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thodum Synoptieam artium; Ephemeridem solarem perpe*tuam ; Usum Allronomicum planisph;erii itellati; Tabulasnovas Logarichmico - Logiiticas; Catalogum fixarum ad an,de Globo coeleiti ; Metbodum Synoptieam artium istsechs kabelten , rc. Witte , diar. biogr.
* Bartuti, (Vincentius) ein Leaativns > Secretarius unddvlmetscher der Türckischen und Persischen spräche Königs Phi-lipp! IV. in Spanien , von Ragufa gebürtig, lebte in der mit-te des XVII. fec. und übersetzte aus der Türckischen in dieItaliänische spräche eine Ottomane, ische chronick; wie auchaus der Türckischen in die Spanische spräche des alten Chi-nesischen Doctors Bethemenio Bidpay Espejo Politico y mo,ral , welches Indianisch geschrieben, und wegen seiner vor-!treflichkeit ins Persianische, Arabische und Turckische übersetztworden. Lebens - lauft.
Barva, eine stadt in Abyßinicn , ist die Haupt-stadt in demKönigreiche Barnagasso, und liegt nahe an dem flusse Marabuzwischen Cassumo, Carmarua und Tumara.
Baruch, ein söhn Neria, war ein jünger und schreiber desPropheten Ieremiä. Er schrieb auf beseht stines Herrn die Ver-kündigung desjenigen Unglücks, welches die Juden betreffensollte, und las es an. 3430. vor dem volck. Er folgte demPropheten in Egypten, und nach dessen tode begab er sich an.3447. nach Babylon, woselbst er dasjenige buch schrieb, sonoch heutiges tags unter seinem nahmen vorhanden. Salian.
Spondan. TornieU. Beilarm. de scr. eccl. Waltber. in offic. bibl,
t Daß derselbe nach Ieremiä tod in Babel gekommen,kan durch keine gute historische schriften erwiesen, oder auchnur auf einige weise wahrscheinlich gemachet werden. Mit-hin ist bey weitem noch keine ausgemachte fach , daß derje-nige Baruch, welcher Ieremiä jünger gewesen , auch Urhe-ber seye, desjenigen buchs , so mit dessen »ahme bezeichnetist. Es ist solches zwar von einigen Kirchen - Lehrern alsEanonisch angezogen , auch von dem Tridentinischen Conci·,lio als ein solches erkläret worden. Allein viele Catholische,nebst den sämtlichen Protestanten, rechnen es unter die Apo-cryphische, sowvl als den diesem buch angehängten brief Je-remiä ; indem beyde in Griechischer spräche verfasset, undvon der Jüdischen kirche niemals angenommen worden. Bud,deut, bist. eccl. V. T. Pqriod. II. Seit. IV. J. A. Fabridt Cod,Pseudepigr. V. T.
* BARULITjE, oder BARALITiE , waren ketzer zu aus-gang des XII. fec. welche den nahmen von ihrem meister Ba-rulo hatten , und lehrten, der Sohn GOttcs habe nicht wahr-haftig fleisch und blut an sich genommen , ingleichen, die seelenderer menschen wären noch vor der weit erschaffen worden, undhätten auch damals schon gcsündiget. Jac. Thomaßus , 0 rat.ro,pag. 462.
Barut, siehe Berytus.
Baruth , stadt und Herrsthafft im Sächsischen Chur -kreist,soll von Alberto Urso von Brandenburg gestiftet, und die fa-milie derer von Schlieben damit belehnt worden seyn. Jetzogehört sie den Reichs - Grafen von Solms , Sonncnwaldifcherlinie. peckenstein tbeatr. Sax. P. I. Großer. Lausitz, merckw.P. III.
Baruth, eine adeliche familie in dem Schlesisthen Fürsten -thum Oels, deren stamm - schloß gleiches nahmens, in derOber - Lausitz vhnweit Bautzen gelegen. Bruno, ein gelehrterHerr, war an. 1209. Bischöffzu Meissen , und an. rris. wirdHildebrand in einem kaufbriese des Abts zu Zell als zeuge ange-führt. Dietrich von Baruth auf Neudorf, war Hertzog Jo-hann Christians, obersten Hauptmanns in Schlesien und Her-tzogs zu Brieg, Rath und Land - Hof - Richter, wurde an.1620. in wichtigen angelegenheiten an die Ottomannische Pfor-te geschickt, starb zu Constantinopel den n. dec. selbigen jahrs,und ward zu Galata begraben. Wentzel vertrat an. 1624. diestelle eines Reaierungs - Raths zu Brieg. Dietrich ist an. 16;7.und Johann Wentzel auf Kritfchen an. 167a Landes - Nette-ster in dem Fürstenthum Oels gewefen. Lucä Schief, chron.Spangenb. Adelsp. p. II. Sinapii Olsnogr. Schlegel de Cellaveteri pag. 39.
Barwick , lat. Bervicum, Bercovicum , eine grosse , volck-rciche und wolbevestigte stadt nebst einem Hafen in Northum-berland an der Schottischen grentze gegen norden , liegt ammunde des Twede - flusses, über welchen eine steinerne drückegeführet ist. Es ist eine der stärcksten vestungen in Engelland,wiewol sie vor zeiten zu Schottland gehöret hat, bis sie derSchottische König Wilhelm dem Engellandischen Könige Henri-co II. zur Versicherung des schuldigen löst-geldes, eingeräumt,als er aus seiner gefangenschafft in Engelland losgelassen wor-den ; König Johannes aber hat, als das geld baar ausgezahltgewesen , diesen ort wiederum den Schotten abgetreten.Eduard I. König in Engelland, nahm ihn an. 1297. wiederein. Nach diesem ward er unterschiedene mal verlohren undwieder erobert, bis unter der regierung Eduardi II. ThomasStanley ihn den Schotten letztlich abgenommen. Henricus II.banete chas castell; die folgenden Könige führten die maurenund wälle herum; die Königin Elisabeth fügte eine neue maueran die alte, und legte unterschiedene aussen - wercke an. Siefuhrt den titul eines Hertzogthums, und Iacobns 11 . gab den-selben an- 1686. seinem natürlichen söhne Fiz - James. Nach-
dem aber der König Jacob Engelland verlassen muffen, wur-den des Hertzogs von Bcrwick und seines bruders güther durchdie Königliche banck den 23. nov. an. 1693. eingezogen. Hier-auf hat er sich beständig in Franckreich aufgehalten, allwv ihnder König an. 1703. naturalisiret, und zum Marschall vonFranckreich gemacht, auch an. r?°4. nach Spanien zu gehenbcfehlicht , allwo er nach der zeit etliche mal commandirt,auch zuletzt noch an, 3714, Pareellpng einnehmen helffemSiehe verwick.
* Barwick, (Johannes) ein grosser Englischer Gottsge-lehrtcr des XVII. fec. wäre den 20. april an. 1612. zu Wethers-jack in Westmorland von ansehnlichen eitern gebohren. Seinpatter Georg Barwick wäre aus einem sehr alten geschlecht ent-sprossen, und der Mutter geschlechts-nahme hiesse Barrow. Ob-wolen seine eitern eben nicht sehr begütert waren, so gaben sieihrei, kindern doch eine gute auferziehung , und wiedmeten ihresöhne Johannem und petrum zu denen studien. Johan-nes ward in seinem achtzehenden jähr den 34. may an. 1631. indas St. Iohannis - Callegium zu Cambridge gethanundder aufsicht Thomä Fothergil anvertrauet. Er triebe hier seinestudia mit ungemeinem fleiß, und da er kaum den gradumBaccalaurei erlanget hatte , ward, ihme die ansticht einigerWichtiger geschafften des Lollegil anvertrauet, Der Hiebeyerwiesene fleiß erhielte ihme den y. april an, 1636. die stelle ei-nes Socii in seinein Collegio. Bey dem ausbruch des einhei-mischen krieges hatte er viel zu thun mit dex Überwachung desin den verschiedenen Collegiis befindlichen silbers an den Könignaher Nottingham ; er schriebe zugleich in geseüschafft miteinigen andern Querelam Cantabrigiensem , in welcher schriftdie von der Parlements - partey Wider die Mit dem König hal-tende ausgeübte gewaltthätigkeiten nachdrücklich, und mitlebhaften färben vorgestellet werden. Kurtz darauf muste er dieUniversität verlassen, lind sich naher Londen begeben, allwo evsich um die stelle eines Caplanen bey Dr. Morton, dem Bischofspon Durham , bewarbe, um desto sicherer zu Londen zu bleiben,und den König heimlich bedienen zu können durch die ihme ge-hende Nachrichten. Nachdeme der König Carolus I. sich derSchottischen armee vertrauet hatte, und also einige freyheit ge-nösse , wartete ihm Barwick selbst auf, empfienge seine befehle,und ward von dieftin Monarchen sehr oft zu feinen getreuen an-hängern naher Londen gesandt. Da das Parlement und die ar-mee sich wider einander erkläreten, ergriffe Barwick die waffenauch auf des Königs befehl, und gienge gantz vertraut mitvielen Lords und andern wichtigen Personen um. Um seinegrosse dienste zu belohnen, schriebe ihm Carolus I. mit eigenerHand ein zeugnis dessen, was er für ihne gethan hätte. Bar-wick trat auf des Königs befehl in eine Unterhandlung ein mitdem Ritter Thomas Middleton und Richard Brown, undbrachte es durch dieser Vermittlung dahin, daß durch Mehrheitder stimmen ein vertrag mit dem König sollte getroffen werden,und der platz der Versammlung sollte seyn in der insul Wight,von welcher er in einem tag naher Londen ritte, und den anderntag wieder dahin käme. Seine grosse betrübnis über dentod des Königs zöge ihm eine gefährliche kranckheit zu, dochführte er vermittelst seines bruders seinen heimlichen brref-wech-sel mit denen Ministern Caroli II. fort, bis sie beyde in die ge-fangenschafft geriethen, aus welcher er den 7. aug. an. 1632,.wiederum befreyet worden, da er sich dann indessen mit sei-nen studiis beschafftlgte, bis er bequeme zeit ersähe, die ange-legenheiten des Königs wiederum vor die Hand zu nehmen. Evhielte sich eine zeitlang bey dem Ritter Thomas Ersfield inSusser auf, und den 23. febr. an. r6;y. schrieb er einenbrief an den Bifchoffvon Durham , aus anlas einer erkännt-nis, krafft deren diejenigen von dem volck, welche dem Königgetreu verblieben, den zehendxn theil ihrer einkünften bezahlen,die Geistlichen aber, so es mit dem König gehalten, bey strafeiner schweren gefangenfchafft sich enthalten sollten, irgend eineamts - Verrichtung zu thun. Als er wieder nach Londen kam,hatte er sein losament bey seinem bruder, und begleitete denvr. Hewrt zu dem tod. Aus seinem von Dr. Peter Barwickseinem bruder geschriebenen lebens - laufferhellet, daß er sehrviel zu Wiedereinsetzung Königs Caroli II. beygetragen habe.Ein gleiches ist auch zu ersehen aus denen bxiefen, so zwischenihme, Carolo II. und dem Ritter Eduard Hyde, damaligemCantzler der Königl. Reut - Cammer und nachmaligen Cantzlevvon Engeüand, sind gewechselt, und hernach durch der, druck ge-mein gemacht worden. Die Bifchöffe von Engelland schicktenthue gen Breda zu dem König Carolo II. mit denen nöthigenlnstrnetionen, da er dann vor dem Konig predigen muste, undzu seinem Caplanen ernennet wurde. Er hatte den gradumBaccalaurei Theologfe zu Opford an. 164;. und hernach dengradum Doctoris zu Cambridge angenommen. Er hat die ihmevon dem König anerdotene Bischoffs - stellen beständig ausge-schlagen, damit ja niemand anlas haben möchte zu glauben, seineiser für den König habe nur diese hohe stelle zum Hauptzweckgehabt. An. 1660. ward er von dem Konig zum Decano zuDurham ernennet, und an. 1661. gelangte er zu dem Decanatbey der Paulus-kirch zu Londen , welche stelle er mit ungemeinemeifer und klugheit versehen hat. Jkachdeme er zivey jähr lang einesehr schmertzhafte kranckheit ausgestanden hatte, starb er endlichzu Londen den 22. octobr. an. 1664. und hielt ihme die leich-predigt sein vertrauter freund Dr. Peter Gunning; seine grab-schrift aber setzte Samuel Howlet, ein Socius des St. Iohan-
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