Dorfe ab, und zwar meistens die wohlhabendsten Leute.Viele retteten nichts, als was sie am Leibe trugen. Auchdie meisten Wiesen wurden durch den Hagel und dieWasserstuth so sehr verdorben, daß wenig Heu zu hoffenwar. Die nothwendigsten Anstalten, welche nun ge-macht werden mußten, die Verunglückten einstweilen inScheuern, und Ställen und auf den Böden der stehengebliebenen Häuser unter zu bringen, Brod herbey zuschaffen, die Brandstätten auszuräumen, das in den Fel-der» und Wiesen gesammelte Wasser abzuleiten, die ver-hagelten Felder umzupflügen — alles dieses ließ keine Zeitzur Austheilung der Preise und zum Belohnungsfcftübrig; welches daher auf bessere Zeiten verschoben wur-de. Der Herr Pastor Mohlgemuth hatte, weil diesesFest eben an dem Sonntage gehalten werden sollte, da ernach der Stiftung des sel. Herrn über pred. Gal. i. v.14 predigen mußte, seinen Vortrag darauf eingerichtetgehabt zu zeigen, daß zwar alles eitel sey auf Erden: nurn icht die Bemühungen, alles immer besser zu ma-chen, und besser zu werden. Denn diese belohne Gott fast allezeit durch einen glücklichen Fortgang: und dieseswollte er mit dem eignen Exempel seiner meisten Zuhörerbeweisen. Nun müßte er anstatt dieser Predigt eine Trau-er und Leichenpredigt halten. Aber den Sonnabend Mor-gens brachte er damit zu, die ertrunkene Frau und Kinderwieder zu beleben, welches ihm nur mit dem ältesten Kin-de gelang, und den übrigen Tag und die Nacht hindurchhalf er die Abgebrannten unter Dach und Fach bringen.Er konnte also nicht ordentlich studiren: darum hielt ernur auf dem Gottesacker eine Rede aus dem Herzen,dazwischen einige Verse gesungen wurden. Es kamenauch so viele Leute aus den benachbarten Dörfern, LasBegräbniß der drey verunglückten Personen zu sehen,daß sie in der Kirche nicht Raum gehabt hätten.
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Acht-