so fährt das überflüßige hinüber in das leere; undwenn es dabey einen Sprung thun muß , so giebt esein Flämmchen mit einem Stoß und Knall/ wie wennSchteßpulver abgebrannt wird. Ferner geht diesesFeuer, wenn es in Bewegung ist/ gern aus andernDingen in spitziges Metall hinüber/ und läuft schnelldurch das Metall durch, so lange es währt; so daßes sich durch Stangen oder Ketten von Eisen oder an-dern Metqll leiten laßt, wohin man will. DieseEigenschaften hat man durch besondere Maschinen er«kannt, welche dazu erfunden worden, die Natur die-ses Feuers zu erforschen, und die man Elektrisir-Maschmen nennt. Wer irgend Gelegenheit hat,eine solche zu sehen, der gehe gern ein Paar Stundendarnach : es wird ihm nicht gereuen, so wunderbareKunststücke werden damit gemacht. Der größte Nu-tzen dieser Maschinen ist aber der: daß mau durch diedamit angestellten Proben erfahren hat, -aß ein sol-ches elektrisches Feuer überall in der ganzen Welt undin allen Dingen vorhanden ist, ob man es gleicd nichtsieht, und daß dasselbe von Gott dazu erschaffen ist,die Fruchtbarkeit der Erde und die Gesundheit derMenschen und Thiere zu befördern. Man hat auchentdeckt, daß dieses Feuer, eben so wie das Wasser,immer im Gleichgewicht zu schweben sucht, und dahin-wärts ßröhmt, wo es Raum findet: und dadurch istman dahinter gekommen, wie die Gewitter entstehenund beschaffen find. Das elektrische Feuer sammeltsich nämlich gern in den Wolken: weil die Wolkenstachle Dünste find, die für steh wenig davon haben. Istnun eine Wolke damit angefüllt, so bekommt fie da-von die Eigenschaft, daß sie andere kleine und leich-tere Wolken an sich zieht. Wenn ihr nun solche nahekommen so führt das Feuer schnell in sie hinein undgiebt eins Flamme und einen Knall, welches wir
Blitz