Von den(ändern Africe. Hecriꝝꝛ
ö fuen kein beſchwerd/(under hielten es für ein ſaͤlig ding wo ſte dem voꝛgeſchꝛib-h nen geſatz nach kaͤmen. Dann es mag ſunſt der menſch gar liederlich über das boͤgn lin tretten/ wo er nach feinen anfechten handlet/ vnnd ietz mitt neid/ ietz mit liebdel bewegt wirt et was zů thůn. Die weil nun diß regiment bey den Egyptiern ſtůnd/n hatt das gemein volck ein ſo lich gůt willig hertz gegen jren künigen/ daß ſie merW ſoꝛg hetten für den künig vnnd(eine geſundheit dann für jre eigene weiber vnnd
kinder. Und wann der kunig ſtarb/ beweineten fie jn alle/ zerꝛiſſen jre kleider/ be-ſchloſſen die tempel/ kamen nit auff den marckt/ hielten kein hoch zeitlich feſt/ trůÿgen leyd zwen vñ ſiebentzig tag/ ver wůſteten mit kot jre haͤupter/ zogen zwei malallen tag zwey hundert oder dꝛey hundert menſchen durch die ſtatt vnd erneüwer
th ten das leid vnnd aͤferten des künigs tugent. Sie aſſen die weil kein fleiſch nochfi gekochte ſpelß/ truncken kein wein/ giengen in kein bad/ bꝛauchten kein wolrie-N chende ſalben/ lagen auff kein beth/ ſtůnden auch eelicher werckſtill. Mit was pomN pen fie darnach begrůben/ balſamier-
ten/ lobeten jn von ſeiner tugent we-gen/ oder klaget en über jn ſeinertyrã-nei halb/ vnnd diß alles bei dem grab/wirt vil daruon geſchꝛiben/ jch laß eshie faren. Ward er erfunden nach dergroſſen verhoͤꝛtẽ klag ongerecht/ warder on alle eer begraben. Vnnd diß be-wegt die künig in Egyptẽ / daß ſie recht4 J. můſten leben/ wolten ſie anderſt nittin nach jrem todt auff ſich legen ein ewi-gen haß vnd zoin des volcks. Die zoͤll
ö vnd andere gefell ſo man in Egypten auff hůb wurden in dꝛey theil getheilt. Den. erſten theil namen die pꝛieſter/ die in groſſer achtung waren/ darumb daß ſie ſich9 mit den goͤttern bekümmerten vnd auch daß fie der lere anhiengen vnd ande leüt
vnder wiſen. Daruon brauchten fie fo vil not ws zů erhalten der goͤtter dienſt/ vndvon dem libꝛtgen gelebten ſie mitt jrem hauß geſind. Den andern theil nam derkünig/ bꝛaucht jn zů den kriegen/ zů ſeinem auffenthalt/ vnnd do mitt zů bega-ben die verdienten. Den dꝛitten theyl namen die kriegßleüt ſo man erhielt im lãdwider die zůfellige krieg. Das gemein volck was in den policien in drey Zünfft gesu. theilt/ ein theil waren bauwers leüt/ das ander hyrten/ vnd das dꝛitt hand wercks2 leüÿt. Diß waren die ſatzungen der Egyptern. Die meyneidigen/ die den gottern vnd menſchen treüw vnd glauben nitt halten/ ſollen enthauptet werden.So einer über land ghat onnd findt ein menſchen von den moͤꝛdern überfallen
— nm a mn* 1 2 aun* ö
. oder ſunſt mitt onbillicher ſchmach belaͤſtigt vn hül fft jm nit/ der hatt verſchuldth. den todt. Woͤlcher feine altern vnnd geſch wiſtert toͤdt/ der ſoll mitt ſpitzen doͤꝛ-. 7 nen in allen glideren geſchlagen werden/ vnd darnach lebendig auff einem doꝛn9 hauffen verbꝛent werden. Woͤlcher dem fyend die heimlichkeit entdeckt/ dem. ſol die zung abgeſchnitten werden. Waͤlcher die müntz faͤlſcht/ oder ſie vmb-chi ſchneitt/ oder jr zeichen ver endert/ dem ſollen beide hend abgehauwen werden;auf Woͤlcher ein freye fraw ſchwechet/ dem ſollen ſeine maͤnnliche glider abgehau-au wen werden. Woͤlcher in eim ongenoͤtigten eebꝛuch ergriffen wirt/ der ſoll mitehin růten biß auff tauſent ſtreich geſchlagen werden/ vnd dem weib ſoll die naß abs|geh geſchnit ten werden. Ven pꝛieſtern wirt einem ieden nitt mer dann ein fraw er⸗ 4ue laubt/ aber die anderen doͤꝛffen fo vil nemen als fie erneren mogen. Die kinderen ſollen mitt ſchlechten koſten aufferzogen werden von jren aͤltern/ alſo daß über
——