-töpfen, und eine platte von thon, als woraus ge-schlossen wird, daß ein alter Heydnischer tempel und bäderallda müssen gestanden haben. Auf einigen gebackenen stei-nen waren zu lefen die buchstaben Feg. XIC. P. F. Auf an-dern Leg X. S. C. VI. Dieses alles ist nach Zürich auf diedasige bürger-bibliotheck hingebracht worden. Eine ausführ-liche befchreibung nebst gelehrten Muthmaßungen hat Ioh.Baptist« Ott, Archidiaconus zu Zürich , davon heraus ge-geben. So werden auch von andern Zürichifchen Gelehrtennoch fernere erläuterungen hierüber erwartet. *
(flotho, die jüngste von den Parcen, welche, Hesiodi berichtnach, des Jupiters und der Thcmis töchter sind, und wie dieHeyden vorgaben, die fäden des menschlichen lebens spinnen.Clotho ist diejenige, welche den rocken hält. Hesiod. in theogon.
Gt. (flotilde oder Lbroctilde von Burgund , Königinvon Franckreich, Clodvvai des ersten gemahlin , war Chilpe-rici tochter, Gondebaldi aber, Königs m Burgund baase, beydem sie sich aufhielt. Dieser Gondebald hatte Chilpericum sei-nen bruder, der Clotildis vatter, ermordet und um das Reichgebracht. Daher als Clodoväas um sie anhielte, wollte er insolche Heurath nicht willigen, unter dem vorwande, daß Clodo-väus ein Hende wäre. Jedoch ward endlich an. 493,. selbigedurch Vermittelung Aureliani, des Gesandten Clodoväi, voll-zogen, worbey die alten scribenten viele fabeln zu erzehlenwissen. Diese Clotilde half nachmals viel dazu, daß Clodo-väus den Christlichen glauben annahm. Nach feinem tobe an.zu. begab sie sich in das kloster zu Tours, und verinahnte ihresöhne beständig zur einigkeit, hatte aber doch das unglück,daß sie einen einheimischen krieg unter denselben erleben muste,und nicht vermögend war, sie wiederum zur einigkeit zu brin-gen , wiewol einige den grossen stürm, welcher verhinderte,daß Childederti und Theodeberti armee wider Clotarium nichtsausrichten konnte, ( s. Llotarius I.) ihrem gebäte zuschrei-ben. Endlich starb sie zu Tours an. 346. oder 48. nachdemsie 70. jähr alt worden. Gregor. Tur. lib. II. c. 28. & lib.IV. c. I. Fredegar. c. 18. feg. conf. Fagi, erst. in Baron ,tom. H. ad ann. 333. num. 31.
Clotilde , Clodoväi I. und der H. Clotilde tochter, wurdean. 317. an Amalricum, der West-Gothen in Spanien Kö-nig , vermählet. Dieser Arianische Herr suchte erstlich durchfreundlichkeik sie zur Veränderung ihrer religion zu bewegen ;als er aber sahe, daß seine mühe vergeblich war, trachteteer durch allerhand grausame und schimpfliche niittel seinenzweck zu erlangen , indem er sie bisweilen dermassen prügelte,daß sie blut ausspiehe, und wenn sie zur kirchen gieng, mitkoth bewcrffen ließ. Da nun Clotilde solches nicht längerausstehen konnte, that sie es ihrem bruder Childeberto zuwissen, und schickte ihm so gar ihr schweiß-tuch zu, womit
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sie nach empfangenem harten tractamrnt ihr blut abgewischethatte; tvelcher bald darauf mit einer mächtigen armee inAmalrici länder einfiel, ihn in einem treffen erlegte, undseine schwester erlösete, welche aber auf ihrer reise nach Franck-rcich an. 33 I. starb. Gregor. Tur. üb. III. c. 10.31. & 29.Aitnotn. lib. II. c. 8. & 9. &c. *
* Clotte, Clotildis, Lrotilde, oder auch Rotilde, diegemahlin Thierry I. Königs in Franckreich, Clodoväi III. undChildederti III. Mutter, lebte um das jähr Christi 68->. Srehiesse dem zunahmen nach Doda, welches fett, und wohlbey leib anzeiget, und in dem heutigen Französischen Dodueausgedruckt wird. Dieser beynahme hat viele von den Fran-zösischen geschicht-schreibern aus versehen glauben gemacht,diele Doda sey eine andere Person als Clotildrs, und die zweytegemahlin des Königs Thierry gewesen. Ihr begräbnis wirdnoch mit deö Königs grufte zu St. Bast d'Arras gewiesen.
Fredigariui. Aimoinm. Valois. Mezeray &c.
* (flotten , ein ort an der Mosel , nicht weit von dem zusam-men,luß der Mosel und des Rheins, in dem ehemaligen Ar-denner-wald. Hermanni Hertzoqs und Pfaltzgraftns söhn,Ezo oder Ehrenfried, erbte eS von seinem vatter. Toiner. hist.Palat. 2. p. 23. Iunckers Anleitung zur mittlern geographie, II.i i. p. 424. Es gehoreten zu Clotten auch Meftnich und Rile.Dieses zusammen schenckte seine tochter Rtcheza, vermählteKönigin in Polen , dem kloster Brauweiler . Gelernt«, vindic.B. Richezie. Toiner. I. c. 9. p· 262. Doch bleiben die Pfaltzrgrasen Advocaten darüber. Ge!emw,\.c. Toiner. 1. c. 3. p.87· 9. k>. 262. Richeza ließ auch eine capelle darin,! bauen.
Gelemus , 1 . c. p. 23. Toiner. 1 . c. 3. p. 87. 9. p. 263.
* (flotz , Clozius, (Johannes) von geburt ein Teut-scher , und Cantzler des Landgrafen von Hessen-Cassel , kaman das licht der weit an. 1343. Seine geburts-stadt warWetzlar nahe bey Marpurg, wo er studirt hat. Von bannengieng er seine studien fortzusetzen naher Paris , Düsseldorfs,Dole, Genfrc. und kehrte wieder nach hause, und legte sichauf das dociren. Endlich ward er seiner fähigkeit wegen beydem Landgrafen zum Hof-Rath, und nach der Hand zum Cam-mer-Herrn gemacht ; starb aber schon im 43. jähre seines al-ters an. 1388. ehe er sich hoher schwingen konnte, dessen erdoch nicht so gar begierig muß gewesen seyn, dieweil er vonseiner Hof-Raths-stelle abgebäten, und erst hernach auf vielesansuchen des Landgrafen fast gezwungen die Cantzler-stelle ange-nommen hat. Siehe Melchior. Adami vitas Jurec. Germano-rum , welcher doch von seiner Cammer-Herrn-stelle nichts mel-det, wiewol Moreri ihn darzu machet, und zwar nicht glänb-lichcr weise, da diese stelle ehender Adelichen als Doctoribus,die Cantzler-stelle aber fast nur Gelehrten aufgetragen wird,und möchte bey Air. Moreri wohl das wort Lüaneellier undChambellan verwechselt worden seyn.
(flotfius, (Stephanus) dieser Theologus ist an. 1606.zu Lippe in Westphalen gebohren worden, allwo sein vatterPastor bey der Marien-kirch und Senior des Ministerii war,welchen er aber schon an. 1612. verlohren, doch blieb er beymstudiren, und gieng an. 1618. nach Soest ins Gymnasium,und von dar wendete er sich gen Marpurg , die studia Aca-demica zu treiben. An. 1627. gieng er nach Rostock , allwoer Magister worden, und angefangen, andern GoUegia Psiilo-fophica zu halten. An. 1630. hielt er eine disputakion de Den& Attributis Divinis , in welcher ihm ein alter Jesuite undDoctor Theologie , der mit einem gantzen schwärm (dannes hatten damals die Kayserl. die stadt inne) ins Auditoriumgekommen, Über die 3. stunden lang heftig opponirt hat,aber nichts wider ihn ausrichten können, und beym beschlußzu ihm sagte: Landn tnum candorem, ich lobe deine auf-richtigkeit. DerJsiath zu Rostock machte ihn darauf zumArcbidiacono der St. Jacobs-kirche, und an. 1632. zum Pro-fessore Theologie , worauf er, an. 1633. den Doctorat ange-nommen. An. 1636. machte König Christian IV. in Dänemarckihn zum Superintendenten in Schleßwig. An. 1639. wurdeer Probst zu Flensburg und Pastor zu St. Nicvlai. KönigFridericus III. in Dänemarck berufte ihn nach Coppenhagen,und machte ihn zu seinem Kirchen-Rath, er war aber kaumallda angelangt, so fiel er in eine gefährliche kranckheit undstarb an. 1668. Er hat geschrieben , Tractatum de Angelola-tria; de Baptisino ; Pneumaticam ; Historiam Magorum, &c.Witte, memor.Theol. p. 1613. & diar. biogr. ad an. 1668.*
St. (flou oder Chlodulfus, Bisthoff zu Metz , war einsöhn des H. Arnulphi. Er lebte anfänglich an dem Franzö-sischen Hofe in grossem ansehen , und verwaltete die vornehm-sten geschäffte des Reichs , nahm aber hernach um das jähr664. auf, vielfältiges ansuchen der Geistlichkeit und des volcks,die Bifchöffliche dignität zu Metz an. An. 703. im 90. jährefeines alters, soll er zum Ertz-Btschoff zu Trier ernennet, wie,wol einige zeit darauf von bannen wieder vertrieben wordenseyn. Er starb an. 718. Faul. Warnefned , de Episc. Me-tens. Meurijj'e , l’hiit. de l'Eglis. de Mets.
St. (flou oder Clodovaldus , ein söhn Clodomori, Königsvon Orleans . Er wurde nach dem tobe feines vatters an. 324. zuParis bey seiner groß-mutter der H. Königin Clotilde nebst sei,nen beyden brüdern, Theobaldo und Gontiero, auferzogen; aberihres vatters bruder Clotarius I. ließ diese Printzen, unter dem
vorwande,