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Cosmographei oder beschreibung aller länder, herschafften, fürnemsten stetten, geschichten, gebreüchen, hantierungen etc
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ccclxxiij Das Ritt bůch

künig Wilhelm von Holand dem grauen von Gellern die ſtatt Neü.210*. marck lauters ſylbers. Darnach hat künig r ,. 3 upenheim/ Ingelheim vnd Keyſers Lautern feinem fun Lud wigen pfaltzgra⸗ bijuen vnd fein erben verſchꝛiben anno Chꝛiſti 1402 vmb hundert tauſent guldẽ uiAb er die andern ſpꝛechen es(ey alſo zůgangen. Nach dem Carolus der vlerd an endas keyſerthumb kam/ het er gern feinen fun Wentzeslaum pꝛomouiert/ das er nnach jm keyſer würd/ darũb verhieß er den Chůrfürſten gros gůt daß ſie jn w · NDas heiferthü leten/ vnd wie Encas Syluius in Bohemia ſchꝛeibt/ verhieß er einem jerlichen urvin verkauft Chůrfürſten hundert tauſent gulden/ gab jnen pf and die groſſen zöll des Inreichs fo an dem Rhein ligen. Dañ er het nit ſo vil bargelts/ das er ſie alle moͤcht hvernůgen. Dem pfaltzgrauen wurden die voꝛgemeltẽ ſtett für ſein theil ʒů vn⸗ üderpfand. Diſer Carlen hat dem Roͤmiſchẽ reich gar wee gethan. Dañ was er imkeyſerthumb von gůt mocht auff bꝛingẽ/ das furt er hinein in Behẽ/ daß er dasſelbig künigreich/ das erblich was/ reich maͤchte. Vnd als nach jm fein fun Wentzeslaus an das Rdmiſch reich kam/ vnd dem 22. jar voꝛſtůnd/ ſchwechert er eserſt noch mer. Er nam gelt von de herzen Meyland/ der des reichs amptmañwas in Lamparten/ vnnd macht jn einem hertzogẽ über Meyland/ das desreichs beſt theyl was in Welſchem land. Er gab auch hin wegk vil andere ſtett/die dem reich gehoꝛten/ wie vor jm auch gethan hat keyſer Ludwig Baier/der die ſtett in Italia von gelts wegen frey macht von dẽ Römiſchẽ reich. Dochſagẽ etlich keyſer Rudolff hab das gethan/ dz laß jch nun hie anſton/ man weißtDer Römifch mer dan gůt iſt/ wie der X Smifch adler beropfft iſt. Es ward aueh künig Wẽtzeladler beropfft ſeines ſchaͤdlichẽ regiments halb das er im Roͤmiſchẽ reich fuͤrt/ von den Chůt-furſten entſetzt/ die ʒůſam̃en kamẽ an dẽ Rhein gegen Bꝛůbach über in Triererbiſthumb/ do ward ein richtſtůl erhebt anno Chꝛiſti iq oo. am 20. tag des mo-nats Auguſti/ vnd mit wiſſen vnd willen des bapſts/ der Chůrfürſtẽ/ anderfürſten/ grauen vnnd herꝛen ward Wentzeslaus beraubt keyſerlicher würde/Künig%egel ward auch offentliche außgeſchꝛiben in das gantz Roͤmiſch reich das jn füthinpirt entſez. niemand ſolt habẽ für ein künig oder keyſer. Die woꝛt jres anßſchꝛeibens lautenalſo. Wir Johannes ertzbiſchoff Mentz/ des heilige Roͤmiſchen reichs durchTeütſch land ertzcantzler/ in namen vnd von wegen der voꝛgenantẽ herꝛẽ vndmit Chůrfürſten des heiligen Roͤmiſchen reichs vnd auch vnſer ſelbs/ vmb vilen vil groſſer gebꝛeſten vnd ſachen die vns bewegen/ thůn ab vnd ſetzen ab nitdiſem vnſerm vꝛtheil den voꝛgenantẽ herꝛn Wentzeslaũ als ein onnützen/ver-ſaumlichẽ vnd onachtbarn des heiligẽ Roͤmiſchen reichs/ von de ſelbigen Roͤmiſchen reich vnd von aller der würde/ eren vnd herlichkeit dar ʒů gehoͤꝛend/ vnd ibmverkünden darumb alle fürſten vnd herzen/ rittern vnd knechtẽ/ fetten /lan-den vnd leütẽ des heiligen reichs/ daß ſie jm fürbaß jr eyde vnd hulde/ die ſi des nvoꝛgenanten Wentzeslaus perſonen als von des heiligẽ reichs wegen gethan ha 0ben/3ü mal vnd gentzlichẽ ledig ſeind/ vnd ermanẽ vnd erſůchẽ fie auch über dieeyd do mit fie dẽ heiligen reich verbundẽ ſeind/ daß ſie dem voꝛgenanten herzen.Wentzeslao fürbaſſer als eim Roͤmiſchẽ künig nit mer gehoꝛſam noch wartend ieſeiend in kein weiß noch jm kein recht/ dienſt/ gült/ gůt ander gefell wie mandie nennẽ mag/ als eim Roͤmiſchẽ künig geben/ thůn oder volgen laſſen/ ſunderdas ſie die behalten für den der von gots gnaden eim nützlichen vnd bequem©lichen X Smifchen künig erkoꝛn wirt. Ich laß hie faren/ wie er fürhin ſo offt vndmit groſſem fleiß erbetten/ ermant/ vnd erſũcht iſt woꝛdẽ von den Chůrfürſt/das er ſich ſeins onzimlichẽ lebens abthet/ etc. do mit jch widerumb komme=auff die oꝛd nungen die im keyſerthumb ſeind gemacht woꝛdẽ/ ſolt du willen.*eyſeer