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(einigen etwa- zu erhalten suchte. Im übrigen schrieb er die zeitÜber, dg er sich wieder zu Genf aufhielt, unterschiedene bücher,wider Castalionem, der seine Übersetzung des N. Testaments an-gegriffen hatte, wider Franciscum Balduinum, Brentium,Iacobum Andream, rc. gab auch stinen tractat de vivortiis &Repudiis Wider Bernhardinum Ochinum rc. heraus. An.1371.befand er sich aufdemNationa!-8vnc>do zu Rochelle als Alodera-tot. In dem folgenden jähre wohnte er dem zu Nimes bey, undan. 1574. ließ ihn der Printz von Conde nach Vtraßburg zu sichkommen, weil er ihn an Johann Castmirei»,Administratorem derPfaltz,verschicken wollte. An. 1386. disputirte er auf dem Collo-quio zu Mömpelgard mit Jacob» Andreä dergestalt, daß sich einjedwedes theil des sieges rühmte. Und ob er gleich an. 1588. seineehefrau einbüffele, lreß er sich doch dadurch nicht abhalten demSynodo, fojbie Herren von Bern beruften, mit beyzuwohnen, inwelchein vamuel Huberus wegen irriger lehren verdammetwurde. Er verheurathete sich hierauf mit einer wittwe, und starbden 13. oct. an. 1605. In seinen getichten, so er Juvenilia genen-net, hat er sich etwas zu frey aufgeführet, aber hernach seine reuedarüber öffentlich bezeuget,auch selbige auf alle weise gesuchet zuunterdrücken. Noch im Wintermonat an. 1600. als HenricusIV. Savoyen einnahm, und sich in der nachbarschafft der ftadtGenfeinfand, machte ihm Beza die anfwartung im nahmen des- Predig-amts von Genf , da ihm dann der König sehr gnädig ent-sprochen, und beym abschied 300. thaler verehren ließ. Unter sei-nen übrigen schriften sind sonderlich merckwürdig, seine Lateini-sche Übersetzung des neuen Testaments, welcher er Annotationessowol majores als auch minores hinzugefüget; ingleichen IconesVirorum illustrinm, ferner seine Historie der Reformirten kirche,von an. 1321. bis 1363. de Exeommunieatione & Presbyteriocontra Thomam Erastum; de Ministrorum Evangelii gradibuscontra Saraviam; F.pistolse Theologie®; Calvini Vita; Theodo-ri Presbytcri Rhaetensis libellus de Hypostatica Unione Grsece& Latine editus ; und viele andere, als homilien; vielfältige ge-lichte und streit-schriften wider Brentium, Iacobum Andreä,Selneccerum, Pappum, Claudium ds Tainles, Hoffmannum,auch Anatomiam Cochleaj ad Conr. Gesnerum , so eine satyrewider Cochläum, und einen brtef stylo maccaronico unter demnahmen Bened.Passavantii wider Lysetum,Präsidenten zuParis,und einen grossen Verfolger der Reformirten rc. Fayus, de vita &obitu Bezae. Thuan. Teijfier , tom. II. p.363. ieq. Adami , in vit.Theol. Maimbourg, hist. du Calvinisine. üaj/tf.critique du Cal-vinisme. Freber. Arnold. Bayle. Uc. *
Bezaleel, ein söhn Uri, muste nebst Ahaliab auf göttlichenbefehl an der stifts-hutte arbeiten, und war insonderheit geschicktkünstlich zu arbeiten in gold,silber, ertz,steine zu schneiden und ein-zusetzen. Exod. XXXI. Joseph, hist. Jud. lib. III. &c.
* Bezans, ist der nähme einer gewissen müntz von Byzantzvder Constantinopel. Mchgehends gäbe man diesen nahmen de-nen Orientalischen mnntzen, und hatte man schon SaracenischeBezans, ehe sich die Türcken von Constantinopel Meister machten.Du Peyrat liv. II.de la chapelle des Rois de France sagt,die Be-zans seyen in Franckreich erst unter dem dritten geschlecht der Kö-nigen seit Ludovico Puero angenommen worden, welcher güldenevon denenArabern und andern von ihm überwundeneil ungläubi-gen volckern eroberte Bezans mit sich gebracht; also daß seit dieserzeit die Könige sich selbiger an ihrem crönungs-tag zu bedienenanfiengen. Und opferten sie damals dreyzehen in der meß. Hen-ricus II: liesse vorsetzlich zu dieser ceremonie dreyzehen schlagen,welche Byzantini genannt wurden, und ein jeder ohngefehr,nach aussag des ceremonials , eine doppelte ducate, gälte. Le P.
Meneßrier , origine des armoiries.
Bezer, eine ftadt in Palästina , in dem stamm Ässer, nichtweit vom Jordan gelegen, war die residentz des tyrannen A-doni-Bezek, von welchem oben. Als Saul die ftadt Iabes, welchedie Ammoniter belagert hielten, entsetzen wollte, ließ er allhier300000. streitbare mann zusammen kommen. Jud.l, i.Sam.Xl .
, * Bezer , em Griechischer Christ, siel von seiner religion ab,und nähme den mahometanischen glauben an, um seine frey-heit wiederum zu erlangen, welche ihm die Saracenen , derensclav er wäre, nach seinem abfall wiederum ertheilten. Er be-gäbe sich nachgehends naher Constantinopel, allwo er bey demKayser Leone Ifaurico sehr wohl bekannt und von demselbengeliedet wurde, als er vernahm , daß dieser abgefallene gleichemeynungen die bilder betreffend hegele, von welcher Verehrungsowol dre Saracenen, als die Juden einen abscheu haben. Esbefchleumgte auch Leo aus anrathen dieses Bezer und Constan-Ilnr, Btschoffs von Natolien, die Vollziehung des Vorhabens,den bilder-dienst zu verlassen, um das jähr Christi 72;. Maim.bourg , hist. des iconoclastes.
Bezestain, wird ein gewisser grosser runder platz bey den3cken genennet, der von stemm aebauet, und mit kram-laden tIvEantmopel 'st der grosse und kleine Bezest!
Bezrers, eine grosse und schone stadt in Langnedoc, mit demtrtul einer Vicomte, liegt aufemem Hügel , an welchem der fluiOrbe vorbey Siesset. Sie hat ein Präsidial, und ein Bifchvff-thum, unter Narbonne gehörig. Plinius , Ptolemäus , Pvmvv-nius Mela rc. gedencken ihrer, und nennen sie Bittern, Baitira"Beterra,Biterae, Beteris, Biterrensis und Bedereniis civitas Siehat breite und grosse straffen und plätze, auch viel sehms-würdiaegebäude. Wer sie erbauet habe, ist ungewiß, allein aus den alcmrnscriptionen erhellet, daß sie schon bey den Römern in ansehengewesen, und zu Iulii Safaris zeiten eine colonie worden, welcheTiberius wieder aufgerichtet, und damals 2. tempel dem Auqu-sto und der Julia zu ehren erbauet gehabt. Folgends hat sie mehrund mehr zugenommen, und ist in dem IV. feculo in einem blü-henden zustande gewesen. Die Gothen eroberten und zerstörtensie im folgenden feculo, sie erholte sich aber wiederum , und er-hielt sich bis auf das VIII. feculum, da sie bey den einfällen derSaracenen in Languedocviei erlitte, und ums jähr yzs.oder 37.gar von ihnen eingenommen ward. Carolus Martellus jagte siezwar das folgende iahr heraus, damit aber die Saracenen sichnicht etwan von neuen ihrer bemächtigten,hieß er sie gäntzlich zer-stören. Doch kurtz hernach baueten sie die einwohner wieder auf,da sie sich am ersten unter der regierung Pipini, Caroli AI. undLudovici Pii hervor that. Folgends hatte sie ihre eigene Statt-halter, Vicomtes genannt, welche von den Hcrtzogen von Septi-manien dahin gesetzt worden, bey Untergang der Carolingifchenfamilie aber sich gar erblich machten. Bernhard Raimund Tcin-cavel, Vicomte von Beziers , lebte ums jähr 1060. und heura-thete Ermengarden,eine schwester u. erbinRoqeriilll.Grafen vonCarcassonne , verglich sich mit Raimundo Berengario, Grafenvon Barcellone, wegen dieser erbschafft, und hatte an. 1090. sei-nen söhn Bernhard Athon zum Nachfolger, welcher Ccciliam,Vicomtesse von Nimes , heurathete, und Rogerium, Grafen vonCarcassonne , Raimundum Trincavel, Vicomte von Beziers undAlby, und Bernhard Athon von Nioncs zeugte. Der erstestarb ohne erben, und folgte ihm Raimund Trincavel, der an.i i 50. dem Grafen von Barcellona den eyd der treue leistete, wo-durch er sich Raimundum V. Grafen von Toulouse,über den halszog, der ihn gefangen nahm, und nicht eher wieder auf freyen fußstellte, als bis er ein stück landes abgetreten hatte. Er rüste der«halben Henricum Il.von Engelland zu hülffe,welcher ihn auch an.1160. wieder einsetzte, er ward aber an. 1167. in der kirche zu Be ziers umgebracht, ».hinterließ ;.söhne,davon der jüngste,RogeriuSTrincavel,dem andern succedirte, und durch die hülffs-völcker deSKönigs von Aragonien Beziers einnahm,auch diejenigen hinrich-ten ließ,die an dem mvrd selties vatters theil hatten.Er heurathetedie schwester Raimundi V. Grafen von Toulouse, welche ihmRaimundumRogerium gebohren. Dieser erklärte sich vor die Al-bigenser,ward aber zuCarcassonne gefangen,seiner güther entsetzt,und starb an. 1209. oder 1212. Beziers ward durch die creuz-fahrenden, so sich wider die Albigenfer zusammen geschlagen har-ten, den 22. jul. an. 1209. eingenommen,und nachdem man über10000. einwohner nieder gemacht, fast gantz zerstöret. Simon,Graf von Montfort, setzte sich wieder als Vicomte daselbst veste,und hinterließ sein recht seinem söhn Amalrico, welcher selbigesan. 1222. und 29. Ludovico VIII. und IX. cedirte. Raimund Rv-ger hatte zwar einen söhn,Raimund Trincavel, welcher seine vät-terlichen güther prätendirte,weil er aber keine hülffe erhalten ton-te, so überließ er an. 1247. sein recht an den König Ludvvicnm 8.gegen 600. pfund jährliches einkommen. Von welcher zeit an Be ziers stets bey der Crone geblieben, und nunmehro eine gute han-dels-stadt ist, indem sie nicht mehr als 2. meilen von der see und;.von Agde lieget. In dm innerlichen religions-kriegcnhat sie gnugerlitten. Sie hatte vormals eine citadelle, so aber an. 103 3. ge-schleift worden. Die Stifts-klrche St. Nazarii ist schön, und hatein berühmtes Capitul.St.Aphrodisius ist der erste unter den Vi-schössen, davon man Nachricht hat, und unter seinen Nachfol-gern ist sonderlich St. Giraldus berühmt, der an: 1122. gestor-ben. Wilhelm hat an. n?4. die gewohnheit abgeschafft, nachderen die einwohner zu Beziers allen Juden, diene vom Palm-abend bis auf den Öfter - montag auf der gaffen antrafen,borsten Maulschellen und stock-schläge geben, als vor welche ab-schaffung die Juden dem Bischoff ein schönes stück gelbes bezahlthaben. Es befinden sich auch noch 2. Abteyen, nebst andernktrchen und klöstern allhier. An. 336. stellten die Arianer, derenhauptSaturninus von Arles war,zu Beziers einen 8 ynoclum an,davon aber keine andere Nachrichten vorhanden sind, als die beyHilario, der sich diesen ketzern widersetzt, zu finden. An. 1233.ward von dem Päpstlichen Legaten Waltero, Bischoff von Tour-nay, allhier eine zusammenkunft wider die Albigenfer gehalten,und im jähr 1246. eine andere ebendeswegen angesetzt, davondie aeta IN 37. capiteln bestehen, plm. lib. III. c. 4· Ptolem.lib. II. c. 10. Pomp. Mela, lib. II.c. 3. Aimorn. Robert, d’ duxer-re. De Valsernai, hist. c. 16. Catrl, hist. des Comt. dc Toul . &Alem. de Lang. Beße, hist. de Carcaff. Du Cbine, recherch. desant.des vill.deFr.Satnmartb.Qü\l.Chr.Du Pui ,des droitsduRoi.S. Hilar. de Synod. ad Const. lib. I. & III. & adv. Arian. Sulp.Severus , lib. II. hist. fac. Spond. Labbe. &c. *
Ende des ersten Theils.