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Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim : Für Junge und Alte beschrieben
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der ist. Oder man läßt todte Krebse in Wasser ver-faulen, und besprengt die Kohl- oder Krautstaudendamit. Das beste Mittel wider die Raupen wäre:eine Witterung oder einen Geruch zu machen, welcherdie Schmetterlinge oder sogenannte Butter - Vogel(Molken - Diebe, Sommer - Vogel), anlockte, daßsie häufig darnach -ögen, und man sie in großer Men-ge fangen und todten könnte. Denn diese legen ihreEyerchen an die Kräuter und Bäume, manche Artbey Hunderten und Tausenden. Aus den Eyern wer-den Raupen, welche eine Zeitlang leben und ihre Hautz bis 4 mal verändern, bis sie ihre rechte Größe er-langen. Alsdenu spinnen sie sich ein Nest, oder krie-chen in die Erde; einige hängen sich an Blätter,Zweige, Baumstämme und andere Orte, und alle be-kommen eine andere Gestalt, ohne Füße und Kopf,mit einer harten Haut überzogen, daß sie fast wie eineeingewickelte kleine Ktnderpuvpe aussehen. Mannennt sie alsdenn auch Puppen oder Npmpfen.So bleiben sie eine Zeitlang, ohne zu fressen: bewe«gen sich aber doch, wenn man sie anrührt , und end-lich kommen aus diesen Puppen wieder Schmetter-linge heraus, weiche wieder Eyer legen. Es wärealso am besten, die Schmetterlinge zu tödtrn, ehe siedie Eyer legen, und wer weiß, ob nicht über lang oderkurz ein kluger Bauersmann ein Mittel dazu erfindet.Vor -er Hand kann man gefüllte Ritter-Spornin einer Linie quer vor das Krautstück säen, wie eineEinfassung. Diese schöne Blumen locken alle Schmet-terlinge der Gegend an sich. und sie bleiben desNachts gern daran sitzen. Man lasse fle also desAbends von Kindern ablesim und zertreten.

Wider den Frost-Schmetterling, dessen Weib-chen nicht fliegen kann, sondern im Herbst des Nachtsbey Tausenden auf die Obstbäume am Stamm hinauf

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