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Cosmographei oder beschreibung aller länder, herschafften, fürnemsten stetten, geschichten, gebreüchen, hantierungen etc
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Von dem Teütſchen land. ccclxrix

,(Fact DBafelbnrgermeiffer ein fnderstkcher liebh aber der hiſt oꝛien vnd antiquitetẽ/ in DE findt man gar ſeltzame land

recht/ die vnſern voꝛfarẽ beſunder der Sch waͤbiſchẽ nation ſeind voꝛ geſchꝛibẽ

eden von denen wil jch etliche anzeigen mit kurtzen woꝛten.

. Gleich wie von anfang der beſchoͤpffung biß auff vnſere zeit ſich verlauffen

3 haben ſieben weldt/ vnd wir ſeind jesunde in der ſiebenden weldt/ die beſt at al-

3(olangals Gort willder ſelben weys ſeind auch die ſieben hoͤꝛſchilt auffgeleit. Sieben kor

. Der künig hebet den erſten/ der biſchoff/ pt vnd aͤptiſſen die do gefürſtet ſeind ſchilt.

2 haben den andern. Die leyen fürſten den dꝛitten/die freyherꝛen den vierdten/dir mittelfreyen den fünfften/ die dienſtman den ſechſten/ vnnd den ſiebenden

d hoͤꝛſchilt hebt ein ietlich mañ der nit eigen iſt oder ein kind iſt.

2. Sippe ʒal wirt genommen von dem menſchlichen leyb. Dañ bey dem haupt

. wirt beſcheiden weyb vnd mañ/ die celich zůſammen kommcẽ ſeind/ vnd die kind

. von jn beyde geboꝛen werden bezeichnet am nechſten glid bey dem haupt/ nem⸗ Gras des ge-

. lich do die arm ſtoſſent an die ſchultern. Geſch wiſtrige kind die ander ſipppe/ die blut.

ſtaon an dem andern glid von dem haupt haͤrab gezelt/ das glid heißt der elẽbog.Die ditt ſipp ſtot an dem dꝛitten glid/ do die hand an den arm ſtoßt/ vnnd die

vierdre anz den vierdten glid/ do der mittel finger in die hand ſtoſſet. Die funfft

. fipp ſtot am fünften glid/ nemlich am andern glid des mittel fingers. Die ſech-

3 ſten am dꝛitten glid des mittel fingers/ vnd die ſiebende voꝛ dem nagel des mit⸗'

. tel fingers. Nun woͤlche kinder nach diſen ſieben glidern ſich vergleichen/ die ne-

men auch gleicher weiß das erb.

. N bp at ein pfaff ein kirch oder ein pfrund/ daruon er ſich betragen mag/ ſo thei-

n: len ſein geſchwiſtrige nit mit jm das varende gůt.

*. Wer erb nimpt/ der fol auch die ſchuld gelten/ die der ted mañ gelten ſolt.. Diebſtal/ ſpil vnd raub iſt niemand ſchuldig gelten für den andern.der: Eis moͤgen nit zeügen kinder die vnder vier zehen jaren ſeind/ noch weyber/

vonder dañ in erlichen ſachen/ bůben/ thůmb oder toꝛecht leüt/ blinden/ tauben/ on ſinIi. nigen/ ketzer/ verbanten vnd meineydig leüt.Em, Es mag ein kind(eins vatters vnd müter erb vers

zu f würcken mit vierzehen dingen/ nemlich/ ſo der fun beyvolde ſeiner ſtie ffmůter ligt/ oder ſo er feinen vatter fahr vnd. inſchleüßt wider recht/ oder ſo der ſun ſeinen vatter an-ry ſpꝛicht/ vnd ſolich ding von dem vatter ruͤget/ die dem! vatter an den leib gangent/ oder ſo ein ſun ſeinẽ vattere ſchlecht an wangen/ oder mercklichen beſcholten hatt/we oder auff jn klagt das den vatter in ſchaden bꝛingt an6 ceren oder am gůt/ oder der fun ein dieb oder boͤß wichtee. wurd/ oder den vatter jrꝛet vnnd verhindert an ſeineru.; ſeelen heil am todt bett/ oder fo der fun ein ſpilmañ wirt9 wider des vatters willen/ oder wolt nit bürg werdẽ für.; den vatter/ oder woͤlt jn nit loͤſen von gefengnuß/ oderger fo der vatter von ſinnẽ kompt/ vnd der fun verwart in

ter. ni eder ſ der ü dem artet ſein gůt vertůt mit onfůr.ö o ein mañ ſtirbt on kind vnd verlaſt ein fraw/ ſol die fraw onbeküm mer

**. tſitzen biß zum dꝛeiſſigſten tag. Von dem erb ſol man ʒum erſten dem geſind jrenlon geben/ vnd ſol ſie nit außſtoſſen biß zum dꝛeiſſigſten tag vntz ſie ſich anderßwo verſehen mögen, Darnach můß die fraw theilen mit den erben. Sie ſol auchjres mañs roß vnd ſattell/ harniſch vnnd das beſt ſchwert geben ſeinen herꝛen/gg ü ob er