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Cosmographei oder beschreibung aller länder herrschafften fürnemsten stetten geschichten gebreüchen ... / zuom offteren mal trefflich seer durch Sebastianum Munsterum gebessert ... und ietzunder aber biss auff das tausent fünffhundert drei und fünfftzigst jar gemeret. Jtem auff ein neüws mit hübschen figuren und landtaflen geziert ...
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Von dem Tetſchen land. cccxv

das ſi nach dem krieg fo fie voꝛ zeiten von den Carthaginen ern er litten hetten-

kein gröffern yngenom men habẽ. Es ſchꝛeibt Suetonius / das diſe niderlag demkeyſer Ahuguſto alſo wee thet/ das er Kom mitt dem kopff wider die wand lieffwie ein to big mẽſch/ vnd ſpꝛach auf groſſem on můt/ O Quintili Mare /ſtell mirwider die legion os. Et ſchꝛeibt doch der Paterculus / das die Römer noch eingröͤſſern ſchaden haben er lirten von den Parthier vnd dem hertz o gen Craſſo . Etlich woͤllen das die jetzge melt nider lag der dꝛeyen legion ſey bey Augſpurg geſche-henaber fo man die hiſtoꝛien mit fleiß an ſicht/ findt man auß den vmbſtenden/das ſie bey der Elb in Meyſen oder Sachſen geſchehen iſt. Item Tiberius hat indꝛeyen jaren fünff legiones hey den Ceütſchen verlosen, Antonius der milt hatden Teütſchen wes gethan/ iſt ihm aber auch wee dargegen geſchehen/ dann er lertden Roͤmiſchen ſchatz ſchier gar auß wider die Teütſchen. Iſt mir auch ongez weif-let/ dio andern keyſer ſo nach den jetz gemeltenn kommen ſe ind/ haben nit alſo gesring die Teürſchen gedempt/ ſie haben auch leüt daran můſſen ſetzen. Darumbauch von jnẽ ſelbs dĩß...der fahe etwas mit den Ceütſchen an Mach mit den Teütſchen ein früntſchafft/vnd hut dich voꝛ jrer nachbaur ſchafft.

Wie die Teütſchen ein leben geſuͤrt haben vo; vnd ettlich jar nach Chꝛiſt geburt.4 Ann die Teütſchen voꝛ zeiten woltẽ ein ſtreit anheben/ ſungen fie69 vorhin dem Herculi ein lobgeſang mit lauter vnd oner ſchꝛocknerle L AV ſtim̃. Dann fie ſpꝛachen/ das der Hercules were etwan bey jnen imI BB land geweſen. Sie hetten ein graß geſicht/ gel har/ gerade ley ber -vnd waren vonn natur gaͤh im er ſten antritt oder angriff/ warenaber nit behaͤrꝛig noch můt ig oder willig in ð arbeit. Sie mochten nit dur ſt nochhitz leiden wie die Gallier/ aber kelten mochten fie faſt wol erzeügen. Sie hettenvoꝛ zeiten kein gold noch ſylber im gebꝛauch/ vnnd wann ihnen oder jren für ſtenet wan ſylber geſchirꝛ ward geſchenckt/ wurden fie von jnẽ nit ander ft geacht dannyrdene gefeß. Nach dem fie aber habe angefangen hantieren/ kauffen vnd verkauffen/ do iſt bey ihnen gold vnd ſylber wert woꝛdẽ vnd in bꝛauch kom̃en. Chanhat lange zeit gemeint/ jr er trich bꝛing gar kein metall/ gold ſylber oder eyſenn-darumb anch die Teüt ſchen voꝛ langen zeiten haben nit vil ſchwerter gebꝛaucht/ſunder lange ſtangen daran ſie machten ein kurtz eyſen. Des gleichen die reüterbꝛauchten ein ſchilt vnd ein ſpeer/ aber die fůß ſtritten/ behalffen ſich faſt mitbogen. Sie gien gen bloß in ſtreit/ oder legtẽ ein kurtze gyppen an ihꝛen leib. Siepflegten gar keins geſchmucks oder gezierd/ dann das ſie jre ſchilt mit hübſchẽ farben vnderſchieden Wenig waren im gantzen hauffen die ſich mit pantzer vnd ey-ſenhůten verwarten. Vnd fo einer jm den ſchilt im krieg ließ ne men/ ward es ihm einer groſſen ſchand gemeſſen. Man ließ ein ſolichen nit mer dem abgoͤtti-ſchen dienſt/ oder auch der gemeyn kommen/ wann et wz eerlichs vnd redlichsward gehandlet. Darumb wurden auch vil gefunden, die ſich ſelbs erhenckten/damit ſis diſer ſchmach übe rhaben weren. Die edleſten ſo vnder ihnen warẽ/ wur-den künigen erwoͤlt/ aber es ward ihnen nit gantzer freyer vnd voller gewaltver hengt. Sie machten nit ein jet lichen über ein höze zum haupt man/ ſun ð woͤl-cher aller tugenthafftigſter gefunden warde/ vnnd mere bereit zut hůn wederheiſſen/ den ſetzten ſie einem hoͤꝛe voꝛ. Wañ fie in krieg zugen/ namen fie mit jnenettlich abgoͤttiſche bilder/ durch woͤlcher anſchauwung fie gereitzt wurden mann-lich ſtreiten. Sie ſetztẽ auff ihꝛe nechſten freünd alle kriegß haͤndel/ in woͤlcher25 J cc iiij angeſicht

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