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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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len. Wie sie denn unter andern den schluß gefaßt, alle berühm-te musicanten zu einem wett-streit einzuladen, damit ein jederurtheilen möchte, ob sie ihr vorhaben erreichet hätten, oder nicht.Es ist aber solche durch einiger leuthen neid nicht völlig zu stän-de gebracht worden. Hißoire de la Mußque , ch. io. &c.Nemeiz,sejoiir de Paris . Bocberon , diff. für lorig. de lOpera. Marin.Mersennm , quEest. & Comment, in Genesin, art. XV.

* Academus, Ecademus, Hecademus, ein AtheniensifcherEdelmann, welcher zur zeit des Theseus qelebet, und dein Ca-stor und Pollux den ort, wo dieser ihre schwester Helenam hinentführet, entdecket haben soll ; welches die Lacedämonier sowohl vcrmerckten, daß, ohngeachtet sie sehr um Athen herumschwärmeten, und viel ungelegcnhcit hier und dar ansiengen,sie dennoch allezeit dessen, so Academo angehörete, schoneten.Dieter hatte in der vorstadt zu Athen sich zu seinem vergnügenein ltist-haus nebst einem schönen garten angelegt, welches Aca­ demia genennet, und nach der zeit von Platone zu einer lehr-schule gebrauchet worden. Siehe ACADEMIA an seinem ort.

Pausanias, in Atticis. Laertius. Plutarcbus, in Thefeo, in Sylla,in Cimone. Harpocratinn. Suidas .

Acadia, siehe Accadia.

Acadine oder Delles, ein brunnen in Sicilien, war wegender proben in eidfchwüren berühint, da die Worte des eidcsauf ein bret geschrieben, und in das Wasser geworffen wurden.Wenn nun das bret zu gründe gieng, war es ein zeichen, daßein meyneid begangen worden; dafern es aber oben aufschwam,zweifelte man nicht an der Wahrheit des eidschwurs. Diodor.Sicui üb. XL

Acafran, ein fluß in dem Königreiche Tremesen in Africa.Vor diesem wurde er Celef oder Quinalef genennet; heutigestages heißt er Vetxilef. Manml. Üb. VII. c. 50.59. 40.

* Acaicus, litte nebst Vitico, und 4. andern den märtyrer-tod zu Nicomedia, welche deswegen den 8 . jun. zu ihrer Ver-ehrung bekommen. Univerf Lexic .

Acajus, siehe Achajus.

2lcalandre, siehe Salandra.

* Acalanthis, eine der 9. töchtern Pieri Königs in Ema-thia. Als Jupiter sich mit den 9. Musen, die er mit der Mne-mosyna gezeuget hatte, daselbst aufhielt, so hielten diese mitdenselben einen wett-streit in der music anfdcm Helicon. Wennaber die töchtere des Pieri zu singen ansiengen, so entstund einesolche finsternis, daß niemand ihrer music zuhören wollte, da-gegen durch den gesang der Musen, der Himmel, das gestirne,das mcer und flüsse unbeweglich wurden, und diese music endlichzu den göttern durch die wolcken drang, bis der Pegasus auf an-geben des Neptuni diesem streit ein ende machete, und mit deineinen fuß den gipfel des berges herunter stieß. Weil aber sichsterbliche unterstanden mit den gottinnen zu certiren, so wur-den sie von den Musen in vögel, und sonderlich diese in einacalanthidem , das ist in einen zeisig oder stieglitz verwandelt.Anton. Liberal, c. 9. Wiewol bis dato noch nicht ausgemacht,welche bedeutung des Griechischen dKctba.vd'U von diesen bey-den arten vögeln die wahrhaffke. Andere meynen, daß sie ins-

f estrmt in elstern verwandelt worden. Ovid. met. V. v. 66 9.Bie dieser Printzcßin ihr nähme vor der Verwandlung gcheissen,wollen wir anderer ihrer Untersuchung überlassen, üniv. Lexic .

* Acalarites,der nähme eines flusses beym Estathio in iiiad.Homerus gebraucht es als ein beywort des Oceani, und derScholiaste hat es als ein ruhig fliessendes wasser erkläret. U-

niverfal-Lexicon. t

* Acale, eine ftadt des glücklichen Arabiens. Ptoknmus.* Acalzike, eine wichtige vestung auf dem berg Caucasus,bey welcher ein aus vier oder fünf hundert häustrn bestehenderstecke sich findet, welcher von Turcken, Armeniern, Georgiern,Griechen und Juden bewohnet wird. cbardin.

Acamante, oder Acamas,sonst auchCrusocco und Capo di8. Epifanio genannt,ist ein vorgeburge in der insulCypern,an derfeite gegen abend. Vorzeiten war auch daselbst eine stadt diestsnahmens mit einem Ertz-Bißthmn, derer Prälaten llntcrschriftman in etlichen Conciliis findet; heutiges tages aber sind nur ei-nige wenige Häuser von dieser stadt,vorhanden. Strato, üb. XIV.

Ptolem. de Lußgnan.

Acamantis, eine von den 12. zünften der Atheniensifchenbürgerschafft,führte diesen beynahmen von Acama, dem söhn desThesci. Dieter Printz soll auch eine stadt in Phrngicn erbauet ha-ben,welche gleichfalls ihren nahmen von ihm bekommen. Suidas .

Acamapixtli, der ersteKönig zu Mexico,vergrösserte die stadtmit vielen stattlichen gcbauden, und starb,nachdem er 40. jat)t re-gieret hatte. Er überließ den Mcxicanern die freyheit, einen eige-nen Konig nach belieben zu crwchlcn, ungeachtet von ihm unter-schiedliche eheliche Ander hintcrblieben. Acosta , üb. VIII. c . 8 -Acamas, ein Fürst in Thracien , hat den Trojanern hülffegeleistet, wie Homerus meldet: welcher auch noch eines andern,eben dieses nahmens, gcdcncket, so des Antenors söhn gewesen,und seiner schamhafftiqkeit halber unter die göttcr gerechnet wor-den. Angleichen hat Theseus einen söhn dieses nahmens gehabt,wie zuvor unterAcamantis gedacht worden. Homer , iiiad. üb.ll.

)lcamas, des Theseus söhn, zog mit andern GriechischenFürsten in den Trojanischen krieg, und ward mit dem Diomedesan dieTrojaner abgeschickt,dieLelcnam wieder zu fordern.Jhrsu-chen war zwar frucht! oszalleinAcamas machte aus eine andere art

fein glucke. Laodice, des Königs Priami tochter, verliebte sichgantz sterblich in ihn, und nachdem ehre und schäm zu wenigwaren, diese Neigung zu dampfen, eröffnete sie ihren kummer derPhilobre, des Perseus gemahlin, die denn aus mitleiden gegen ih-re freundin ihren gemäht dahin dispvnirte, daß er erst mit Aca-mas freundschafft machte,und nachgehends bey demselben erhiel-te, daß er einem prächtigen gastgebote beywohnte,da denn diesemzu nacht die Laodice, unter dem verwand, daß es eine von denKöniglichen cvncubinen wäre,ins bette gebracht wurde. Daß dieverliebteLaodice diese nacht wohl angeleget habe,wiese sich nach 9.monaten durch die geburt des jungen Munitus, den die mutierdie Abdra,Acamas groß-mutter vom vatter her,welche Paris aufdem raube der Helena mit nachTroja weggeführet halte, bestenserziehen ließ.Er hat nachgehends seinen vatter nach Thracien be-gleitet, und ist von dem biß einer schlangen gestorben. Acamashatte nicht nur gut glück bey den schönen, sondern auch brafhcrtzim leibe, und ist er einer mit von denen gewesen, welche in demhöltzernen pferde gesteckt haben. Er soll nach Stephani vonBy-zanz bericht,die stadtAcamantium gcbauet und mit denSelymernkrieg geführet haben.Tzetzes erzehlet von ihm die unglückliche lie-be mrt der Phillis,der Printzcßin in Thracien , die sich aber nachanderer,sonderlich aberOvidir erzehlung,mit einem andern söhnedes Theseus, dem Demophoon soll zugetragen haben, Bayie.

* Acamas, ein tapferer Trojaner, der bey belagerung derstadt Trojä seinen nahmen durch die grosse tapferkett berühmtgemacht hat; sein vatter war Antenor,und seine mutier die The-ano, der Hecubä schwester. Homerus , iüad.

* Acamas, des Asii söhn, hat sich ebenfalls in ansehen ge,bracht bey der belagerung der stadt Trojä. Er stammte vonden Trojanern her, und hat nebst seinem vatter in diesem kriegeviel rühm erworben. Hom. Iüad. AI. V. 140.

* Acampus, (Simon) ein Philosophus und Aledicus vonNeapolis, verfertigte in varios Galeni libros Commentaria;sein söhn gleichfalls Simon Acampus genannt, hat dieselbigen1647. heraus gegeben. Toppi bibl. Neapoüt.

*ACANA , ober ACANE , ein gefaß, in welchem-waarenzu dem gottesdienst bey denen alten getragen worden. Anderewollen lieber eine art eines gewissen Persischen getrcyde-maasesdarunter verstehen. 0/. Rtodigin. lect. antiq. V. 9. jof Sca.liger , I. Aulon. lect. 4. Brijsonius , de regno Perf. II. p. 276.

Acanes, ein nähme 2 ansehnlicher städte in der Africanischenprovintz Guinea , deren eine die grössere und die andere die klei-nere geheissem Es ist auch eine handels-stadt dieses nahmensan dem Rothen meere, welche Ptolomäus und «Ltcphanus an-führen.

Acattges, siehe Akingis.

* Acanthis, eine tochter des Autonoi, des Melanei sohns,und der Hippodamia. Ihr vatter nennete sie darum also, weilseine felder, derer er sehr viel hatte, keine früchte trugen, son-dern wegen verabsäumung des nöthigen ackerbaues nichts alsbinsen und disteln hervor brachten. Dahcro es einerley, ob sieAcanthis oder Acanthyllis geheissen habe. Sie besaß eine vor-trefliche schönheit, und als einer von ihren drüdcrn, Anthus,von den Pferden seines vatters angefallen und gefressen wurde,so wurden Jupiter und Apollo dadurch zürn mitleiden bewegt,weil sie mit den ihrigen über den tod des Anthi sich nicht zufrie-den stellen wollte, daß sie die gantze familie in vögel, sonderlichaber die Acanthidem in einen zeisig verwandelten. Boeus apudAnton. Liberalem, c. 7.

Acanthus, eine stadt in Egvpten, siehe Bifalra. a)Acan-thus, so ben dem Sophiano Erisso benähmet, eine stadt in Ma-cedonien, unter dem Ertz-Bischoff zu Thcssalonich am Singiti-schcn meer-schooß, nahe bey dem berge Athos gelegen. 3 ) Acan-thus, eine stadt in Asien , sonst auch Dulopolis genannt, nahebey Gnidus. hin. lib. IV. & V.

Acanthus, ein junger Printz, der in eine pfiantze dieses nah-mens soll seyn verwandelt worden, deren blättcr den bau-künst-lern anlas gegeben,! selbige in den säulcn und dildwerck-ziera-thcn zu gebrauchen. VirgU. eclog. 3. VeUej. lib. II. c. 56.

* Acanthus, des Autonoi und Hippodamiä söhn und einbruder vorher erwchntcr Acanthidis. Sein vatter gab ihm die-sen nahmen aus eben der Ursache, waruin er seine tochter Acan-thidem genennet. Er ward von dem Jove und Apolline in ei-nen vogel seines nahmens verwandelt, so aber heut zu tage beyuns nicht bekannt ist. Boeus apud Anton. Liberal.

* Acanthus, ein Lacedämonier, hat zuerst in den Olympi-schen spielen nackend gelauffen. Bulengerus, de Circo Rom.XXXVIII.

Acapuico, siehe Aquapulco.

Acaraqa, eine stadt in der Americanischcn provintz Parana,an dem fiuß Parana, liegt 43. Spanische weilen von dem Rio de la Plata .

* Acarceres, (Laurentius) war ein Portugiesischer Poet, dereinige getichte in seiner muttcr-sprache geschrieben haben soll.Girald.

* Acaria, ein brunn in dem Corinthischcn gebiethe, bey wel-chem Iotas dem Euristheo den kovf abschlüge. Strato , üb.VIII.

* Acarie, (Margarcth) zugcnannt vom H. Sacrament,eine Barsüsser-Carmclitcrin, deren vatter gcwcjcn Herr Rechen-Rath Acarie, die Mutter aber Barbara Avrillot, welche nach

dem