nichts; er mußte hängen. Die Tochter ließ sich dar«auf, weil der Vater weg war, von einem Dragoner ver-führen. Diese Geschichte mag euch zur Warnung die-nen : Laßt euch auch niemals von verwegenen Leutenanreihen, euch gegen die Feinde zur Wehre zu stellen,oder ihnen heimliche Tücke zu beweisen. Darüber wer.den oft ganze Dörfer rutnirt und die Bewohner nie-dergemetzelt. Und es geschieht ihnen recht daran: dennwer sich ohne Beruf in den Krieg mischt, muß stch auchgefallen lassen, wenn ihm nach Kriegsmanier mitgespieltwird. Eurer hohen Obrigkeit gebt in Kriegszeiten wil.lig, was sie sodert, und was ihr geben könnt. Siesorgt doch, wenn eS Friede wird, landesväterlich da-für, daß euch wieder aufgeholfen werde."
So »nd dergleichen mehr, sprach der alte erfahrneMann mit seinen Söhnen vom Krieg. Hernach kamer auf die Processe zu reden, und sagte: so gefährlichder Krieg für die Wohlfahrt der Bauersleute ist: sogehen dadurch doch nicht so viel Haushaltungen zuGrunde, als durch Hader, Streit und Processe. Undich fürchte leider! dir Thomas, gehts einmahl so,wenn du ein solcher Haberecht bleibst, wie du jetztbist. Aber sagt mir, Kinder, was meint ihr, wasist wohl bey jedem Streit oder Proceß für eine Absicht,warum man streitet? "Um Recht zu behalten, ant-wortete Thomas.'' Ich dachte wohl, du Streit-kopf, daß du so antworten würdest: aber weißt dunicht mehr, daß unser Vetter Christoph Hahn, indem Injurien. Proceß mit seinem Gerichtsherrn auchRecht behieit, und daß er darüber doch zu Grundegieng? Wer weis bessern Bescheid zu geben? " Ichdenke, sagte Joseph, man soll nicht streiten, als nuruni Schaden abzuwenden, oder wieder zu dem Seini-grn zu gelangen, wenn einem ein anderer zu nahe ge-treten ist»" Getroffen! rief der Vater: darauf beruht
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