Adam Hemlington, von Norfolck in, Engelland gebür-
geb»
lebte
tig , wäre einEarmesst und Doctor von Oxford. Er lebte indein XV. feculo, und hinterliesse nebst einem band predigten,Queltiones ordinarias , &c. Sein tvd solle sich im iahk 1420»zugetragen haben. Leland & Pitfeus , de script. Angl. Pojfevin.appar. sac. Alegrt , parad. Carmel.
* Adam Saxltngham, wäre von Norwich gebürtig, all-wo er sich auch in den orden der Carmeliter begäbe, um das iahe
Er ward wegen seiner wohlredenheit auf der cantzel,und seiner scharfsinmgkeit in dem disputiren sehr geachtet. Erhat einige predigten, nebst ttIologrschen und phrlosophrschenschriften hinterlassen. Pojjevm , in appar. sacr. Pttjeus. Ale.gre , in paradiso Carmel.
Adama, eine stadt, nahe am Jordaw gelegen', eine vonden fünfen, die durch das vom Himmel gefallene feuer verzehrworden, weil sie an der fünde Sodoms und Gomorrhens theil
gehabt. Genes. c. 19. Adriehom. in tab. terre S.
* Adamäus, ( Theodoricus) von Schwallenberg in Gel-dern gebürtig , t|t 1540. gestorben, und hat Annocationes inProcopium , nebst denen schriften de ihdificiis Justiniani Imp.de Rhodo insula, wie auch de Christianorum concordia hinter-lassen. S-veertii Athene Belg .
Adamam, welchen einige Ledele, andere Adamnamoder Adonmam nennen, war um das jähr 690. Abt inSchottland , und wegen feiner frömmigkeit und gelehrsamkeitberühmt. Er hat eine beschreibung der örter des heil. landesheraus gegeben, und in einer andern fchrift die rechte zeit desOster-fests ausmachen wollen. Er hat auch das leben S.Colum-baniaufgezeichnet. Diebefchreibungder orte«des heil. landeseignet Beda einem Französischen Bischoff, nahmens Arcul-pyns zu, welcher eine reise nach Jerusalem gethan. Beda, üb.V. hist. eccl. Angl. c. 16. Mattb. Weßmonajler.&d. an. 701.Sigebert. Trithem. Baron. Canißus. Pojfevin. VoJJiut.
Adamantäa, siehe Amalthea.
Adamantia, eine Italiänische stadt, siehe Amantta.
Adaniantto, siehe Adam der Augustiner.
Adam», ( Tobias) ein berühmter Rechtsgelehrter inTeutschland. Er hatte in seiner jugend nicht allein eine grossebegierde zu den studien, sondern rersete auch an. 1611. durchGriechenland , Syrien , das gelobte land, über Maltham nachItalien , und hielt sich zu Neapolis 8. monat auf, worzu ihnThomas Campanella , der allda gefangen saß, veranlasset,welchen er jederzeit so hoch geschätzt, daß er geurtheilt, erhätte von keinem in allen stucken der gelehrsamkett, sonderlichaber der staats-klugheit, mehr lernen können, als von diesem.Er gerieth auf diese weise mit Campanella in eine genauefreundschafft, daß ihm dieser auch viele von seinen MStis mit-theilte , solche an das licht zu stellen, wie er denn auch etlichedavon, als dessen Philosophiam realem, ingleichen ProdromumPhilosophie Campanelle, libros IV. de Magia &c. editt / dieübrigen aber metstenthcils bevgeleget hat. Er ist hernachmalsFürstlicher Weimarischer Hof-Rath worden, und den 29. sept.an. 164;. gestorben. Witte biogr. Tentzels untere, an. 1689.
* Adami, (Adamus) Bischoff zu Hierapolis , gebohrenzu Mülheim bey Cöln; obschon er von geringem und schlech-tem herkommen war, so brachte er es dennoch durch seinen gu-ten verstand und durch sein Wohlverhalten ziemlich hoch; durchseinen ungcmeinen fleiß erwarb er sich sowol in den sprachen,als auch in Philosophia und Theologia , vornemlich aber inder Historie von Teutschland und der benachbarten völckern inkurtzer zeit eine grosse wissenschafft. Als er noch sehr jung war,stunde er zu Cöln etliche jähre einem 8eminario vor, da dennunter seinen lehr-jüngern sich einige befanden, von denen er analter übenroffen wurde. Hernach trat er in dem kloster zuBrauweiler in den Benedictiner-orden , und nahm sich vordie Historie der berühmten Congregation dieses ordens zu Burs-feld zu beschreiben, daran er aber durch andere geschäffte ver-hindert worden. Indessen ward er nicht nur Doctor Theolo-gie , sondern auch Rector des Seminar» der Benedictiner-Mönchen zu Cöln , und folgends Prior des Benedictiner-klo-sters zu Mayntz. Als er darauf in dem dreißigjährigen Teut-schen krieg von dem Römischen Kayser gebraucht wurde, diekloster in dem Hertzoqthum Wurtemberg , welches damals derKayserlichen botmäxiqkeit unterworffen war, den Römisch-Catholischen einzuräumen, bekam er beseht sieb in die stadtMünster zu verfugen, und daselbst als Abgesandter der Wür-tembergischen Prälaten und klöstern den bekannten Westphäli-schen fnedens-tractaten beyzuwohnen; als ihn aber der Hertzogvon Wurtemberg verhinderte, daß er diese ihm aufgetragenestelle nicht vertreten konnte, so ward er hingegen von dem Abtund Fürsten zu Cordey zu seinem bevollmächtigten Gesandtenernennet, von welcher zeit an er grossen antheil hatte an denfriedens-handlungen, und allen berathschlagungen beywohnte,bis daß der friede an. 1648. geschlossen wurde. Nicht gar langhernach wurde er von dem Churfürsten und Ertz - Blschoffenzu Cöln nach Rom abgesandt, um in seinem nahmen von PapstJnnocentio X. das Ertz-Bischoffliche Pallium zu empfangen,da er denn auf reeommendation Fabii Chigi (hernach PapstsAlexandri VII.) welcher als Päpstlicher Nuntius sich auchauf dem friedens-congrest zu Münster befunden, und allda
mit Adamo vertrauliche freundschafst gepflogen hatte, von demPapst den titul und die würde eines Bischoffs zu Hierapoliserhielt. Nach seiner Wiederkunft machte ihn obgedachterChurfürst zu seinem Vieario oder Suffraganeo in dem BißthumHildesheim , wie auch zu seinem geheimen Räch. HierauffaßteAdami den entschluß aus der erstaunlichen menge schriftend»e Westphalischen friedens-handlungen betreffend, welche ergesammlet hatte, einen kurtzen historischen auszug zu verferti-gen/ welches er auch mit einer solchen aufrichtigkeit und unpar-teyllchkelt verrichtet hat, daß, nachdeme dieses sein werck andas ncht gekommen, von vielen gezweifelt wurde, od eSvon einem Romisch-Catholischen, oder von einem Protestan-^n verfasset worden. Als kurtz hernach zu Regenspurg eineRelchs-versammlung angestellet ward, Übergabe Adami seinehlstonsche nachncht, die er mit eigner Hand sthr zierlich abge.schrtcben, semem Herrn, dem Churfürsten zu Coln, dieweilsie solche drnge »n sich begriffe, welche gleichsam der gründ wa.ren dessen, das aufdem Reichs-tag sollte abgehandelt werden.An. 166;. am 10. ftbr. gimg er zu Hildesherm mit tobe ab,nachdem er sein alter nicht hoher als bis auf 5;. »ahr ge-bracht hatte. Sein vorgemeldtes werck käme erst lang nachfeinem tobe, nemlich 1698. zu Franckfurt an dem Mayn zumerstenmal in öffentlichem druck zum Vorschein, unter dem ti.tul: Arcanapacis Westphalice; an. 1757. aber wurde es un-ter dem titul: Relatio historica de pacificatione Osnabrugo-Monasteriensi von dem berühmten Königl. Groß-Britannischenund Churfürst!. Braunschweig -Lüneburgischen Hof-Rath undArchivario, Joh. Gothoftedo von Metern nochmals, undzwar verbessert und mit vielen Zeugnissen vermehret herausgegeben, und sinnt des authoris lebens-lauff, wie auch einigenhierzu dienenden Urkunden seinen actis pacis Westphaüceeinverleibet. AH. Erud. Lipß Aug. 1757.
* Adamt, (Christianus) ein Lutherischer Theologus vonLuccau in Nieder-Lausitz , war Theol . Doctor , General-Superintendent in der N»eder-La»»sitz, des Fürstlichen Conli-storii Assessor, Pastor primarius zu Ll'lbben, und lnspoctorder schulen daselbst; er Hat unterschiedliche schriften Heraus ge-geben, als den schreyenden Hirsch, oder erklarung desltedes: HLrr IEsu Christ meins lebensltcht in 5».andachten; der Ninivtten bosheit und busse, oder »2.predigten über den Ionam; Warnung Lutheri vor denwtnckel-predigten, mit anmerckungen; HellstrahlendesBibel-licht, oder betrachtung über ? 8 . fprüche der H.Schrift; ,8. Andachten über das lied: HErr IEfuChrist, du höchstes guth; Evangelisches denck-unddanmnahl Göttlicher gute, oder erklarung der fonn-und fest-tags evangelien; Güldene äpffel »n silbernenschaalen, oder betrachtungen über das Hohe Lied Ga-lomons, rc. Er starb an. r?r;. den 12. may zu Lübben im jähre seines alters. MifieO. Lipß
* Adami , (Leonhard) ein gelehrter Criticus und Histori-cus , gebohren den 12. aug. 1690. zu Bolsena im Florentini-schen. Nachdem er stine stndia zu Rom absolviret, dukch-reisete er Iranckreich und die Niederlande , und wurde nachseiner zuruckkunft ein mitglied der Academie Arcadum , wieauch Bibliothecarius bey dein Cardinal Jtnperiali. Er hatDistoriam Arcadieam geschrieben, ist auch willens geweftn,Libanii wercke, samt vielen noch nicht gedruckten briefen undreden desselben ; Novellas , die nicht in dem Codiee Theo-dosiano stehen; eine neue aufläge von dem Jornande ; einestarcke sammlung von insoriptiopen ; und den andern theilvon seiner Distoria Arcadica ans licht zu stellen, daran ihnaber der tod, welcher ihn an. »719. den 9. jan. übereilet, ver-hindert hat. Gelehrte Zeitungen de an. 1719. p. 157.
* Adami, sonst Mifander, (Johann Samuel) gebohrenan. 16;6. zu Dreßden, allwo sern vatter, nachdem er eini-ge zeit in Chur -Sachsischen kriegs-diensten als muster-schreibergestanden, Juris Practicus gewesen. Er legte in dasiger stadt-schule zum heiligen creutz den gründ seiner studien, und brachtesich hernach auf der Universität zu Leipzig mit dienen, und unter-»veisung der jugend fort, wurde nach diesem an gedachterschule zu Dreßden Mitarbeiter, 5. jähr darauf Substitutus beydem Pastore zu Rabenau , und endlich an. 1672. Pfarrer zuPretzschendorff. Er starb an. 171z. am podagra. Seine schrlf-tcn sind: Delicie evangelico-emblematice auf alle jonn-und fest-tage eingerichtet, und mit mehr als 2100. sinnbildern angefm-lek. Delicie biblice; Delicie evangelke; Delicie paiüona-les ; item epistolice; Comu copie, oder vorrath zu leichen-abdanckungen, wie auch unterschiedene andere kleine theologi-sche tractätgen, und eine Teutsche Übersetzung des Persii. rc.
Universal-Lexicon,
* Adami, (Hannibal ) ein zu Fermo in der Anconer-March im jähr 1626. gebohrner Jesuit, der sich im jähr 1641.in diesen orden begeben und in dem Jesuiter-Collegio zuRom , allwo er Professor Lingue Grece gewesen, viele jährelang die Humaniora und die Rhetvrie gelehret hat. Er hatetliche jähr zu Rom und in andern städten geprediget, ver-schiedene poetische schriften hinterlassen, und auch den tra-ctatum, welchen Sperelli Bischoff zu Gabeo unter dem titulEpifiopus ausgegeben hatte, ins Lateinische übersetzet, und zuRom im jähr 1670. m fol. drucken lassen. Morm.
' Ada-