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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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942 cra

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14??. wurde Crainburg von der partey des Grafen von Cfllyeingenommen , allein des Kayscrs Fridencr volck bemächtigtesich wieder gar bald derselbigen. An. 1668. den aug. wur-de die stadt über die helfte in die asche geleget. Sie rst nicht«roß, hat aber seine gemauerte Häuser, jedoch keinen brnnnen,daher das Wasser aus den flüssen ziemlich hoch muß hinauf ge-tragen werden. Latius, de Rep. Rom. üb. XII. £5. c. 4.Valvasors Crain, lib. XI. p. no. leg.

* Crajova, eine kleine stadt im gebiethe von Temeswar inUngarn , am fluß Tismana an der grentze der Wallachey.

* Crakanthorpius, (Rich.) ein Engellander,gebürtig auSder landfchafft Westmorland, war Doctor Theologie, unddes Königs Jacobi Hof-Prediger, als er an. 16-4. dennov. mit tode abgieng. Er hat Justiniani Imperatoris contraBaronium Defensionem, Lvnden 1616. in 4. DefensionemConstantini, ibid. 1621. in 4. Ecclesi® Anglicana: Defensio-.nem contra M. Ant. de Dom. injurias, ibid. 1625. in 4. In-iroductionem in Metaphyficam, Oxford 1619. in 8. Logicam,Londen 1622. in 4. rc. geschrieben. Wood.

* Craliza, eine inful auf dem Theiß -fluß in Ungarn un-weit Belgrad .

Cramaud, ( Simon de) Cardinal und Patriarch vonAlexandricn, war gebürtig von Cramaud, nahe bey Roche-chouart in Poitou, und kam wegen seiner meriten und geburtin ansehen. Er wurde Requctenmeister und Cantzler beyJohanne von Franckreich, Hertzog von Berry, Grafen vonPoitou, rc. einem söhne Königs Johannis. An. r; 8 r. succe-dirte er Bertrando von Maumont, Bischoff zu Poitiers , her-nach wurde er Patriarch zu Alexandrien , und JohannesXXIII. gab ihm an. 141;. den Cardinals-Hut. Er ließ sichangelegen seyn, die damals in der kirche entstandene spaltungbeyzulegen, und präsidirte auf verschiedenen zufammenkünften,die deswegen angestellet worden. Er befand sich auch aufdem Ooncilio zu Pifa, woselbst er zu dem Ertz - BißthumRheims transferiret wurde, da er schon Patriarch von Ale­ xandrien war. Er bekam auch die administratton der kirchezu Carcassonne , und starb an. 1429. daccon. in Joh. XXIII.Besty , des Eveq. de Poit. Spondan . in annal . Sammartb.Gali. Du Puy , bist. de Schisme .

Cramborn, siehe Lranborne.

Cramer, (Daniel) wurde zu Retz in der Reumarck an.i;68. den 20. jan. gebohren. Sein vatter war Martin Cra-mer, Prediger daselbst. Nachdem er sich bis ins 1,. jährseines alrers zu Hause aufgehalten, und in der schule daselbst denersten gründ der studien gelegt, kam er an. 1581. nach Lands­ berg , woselbst ihn Johannes Capito in der Griechischen und La­ teinischen spräche unterwies; und da Capito der religion hal-ber diesen ort verlassen muste, folgte ihm Cramer, und hieltsich noch ein jähr bey ihm auf. Hiernächst tractirte er vonan. 1584. bis i; 88 . feine studien, theils in bem Paedagogio zuStettin , theils auch in dem Gymnasio zu Dantzrg. Als er zuhause kam, und die schule kernen Rectorem hatte, stund erderselben eine kurtze zeit vor, und begab sich darauf nach Ro­ stock , seine studien ferner zu prosequiren. Hieselbst legte erauch unterschiedene specimina seiner erudition ab, und dispu-tirte an. 159°. unter dem Prasidio des Duncani Liddelii, ei-nes Schottländers , über gewisse thescs, die aus dem aan-tzen Organo Aristotelico gezogen waren, und läse daraufuberHeiland, Ethicam Aristotelis. An diesem Oft wurde auch sei-ner inspection Oliqerius Rosenkrantz, eines vornehmen Däni-schen Minist» , Georg« Rosenkrantzens söhn, anvertrauet,mit welchem er hernach sich nach Wittenberg begeben, nach-dem er vorher» zu Rostock den titul eines Magist» erhalten.Als er sich zu Wittenberg befand, bekam er unterschiedene vo-cationen; er erwehlte aber die Profeffionem extraordinariamLogices, wurde auch dabey Infpector der Stipendiaten, undtractirte die Philosophie so , daß er nicht unterließ , sich auchin der Theologie ferner zu üben. Von Wittenberg wurde ernach Stettin beruffen zum Arcbidiacono , Professore bey demGymnasio, und Assessore Consistorii, welche stelle er auch an-trat , nachdem er vorhero Oligerium Rosenkrantz seinen eiternin Dänemarck wiederum überliefert hatte. An. 1497. wurdeer Pastor bey der Marim-kirche und Infpector des Gymnasii,und im folgenden jähre zu Wittenberg Doctor Theolog,«, daer bereits vorher den gradum eines Licentiati angenommen.Er bekam daselbst zwar unterschiedene vocationen zu ansehn-lichen ämtern; er wollte aber diesen ort nicht verlassen , undstarb allda den oct. an. 1637. Er hat sehr viele schriftenhinterlassen, als : Difputationes octodecim de prsecipuis Lo-gic® Aristot. partibus; Isagogen in Metaphyficam Aristote-lis ; Tractatum de fublimi Corporis Beatorum fpiritualis My-fterio; fanam Doctrinam de Prajdestinatione; Scnolas Prophe-ticas; Arborem hsretic® Confanguinitatis , &c Auslegungder gantzen H. Schrift, rc. unterschiedene Philosophische undTheologische streit - schriften wider Eliam Hasenmüllerum ,Beurhlisium, Jacobum Gretsernm, Pelargum, Servatium,einen Jesuiten , rc. die grosse Pommerische kirchen - chronicke,und viele andere. Witte , memor. Theol. dec. IV. & in diar.biograph, Freherus , in theatro.

Cramer , (Johann Jacob) wurde zu Ellg in dem CantonAunch, aüwv stin vatter gleiches nahmens Pfarrer war, an.

167;. den 24. ,an. gebohren. Nachdem er zu Hause den gründju.denstudien gelegt, begab er sich an. 1692. auf die Univer­ sität Altorff zu dem berühmten Wagenseil und Stürmen. Hier-auf that er eme reise nach Utrecht und Leiden, und kam daselbstdurch ferne gelehrsamkeit bey Triglandio, Spanhemio undWltsio in besondere Hochachtung. Als er hieraufscin vatterlandbesucht, trieb ihn das studium der Orientalischen sprachen wie-der an eine reise vorzunehmen, und gieng erstlich zu seinemvormaligen lehrer dem Wagenseilio nach Altorff, hernach aberbesähe er fast gantz Teutschland, Ungarn , die Niederlande , En-gelland und Franckreich. Als er sich zu Paris aufhielt, bekamer von dem Rath zu Zürich an.1696.eine Vocativ« zu der Profes-sion der Orientalischen sprachen, und beschleunigte deswegenseine zurückkunft in sein vatterland. In eben dem jähre bekamer von dem Fürsten von Nassau eine vocation zu der VrofeffioneTheologie , der Orientalischen sprachen und der kirchen-histo-rie zu Herborn , welche er auch (nachdem der Rath zu Zürich ihm die erste Profession aufbehalten) iin folgenden jähre an-trat , nachdem er zu Basel von Samuele Werenfelsio zumDoctore Theologie creirt worden. Er verwaltete auch die-selbe , so viel sein kräncklicher zustand leiden mögen, mit be-sonderm fieiß, als er aber zwey jähr hernach seiner gesund-heit wegen eine reise nach Zürich that, starb er daselbst den9. febr. an. 1702. mit ungemeinem bedauren aller Gelehrten,die ihn gekannt, als welche durchgehends etwas grosses vonihm erwartet hatten, wo er länger im leben geblieben wäre.Seine vornehmste schriften sind : Exercitationes de Ära exte-riore Templi sccundi und Theologia Israelis. Sein lebe«hat I. Scheuchzcr in Nov. Lit. Helvet. ad an. 1702. aus-führlich beschrieben.

* Cramer, (Joh. Rudolff) ein Schweitzerischer Theologus,war ein druder des vorhergehenden, und zu Elgg in dem Can­ ton Zürich , allwo sein vatter Johann Jacob Pfarrer war, den14. febr. an. 1678. gebohren. Seine Mutter war Joh. JacobUlrichs, des bekannten Theolog, , schwester, in dessen Hauser auch den studien obgelegen. Anfänglich war er zwar derArtzney-kunst gewiedmet; allein, da an. 169;. sein vatter starb,wendete er sich auf die Gottsgelehrtheit, und ward an. 1699. mdie zahl der Prediger aufgenommen. In eben diesem jähre, dasein brudcr Jacob die Theologie zu lehren nach Herborn bcruf-sen wurde, gieng er mit ihm dahin. Nach zwey jähren begaber sich imch Leiden, und darauf nach Amsterdam , allwo er sichunter L-urenhusen in den Morgcnländischen sprachen üble.An. 1702. warb er in fein vatterland, die Hebräische sprächezu lehren beruffen. Hierauf folgte an. 170;. die Historie, undan. 1717. die Theologie, welche letztere er bis an seinen den 14.jul. an. 1717. erfolgten tod mit grossem fleiß gelehret. Seineschriften sind , ausser vielen disserrationen, Conititutiones : dePrimitivis R. Molis Maimonidis , cum verf. & not. Continua-tio & Supplementa historici Compendii Altingiani; Demon-strativ Theol. &c. Jac. Zimmermanm vita J. R. Grame».

* Cramer , ( Caspar) gebürtig von Erfurt , war Doctor Me-dicin®, und Anatomi ® & Chymi® Professor in seiner vatter-stadt, allwo er an. 1682. den iz.aug. gestorben. Man hatvon ihm Dissertationem de Acidulis , de Arclueo , Fabro Fe-brium intermittentium ; de Transmutatione Metallorum; deInundatione Microcoimi. Witte , diar.

* Cramer , ( Johannes ) ein Philosophus und Medicuszu Halderstadt, an. i;;o. gebohren, studtrte zu Wittenberg ,wurde des Phil. Melanchthonis biscipul, hierauf Gosiega inder schul zu Halle, ferner in der St. Marlins-schule zu Hal­ berstadt an. 1^62. zu Leipzig Philosophi * Magister, hernachAssessor der philosophischen Facultät, verwaltete auch das Re-ctorat, ward nachgehends Professor Phyiices, des kleinenFürsten -Gollegii Gollegiatus , und endlich Stadt-Physicus zuHalberstadt . Er starb an. 1602. den 2;. april am schlag,als er eben einen Patienten vor dem stadt-thore besuchen wol-len, im 72. jähre seines alters. Er hat Programmata und Dispu-tationes geschrieben. Lebens-beschreibung.

* Cramer, (Joh. Daniel) ein Resormirter Theologus,gebohren zu Hanau an. 1672. den ;. may, studirte zu Ha-nau, Herborn und Marpurg , wurde im 21. jähre zu Hanau Professor Philof. Philol. & Human. Literarum extraord.nach zweyen jähren aber ordinarius, an. 170;. Theol. extraord.und Rector des Gymnasii, an. 1707. Theol. ordinarius, und z«Heidelberg nach vertheidigter disputatio« de Grati® divinaeProgressu ad Posteros credentium Theol . Doct. CUI. 1709. aberzu Zerbst Theol. Fing. Gr. & Histor. Professor, wie auch Re-ctor Magnificus des Gymnasii Anhaltini, und starb den 2},vctobr. an. 171s. Neue Zeitungen von gelehrten fachen.

* Cramer, (Joh. Jacob) war zu Leipzig an. i6?8. den n.mertz gebohren, und starb daselbst als Pastor zu St. Johan-nis an. 1702. den 11. jan. Er hat Dissert. de Promiss. Vi-ts Stern, in Veteri Testam. ; de Vocatione Mellis ad Sacer-dotium ; de Causis & Mediis, qus Mahometisticam Religio-nem partim introduxerunt, partim adhuc conservant; deUbi Angelorum definitivo und de Syllogismo Christi Joh,VIII. 47· gehalten.

* Cramer, (Mart. Zach. ) gebürtig von Nordhausen , warDoctor und Professor Juris , wie auch Syndicus bey der Uni-versität