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Cosmographei oder beschreibung aller länder, herschafften, fürnemsten stetten, geschichten, gebreüchen, hantierungen etc
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2**.Sebaſtiani Münſteri.ſo es den erſten zeiten hat gehabt. Es ſeind auch durch die menſchen mit der zeit erfunden vilſinnreicher künſt/ die ſie in geſchꝛifften jren nach kommen haben verlaſſen/ etliche aber ſeindgrund gangen. Vnd alſo ſichſt du/ das die welt in ein gar hübſche oꝛdnung gebracht/ weder fievorhin hat gehabt. Aber der feynd men chlichs geſchlechts hat garI

bald feinen ſamen darin geſaͤhet. Dann erſtlichen hat er die men-ſchen jm vnderthaͤnig gemacht mitt allen laſtern/ darnach ein be-gird in jnen erweckt/ wiſſen zükünfftige himliſche ding/ auch

ein verwoꝛffnen diennſt der goͤtter vnnd goͤttin/ da mitt er abtilgetdes waren Gotts erkantnuß. Do kam es haͤr/ das er antwurt gabdurch die ſpoͤttliche bilder Delphi/ item in Beotia/ in Euboca/vnnd bey dem Hammon in Egypten / vnd bꝛacht es dohin das diemenſchen Goͤttliche eer eniboten Saturno Rom / dem Jupiterin Creta / Junoni Samos/ Baccho zu Thebas/ Oſyrl in Egy pten/ Apollini Delphi vnnd Vcneri in Eypern/ deren namennoch bekant waren bey jren voͤlckern der gutthat halben fo ſie jnen° bewiſen/ oder etlicher nutzlicher neüwer ding halb die fic erfunden

hatten. Ja fo hert het er die blinden leüt an ſich zogen, das mann den teüffeliſchen diennſt arßirem bergen ni bringen mocht/ on viler heyliger menſchen überflüſſigs blüt vergieſſen. Vnnddo das auch geſchehen/ hat der liſtig Satan etwas anders erdacht/ vnnd gie menſchen in eineranderen geſt alt angriffen/ betrogen vnd verfuͤrt/ vnd feinen anſchlag dohin bꝛacht/ das dievoͤlcker in dem kleinen Aſia/ in Armenia / Arabia/ Perſia/ Syria / Aſſyria / Media/ Egy-pten/ Numidia / Libya/ Mauritania / Thꝛacia vnd Griechen land/ Ceꝛiſtum den waren Heh-land der welt haben übergeben/ vnnd Mahunittodem falſchen Prophetẽ vnd fallen ſichtaͤg igẽ men-ſchen geſchwoꝛen/ Goͤttliche eer bewiſen/ vnd ſeineverfuͤriſche lere angenommen. Ich geſchweig hieder Scythen vnnd Tartarn/ deren auch vil einanderen glauben haben weder die Türcken vnndSoldamſchen. Auß diſem magſt du mercken/ dasgegen den jetz gemelten voͤlckern ein kleiner hauffiſt auff erden/ der Chꝛiſtum den herꝛen bekent vndan jn glaubt. Ja jre zal taglich ſich mindert/ beſunder gegẽ Mꝛient, do der Turck ein lãd nach dẽ andern ynnimpt. Vnd ob er ſckon die Chriſtẽ bleibẽlat bey jrem glauben/ verbeüt aber offenlichẽ pꝛedigen das wort Gotts/ folgt dar auß das die Chꝛiſten vnder dem Turtken geborẽ/ auß bey wonungder Turchen lidderlichen zum abfal gebracht werden/ vn fick an jr religion begeben/ wie der Prosphet im Pſalter ſagt/ Sie ſeind vermiſcht vnderdie voͤlcker vnd haben jre werck gelernet. Es komptauß diſem zweiſpaltigem glauben vnnd mißhelli-gem lebenn/ das ein ſetlich volck ſeinen Gott alsf,,| den höͤchſten auff erhebt/ vnnd vermeynen ſie ganKR gen den rechten weg der ſaͤlikeit/ vnd alle andere> menſchen gangẽ jrꝛ/ vnd befleiſſen ſich auch jre ſect

weyt auß bꝛeyten/ vnnd wer jn n nit gehoꝛcht/den verfolgen fie mit groſſem neid vnd haß/ alſo das jetzunt keiner on gefaͤrlichkeit ſeincs leybsvnd lebens wanderen mag in einn frembd land das eines anderen glaubens iſt/ Las erfarennvnnd beſichtigen nach jetziger gelegenheit. Ich ſpꝛich nach jetziger gelegennheit/ nitt das das

ertrich durch andere vnnd andere ynwoner verwandlett werd/ dann es bleiben für vnnd fur

a iij in einem

durch dunckel weiſſagung in ſie triben ein foꝛcht/ vnd für gehalten

Anfang derabgꝭttercj