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Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim : Für Junge und Alte beschrieben
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etwa i2 Ruthen ins Gevierte, im September z oder4 Gruben, 2 bis z Fuß tief und i Fuß breit. Diesefüllt man mit frischem Pferdemist an, bedeckt diesenmit ohngefähr 6 Zoll Erde und macht es oben wiedereben. Nach dem ersten Thauwetter sind alle Reit-würmer, welche der Wärme nachgehen, in diesen Gru-ben : da kann man sie Herausgraben, und damit ma-chen, was man will.

Wider den Schneckenfraß an der Saat ist esgut, frühzeitig zu bestellen und den Acker so klar alsmöglich zu eggen. Wo keine Brache gehalten wird,giebt es deren weniger. Sie zu vertreiben: nimmMistlake, vermische sie mit Wasser, koche darinne et-liche Loth Teufelsdreck, laß es kalt werden, thue nochz Quentchen Hirschhorn-Oehl dazu, und gieße es un.ter i s Maas verdünnte Mistlake. Damit besprengedie Saat drey Tage nach einander Morgens undAbends. Wer viel Enten hat, kann sie auf die Saattreiben: sie fressen alle Schnecken begierig auf, undwerden fett davon.

Die Heuschrecken, welche aus einem Lande insandere ziehen, sind eine so gefährliche Landplage, daßdie Obrigkeit Anstalten dagegen machen muß. InUngarn und Siebenbürgen werden ganze Regi-menter Soldaten aufgeboten, den Bauersleuten widerdiese Feinde beyzustehen. Man macht Gräben vordie Felder, treibt die Heuschrecken hinein, tritt sie todtund beschüttet sie mit Erde. Wenn sie fliegen, ver-folgt man sie mit Büschen, schlagt sie nieder und ver-brennt sie. Beym Pflügen sucht man ihre Eyer aufund verbrennt sie.

Wider die Rohl - und Rraut - Raupen, welcheauch den Sommerrübsen angreifen, soll es gut seyn,Krebse hie und da in die Erde zu legen, deren Gestankwenn sie faulen, allen Raupen und Würmern zuwi-der