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Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim : Für Junge und Alte beschrieben
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Erndte wird dadurch nicht schlechter. In warmen Gegenden >'chkann man, wenn die Wintergerste oder Wintcrrübsen eRcps)abgebracht ist, noch weisst Rüben auf demftchcn Acker säen, Äoder Runkelrüben darauf pflanzen. Rechne dann im Herbstaccurat aus, wie weit dein Futtervorrath reicht und rechneallezeit auf einen langen Winter. Reicht es nun nicht zu: M ^

so kaufe gleich im Herbst Futter, oder verkaufe ein oder cl- - Ammliche Stücke Vieh; ehe die Noth kommt und das Futter Na M»theurer, das Vieh aber wohlfeiler macht. chm, v

Wenn rin Thier den Kopf traurig hängen läßt, kalte JE dund hängende Ohren und trübe Augen M; wenn das Maul te!

erhitzt und trocken ist, oder widernatürlich schäumet; wenndas Haar auf der Haut rauh und wie aufgebürstet steht,oder sich leicht ausreisscn läßt; wenn das Thier Herzklopfenoder Seitenschlagen hat; wenn es nicht recht frißt oder säuft; . «kri.«»

wenn es wie träumend und dumm da steht; wenn es sich imStalle bald niederlegt, bald wieder aufsteht; wenn es im kAi, ^

Gehen wanket und fauler ist, als gewöhnlich: ein sol- in:K>

ches Thier ist krank. Mache den Anfang zur Cur damit, 'Miss,!

daß du es weniger , oder wenn es sehr schwach ist, gar nicht siinns Ä

arbeiten lässest, und ihm kein hartes Futter giebst. Danngehe zum besten Vieharzt, der in der Gegend ist, nicht zumwohlfeilsten: und kann er das kranke Thier nicht selbst sehen; -E

so beschreibe ihm alle Umstände davon so accrwat, wie die Mn kr>:

Fragen über kranke Menschen S. dieses Büchleins cineMil

gestellt sind.

Pferde gesund zu erhalten, sammle Saamen von der -

großen Brennessel, trockne ihn, und reibe ihn zu Pulver: E

davon menge oft eine Handvoll unter das Futter. Suche Wr ini

auch von einem Jahr zum andern allezei-t bis Wcyhnachten ^iMgallen Haber und altes Heu füttern zu können. Für die BMinsFüße ist nichts besser, als daß sie immer reinlich und ttok- «usgkM

kcn im Stalle stehn, und daß man sie jeden Abend nach "»d i

der Arbeit rein abwasche und mit Strohwischen oder Lap- kaß ls d-

pen abtrockne. Auch dürfen die Essen beym Beschlagen UM M

nicht heiß aufprobiert, oder heiße Asche in den Fuß gestreut Thür knwllden. Davon verdirbt der Huf über lang ober kurz. > stHute dich, ein Pferd, wenn es erhitzt ist, ins Wasser zu daml chreiten, oder saufen zu lassen, und übertreibe es nicht in ^ >»>s ch!,«

der Arbeit: davon kommen die meisten Zufälle bey Pfer- : Hstr lcqi