422 ap. 6Mcc vij Das fün fft buchvnnd was lands zwiſchen jnen begriffen wirt/ iſt fo viel als ein inſel/ iſt trefflichfruchtbar vnnd mitt vielen flecken beſetzt vnnd heißt das vnder Egypten/ diewelte klein Zügtezer oder Heiden heiſſen es klein Egypten/ aber die alten nennen es DeltamFeybten. von der dreieckechtige foꝛm ſo es hatt/ in geſtalt des Gꝛiechiſchen bůchſtaben del
Der Egypti-ſchen künignderrichtũg·
ta der ein triangel macht. Alſo ſpꝛicht man auch das der Rhein mitt ſeinen zweieneüffern flüſſen vnd dem moͤꝛe ein inſel macht/ die vor zeiten Bat aut vnd zů vn -
ſern zeiten Holand wirt genempt.
Von ſitten vnd bꝛaͤuchen der
35. Egyptiern. A
S ſeind die Egyptern faſt die erſten geweſen vonn denen die anderen. Heiden gelerner haben/ geſaͤtz weyßheit/ ſitten vnnd gůte bꝛaͤuch gesnommẽ. Alſe finden wir daß zů jnen gezogen ſeind/ bey jnen zů lernen -Hemerus/ Dedains Solon, Plato vnnd vil andere imer. Dan wie wolfie Heiden ſeind geweſen/ haben fie doch ſich gefliſſen erbarlichen zů le-
ben/ ſo vil erbarkeit im auſſern wandel mag geſpůͤrt werden, vnnd do mitt zůzjjnen gezogen vil außlendiger menſchen/ deren hertzen die erbarkeit auch etw as
berůrt hat. Ir bꝛauch iſt geweſen wañ fe zůſammen ſeind kommen in ein virt-
ſchafft/ das einer hatt getragen auff einem ſtecken ein geſchmeltzt todten bild/ eins oder zweier elenbogen lang -vnnd ſpꝛach zů den diſch genoſſen. Sehen ʒů/ alſo wie di
Jeweſen auß gerſten gemacht/ dan es wech ßt kein weinin innern Egypten. Sie haben getragẽ leinene kleider/geſompt bei den beinen. So fie jren goͤttern opffertenvnnd d künig zů gegen was/ ſchꝛei der oͤberſt pꝛieſter mit
ſuntheit vnnd glückſaͤligkeit/ ermanet den künig das ergerechtigkeit hielt gegen den vnderthanen/ vnd er ʒeletjm was er für tugent an jm haben ſolt/ wie er gegen dengoͤttern ſolt gots foͤcchtig vnnd geiſt lich ſein/ gegen denmenſchen freündſalig/ gerecht/ großm ut ig/ warhaff-
tig/ freigaͤbig/ ſich enthalten in boͤſen neiglich keiten/ er ſolt minder ſtraffen we-
der der ſündig menſch verſchult het/ vnnd reichlicher den gůtthaͤtigen begaben/
dann er verdient hett/ ſoliche vnnd der gleichen vil redt der pꝛieſter vnnd begert
von den goͤttern diſer dingen leiſtung/ darnach verbannet vnnd verflucht er dieboͤſen/ vnnd wan der künig auch boͤß was/ purgiert er jn vnd legt alle ſchuld aufffeine diener/ die jm boͤſe rhaͤt gaben. Zů letſt ließ man etwas leſen auß jren heyli-gen büchern/ darin verzeichnet waren die thaten/ rhaͤt vnnd lere etlicher hochgeachteter manner/ dar durch der künig bewegt wurd jren fůßſtappen nach ʒůfol-
gen. Sie gebrauchte ſich ſchlechter ſpeiß/ dann man bꝛacht nichts auff den diſch
weder genß vnnd kelber fleiſch. Es was auch ein maß geſetzt wie vil einer auffein imbs trincken moͤcht vnnd nit mer/ do mit niemand truncken wurd. Es doꝛfften die künig nit leben nach jrem můtwillen/ ſunder můſten dem fürgeſchꝛibnen
geſatz nach kommen. Sie mochten nit ein vꝛtheil ſpꝛechen/ doꝛfften nit gelt ſam
len/ doꝛfften auch nitt einen ſtraffen auß zoꝛn oder hoffart oder vmb einer ande⸗ ‚
ren onbillicher vꝛſachen willen/ weiter dann jnen jr gefatz erlaubt. Vnd das wasjnen
fer můſſend jr werden nach eü werem todt/ darumb trin öcken vnd freüwen euch nitt zů vil. Ir tranck iſt faſt bier
lauter ſtimm voꝛ dem volck/ vnd wün ſcht lederman ges
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