decclrij Das dꝛitt buͤch
Als hertzog Wilhelm der letſt võ Lüncburg H. Otten ſun/ vñ des groſſent)Albꝛechtẽ enckel fun ſter bẽ wolt/ übergab er fein hertzo gthůb h. Magno vo Bꝛunſwic/ dz verdꝛoß die hertzo gen über dẽ wald/ die in gleichẽ grad waren. Und als h.Ludwig von Lünen burg geſtarb/ do vermaͤhlet ſich fein verlaßne haußfraw di.ein tochter ws h. Wilhelms des letſtẽ hertzogẽ von Lünenburg graue Otten vonSchouwenberg/ vnd kam dz hertzogt hũb Lünenburg an Magnũ h. Qudwigenbꝛůder. Aber do er ſich gar onge bür lich hielt/ vn feines vatters ſtraff nit annamward er vertribẽ/ vñ Albꝛecht h. von obern Sachſen / des letſtẽ hertzogen Wil,helms võ Lünẽ burg tochter fun an(ein ſtatt genom̃en anno i371. Es ward auchdoʒzůmal dz ſchloß zu Lünenburg/ dañen der h. der ſtatt vil zů leid gethan ha/gar zerbꝛochẽ/ vnd ð vertribne h. Magnus ward in cine krieg dẽ er fuͤrt wider diegrauen vo Schowẽ berg erſtochẽ/ vñ fein verlaßne haußfraw nam zů der ee h. Abꝛecht von Lünenburg . H., Henrich vo Bꝛunſchwie hat ano 1545. ein zeüg ver -ſamlet im ſtifft Verden/ iſt erſtlich nach dem Rotenber g im ſtifft Bꝛemen/ dannach auff dz land Lünenburg gezogen. Darauff iſt er in dz erobert lãd Bꝛunſpigeruckt/ des halb LKandgraue Philips zů Heſſen als Hauptmann auß befelchſiner mit verwãdtẽ ſich auff gemacht/ des gleichen h. Ernſt zů Bꝛunſwic vnd Li -nenbur g/ item h. Mauritz zů Sachſen etc. die haben ſich by Noꝛt heim gelagert. Hertzog Hẽrich iſt vo Wolfenbeütel/ dz er zů belaͤgern vnderſtanden auffgebꝛo| chen/ iſt nach Bockelen gezogen/ darnach auff Aalfelden geruckt. Zů letſt iſt der. Landgraue im October mit(eine selig auff den Bꝛunſwiger gezogen in willẽ ihnan zů greiffen. Dar auff vnnd als es jetzunt an dem angriff was/ hertzog Henrichvon Bꝛũſwic ſampt feine fun Carolo Victoꝛe ſich in des Landgrauẽ gefencknußbegabẽd/ die warden in dem krieg fo k. Carolus wid die pꝛoteſtierende Anno 1548,fůrt/ nach lägwir iger gefencknus ledig gelaſſen/ vñ in jr fürſtẽthũb gefertiget,
Von der ſtatt Bꝛun ſwir.
Runſwic iſt zů vnſern zeitenn die fürnempſt auch die groͤſte ſtatt in. Sachſen / gar wol verwaret mit mauren/ graben/ thürnen vnnd ph -ſteien/ geziert mit herzlichen heüſern/ ſchoͤnen gaſſenn/ groſſen vnndwol geſchmuckten tempeln. Sie ligt faſt mitten in Sachſen land vndiſt in vier ecken gebauwen/ hat gar nahe gleiche lenge vnd bꝛeite/ b -ö. greifft inn ihrem circk zwey tauſentſchꝛitt/ das iſt ein halbe Teütſchemeil. Sie iſt et wz groͤſſer dan Nürnberg vnnd kleiner dann Erdfurt.„A Gegen Oꝛient hatt ſie das Meiden.burger biſthumb/ gegen mittag den. Dartswald/gegen Occident das Dil. SZ= deßheimer biſthumb/ vnnd gegen|
———— mit nacht Lünenburger herꝛſchafft.
oncers Es laufft durch ſie das waſſer Onacra/ woͤlches auß dem Hartzwald kompt/ vndwaſſcr. vnderſcheidt die ſtatt in zwei theil/ furt mit ihm hinweg allen wůſt/ vnnd iſtal;|
| lenthalben mitt bꝛugken bedeckt. Es ligt diſe ſtatt vff eim eben boden/ hat vmb(. ſich ghan zwen graͤben/ an ettlichẽ oꝛtern dꝛey/ die zum theil mit waſſer ſeind anß|| gefült Es iſt auch zwiſchen den gräben ger in gs vm̃ die ſtatt ein dicke ſchlitte vndͤ groß wal/ befeſtiget mit allerleỹy geſteüden vnd hecken. Trinckwaſſers halb if 4. mangel inn der ſtatt/ darumb ge meinlichen jederman ter trinckt.; MM|. ö. Der wein
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