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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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* Adamirius, (Muhammed ) wird sonst auch Damiri ge-nannt , und ist im jähr der Hegira 8«8. A. C. 140?. gestorben.Siehe Damiri.

* AI) AMI SPELUNCA, soll ein ort im gelobten lande imstamme Iudaseyn, in einem felsen, wo Adam und Eva dentod ihres von Cain ermordeten Abels 100. jähr sollen beweinethaben. Man soll daselbst ihr bette 3°. schuh lang, sehen, undeinen brunnen von dem sie getruncken: welches aber unstreitiglautet fabeln sind» Broc . & Breidemb. itin. VI. Salignac. tom.X. c. ?.

Adamiten, oder Adamtani, wie sie Augustmus nennet,waren ketzer von der stete der Carpocratianer und Gnosti-corum , und hatten nach Theodoreti Meynung Prodieum zu ihlrem Urheber. Sie führten ihren nahmen von Adam, dessen bloßevor der begangenen fünde sie nachfolgten, und giengen nackend,aber nur in ihren tempeln, welche sie das paradies nenneten.Sie verwarfen den ehestand, weil Adam im stände der Un-schuld gleichfalls ohne weib gewesen wäre; sollen aber vielunzüchtige dinge begangen haben. Das gebat verwarfen sie auseiner eingebildeten freyheit, und sagten, daß man nicht nö-thig hätte, Christum zu bekennen, noch um feinet willen dieMarter auszustehen. Es haben sich auch dergleichen Adamitennoch in den letzten feculis Herfür gethan, welche aber baldwieder zerstöret worden. Siehe picarder. Theodor, hsret.fab. lib. I. dem. Alex. lib. III. & VII. ström. Tertull. in fcorpi-ac. Epiphan. h$r. 52. Auguß. hier. 31. Baron, ad an. 120.Bayle.

Adamnam, siehe Adamam.

* Adams-Bruck, ist eine reihe fand-bäncke «nd seifen,welche die inful Ceilan und Ramanancor, und eine andere,welche gegen Nord-Ost von der küste Pefcherie lieget, gleichsaman einander hänget. Die Morgenländer, welche glauben, Adamder erste mensch habe seine büß auf der insul Ceilan verrichtet,betrachten diese sand-bäncke als das Mittel, durch welches erin dieselbe gekommen: daher sie von den Holländern, diesererzehlung m folge, Adams-bruck aenennet worden. Sie ge-het von Nord-West gegen Sud-Ost, und auf der feite desvesten landes nahe an der halb - inful diffcit des Ganges liegtdie obgedachte inful Ramanancor, welche ungefehr drey Fran-zösische weilen lang ist. Alsdann ist eine enge durchführt, stdie Portugiesen den canal de la Cruz nennen : von bannensind fünf verschiedene fand - bäncke, deren jeder durch einencanal von dem andern abgesondert wird, bis an die insulCeilan. Atlas de de lIsle. Martiniire , Dict. Geogr. Ejusd.diss. für les moeurs & la rel. des Bramines p. 5.

* Adams ckebürge, oder Pico 6'Adam. Es ist zwardieses hohen berges unter dem artickul Leilan gedacht, al-lein folgendes ist noch davon zu erwehnen. Erstlich daßohnerachtet der erstaunlichen höhe dieses berges, die einwoh-nere dennoch sehr oft eine art von andächtiger wallfahrt aufdie spitze desselben anstellen, um die fußstapfe des erstenmenschen allda zu verehren. Demnach ist zu beobach-ten , daß nach dem bericht andrer scribenten, die einwohneredes Königreichs Candea oder Candi nicht sagen, daß Adamauf diesem berg begraben liege, sondern daß er von dar le-bendig gen Himmel gefahren seye. Drittens daß die Por-tugiesen von der fabelhafften tradition der Indianer anlas ge-nommen haben, diesem berg den nahmen kieo d'Adamzu geben.

* Adamus, ein Abt zu Fermo in Italien , er soll in St.Sabini kloster daselbst Abt gewesen und auch dasebst begrabenseyn. Man muß ihn unterscheiden von einem andern Ada-mo, welcher auch zu Fermo bey denen Franciscanern war,der l6. may ist stin gedächtnis-tag. Universal-Lexicon.

* Adamus de Lhamilli, ein Cistercienfer-Mönch, wurdeBifchoff zu Senlis in Franckreich, und wohnete unterschiede-nen Goneiliis bey. Er tst um das jähr 12^0. gestorben, undhat Opus fermomim, welches aber noch im MS. liegt, geschrie-ben. Oudin. de script. eccles.

* Adamus, Confessor , war erstlich bey der stadt Betatiabegraben, von dar er auf GOttes befehl, welcher durch eineerschcinung an einen Mönchen geschehen seyn soll, an. 1102.nach Guglionisi in Neapoli gefuhret wurde. Der;. jun. ist

ihm heilig. Universal-Lexicon.

* Adamus de Eorlandcm, ein Canonicus und DecanusP. Mariä zu Laon , lebte zu ansang des XIII. steculi undschrieb: Variarum quaestionum in S. Scripturam solutiones:Ordinarium Ecclesiae S. ordinem divini officii in Ecclesia Lau-dunensi , welches letztere Anton. Bellotus 1662. zu Paris mit vielen anmerckungen herausgegeben. Oudin. de S. E. Sam-marth. Gall. Christ.

* Adamus, (Francistus Anton.) ein Jurist von Capua ausdem Neapolitanischen, hat an. 1604. Decisiones fubstitutionisvulgaris herausgegeben. Toppi bibl. Nap.

* üldamus de Montemajor (Francistus) ein Presbyter,von Villa Nova della Serena, in der provink Ertremadura,gebürtig, hat im XVI. faeculo gelebct, und das leben und ster-ben des Apostels Petri beschrieben. Anton. bibl. Hifp..

* Adamus, (Thomas) ein Englischer Theologus, hat über

ada

die andere Epistel Petri einen commentarium in Englischer spräche, auch noch andere theologische schriften verfertiget,welche in das Teusche übersetzet, und an. 1688. zu Erfurt sind gedruckt worden. Universal-Lexicon.

* Adan, oder Adani, ist der nähme zweyer insuln derRothen meers bey dem glückseligen Arabien. Plinius undSolinus thut derselben Meldung.

* Adana , eine stadt in Cilicien, siehe Adena.

* Adaows , lat. Adaovi, sind völcker in Africa in dem

eigentlichen Guinea , längst an Her küste des Gents. Die land-sthafft, welche sie bewohnen, wird eigentlich Omaqua ge-nannt , dayon ein eigener artickul zu sehen ist. Martinme , Dia.Geogr. ·

* Adapa t eine stadt in Galatien . Der Kayscr BasiliusMacedo zog mit grosser macht vor dieselbe, um sie zu ero-bern , müsse aber, ohne seinen zweck zu erhalten, wieder davonabziehen. Zonaras. Cedrenus.

* Adar, ist bey denen Hebräern der nähme des zwölftenund letzten mond-monats, welcher theils mit unserm Hornungtheils auch mit dem Mertze übereinkommet. Es wäre diesermonat merckwürdig theils wegen dem gedächtnis-fest, welchesdie Juden am 1?. tag desselben scherten, weilen an diesem tagNicanor, der General des Syrischen Königs Demetrii von Ju-da Machabäo mit seiner gantzen unter sich habenden armee isterschlagen worden; theils auch wegen dem fest PüRM, welchesan dem 14. tag dieses monats gehalten wurde. (SiehePURIM.) Es haben die Juden über diß in diesem monatzween fast-tag, deren der einte am siebenden tag des monatswegen dem tod Mosis, der andere aber am neunten tag gehal-ten wird, weilen an diesem neunten tag des monats Adardie streitigkeiten zwischen Hillel und Schammai in auslegungdes gesätzes sollen angefangen haben, caiendar. judaic. Efi-her , IX. 21. I. Maccab. VII. Sigonius , de Rep. Hebr.Cunaus. Goire'e. Torniel , A. M. 2345. n. 38·

* Adara, ein fleck in der Irrländischen provintz Monster,an dem fluß Mayo oder Mage unterhalb der stadt Kilmalak,i2. meilen Sudwerts von Limmerick, und dreißig Meilen gegenabend von Cafpel entlegen. Diest stadt nimmet täglich mehrab, und befindet sich heutiges tages, nach aussag aller be-schreibUNgeN, in sehr schlechtem stand. Baudrand. Martinie-re, Diction. Geogr.

* Adar-Bascht, ein Persianer, und valter des Adar-Schistund des Chesneph, zweyer Generalen Darii, die ihne ineiner schlacht selbst angriffen, in der absicht das Reich untersich hernach zu theilen ; allein es mißlunge ihnen ihr streichund sie nahmen die flucht. Alexander M. solle sie hernach habentödten lassen. Da aber dieser umstand sich nur in denen an.nalibus Eutychii findet, wird billig an dessen Wahrheit gezwei-felt. Arrianus und Qu. Curtius sagen gantz nichts davon.

Chevreau , bist. du monde , liv. I. ch. 6 .

* Adarchias, oder Atharias, ein kriegs -mann, hat sichdurch seine tapferkeit berühmt gemacht, sintemal er, da erschon bey hohem alter war, sich nicht scheuere, zu erst haupt-sächlich das treffen bey Halicarnassen anzufangen, da doch diejunge mannschajst nicht gewollt. Zu belohnung dessen wurdeihm eine Chrliarchie aufgetragen. Curtms V. i. VIII. i.Freinshemius über die erstere stelle hält davor, daß es eben demAdarchiä zukomme, was DiodorusSici>hisXiX. }6. von ei-nem Atharria, Plutarchus , de fort. Alex. von einem Tarriaerzehlen.

Adargatis, siehe Atergatis.

* Adarzo & Gamander, (Gabriel de) ein Spani-scher Ordens-mann, der von Madrid gebürtig gewesen, sich zuToledo , Complut, und Salamanca auf die Philosophie undTheologie geleget, und darauf Prediger bey dem KönigePhilippo IV. wie auch Ertz - Bischoff zu Otranto worden. Erhat ein dictamen circa exclusivam, quandoque ä Principi-bus interpositam, ne aliquis in summum Pontificem eligatur;ingleichen de origine abiolutionis generalis, excellentia, &effectibus , de potestate Petri & successorum supra Apostolos& Conciüa; de Potestate Conciliorum, und anders mehr ge-schrieben. Anton. bibl. Hifp.

* Adasar, oder Adarsa, eine stadt in dem stamm Ephra­ im zwischen Ober- und Nieder -Bethhron nahe bey Goph-na. Sie ist berühmt, dieweil Judas Machabäus allda feinlager geschlagen, da er mit drey tausend mann einen so gros-sen sieg erföchte, daß Nicanor , Demetrii, des Königs inSyrien Feld-Hauptmann samt 35000. der sättigen todt auf demplatz blieben, dergestalten daß nicht ein einiger von der gan-tzcn feindlichen armee davon käme, welches geschahe den 13.tag des monats Adar, der mit unserm hornung übercin kommt.Josephus nennet diese stadt Adazo. g. Macc. VII. 40. jofantiq. lib. XII. c. 17.

* Adauctus, aus einem vornehmen gesiblecht in Jta.licn herstammend, wäre oberaufseher über die Kavscrlichen ein»fünften in einer stadt in Phrygien , und käme mit denen übri-gen einwohnern derselbm elendiglich um das leben, als sie im

jähr