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* Adelheid , von Burgund, Hertzogin von Brabant , wäreeine tochter Hugonis IV. und Yolanda von Dreux semer erstengemahlin. Sie heurathete Henricum III. Hertzogen von Bra-dant, der auch der fromme beygenannt ward, und ward ei-ne mutier Henrici, welcher das kloster - leben erwehlte, Js-hannis I. rc. und starb den 23. octob. 1273. Sie liegt in dervon ihro samt ihrem mann gestifteten kirche der Dominicaner zuLöwen begraben. Moreri.
* Adelheid von Vergy, Hertzogin von Burgund , eine tochterHugonis, Herrn von Vergy, ward im jähr nyy. an Eudo-nem IU. Hertzogen von Burgund vermählet. Sie stiftete an.1230. das Prediger-kloster zu Dijon , erwiese sich auch sehr frey-gebig gegen andern klöstern, und starb in einem sehr hohen alteran. 1231. Ihre Ander waren (i.I Hugo IV. (2.) Johanna,so an. 1222. an Raulphum von Lusignan II. Grasen von Eu ver-mählet worden, und ohne erben gestorben ist. (3.) Beatrix,Frau von Montreal , so an Humdertum III. Herrn von Thoireund Billards, vermählet worden. Le p. Anseime.
* Adelheid, Gräfin von Bretagne , eine tochter Constantiäder erbin von Bretagne , und Guidonis von Thouars, ihresdritten gemahls, heurathete an. 1213. Petrum von Dreux ,genannt Mauclerc , der ein söhn war Roberti II. Grafen vonDreux und Aolandä von Couci. Robertus II. aber wäre einsöhn Roberti I. der ein söhn wäre Ludovici VI. oder des Dicken,Königs in Franckreich. Sie starb im jähr 1221. und ward be-graben in der Abtey Ville-neuve-les-Nantes . Ihre zween söhnewaren Johannes I. und Artus, der in der jugend starke;die tochter aber hiesse Jolanda, ward im jähr 1238. an Hugo-nem XI. Herrn von Lusignan, Grafen von Angoulcme rc.vermählet, und starb den 10. octob. 1272. in ihrem 37. jähr.
Sammarth. Le P. Anseime.
* Adelheid, eine tochter Johannis I. Hertzogs von Breta gne , träte an das licht dieser weit den 6 , junü 1243. und wardtm jähr 1234. an Johannen« von Chatillonl. Grafen von Blois vermahlet. Im iahr 1237. thäte sie eine reise in das gelobtelande, und starb an. 1288. nach ihrer zurückkunft. Sie «vardin der von ihro an. 1277. gestifteten Abtey äs la Guiche, nichtweit von Blois , bey ihrem gemahl begraben. Moreri.
* Adelheid, Gräfin von Toulouse , sonsten auch Hele, He-lena und Eluta genannt, eine tochter Eudonis I. Hertzogsvon Burgund , und Mathildis aus den Grafen von Burgund ,und nahmentlich einer tochter Wilhelmi II. Adelheid vermähltesich erstlich mit Bertrando, Grafen von Toulouse und Tripo-li; zweytens aber mit Wilhelms III. Grafen von Ponthieu,mrt welchem sie Guidonem II. Grafen von Ponthieu, zeugete.
Le P. Anseime.
* Adelheid, von Franckreich, eine tochter Ludovici VII. undAlienorä Hertzogin von Guyenne, feiner erstengemahlin, «vardgebohrm, da der König ihr vatter von seiner Morgenländischenreise zurück käme, und im jähr 1164. an Thibaloum I. Gra-fen von Blois und Senechal von Franckreich verheurathet, inwelcher ehe sie sieben Ander zeugete. Robert, in chron.
* Adelheid, von Franckreich, auch eine tochter Ludovici VII.Königs in Franckreich, die er mit Adelheid von Champagneseiner dritten gemahlin erzeuget, ward an Richardum von En-gelland , Grafen von Poitou versprochen; aber den 20. äugst.1193. vermählte sie sich mit Wilhelm» II. Grafen von Ponthieu,mit welchem sie erzeugete Johannen«, so jung gestorben, undMariam, welche 1.) an Simon von Dammartin, Grafenvon Aumale, und 2.) an Matthäum von Montmorency, Herrnvon Attichy , verheurathet wurde. Moreri.
* Adelheid, oder Alix, einzige tochter und erbin WichardiIII. von Pont, Herrns von Geldern, und Margarcthä, einertochter des Grafens von Loots oder Loon bey Lüttich. Sie hat-te zwar einen bruder Rotharis genannt, welcher in den geistli-chen stand getreten, und nachgehends zum Bischoffen zu Pa-derborn gemacht worden, dieweil er aber nur den nahmen vonBuren gefuhret, und über biß auch die Geldrischen chroni-cken ausdrücklich melden, daß Wichardus III. eine einzige toch-ter gehabt habe, so ist wahrscheinlich, daß dieser Rotharis nurein bastart gewesen seye. Adelheid aber wurde nach dem todeihres vatters, so an. 1061. erfolgte, zur Regentin des landesangenommen, und vermählte sich noch m selbigem jähr mit Ot-tone, Grafen von Nassau, deme sie das Gelderland zubrachte,und dieweil Otto durch den tod seines sohns Gerlachs, den erin einer andern ehe mit Sophia von Zütphen erzeuget hatte,und der an. 1076. bey Melmonde ohne kinder zu hinterlassenum das leben gekommen war, auch die Grafschasst Zütphenerbte, so vereinigte er also beyde landschafften Geldern undZütphen miteinander, von welcher zeit an sie beständig zusam-men gehöret haben, und wurde darauf Otto von Kayscr Hein rich IV. an. 1079. «um ersten Grafen von Geldern gemacht.Seine gemahlin Adelheid aebahr ihm indessen Gerhardum,seinen Nachfolger in beyden Grajschafften, so denn, wie vieleglaubwürdige scribenten bezeugen, Henricum, ersten Grafenvon sHeerenberg, und Albertum, Dom-Herrn zu Lüttich , oder,wie andere vorgeben, Dom - Probst zu Utrecht , und starb an.1073. oder, wie andere wollen, an. 1083. und also zehen iahrespater. H.Aquil. Gelde, chron. P. Scriver. Slichtenhorß , Gelde,gesch. Mir am, in chron. Belg.
* Adelheid, eine tochter Ottvnis II. von Nassau, fünften
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Grafens von Geldern und Zütphen, und RichardiS , einer tochterGerhardt, Grafens von Jülich . Sie wurde zwar schon an.1197. von Grafen Wilhelms dem l. von Holland , einem bru-der Grafens Theodorici des VII. oder, wie andere zehlen, desVIII. zur ehe begehret, auch ihm von ihrem vatter versprochen,jedoch «vurde das beylager erst in dem folge>«den jähr zu Sta-keren in Frießland mit grossein pracht zu so»«derbarer freude derFriesen und Geldrischen gehalten, «vorauf die neu - vermählteGräfliche eheleuthe sich nach Oosterzee begeben, und allda ihreWohnung genommen haben, da sie denn das vergnügen hattenzu sehen, daß aus anlas ihrer Vermählung die beyde regierendeGrafen von Geldern und Holland miteinander friede «nachten,und der letztere seine tochter an des erster» söhn Henricum, derdamals noch ein And war, verlobete, welcher aber nicht langhernach an einer auszehrenden kranckheit todes verbliche, undals seine braut Ada, welche nachgehends unglücklicher weisemit dem Grafen von Loon vermählet wurde, an. 1204. gleich-falls mit tode abgienge, hatte Adelheid das gluck nebst ihremehegemahl Wilhelmo den Gräflichen thron von Holland undSeeland zu besteigen, welche ihre glückseligkeit durch ihre frucht-barkeit noch weiters vermehret «vurde, indem von ihr entspros-sen Florentius , seines vatters Nachfolger, Otto, Bischvff zuUtrecht , Wilhelrnus, Ada und Richardis . P. Sah. Com.Holl. icon. & histor. H- Aquil. chron. Gelr. Mattb. Vojs.annal. Slicbtenb. Geldr. gesch.
* Adelheid, auch Alyd und Alida genannt, eine tochterFlorentii IV. Grafens von Holland und Seeland, und schwestecdes Römischen Kaysers Wilhelmi, ward vermählet mtt Jo-hanne I. von Avesnes, Grafen in Hennegau , «vordlrrch also,als der einzige und letzte erb von Holland, Johannes I. an.1299. ohne Ander starb, die Graffchasite» Holla««d und Hen-negau unter ihrein söhn Johanne II. von Avesnes miteinandersind vereiniget »vorden. Nach dem tode ihres bruders Flvren-tii (welcher Kaysers Wilhelmi hinterlassener« minderjährigensohns, Grafens Florentii V. Vormünder war) «vurde jte an-statt desselben als die nächste bluts-freundin von den Seclandernzur vormünderin erivehlet, von den Holländer,« hingegen, wel-che es für eine schände hielten, sich von einem «veibe regieren zulassen, wurde zuerst Hertzog Heinrich von Brabant , und alssie diesen um seiner Hof-leuthen grossen muthwillens und ausge-lassenheit willen «vieder fahren liessen, der Graf Otto von Gel.dern, aus dem Hause Nassau, zu einem neuen Vormünder an-genommen , «voraus denn ein heftiger zanck zwischen Holland und Seeland entstünde, dergestalten baß es zu einem offentli.chen krieg, und endlich bey Brouwershaken in Seeland zu einerschlacht käme, darinnen aber Adelheid den kürtzern zöge, undsich daher gcnöthiget sahe von der so sehr verlangten Administra-tion der landes - regierung gäntzlich abzustehen. Als ihr vetterFlorentius an. 1271. in das siebenzehenbe jähr seines alters ge-treten , ließ er Grafen Ottonem von Geldern wieder in seinland zurück kehren, und Übergabe der Gräfin Adelheid die Ver-waltung der regierung, ihr söhn aber, Johannes von Aves-nes, «vurde Statthalter in Seeland, da indessen Florentius sei-nes vatters tod zu rächen wider die Friesen zu selb zöge. Nach-dein er dieselben bezwungen und triumphirend «vieder nachHause gekommen war, so nah in er nicht ««ur seiner muhmeauf eine empfindliche weise die regiening «vieder, sondern be-fahl ihr auch das land zu räumen; was nun die ursach diesesMißvergnügens Florentir gegen Adelheide gewesen seye, wird nir-gends gerneldet, so wenig als die zeit ihres todes. jo. Veidenaar ,fascic. temp. M. Vojs. annal. Scriver, Com. Holl.
* Adelheid, war des Pfaltz-Grafens von Sachsen FridericiIII. gemahlin , mvies ihm aber wenig treue , sondern lebte inbeständiger liebe mit dein Grafen von Thüringen Ludovico,welchen sie auch dahin vermochte, daß er ihrem gemahl das le-ben nah«««. Hierzu fand sich folgende gclegenheik. Ludovicusjagte, «vie er dieses mit der Adelheid abgeredet, in dem Walde,welcher gleich an Friderici schlösse war. Adelheid stellete sich,als «venn ihr solche that des Ludovici mißfiele, und beschuldigteihren geinahl einer unzeitigen zaghafftigkeit. Dieser satzte alsomit wenig leuthen dem Grase«« nach, worüber es nvischen bey-den zur thätlichkeit kam, und Fridericus darüber sein leben ver-lohr. Die hinterlassene geinahlin trug kein bcdencken, denmorder ihres gemahls drey jähre darauf öffmtlich zu heurathen.Sie hat z«vey klöster, und zwar ein Nonnen-kloster, Tscheiplie,und denn ein Mönchs - kkoster, Oldisleben , gestiftet, und ai«.in0. das zeitliche verlasse««. Paul. annales Isenacens. Chron.Merseb . ad an. 1063.
* Adelheid, eine Nonne des Benedictiner - ordens zu Bin-gen, «velche im XII. feculo und zwar ums iahr 1140. in einerkleinen Hütte, dichte an der kirche, sich in aller einsainkcit sollaufgehalten , vorhero aber, ehe sie diesen stand ergriffen,sehr prächtig und üppig gelebt haben. Die Ursache, die sie bc-«vogen haben soll, in dieser gedachten kleinen Hütte einsam zuleben, soll diese seyn; weil sie ehemals, als sie in die kirche gc-gangei», und sich sehr geputzt gehabt, über die wurtzel einesbaumes gefallen, u««d sie nun ihre bedienten aufgehoben, habesie ihnen geanttvortet: Laßt es gut seyn: Dieser fall soll mireine auferstehung des Heils seyn. Habe darauf alle ihrenschmuck abgeleget, in eine kleine Hütte bey einer kirche sich dcge.ben, und seye zeit lcbens darinnen geblieben. Sie hat viele cnt»zückungen gehabt, und ob sie schon nicht gelehrt, doch fertig
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