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«des und Serapion liesse er todt schlagen, ohne ihr vorbringenanzuhören; Er zwange Cäsarem die vorhandene krregs-schlffezu verbrennen, damit nicht der feind sich dadurch verstarcken, unddie zur see erwartende hülff abhalten mochte; Er hatte auch al-lem ansehen nach dene noch in viel grössere noth gebracht, undvielleicht sowol als Pompeium zu gründ gerichtet, wann er nichtbald nach ansang selbigen kriegs die jüngere schwester des Ptole-mäi, die Arsinoe, welche eben sowol als die altere Cleopatratheil am Reich forderte, zu sich aufgenommen, aber gleich dar-auf wegen eifersucht der herrschafft, mdeme jedes den gemalt al-lein haben wollte, sich mit derselbigen gezweyet hatte. Dannals sie darauf beyde einander nachstelleten, käme Arsinoe demAchillas zuvor, und liesse ihne durch Ganymedem einen verschnit-tenen aus dein inittel räumen, und setzte hernach den krieg widerCäsarem durch dieses letzter» rath und anführung fort. Flut.
in Caesar . C- Jul. Cascir , de bello civ. L. Hirtius , de KolloAlexandrino. *
Achillas, oder Archelaus, Patriarch von Alexandrien , wur-de im nov. an. zu. gleich nach dem märtyrer-tode Petri, sei-nes vorfahren, erwehlet, wie Athanasiiis bezeuget, obwol Epi-phanius sagt, nach Petro sey Alexander, und nach diesem erstAchillas gefolget. Hieronymus meldet, er habe das Bißthumvon an. zu. bis zri. verwaltet; andere aber schreiben ihm miretliche monate zu, und es ist gewiß, daß Alexander, sein Nachfol-ger, schon vor an. z ri. dieses Bißthuin inne gehabt. Er wirdvon allen scribenten sehr hoch gerühmet. Die Martyrologia ge-dencken seiner den 7. nov. Man muß ihn von einem andernAchtllas, der Priester zu Alexandrien gewesen, und mit Ario inden bann gethan worden, auch mit ihin an. ziy. nach Palästi-na gegangen, wohl unterscheiden. Eufebms lib. VII. hist. Atha-vaßus , orat. i. contra Arian. apolog. 2. epist. äd solitarios. Hie-ran. in chron. Rufin. lib. I. hist. Socrat. lib. I. hist. c. Epi-phan. hier. Osiaris. Sozom. lib. I. Gelaßus Cycizenus, lib. II. c. 8-Du Pin , biblioth. des aut. eccles.
* Achillas, soll eine ansehnliche stadt in Franckreich gewesen,von denen Gothcn aber mit vieler macht eingenommen wordenseyn, bis solche endlich Aetius wieder fortgeschlagen. Andere,als Prosper Aquit. nennen sie Archillas. Ja, wie Vigneriusaus Chron. Vandal. angemercket, gehöret diese gantze geschichtezu Arelas. Ortei. theil geogr.
Achilles , eine kleine insul in dem Euxinischen meer, demausstusse des BorystHenis gegen über gelegen, welche diesen nah-men soll bekommen haben, weil des Achillis grab daselbst zu fin-den, und diese gantze insul diesem Held gewiedinet ist. Sie wirdvon einigen scribenten die insul Leuce und Nacaron , das ist,der seligen, ingleichen die Helden-insul genennet. Strabo ,lib. XIII. Meld, lib. 11 . Bayle.
In dieser insul soll sich nicht nur der geist des Achilles, son-dern vieler andern alten Helden sehen lassen. Ja Achilles mußda nach seinem tobe mit leib und seele gewöhnet haben, indemer daselbst eine stau genominen, die etliche vor die Jphigenia,welche die göttin Diana dahin verzückt und mit der Unsterb-lichkeit begäbet hat, andere vor die Medea, wieder andere vor dieHelena ausgeben, mit welcher Achilles einen söhn gezeuget, nah-mens Euvhorion, den der Jupiter, weil er sich zu seinen schand-baren lüften nicht wollen brauchen lassen, aus Verdruß mit demdonner erschlagen.
Achilles , der erste dieses nahmens, ist der erde söhn gewesen,und hat sich um den Jupiter auf eine sonderbare art verdient ge-macht. Denn als dre göttin Juno vor dem verliebten Jupiterin Achillis höle flöhe, redete ihr Achilles so beweglich zu, daß siesich zur Heurath entschloß, davor der dauckbare Jupiter diesemkrafftigen freywcrber versprach, daß alle, die feinen nahmen füh-ren würden, berühmte leuthe in der welt werden sollten. Unddieserhalben legte Chiron seinem schüler, dem söhne der Thetis,diesen nahmen bey.
Achilles, ein Griechischer Fürst, des Pelei und der Thetissöhn, ist der tapferste unter allen Griechen gewesen. Seinemutier hatte ihn in der zarten kindheit in dein flusse Styx unter-getauchet, dadurch er so vest worden,daß er nicht verwundet wer-den mögen, ausser an dem theil des fusses, worbey ihn die mut-ter gehalten, als sie ihn in dem gedachten flusse adgewafchen.Da er etwas erwachsen war, und man von den zubereitungen zudem Trojanischen kriege hörte, schickte ihn seine mutier an denHof des Königs Lycomedes , in der insul Scyros, da er sich inweibs-kleidern aufhielte, weil sie vernommen, daß, wenn ihr söhnmit vor Troja gienge, er nicht lebendig zurück koinmcn würde.Anderseits hatte Calchas prophezeyet, daß man ohne den Achil-lem besagte stadt nicht erobern könnte. Er wurde aber endlichvon den Griechen entdecket, und von Ulysse dahin gebracht, daßer sich entschloß, mit nach Troja zu ziehen. Als er da ange-langt, und vorher, auf vorbitte seiner mutier, von dem Vulcanosolche Waffen bekommen, durch welche er nicht verletzt werdenkonnte, hat er viel probet! seiner tapferkcit abgelegt, ist aber end-lich mit dem Againemnon in einen streit gerathen. Hierauf be-schloß er sich aus seinem gezelt nicht weiter zu begeben, konnteauch auf keine andere meynung gebracht werden, als bis Patro-clus, sein bester freund/ von dem Hector getödtct, und seine waf-fcn, die er ihm geliehen hatte, zugleich verlohren worden. Alleinseine mutier erhielt aufs neue solche Waffen, da denn Achilles sichmit dem Hector schlug, und denselben tödtete. Was Achillistod anlangt,, so berichten einige, daß er verrqthcrifther weise ineinem tcmpel, wohin er sich begeben, um wegen der Heurath mitder Philoxena, des Priami tochtcr, zu handeln, von dem Paris
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umgebracht worden; andre aber haben andre Meynungen da-von. Es sind noch andre dieses nahmens bey den alten, so daßsich die anzahl derer, welche denselben geführet, auf mehr als 50.erstrecket. Homer . Statius. Ovid. lib. XIII. metam. Mim.Athen . Drelincourt. index Achillaeus. Bayle.
Sein lehrmeistcr ist der Centaure Chiron gewesen, der ihn mitinarck von löwen und andern wilden thieren ernehret hat, wie-wol Honlerus den Phönix angiebt, der ihn auf solche art soll er-zogen haben. An dem Hofe des Königs in Scyros Lycomediswar er so angenehm, daß auch die Königliche Printzeßin Deida-mia sich von ihm schwängern ließ,und davon den Neoptolemumoder Pyrrhum zur welt brachte. Der streit mit dem Agamem-non ka,n von der schönen Briseis her, die ihm Agamemnon wegnahm. Hector ward nicht nur von ihm getödtet, sonderner band auch den todten cörper an seinen wagen und schleppteihn um die mauren von Troja, den Priamus nachgehends mitgrossem gelbe den Griechen abkaufte. Als Achilles ebenfallswar umgebracht worden, begruben ihn die Griechen aufs präch-tigste an dem Sigeischen vorgebürge, und nach der eroberungder stadt opferten sie, aufdas verlangen seines geistcs, die Phi-loxena auf feinem grabe. Er ist nicht nur der tapferste, sondernauch der schönste unter den Griechen, und ein grosser liebhaberdes frauenzimmers, der music und poesie gewesen. Bayle.
* Achilles , welcher mit dem berühmten Helden nicht zu ver-wechseln ist, ward von dem Jove mit der Lamia gezeuget. Erbesaß eine so grosse schönheit, daß ihm Pan selbst deswegen vorallen andern den preis beylegte; worüber die Venus so empfind-lich wurde, daß sie ihn in die Echo verliebt machte, bey welcherer aber vergebens seufzen muste. Über dieses bekäme er an stattder vorigen schönheit, das häßlichste gesichte, so, daß sich jeder-mann scheuete, ihm zu nahe unter die äugen zu treten. Ptoic-
nueut Hephaß. VI.
Achilleum, ein brunn zu Mileto , dessen quelle zwar sehrsal-tzig war, aber sich dennoch in überaus suffe flüsse und dache zer-theilte. Er hat den nahmen von Achille bekommen, weil sich sel-biger, nachdem er den Stramdelum, Telamonis söhn, erleget/aus selbigem Wasser gereinigt. Freimhem. fupplement. Curt.üb. II. Athen . lib. II.
* Achilleum , ist der nähme 1.) eines fchlosses, welches nichtweit von Smyrna gelegen war; 2.) eines meer-hafens in Laco«nien, bey dem vorgebürge Tenaro; z.) eines andern bey Tana-gra, einer stadt in Böotia; 4.) einer stadt und voraebürgs indem Asiatischen Sarmatien an dem Cimmerischen Bosphoro,heutigs tags Capo di Croce genannt. Stephan. Geogr. Baufa-
nias. Plutarchui.
Achilleus , (Lucius) oder Aguileus, ein Römischer Obristerin Egypten, der sich zum Kayser erklären ließ, von Diocletianoaber nach einem fast 8 . jährigen widerstände in einer schlachküberwunden, und an. ryü. zu Alexandria , wohin er sich retiri-ret hatte, den löwen vorgeworssen wurde. Eufeb. Voptfc.
Pomp. l.etus.
* Achilleus , soll nebst Nereo von dem Apostel Petro zu demChristlichen glauben seyn gebracht und getauft worden. Siewurden aber endlich beyde gemartert. Die Ursache zu ihremtobe soll diese gewesen seyn : Eines Römischen Bürgermeisterssöhn, Aurelianus, wollte Domitillam, eine vcrwandtin KavsersDomitiani, heurathen, weil ihr nun ihre beyden verschnittenenAchilleus und Nereus den ehelosen stand anpriesen, und sie er-mähnten, lieber eine braut Christi zu werden und zu bleiben, ließsich, wie die erzehlung lautet, Domitilla bekehren, ward eineNonne, und der heil. Clemens satzte ihr den schleycr auf. Siewurde darauf, nebst ihren beyden verschnittenen in die insulPonza bey Neapel verwiesen. Weil sich nun Achilleus undNereus nach dem willen Aurcliani, dern sie zur Heurath init derDomitilla behülflich seyn sollten, nicht richten wollten, wurdensie nach Terracina gebracht, und nach vieler marter daselbst ent-hauptet. Ihre reliquien hat der berühmte Cardinal Baronius zu Rom wieder gefunden, die ihnen daselbst gcbauctc, aber ein-gegangene kirche, erneuert, auch von Papst Elemente VIII. sta-tionem und darzu gehörige indulgentias vor dieselbe erhalten,und ihr andencken wird denn.may begangen. Vincent. Lc-
rinenf X. 15.
* Achilleus , ein Diaconus der kirche zu Lyon , wurde nebstFortunato und Fclice von dem Bifchoffe dieser stadt St. Jrc-näo nach Valentia in Spanien , die lehre des Evangclii daselbstvorzutragen, geschicket. Es gieng auch solches nicht ohne nu-tzen ab, sintemal sich viele leuthe, die vielen wunder, so sienoch dabey thaten, sehende, bekehreten. Sie haben daselbstauch noch nach Jrenäi tobe gelehret. Sie wurden alsdcnndurch eine erscheinung des heil. Felicis, und noch durch eineandere zu jenem leben eingeladen, und zum nlärtyrcr-tode auf-gemuntert. Es geschahe darauf, daß man unter Antonio Cara- calla selbige gefangen setzte, und graustem peitschte. Zwar erret-tete sie ein enget aus ihren banden; weil sie aber von neuen vielgötzen-bilder zerbrachen, wurden sie wiederum eingezogen, undendlich nach vieler marter ums jähr 212. enthauptet, da mandenn nach der zeit einige ihrer reliquien nach Arlcs gebracht.Einige wollen gewisse Nachricht haben, daß sie zu Valentia inSpanien gelitten, welches aber falsch, und nicht einmal gewißist, ob etwas von ihren reliquien daselbst und in St. Gregor»kloster in Navarra liege, wie man tvohl vorgicbt. So viel ist ge-wiß, daß am 2z. april ihr gedächtnis begangen wirb. Unmr-
Jal- Lexicon .
* Achilleus,ein beichtiger,wird auch von einigen Achillas,einAbt,genennet: Er war sehr verträglich,», als er einsmals von ei-nem