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leucht von hier entsprossen, als Ebzan, ein Richter in Israel,Elimelech, Boas, der König David, u. a. m. Vornemlich aberist Bethlehem wegen der geburt Christi bekannt , welche da-selbst in einem stall, weil sonst kein räum mehr in der Herbergewar, geschehen. Wiewol einige meynen, daß es nicht ein stall,sonder» eine höle vor der stadt gewesen, die jedoch zu einem stallgebraucht worden. Hier wurde auch Christus beschnitten, undvon den Weisen aus Morgenland angebätet. Hernach ließAdrianus an. 1,5. das götzen-bild des Ädonis daselbst aufrich-ten. Doch die Kayserin Helena, Constantini M. mutter, bauet«um die gegend , wo Christus gebühren worden, eine prächtigekirche. St. Hieronymus hielt sich auch allhier auf, und über-setzte die Hebräische Bibel ins Lateinische. Als die Christensich des gelobten landes bemächtiget hatten, ward hier an.iiio. ein Bißthum aufgerichtet, ünd dem Patriarchen zu Je-rusalem untergeben, welches aber aufgeboret, nachdem dieTurcken wieder Meister davon worden. Vor jetzo ist Bethle hem ein ziemlich grosses dorf, von ungefehr 150. Häusern, dar-innen sich Mahometaner nebst einigen Griechischen und Maro-nitischen Christen befinden, welche mehrentheils davon leben,daß sie rosen-krantze, creutze, rc. verfertigen, und solche an diepilgrim verkauffen. Es stehet auch noch der tempel, den Helenaerbauen lassen, welcher mit cedern-holtz rund gedeckel, und mitbley überzogen, auch mit vielen grossen fenstern versehen. Erwird von vielen grossen marmorsteinernen faulen unterstützet,und über denselben ist die gantze mauer mit Mosaischer arbeitauf einen vortreflichen gold-grund gemahlet. Man weiset dar-innen den ort, an welchem Christus gebohren, beschnitten,u. a. m. Es gehört zwar diese kirche den Griechen zu; dochhaben die Catholischen zwey capellen gegen über gebanet, besi-tzen auch ein schön und vestes kloster. Die Christen müssendie hier durchreisenden Türcken in abgedachtem tempel mit ih-rem gantzen gefolge logiren lassen , und mit aller Nothwendig-keit versorgen, wie Thevenot berichtet.
Bey Bethlehem gegen abend unten am berge ist ein brunnen,daraus die drey Helden Davids Wasser geholet. Ferner hat eineviertel meile gegen mittag der thurn Eder gestanden, bey wel-chem die enget den Hirten die geburt Christi verkündiget. Edenso weit gegen norden liegt Rahel begraben, und soll noch ihrgradmayl von zwölf steinen zu sehen seyn. Von diesem grabeist die umliegende gegend das land Rahel geneunet worden.Gmes. XXXV. XLVill. Jud. XII. Ruth. I. IV. 1 . Sam. XVII.2. Sam. XXIII. Matth . II. Luc. II. Job. VII. Eusebius , Hie-vonym. Gentbrat d. Wilb. Tyrius , Ich. XI. c. iz. Jacob. Vi-triac. c. $6. Beüon. Ich. IL ohserv. c. 87- Baron, in annal .Bunting. itiner. Doubdan. voyage de la terre S. Dappers Pa-lästina.
Bethlehem , ist der titul eines Bißthums in Franckreich inNivernois. Als die Saracenen das gelobte land wiederum er-oberten , begab sich Rainaldus, Bischoff von Bethlehem , au.i22). zu Guidone, Grafen von Revers in Franckreich, wel-cher ihm die administration eines Hospitals zu Clameci, einerkleinen stadt in Nivernois, unter den Bischoff von Auxerre ge-hörig , auftruge. Mit demselben ort ist hernach der titul ei-nes Bischoffs von Bethlehem verknüpfet worden, und succe-dirte dem Rainaldo an. 122). Gottfried de Perfectis, welcherseine »achfolger bis auf jetzige zeiten gehabt, obgleich diesesBißthum keine güther unter sich hat. Chopm. polit. üb. II. c.4.Miraut , geogr. CoqutUe , still, de Nivern. Sammarth. Lall.tom. II.
* Bethlehem , (Unser Liebe Frau von) ist ein von Pio II. den18. tenner an. 1459. gesttfteter kriegs-orden. Nachdem Ma-homet II. die insul Lemnos eroberet, nähme solche CalixtuS III. durch den Cardinalen von Aguileja wiederum ein, und stiftetesein Nachfolger Plus II. um solche zu erhalten, den vrden U.L. F. von Bethlehem , dessen Ritter fürnemlich in dieser insulsich aufhalten sollen , um sich beständiglich denen von den Tur-cken in dem Archipelago und dem Freto von Gallipoli machen-den streifereyen zu widersetzen. Dieser orden wäre sehr reichworden , indem der Papst unterschiedlicher von ihm unter-drückten militar-und spital-orden güther mit diesem vereinigethatte; da aber kurtz hernach die insul Lemnos von den Türckenwiederum eroberet wurde, verschwände dieses grosse vorhaben ,die unterdrückten orden wurden wieder hergestellt, und ist derorden von Bethlehem nur durch die bull seiner stiftung, welcheLeibnitz in feinem Codice Juris gentium an tag gegeben hat,bekannt. Moreti.
Bethlehemitische brüder, sind gewisse ordens-leuthe, wel-che Petrus von Belhencourt, ein Französischer Edelmann, aufden Canaricn-insuln gestiftet, der Papst InnocentiusXI. aber,erst an. 1Ü87., nach der regul des H.Augustini, bestätiget hat.
S re vornehmste Verrichtung soll in Wartung der krancken, si>
> in den Hospitälern befinden, bestehen. Im übrigen ist ihrekleidung nur darinnen von der Capuciner ihrer unterschieden, daßsie rechte schuhe, auch, an statt der härmen, lederne gurtet, undander brüst ein kleines schild tragen, auf welchem die geschichtevon der geburt Christi zu Bethlehem abgebildet zu sehen.
Bethlem, oder Bellem, ein kloster Hieronymiten-ordenS inPortugall, nahe bey Lisadon, von dem Könige Emanuel er-bauet , und der H. Maria, unter dem nahmen der geburt Chri-sti qcwiedmet, darum es auch Bethlehem genennet worden. Eshat aus dermassen grosse und reiche einkünfte, und ist um des»^istsr. l.exicon I. Theil.
willen auch höchst merckwürdig, weil die Könige in Portugallseit Emanuelis zeiten alle daselbst begraben werden. Nichtweit davon mitten im flusse Tajo ist ein vicreckichter thurn,wo die staats-gefangenen verwahret werden. Colmenar , de-jices de Portugal.
Bethlen , ein altes schloß in der Grafschafft Zolnock inOder-Ungarn , 5. meilen von Deva , ist das stamm-haus deSgleich folgenden geschlechts.
Bethlen , eines der ältesten und berühmtesten geschlechter inUngarn und Siebenbürgen . Zu den zeiten, da Matthias I. oderCorvinus, König in Ungarn war, lebten zwey dieses nahmens,Georgins und Doniinicus , davon jener Bannus Szözeniensis,dieser aber Woywode von Siebenbürgen war. Dieses Domi-nici kohn zeugte mit des Pauli Kynisii tochter Gabrielen!,welcher sich mit in der berühmten schlacht bey Mohatz befand,darinnen der König Ludovicus das leben einbüßte. Gabrielhinterließ einen söhn, Wolfgangum, welcher wegen seiner ta,pserkeit bey Stephano Bathori in grossen gnaden stand. Esgebrauchte sich der König seiner, als er die stadt Dantzig zum ge-horsam brachte, ingleichen wider die Moscowiter und sonst.Er war ein vatter des berühmten Gabriels, wie auch Ste,phani, derer hernach absonderlich gedacht wird. Stephanisöhne waren Stephanus und Petrus , davon er jenen an Geor-gium Ragoczy absendete, ihm das Fürstenthum Siebenbürgen anzutragen. Dieser aber brachte hernach einen befreundten desRagoczy um , da derselbe schon Fürst in Siebenbürgen war,woraus grosse Verdrießlichkeiten entstanden. Von diesem Petro,wie es scheinet, sind Gevrgius und Nicolauö entsprossen, da-von jener an. 1692. zum General des Siebenbürgischen ckriegs-volcks erwehlet, die ser aber oberster Cantzler in Siebenbürgen worden. Des erster» tochter Catharina ist an. 1694. mit deinFürsten Michael Apaffi, so an. 171z. gestorben, vermählt ge-wesen , und den 4. jan. an. 1725. mit tobe abgegangen. Kcjer.vinus , in epist. ad Pareum in monument. viror. illustr. P. II.p. 228. scq. Ludolfs schau - dühne.
Bethlen, (Gabriel) welcher sonst, nach der Ungarischen gewohnheit, die vornahmen hinten zu setzen, unter dem nah,men Bethlen Gabor bekannt ist, war ein söhn WolfgangBethlens, und wurde an. iz8o. gebohren. In seiner jugendivar er bey dem Fürsten Sigismundo Bathorr, welchen er er-mähnte , daß er Siebenbürgen , so er gegen zwey Fürstenthüm-mer in Schlesien dem Kayser überlassen , sich wieder anmassensollte, so auch an. 1601. geschahe. Als aber dieser endlich ge-zwungen ward, sich vor dem Kayser zu demüthigen, blieb Beth-len bey Most dem Zäckler, und George Bärbeln , die sich de,nKayser widersetzten. Allein da auch Moses an. 1602. von demKaystrlichen General Basta bey Weissenburg geschlagen wurde,flüchtete Bethlen mit demselben zu den Türcken nach Temes-war, kam aber an. 160;. «dermal mit ihm in Siebenbürgen ,weil die Türcken mit gewalt Mosen in das Fürstenthum Sie benbürgen einsetzen wollten. Doch dieser wurde von dem Woy-woden in der Waüachey den 12. jul. an. 1605. bey Cronstadtplötzlich überfallen und erschlagen, da denn die Türcken denBethlen anfrischten, daß er die regierung in Siebenbürgen an-nehmen sollte, ihm auch hülffe leisteten. Er wurde aber vonLudovico Ragoczy und Henrico du Äal, Grafen zu Dampier,in die flucht geschlagen, worauf Stephanus Botskay zu der re-gicrunq gelangte. Bethlen vermählte sich darauf mit MosiSdes Zacklers wittwe, und hielt es beständig mit dem FürstenBotskay, nach dessen tobe Sigismundus Ragoczy , und dar-auf Gabriel Bathori zur regierung in Siebenbürgen kamen.Dieser letztere schickte Bethlen nach Temeswar , allwo er ver-sprach , etliche örter dem Türckischen Kayser in die Hände zuliefern, wenn er zum Fürstenthum Siebenbürgen gelangenkönnte, welches anerbieten der Türckische Kayser annahm,und 10000. mann in Siebenbürgen schickte. Als nun hieraufviel Siedenbürgische Herren vom Bathori abfielen, dieser auchselbst bey Waradin ermordet wurde, kam Bethlen an. 161z.zur regierung. Anfänglich widersetzten sich ihm einige Unga-rische und Siebenburgische Herren, sonderlich George Humg-nay, Andreas Doczy, und Nicolaus Esterhasi, welche er aberan. i6i6. schlug, auch an. 1619. den Doczy, General zu Ca-schau, bey erobernng dieser stadt gefangen bekam, und im ge-sängnis sterben ließ. Als die Böhmische Stände an. 1619. wi.der Ferdinandum II. die Waffen ergriffen, trat er mit ihnen mbündnis, rückte in Ober-Ungarn ; eroberte die stadt Caschau,und viel andere, brachte auch fast gantz Ungarn , ausser Raabund Comorren, unter sich, indem sich fast alles gutwillig qnihn ergab, welches letztere daher entstund, daß die Ungarn von den Oesterreichischen bisher etwas hart waren gehaltenworden , wie solches ihre gravamina bezezigen, die sie in einesschrift öffentlich an den tag geleget. Nachdem dessen Generaledie insul Schütt eingenommen, und dadurch einen paß in Böh men erlanget hatten, coniungirte sich sein General Redet Fe,renz, und der Ungarische Graf Emmerich Thurzo nebst 1200».mann mit den Böhmen . Er selbst eroberte im octob. an. 1619.Preßburg , und bekam dadurch die Ungarische crone , war auchwillens, nach Wien zu gehen, wenn ihm nicht die zeitung, daßsein General, George Ragoczy, von dem Humanay, mit hülffeder Polen , geschlagen worden, abgehalten hatte. Er zog sichalso von hier zurück, nachdem er vorher Oedenburg eingenom-men. An. 1029 , richtete er mir den Böhmen und Ungarn einN n n n bünd-