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Rostock stndiret; ist von dar an. 1663. nach Holland gegangen,und hat sich einige teil in Gröningen , Utrecht , und absonderelief) in Leiden aufgehalten, auch Engelland und Franckreichnebst verschiedenen Teutschen Universitäten besehen, und ist zuende des 1669. jahrs wiederum nach Rostock gekommen, da-selbst an. 1670. Doctor Medicinae , und an. 1686. Professorworden, und an. 1704. gestorben. Mecklenburgisches gel.Lericon, cent. I. p. 4.
*Barnstorff, (Ioh.) ward an. 1648. zu Rostock gebohren,hat an. 1667. zu Wittenberg , an. 1668. zu Rostock , und hier-auf zu Straßburg studirt, endlich aber an. 167;. zu Jena proLi’centia difputiret, und an. 1674. den gradum Doctoris er-langet , ist auch an. 1697. Professor Institucionum geworben,und an. 170;. gestorben. Mecklenburgisches gel. Lexikon ,
cenc. I. p. 4.
, * Barnun, (Jofua) ein Syrer, schrieb ein buch untermtitul : Theologia ; Quaestiones in totam Scripturam S. in 2.tomis ; Decisiones judiciorum & causarum ; Consolationes ;Epistolas ; de Distinctione & Discrimine officiorum ; Interpre-tationes ; de Virtute hymnorum ; Synodum Orientalem. He-bed-Jesu , catal. libr. Chald.
Baro, (Balthasar) ein Mitglied der Französischen Acade-mie, war von Valence in Dauphine. In seiner fugend warer Secretarius bey Honorato d'Urfe, dessen Astraeam er druckenließ, und aus des d'Urfe hinterlassenen papieren den fünftentheil dazu machte. Er hat auch hernach einige comödien undvielerley andere getichte verfertiget. Er verheurathete sich zuParis , wurde Hof-Cavalier bey der Mad. de Montpensier,und starb ohngefehr im jähre seines alters an. 1636, nach-dem er kurtz vorIeinem tode Königlicher Procurator im gcrichtu Valence und Schatzmeister zu Montpelier worden. MijJ'on,Mist. de l’Acad. Franc. *
Baro, (Eguinarlus) war aus der Diwees Leon in Breta gne gebürtig , und lehrte die Rechte zu Angers , Poitiers und zuBoürgcs mit seinem landsmann, Francisto Duareno, daherozwischen bevden ein neid entstand, welcher auch in einen öf-fentlichen schrift- Wechsel ausbrach , wiewol sie sich hernach wie-der vertrugen , und in einer guten einigkeit lebten. Er starb,wie Duarenus vorqiebt, aus Verdruß, den ihm sein andererCollega Balduinus erweckte, den 22. aug. an. i;;o. im 52.jähre seines alters, und ließ ihm Duarenus zu bezeügung feinerfreundschafft in der kirche St. Hippolyti ein prächtig grabmahlaufbauen. Er hat Tabulas in Quintiliani institutiones rhet.de dividuis & individuis obligationibus seu stipulationibus;de Servitutibus ; Manuale Digestorum ; in Pandectf. "&Tnstit.Comment. &c. geschrieben, weiche an. 1562. zuParis zusammengedruckt worden. Sammartb. elog. lib. II. Roviü. in prompt,icon, insign. P. II. Freber.m theatr. Baldnm. in praes, ad operaBaronis. Bibl. bist. des aut. de Droit par Simo», tom. I.
Varo, (Petrus ) ein Professor Theologia; auf der Universi-tät zu Cambridge, war von gebnrt ein Franzose, und behaup-tete an. is9°. einige lehr-sätze, welche man vor Pelagianischhielt, daher sie Whitaker, Tindall, Chatterton, Perkins undandere heftig widerlegten, doch daß sie des autoris dabey nichtgedachten. Nachdem aber derselbige seine meynunq in seinersumma trium sententiarum de Praedestinatione bestätigen woll-te , widerlegte Whitaker diesen tractat öffentlich. Die fachekäme endlich für die Königin Elisabeth, und für den Ertz-Bi-schoss von Canterbury , und wurde eine Versammlung zu Lam-beth gehalten, in welcher Baronis lehr-sätze verdammet, under selbst seines diensts erlassen wurde, ivorauf er sich wiedernach Franckreich begab. Man hat auch von ihm einen tractatde Fide , worüber eben die streitigkeit entstund; Pralectionss3 9. injonam &c. Altingu Theol. hist. Wood, in bist. & antiq.Oxon. Hendreich. Bay/e.
t In zweyen stücken ist obiger bericht sehr mangelbar. Erst-' sich hat Baro seine gehabte Profession von selbsten abgelegt;denn da nach der Verordnung der Lady Margarethä, als derstiftcrin besagter Professor-stelle , ein Professor nur für 2. jährsollte erwehlet werden , und auf den 2;. mertz 1595- oder 1596.eben seine zeit wiederum zu ende wäre, hat er wegen denenihme erweckten Verdrießlichkeiten solche stelle nicht mehr begeh-ret. Demnach ist auch falsch, daß er sich naher Franckreichbegeben habe, indem er gen Londen gezogen, und allda dreyoder vier jähr hernach gestorben ist. Sein letchnam ward inder Pfarr-kirche zu St. Olave-Hartstreet begraben. Der Bi-schoff von Londen , D. Bancroft, hatte verordnet, daß 6. Do-ctores Theologiae das leichen-tuch tragen, und alle Pfarrer derstadt den sarg begleiten sollten; aus welchem umstand auchklar zu ersehen, daß er nicht als ein entsetzter seye angesehenworden. Baro hinterliesse verschiedene kinder; SamuelBaro, sein ältester söhn, wäre ein Medicus , welcher lebens-lang sich zu Lyn - Regis in Norfolck aufgehalten, auch alldagestorben ist.
* Baroccius, (Alfonfus ) ein Professor Medicina: ausFerrara , hat an. 1569. einen Commentarium uber den Ari-stotelem wt<ji : Lectionum de Febribus lib. I. welche
Ioh. Libiolus zu Ferrara an. 1606. in sol. heraus gegeben,und Lectiones in Aphorismorum Hippocratis fest. I. so zu Fer rara an. 159;. in 4' heraus gekommen, geschrieben. K«nig.
Hendreich.
Hjstor. Lexkon I. Theil.
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* Baroccius , (Angelus) ein Patriarch zu Grado , umdas jahr i2n. aus Venedig gebürtig, woselbst er anfangs einPlebanus St. Iohannis de Rivoaltö, und hernach Caplan zuSt. Marci gewesen. Innocentius III. gab ihm das Palüum,und bestätigte demselben alle vormals erlangte privilegia. Un-ter diesem Papste hat er dem Concilio im Lateran mit beyge-wohnet. An. 1222. ließ er sich vom neuen Papste, Honorio. III. die' frevheiten seiner kirche confirmiren. Diesem Barocciozu liebe erklärte sich der Constantinopolitanische Patriarch,Matthäus, daß er alle Venetianifche kirchen in gantz Roma-nia von seiner jurisdiction eben so exempt halten wollte, als sievormals unter denen Griechischen Kaysern gewesen. Mit demBischoffe zu Castellana, nahmens Marco, gerieth er in einenweitläuftigen iurisdictions-streit, welcher an. i2;o. wieder bey-geleget , und der dißfalls aufgerichtete vertrag nachgehends vonGregorio IX. bestätiget wurde. Bey diesem stund unser Ba-roccius in gantz sonderbaren gnaden, und erhielte von ihm an.12,4. wider obgedachten Marcum, der ihm die bisherige wohl-hergebrachte gewohnheit, vermöge deren, wenn er aus derkirche zu Grado zurücke kam, man allemal die glocken läutete,und in der Dioeces des Bißthums Castellana, bey einweyhungdes Oestcrlichen Wachses seiner gedachte, disputirlich machenwollte, ein scharfes rescript. Er starb an. 12;8. Dandulus.Ughelhts , Ital. sacr. tom. V. p. 113;. seqq.
* Baroccius, (Francifcus) ein Venezianischer Patricius,und berühmter Mathematicus, storirte an. 1569. schrieb einenCommentarium in Platonem de numero Geometrico , Bolo gna an. i;66. Cofmographiam in 4. büchern, Venedig an.is8g in 8. it. an. 1393. in 8. und übersetzte ins LateinischeProclum in Euclidis libr. I. nebst beyfüguwg schöner anmer-ckungen, Padua an. 1569. in sol. ingleichen Heronis Mechani-ca & Geodaälram , an. 1572. rc. V»ßus , de script. Mathem.57. §. 18. Blanum. chionol. Mathem. p. 62.
* Baroccius , (Johannes) der fünfte Patriarch zu Vene dig , war aus emer vornehmen familie daselbst, und von Lu-dovico mit Polyxena Mauro gezeuget. Nachdem er sich in de-nen studiis vest gesetzet, begab er sich nach Rom , und wurdevon Pio II. so lieb gewonnen, daß er ihn in seinem 30. jähreden 28. dec. an. 1449. zum Bischoff von Bergamo machte, daer denn das folgende jähr den 2;. jun. zum neuen bau der kircheSt. Mariä de Carmelo den ersten grundstein legte, und an.1451. dieselbe einweyhete, auch zu Verbesserung der kirchen-zucht und lebens-art derer Geistlichen, insonderheit;. Syno-dos in auf einander folgenden jähren anstellte. Ugbdius , ital.sacr. tom. IV. p. 48;. Als hernach das Patriarchat zu Vene dig ledig stunde, berief ihn der Hohe Rath darzu, und Paulus II. consirmirte ihn in solcher würde an. 146;. Er hielte sehrscharf über denen gercchtsamen seiner kirchen, strafte vornem-lich die Geistlichen, wenn sie was verbrochen hatten, mit al-lem ernst , und würckte vor die Geistlichkeit eine exemtion ih-rer victualien von allen auflagen aus, welche jedoch nachge-hends wegen des vorgegangenen unterschleifs wieder aufgeho-ben worden. Er starb an. 1466. am schlag , oder gar an bey-gebrachtem gifte. Er war von mittelmäßiger statur, sahe rothums geftcht, und so freundlich aus , daß er fast allezeit zu la-chen schien, hatte darbey ein ehrliches, diensthaftes und unin-tereßirtes gemüthe. Wie er aber nebst einem aufgeweckten undmuntern geist, der sich in alle fälle geschwind zu finden wüste,auch eine ziemliche unerschrockenheit besaß, also ließ er sich nichtsüberreden , was er nicht vorhero selbst gewollt. UgbeUus , Ital.sacr. tom. V. p. 1303. seq.
* Baroccius, (Petrus ) ein Bischoff zu Belluno , ums jähr1470. hernach an. 1488. zu Padua , war aus Venedig gebür-tig, und starb an. 1307. den 10. jan. in seinem 66. oder 78.jähre, als ihn eben Pius II. bey dem er sonderlich angese-hen war, zum Cardinal machen wollte; wie Scardconius dedar. Patavin. p. 38;. meldet, hat er noch kurtz vor seinem tode,weilen ihm seine anverwandten nicht eher ruhe gelassen, vorNotario und zeugen ein solches testament gemacht: Ich, Pe-trus Baroccius, Bischoff zu Padua , überlasse meine seele GOtt,den leid der erde, mein noch übriges vermögen aber denen ,welchen es rechtmäßig gebühret. Der Venedische Rath hinge-gen habe ihm ein herrliches monument aufrichten lassen. Semeschriften sind : de Ratione bene moriendi; Opusculum conso-latorium; Verfuum & Hymnorum libros III. Officium ad de-
recandam Pestilentiam , ad impetrandam Pluviam, ad aeriserenitatem poscendam. Gbb.bn theatro. Franc. Sansoviut.Ugbellus, Ital. sacr. tom. V. p. 16;. L 437.
* Barochas, war erst des Bischoffs St. Porphyrii zu Ga za im gelobten lande Famulus, hernach Diaconus , Und bliebbey demselben, bis er starb. Als er einsmals von denen Hey-dcn überfallen, verwundet und halb todt geschlagen, auch infolchem zustande liegen gelassen worden, hat er seine stärckedurch eine himmlische krafft unversehens wieder bekommen,und die mörder in die flucht gejaget. Der 26. febr. wird ihm
gescyret. Universal-Lexicon.
Barsche, eine stadt in dem Königreiche Guzuratc, io.Italiänische Meilen von Surate, am fluß Nardabath, in demlande des grossen Mogols. Sie liegt an einem berge, und hatzwey Vorstädte, darinnen die webcr und cattun-händler woh-nen , wie denn allda die schönste bleiche im gantzen lande zufinden. Die Hvü- und Engclländer haben ihre Conttoirs dar-U u u 3 innen.