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ade
Latein geredet, und sehr scharfsinnige dinge darinnen vorge-bracht, auch einen prophetischen geht gehabt, und viel sackenvorher gesagt, die, wie man vorgiebt, würcklich eingetroffen
seyn. Nauclerus, generat. 39. HiJior. UlmmJis. Adoreri.
* Adelheid, war eine Gräfin in Engelland, welche um dasjähr Christi 1331. gelebet, und sich in den König Eduard III. verliebet hatte. Als der König einsmals auf einem angestelltenbal mit dieser Gräfin tantzte, und in währendem tantzen ihrohngefehr ein struinpf - band abfiel, hub solches der Konig auf,und indem er es der Gräfin wieder zustellen wollte, merckte esder König , daß sie gantz schamroth.ward, dahero sagte er zuihr: Honisoit, quimalvpense: Trotz demjenigen, derwas arges aedencket. Welche begebenheit ,hm anlas gege-ben, den bekannten Englischen Ritter -orden des Hosenbandeszu stiften, wiewol einige scribenten den anlas zu stlftung diesesordens einer andern Dame, nemlich der Gräfin Catharma vonSalisbury zuschreiben. Universal-Lexicon. Siehe Hosmban-des. (orden des)
Adelheid, Hertzogin in Polen und Schlesien, war eine roch-ier Kayftrs Henric'i IV. nicht aber V. wie insgemein davor ge-halten wird, noch auch Leopoldi, Marggrafens von Oesterreich,wie Rodericus Frisingensis und Guntherus melden, und wurdean. n 21. mit Uladislao II. Hertzogs Boleslai III. Crivousti vonPolen , ältesten söhne, so damals 17. jähr alt war, vermählet.Als Boleslaus an. 1139. starb, theilte er seine länder unterseine 4. söhne, womit Adelheid, welche eine ehrqeitziqe Damewar, und über ihren gemahl herrschte, nicht zufrieden war,daß sie als eines Kayftrs tochter, enckel und urenckelin nur einstück von Polen und Schlesien zu ihrem antheil haben sollte.Rechte derhalden ihren gemahl an, daß er sich des gantzen Pol nischen Reichs bemächtigen sollte, welches sie mit solchem eifertriebe, daß sie auch selbst in person dem Reichs-tage beywohn-te. Wozu noch kam, daß sie einen tödtlichen haß wider diePolen hatte, an ihrem Hof lauter Teutsche unterhielt, undallda keine einige einem Polacken anvertraute, von denen siesagte, daß sie sich besser in die schweinställe, als an den Hofschickten, welches wiederum bey ihnen einen unversöhnlichenhaß gegen sie erweckte. Als es nun zu einem kriege zwischenUladislao und seinen brüdern kam, zog er den kürtzern, undward an. 1146. mit seiner gemahlin und kindcrn verjagt, da ersich 13. jähr bey seinen unverwandten in Teutschland aufhaltenmüssen, und bey dem Kayser Conrado III. und Friderico I.um beystand angehalten, welcher sich auch seiner mit ernst an-genommen , und ihn wieder einsehen wollen. Allein als Ula-dislaus sich auf die rück-reise begeben wollte, starb er den 4.jul. an. 1159. zu Aldenburg , einein alten schloß in Francken,unweit Bamberg , und nicht, wie insgemein gemeldet wird,zu Oldenburg im Holsteinischen, und Hat einige zeit hernachseine gemahlin ihr leben auch allda beschlossen. Weil nun derKavftr Friedrich in dem Italiänischen krieg verwickelt war, somusten des Uladislai 3. söhne, Boleslaus Altus, Mieslausund Conradus, noch eine zeit ihrer vätterlichen erbschafft ent-behren , bis er bey seiner zurückkunft nach Teukschland die Pol nischen Regenten nöthigte, daß sie seinem vettern an. 1164»das land Schlesien abtreten mustcn, von welchen alle Piasti -sche Hertzoge in Schlesien, die über 300. jähr darinnen regie-ret, und an. 167$. ausgestorben sind, abstammen. Sonst istzu mercken, daß fast alle 8crinwres diese Adelheid Christinam,die Polnische Historien - schreiber auch wegen ihres Hochmuthsmeist Christinam von crista nennen, und sie, wie obgedacht,vor Kayftrs Henriei V. tochter ausgeben. Allein ihr söhn Her-tzog Boleslaus Altus setzet in dem kundaeions-briefe des klostersLeubus in Schlesien an. 1178. ausdrücklich, daß sie Adelheidgeheißen habe, und des Kayftrs Henrici IV. tochter gewesen
sey. R ’der. Frißng. de Frid. I. lib. I. c. 2. Gunter, in Ligur.lib. V. V. 39. Duk{o[J'm, hist. lib. IV. & V. Micbov. chton. lib.III. Cromrus , lib. VI. Durav lib. XI. Cut aus , inannal.Scbichfus. chron. Zepho, Gynsec. Siles . p. 66 . Hanckiu », de Si-lefior. reb. c. 11.
* Adelheidis, des Kayftrs Conradt Salier mutter, welche inFrancken in der stadt Spalt 2. Collegia, nemlich das St. Em-merani, und St. Nicolai, wie auch das neue Collegium S.Virginis gestiftet, und in dem von ihr erbaueten kloster Orin-gau in der Graffchafft Hohenlohe begraben lieget. Zu ihremgedachtnis ist der 10. febr. gewiedmet. Um-. Lexic.
* Adelheidis, oder Adelheydis, oder auch Adeleidis, einejungfrau, und Aebtißin zu Villich in Nieder-Teutfchland, warvon einem berühmten Grafen Megengor mit Hertzogs Gode-frrdr tochter, Gerberga, erzeuget, und begab sich noch sehr jungm den geistlichen stand. Nach dem tobe rhres einzigen brudersbaueten ihre eitern das Nonnen-kloster zu Villich, sitzten Adel-herdem zur Aebtißin daselbst ein, und ihre mutter und schwesterblieben bey ihr in dem kloster. Nach deren tobe führete sie dieregul Benedreti ein, und nachdem ihre andere schwester, welcheAebtißin zu Coln in St. Mariä kloster war, gleichfalls starb,wurde chr dieforge über selbiges kloster auch aufgebürdet, wel-ches sie treulichst besorgte, und allda auch Benedicti regul ein-Nihrete. Sie stund mit dem Bischöfe zu Cöln in vertrauterfteundschafft, und wurde ihr wegen vorgegebener wunderwerckegrosser rutzm daselbst beygeleget. Wann die Nonnen, welche indem chor,ingen meisten, keine helle stimme harten, so gab sie ih-nen, wie man erzehlet, nur eine maulschelle, von welcher sie so
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gleich eine helle stimme bekamen, und selbige auch niemals wie-der verlohren; desgleichen, wenn eine kranck war, gab sie selbi-ger nur einige scheltivorle, so kam sie alsbald wieder zu ihrer vo-rigen gesundheit. An. 1013. starb sie zu Cöln, und ihr leich-nam wurde zu Villich begraben. Sie soll sowol in ihrem leben,als auch im tobe grosse wunder gethan haben. Es wird auchzu Villich jährlich an dem Pfingst-feyer-tage brodt ausgetheilet,welches von chr den nahmen Alen-brodt bekommen, und vondenen einwohnern wol 6. jähre ohne schaden aufgehoben, undvor das krancke vieh als eine besondere hülffe gebrauchet werdensoll. Ihr gedachtnis wird den z. febr. begangen. Univ. 1«.
* ^^01«^ , ein berühmtes gesund-bad in Ober-Bayern ,zwischen dem Chrem - sie und der stadt Traunstein gelegen.
Univ . Lexic.
* Adelhufen, ein Iungsrauen-kloster, und Abtey Benedicti-ner - ordens in Brisgau, welches, weil es im Wasser liegt, zuunserer lieben Frauen auf der Pfütze genennet ward; Es stundeunter der schutz-gerechrigkeit der stadt Freydurg, und ward an.1677. von denen Franpftn zerstöret, und die steine davon zumvestungs-bau genommen. Univ. Lexic,
Adelips , ein adeliches geschlecht in Nieder - Sächsin , vonwelchem Ditmar, der das schloß Adelepsen, an der Schwulmes,auf einem Hügel erbauet, und an. 892. verstorben, zum stamm-vatter gesetzet wird. Sein söhn Conrad starb an. 959. Ber-tholt» war an.1499. Hof- und Land-Rath bey Hertzog Otten demQuaden; dessen söhn Bodo aber Hertzogs Otten des EinäugigenRath und Drost zu Uglar. Bodo II. ein söhn des letztern, warBraunschweigischer Rath und Statthalter, starb an. i zgo. undhinterließ unter andern johnen Iobsten, Obristen und Land-drosten des Furstenlhums Göttingen ; dessen söhn, Friedrich Ul rich , als Obrisl - Lieutenant und Drost zuin Saltz der Helden,an. 166;. gestorben; an. 1670. war Christoph Heinrich Ober-Iagermeister zu Zelle, und dessen bruder, Friedrich Ulrich ,Hannoverischer Rath; jener hat das geschlechte mit 2. dieseraber mir 4, johnen fortgepflantzet. Stammbaum der Herrenvon Adelipstn in app. der Sleinb. gen. D, Bebn.
* Adelitti, und Almoganeni, sind nahmen, welche die Spa-nier gewissen volckern geben, welche aus dem ffug, oder gesangder vögeln, aus dem begegnen der thixren und andern derglei-chen umstanden, alles gute und böse, so einem begegnen solle,vorher sagen. Diese leuthe behalten gewisse bücher sorgfältigauf, welche diese wissenschafft enthalten sollen. Es werden die-se Wahrsager in Meister, und jünger oder gesellen eingetheilet,und sollen über das obgemeldte sich auch ausrhun zu sagen, wogewisse pferde oder andere last - thiere, über welche sie befragtwerden, hingegangen seyen, welchen weg sie genommen haben;wie auch durch welche strassen ein oder mehrere menschen gezo-gen seyen, und wie viele deren, so durch einen weg gegangensind, an der zahl gewesen seyen; wodurch sie dann auch sollenin dem stand seyn flüchtige Personen aller orten zu verfolgen.
Lauver,t. Vallu , lib. 1 . hilt.
* Adel Magadoxa, eine stadt m Africa in der landschafft
Aiania. Univ. Lexic.
Adelmann, von Adelmannsfelden, eine FreyherrlicheSchwäbische familie, welche von dem am Kocher zwischen derLimpurg-Geilendorffischen Herrschafft und dem Stift Elwangengelegenen dorfe und schlösse, so jeyo den Erbschencken von Lim-purg gehöret, den nahmen führet. Zuweilen haben sie sich auchAdelmanner von Hohenftätt, so auch ein schloß, und ihnenzugehörig, geschrieben. Um das jähr 1236. hat einer, nah-mens Siegfried, gelebet, und Wolffram ist an. 1276. dersechste Land-Comther an der Etsch . An. 1362. war Johannesauf dem thurnier zu Bamberg . Jörge stund an. 1488. mit indem grojsen Schwäbischen bunde, unter dem Canton Kocher.Sein grabmahl ist in der kirche zu Schorndorff zu sehen. An.1301. war Johannes Domherr zu Blumenthal als Gevollmäch-tigter des Teutschmeisters auf dem regiments - convent, bis erendlich selber Teutfthmeister worden. An. 1637. starb JohannChristoph, Probst zu Elwangen, dessen bruder Wilhelm dasErb-Marschall-amt der Probstey Elwangen auf seinen stammgebracht, und denselben fortgepflantzet hat. Burgemeistervom R. Adel p. 343. Bucelin. P. 11. & 111 . stemmat. «jtoniFranc, rediv. Merum. Cruf P. III. lib. V. p. 271. & P. 1 IL lib.X. p. 336. Dutt. de pace publ. pag. 280. & 229.
* Adelmann, ein Geistlicher der kirche von Lüttich , und her-nach um das jähr 1048. Bifthoff zu Breftia, wäre zu gleicherzeit als Bercngarius ein zuhörer Fulberti Bischoffs von Char-tres. Um Berengarium in ansehung des H. Abendmahls wie-derum auf die meynung der Römischen kirche zu bringen,schrieb er ihme: Epiitola de veritate corporis & sanguinisChriiti in Eucharistia ; welcher brief iN die bibliothecam Pa-trum , und in die an. 1331. zu Löwen gemachte sammlung derscribenten, so von dem H. Nachtmahl geschrieben haben, ist ein-verleibet worden. Sigebertus nennet Ädelmannum einen Gram-maticum , und sagt, er habe noch einen andern brief de Eucha-riltiä geschrieben, der an Paulum, Primicerium zu Metz, ge-richtet seye. Nach dem bericht Ughelli starb Adelmannus im
jähr 1061. Sig'-bert de vir. illustr. c. 66. Sixr. Benenf. lib. IV.bibl. sacr. Bellarminm. Du Pin , biblioth. des auteurs ec-cles. du XI. siede.
Adelmus, Adelhelm, Aldhelm , Altelm, Anthelm
oder