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Cosmographei oder beschreibung aller länder, herschafften, fürnemsten stetten, geschichten, gebreüchen, hantierungen etc
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Linder werd in in huchern geſe-hen.

Fi 137 iarff wir dar bey lernetẽ/ das ein menſch vnd ein land des anderen

DVoꝛred.

in einen weſen eines ſeden lads groſſe berg vnd thaͤler/ flieſſend waͤſſer vnd ſtillſtendige ſee/ aberder baw des ertrichs verendert ſich ſtets in ſtettẽ vnd flecken/ dar in fruchbarkeit vnd neüwenynftliſſen des himmels/ ich geſchweig der manchfaltigen regierungen/ ſitten vnd gebreüchen derynwoner. Nim für dich vnſer T eütſchland/ fo wir ſtu findẽ/ das es vnſern zeitẽ gar vil ein andere geſtalt hat wrder es vor zwoͤrff hindert jaren hat gehabt/ do es Ptolemeus bẽſchꝛiben hatvnd vᷣoꝛim Strabo . Dan do mal hat man kein vmbmauerte ſtatt darin gefunden/ ſonder eswas über ogen mit einem grau amẽ vnd groſſen wald/ vnd woneten die menſchen hin vnd haͤrin den thaͤlern vnd bey den waͤſſern in kleinen hütten/ hetten kein gewerb oder handtierung/ rey-ſeten auch nit in frẽbde laͤnder/ wie ich hie vnden weiter daruon ſchꝛeibẽ will. Aber vnjern zeiten iſt es nit minder erbawen dan Italia oder auch Gallia. Das widerſpil findeſt du im Heylgen land/ das vnſern zeiten gar nahe dd vnd wuͤſt ligt/ aber vor zeiten alle laͤnder der e den infructhbarkeit übertroffen. Dem nach laß dich nit wunder nemen/ das man in Ptolemeo zweirrleien tafeln finde über ein land/ die alten vnd die neüwen. Die alten fo Ptolemeus/ S 20 vndCoꝛnelius Tacitus beſchꝛiben vaben/ zeygen an was für voͤlcker vnd wonungen iren z. ren ineinem jeden land ſeiend geweſen/ vnd fo die ſelbigen jetzunt meren theil in ein ꝛbgang ober verenderung kommẽ ſeind/ hat von noten wollen fein durch neüwe tafeln gelegenheit der welt vndeins jeden tands anzezeigen/ fo vil man dan hat mögen beſchꝛeiben die frin! bden laͤnd er/ dievnſern zeiten nit wol mogen durch wandlet werde. Aber fo vor al ten zeiten haͤr alle lo dſchaff-ten heſchꝛiben ſeind nach iren gelegenheit/ iſt nit ſchwer ein newe tafel darnach zuricht fo cinerweißt neinve namen der bergen vnd waͤſſern/ auch der ſtett darin gelegen/ vnd der volcker durchſie bewonet. Ich kan wol erkennen das einem vernünfft· gen vnd ſiñreichẽ menſchen gar anmůtig were ein land beſehen in im ſeibſt nach feiner natürlichen gelegenh. ot vnd weſen/ die weilaber ſolichs nit wol mag geſein/ iſy es nit für ein kleins achtẽ fo dir für auge ſielt in einertafeln ſolichs lands lenge vnd breite volcker/ ſtett/ berg/ thier vnd der gleichen ding die darin gefunden werden. Ja ich darff ſagen das ein wol beleßner vnd verſtendiger man et wan mer welß ſagen von einem frembden land/ daryn er doch nie kommen iſt mit ſcinem leyb/ dan manchergrober menſch der gleich ſolichs land durch wandlet hat/ aber keiner dingẽ acht gehabt. Do nutnun manch menſch/ dem nit moglich iſt dis oder jhenes land an jm ſelbs beſchauwen doch

gern wißte der laͤndern gelcgenheiten/ feines fürnemens nit gar beraubt werde/ hab ich mir für

genömen/ allen liebhabern der freyen künſten für augen zůuſtellẽ gelegẽheit vnd foꝛm des gantzen

ertrichs vnd feiner ſtück/ das iſt/ beſunderer landſchafften vnd das mit bequemlichen figuren/ ſo

zum theil vo? alten zeit der hoch beruͤmpt aſtronomus vnd Coſmogra phus Ptolemens an-

deren ach jm hinder jnen verlaſſen haben/ aber aller meiſt wie ſie vnſern zeiten vff Jas aller

fleiſſigſt beſchꝛibẽ werden. In wolche jch dich vmbhaͤr fuͤren will von einem land zum anderen/

ia auch mit dir über möꝛe faren/ vnd anzeigẽ die ſteit/ berg/ wa ſſer/ wildnuſſen vnd ant ere ding/di: dem menſchẽ luſtig vnd kurtz weylig ſeind wiſſen/ als/ ſitten/ weſen/ wandel vnd hantierungen der freinbden volcker/ darzu was beſunders bey inen auß dem ertrich entſpꝛingt vnd gefun-den wirt. Alſo wollen mir kein land onerſuͤcht laſſen/ do mit wir erkennen was Gz: t für ſeltza-me vnd wunderbarliche ding auff dem weiten ertrich erſ⸗ chaffen hat/ vnd je einem land etwas geben/ das in dem andern nit gefunden wirt/ vnd ſeine gaben alſo wunderbarlich auß getheylt/ dãs

alwegẽ bedarff/ vnd keins alle ding

des ande n. über ein hauffen empfangen hab. Was ich aber ſelbs nit geſchen hab/ deß nun vil iſt/ wil jch ne-

men auß den geſchꝛifftẽ die hinder jnen verlaſſen haben etliche hochgelerte vnd weit erfarne maͤnner/ als dan ſeind Ptolemeus Strabo/ Tacitus / Diodoꝛus Sicujus, Plinius / Qurn ur Eurtius/ vnd vnder den neüwen Matthias Michaw/ Sabellicus/ Johãnes Boemus/ Va rtomannue Paulus Venetus / Veſputius/ Albertus Krantz/ Friſingenfis/ V:ſpꝛungenſis/ Naucle-rus/ Luſpinianus, Bonfinius/ Beatus Rhenanus / Egidius Schudus, Fremeus vn ſunſt andere hiſtoꝛien vnd Chꝛonicken beſchꝛeiber on zal/ die jch auff diß werck ah durch| chen/ vnd da-rauß genommen was meinem fürnemen dienſtlich gewefen. Ich hab mich auch n yter bew.ben by fürſten vnd herzen, groſſen vnd kleinẽ fetten, item by vn heriehen vnd gelerten maͤñern/die mir allenthalben groß hilff vnd ſteũ wer haben gethon diſſem werck wic ichs an eim jedenoꝛt nu verſchwigen will. Es if nit moglich das ein menſch jetzunt mog be chawen das gantz ert

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